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	<title>Firma Deutsche Bank, Autor bei News-Blast</title>
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	<title>Firma Deutsche Bank, Autor bei News-Blast</title>
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		<title>Wirtschaftliches Umfeld 2024: Nicht günstig</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2024/01/wirtschaftliches-umfeld-2024-nicht-guenstig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsche Bank]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jan 2024 10:10:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Jahresstart befindet sich die deutsche Wirtschaft vermutlich in einer technischen Rezession. Angesichts der widrigen wirtschaftlichen Rahmenbedingung dürfte sich auch im Jahresverlauf nur wenig Dynamik entfalten. Lediglich der private Verbrauch bietet dank des kräftigen Lohnwachstums in Verbindung mit sinkenden Inflationsraten Hoffnungsschimmer. Wenig Unterstützung durch die Weltkonjunktur: Globales BIP-Wachstum dürfte sich in 2024 auf 2,6% nach [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2024/01/wirtschaftliches-umfeld-2024-nicht-guenstig/" data-wpel-link="internal">Wirtschaftliches Umfeld 2024: Nicht günstig</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Zum Jahresstart befindet sich die deutsche Wirtschaft vermutlich in einer technischen Rezession. Angesichts der widrigen wirtschaftlichen Rahmenbedingung dürfte sich auch im Jahresverlauf nur wenig Dynamik entfalten. Lediglich der private Verbrauch bietet dank des kräftigen Lohnwachstums in Verbindung mit sinkenden Inflationsraten Hoffnungsschimmer.</p>
<ol class="bbcode_list">
<li>Wenig Unterstützung durch die Weltkonjunktur: Globales BIP-Wachstum dürfte sich in 2024 auf 2,6% nach 3,0% in 2023 verlangsamen</li>
<li>Erneuter BIP-Rückgang um 0,2% für 2024 in Deutschland erwartet, aber privater Verbrauch dürfte sich langsam berappeln</li>
<li>Unserer Prognose nach sinkt die Deutsche Inflationsrate 2024 in Richtung 2%-Ziel, aber im Jahresdurchschnitt wohl noch 2 ½% nach 5,9% in 2023</li>
<li>Fed und EZB dürften ab dem Frühjahr ihre Zinsen deutlich senken. Aber die Meinungsbildung in den Notenbanken ist hochgradig datenabhängig, d.h. hohe Prognoseunsicherheit. Am langen Ende sind bereits kräftige Senkungen der Notenbankzinsen eingepreist -&gt; Rückschläge möglich</li>
<li>Erhebliche politische Risiken: Naher Osten, US-Präsidentschaftswahlen und Landtagswahlen in ostdeutschen Bundesländern</li>
</ol>
<p>Kernbotschaften im Detail:<br />
1. Schwaches Wachstum der Weltwirtschaft</p>
<p>Industrieländer befinden sich wohl im ersten Halbjahr in einer Rezession. In China fehlen wegen der anhaltenden Probleme im Immobiliensektor und verunsicherter Konsumenten interne Wachstumstreiber, wir erwarten daher eine expansivere Fiskal- und Geldpolitik (BIP-Wachstum 2024: 4,7%). Insgesamt dürften aber aufgrund des gesunkenen Trendwachstums und der angestrebten stärkeren wirtschaftlichen Unabhängigkeit die Wachstumsimpulse für die deutsche Wirtschaft geringer werden. In den USA besteht eine zunehmende Hoffnung, dass ein „Soft Landing“ doch gelingen könnte. Unsere Grundprognose bleibt aber eine durch den massiven Zinsanstieg herbeigeführte moderate Rezession im ersten Halbjahr (BIP-Prognose 2024: 0,9%). Europa dürfte zunächst wegen der Kaufkraftverluste durch die hohe Inflation, die schwache US-Wirtschaft und die bremsende Wirkung der zurückliegenden EZB-Zinserhöhungen um 450 Basispunkte auf Investitionen und Konsum in eine leichte Rezession in H1 fallen. Wir erwarten ein BIP-Wachstum von 0,2% für das Gesamtjahr 2024.</p>
<p>2. Deutschland: Erneutes BIP-Minus in 2024</p>
<p>Deutschland ist wegen seiner energieintensiven Industrie stärker von derzeitigen strukturellen Veränderungen getroffen (höhere Energiepreise, strukturell schwächere Welthandel). Dies belastet insbesondere die zyklischen Nachfragekomponenten, Export und Investitionen. Die <b>Exporte </b>werden neben dem schwachen Welthandel auch durch eine verschlechterte preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie getroffen, da bei uns die Arbeitskosten vergleichsweise stark gestiegen sind und die Energiekosten im Vergleich zu den USA und China sehr hoch sind. Bei den <b>Ausrüstungsinvestitionen </b>stand zwar in 2023 ein Plus von 3% zu Buche, dies resultierte aber nahezu ausschließlich aus kräftig gestiegenen gewerblichen Kfz-Zulassungen, die durch bis Ende September zur Verfügung stehende Steuervergünstigungen für E-Autos getrieben waren. Investitionen in andere Maschinen und andere Ausrüstung stagnierten nahezu. Daran dürfte sich angesichts der schwachen Nachfrage und der gedrückten Stimmung in der Wirtschaft (ifo) zunächst auch nur wenig ändern. Der Zinsanstieg des vergangenen Jahres wird wohl zunächst die Rezession im <b>Wohnungsbau </b>weiter verstärken. Das ifo-Geschäftsklima im Wohnungsbau ist im Dezember auf ein Allzeittief gesunken, 22% der befragten Unternehmen klagten über Stornierungen. Unser Immobilien-Experte Jochen Möbert erwartet aber, dass gegen Jahresende die mittlerweile wieder gesunkenen Hypothekenzinsen eine Trendwende einleiten könnten. Hoffnung macht dagegen der <b>Private Verbrauch</b>, der in den vergangenen Jahren durch die Explosion der Verbraucherpreise arg unter die Räder gekommen war. In diesem Jahr sollten kräftige Lohnsteigerungen (etwa 5 ½%) und die deutlich sinkende Inflationsrate erstmals wieder zu spürbaren Realeinkommensgewinnen führen, die sich dann auch zunehmend im Konsum niederschlagen. Allerdings macht der <b>Arbeitsmarkt </b>trotz (oder auch wegen) der zunehmenden  Arbeitskräfteknappheit etwas Sorgen. Steigende Arbeitslosenzahlen um knapp 20 Tsd. pro Monat haben die Arbeitslosenquote zuletzt auf 5,9% ansteigen lassen. Zumindest bis zur Jahresmitte könnte diese leichte Schwächetendenz anhalten.</p>
<p>3. Inflation in Richtung 2%</p>
<p>Im Vorjahresvergleich kräftig sinkende <b>Energiepreise </b>haben den Anstieg der Verbraucherpreise von 8,7% gg. Vj. im Januar 2023 auf zuletzt 3,7% sinken lassen. Des Weiteren haben sich die Preisanstiege bei Nahrungsmitteln (4,6%) und Gütern (ohne Energie) (3,9%) verlangsamt. Dagegen sollten <b>kräftige Lohnanstiege</b> zu weiter steigenden Preisen insbesondere bei Dienstleistungen aber auch staatlichen Gebühren etc. führen, sodass die <b>Kerninflation</b> im Durchschnitt dieses Jahres noch bei etwa 3% liegen dürfte.</p>
<p>4. Kräftige Leitzinssenkungen erwartet</p>
<p>Wir erwarten, dass die <b>Fed </b>ihre Leitzinsen im laufenden Jahr beginnend im Juni um insgesamt 175 Bp. senken wird. Im Falle eines Soft Landing könnten Zinssenkungen bereits im März beginnen, insgesamt aber geringer ausfallen. Angesichts der schwachen Eurolandkonjunktur und der zuletzt stärker als erwartet gesunkenen Inflation in der Eurozone erwarten wir nunmehr, dass die <b>EZB </b>bereits im April mit Zinssenkungen beginnt und im Jahresverlauf die Zinsen um 150 Bp. reduzieren dürfte, wobei die ersten 100 Bp. relativ schnell kommen sollten. Allerdings zeigen jüngste, recht unterschiedlich ausfallende Kommentare der EZB-Ratsmitglieder, dass die Meinungsbildung im Fluss und sehr datenabhängig ist. Mit anderen Worten, die Leitzinsprognosen sind mit sehr hohen Unsicherheiten behaftet. Ungeachtet dessen sind die zehnjährigen <b>Anleihezinsen </b>seit Oktober in den USA um einen vollen Prozentpunkt und in Deutschland um ¾ Prozentpunkte gefallen und haben damit frühe und kräftige Zinssenkungen eingepreist. Zehnjährige Zinsen dürften daher in 2024 kaum noch sinken. Im Gegenteil, es könnte hier sogar zu Rückschlägen kommen (Jahresende: 10J-Treasuries 4,05%, 10J-Bunds 2,6%).</p>
<p>5. Erhebliche politische Risiken</p>
<p>COVID und der russische Überfall auf die Ukraine haben uns in den letzten Jahren schmerzlich vor Augen geführt, wie bescheiden unsere Prognosemöglichkeiten letztlich sein können. Eine globale Pandemie und ein Krieg in Europa waren nicht völlig unerwartet, allerdings tauchten sie allenfalls als „Wildcards“ in den Risikoauflistungen auf. Die „unknown unknowns“ kann man per Definition nicht benennen. Aber dieses Jahr mahnen bereits die „known unknows“ zur Vorsicht. Dazu gehört die angespannte <b>Lage im Nahen Osten</b>, die den Welthandel kräftig bremsen könnte. Nach den Wahlen In Taiwan bleibt die Lage im <b>Südchinesischen Meer</b> ebenfalls angespannt. Bei den <b>EP-Wahlen</b> Anfang Juni und bei den im Herbst anstehenden <b>Landtagswahlen </b>in drei ostdeutschen Bundesländern könnten Rechtspopulisten reüssieren und die Regierungsbildung massiv erschweren. Und dann gibt es noch die Wahlen in den <b>USA</b>, wobei ein besonderer Rechtspopulist im November noch mal Präsident werden könnte. Dieses Szenario könnte bereits in der zweiten Jahreshälfte für erhebliche Unruhe an den Finanzmärkten führen.</div>
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		<title>E-Fuels: Nischenlösung für Pkw-Verkehr – hoher Bedarf in anderen Sektoren</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2023/11/e-fuels-nischenloesung-fuer-pkw-verkehr-hoher-bedarf-in-anderen-sektoren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsche Bank]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Nov 2023 09:16:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der potenzielle Einsatz von synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels) im Verkehrssektor wird seit einigen Jahren kontrovers diskutiert. Befürworter und Gegner von E-Fuels haben jeweils Argumente auf ihrer Seite. Aus unserer Sicht spricht eine Abwägung dieser Argumente dafür, dass Regulierung a priori Technologieoffenheit zulassen sollte, damit der Hayek’sche „Wettbewerb als Entdeckungsverfahren“ überhaupt erst möglich ist. E-Fuels können eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Der potenzielle Einsatz von synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels) im Verkehrssektor wird seit einigen Jahren kontrovers diskutiert. Befürworter und Gegner von E-Fuels haben jeweils Argumente auf ihrer Seite. Aus unserer Sicht spricht eine Abwägung dieser Argumente dafür, dass Regulierung a priori Technologieoffenheit zulassen sollte, damit der Hayek’sche „Wettbewerb als Entdeckungsverfahren“ überhaupt erst möglich ist. E-Fuels können eine potenzielle Lösung für manche Anwendungen im Pkw-Verkehr sein, die von batterieelektrischen Autos (BEV) nicht (gut) abgedeckt werden. Sie könnten zur Minderung der CO2-Emissionen von Neu- und Bestandsfahrzeugen beitragen. Die größten Herausforderungen für den Einsatz von E-Fuels liegen in der absoluten Verfügbarkeit, den heute noch hohen Kosten und dem geringen Wirkungsgrad.</div>
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                    </li>
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		<item>
		<title>Deutsche Industrie: Strukturwandel im Gange</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2023/11/deutsche-industrie-strukturwandel-im-gange/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsche Bank]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Nov 2023 08:46:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Produktion großer Industriebranchen in Deutschland hat sich unter dem Eindruck von Corona-Pandemie und Energiepreisschock in den letzten Jahren sehr unterschiedlich entwickelt. So stieg die Fertigung in der Elektrotechnik gegenüber Anfang 2015 um 18%. In der Chemieindustrie ist im gleichen Zeitraum ein Rückgang um 20% zu verzeichnen. Die Unterscheide sind nicht nur konjunkturell, sondern auch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2023/11/deutsche-industrie-strukturwandel-im-gange/" data-wpel-link="internal">Deutsche Industrie: Strukturwandel im Gange</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Die Produktion großer Industriebranchen in Deutschland hat sich unter dem Eindruck von Corona-Pandemie und Energiepreisschock in den letzten Jahren sehr unterschiedlich entwickelt. So stieg die Fertigung in der Elektrotechnik gegenüber Anfang 2015 um 18%. In der Chemieindustrie ist im gleichen Zeitraum ein Rückgang um 20% zu verzeichnen. Die Unterscheide sind nicht nur konjunkturell, sondern auch strukturell bedingt. Es wird künftig wichtiger, zwischen dem Industriestandort Deutschland und der deutschen Industrie zu unterscheiden.</p>
<p>Wir haben einen neuen &quot;Deutschland-Monitor&quot; veröffentlicht, der auf unserer Website verfügbar ist: <a href="https://www.dbresearch.de/MAIL/RPS_DE-PROD/PROD0000000000530552.pdf" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://www.dbresearch.de/MAIL/RPS_DE-PROD/PROD0000000000530552.pdf</a></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2023/11/deutsche-industrie-strukturwandel-im-gange/" data-wpel-link="internal">Deutsche Industrie: Strukturwandel im Gange</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nächster Schritt auf dem langen Weg zum digitalen Euro – Wholesale-CBDC weniger kontrovers</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2023/10/naechster-schritt-auf-dem-langen-weg-zum-digitalen-euro-wholesale-cbdc-weniger-kontrovers/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsche Bank]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Oct 2023 15:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen / Bilanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die EZB wird die Entwicklung des digitalen Euros – Zentralbankgeld für jedermann – weiter vorantreiben. Über die Ausgabe kann sie jedoch erst entscheiden, wenn der Brüsseler Gesetzgebungsprozess abgeschlossen sein wird. Schneller könnte die EZB Effizienzgewinne mit einer Wholesale-CBDC heben, wo sie mit der Arbeit begonnen hat. Den vollständigen Text finden Sie hier: https://www.dbresearch.de/MAIL/RPS_DE-PROD/PROD0000000000530331.xhtml Firmenkontakt und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2023/10/naechster-schritt-auf-dem-langen-weg-zum-digitalen-euro-wholesale-cbdc-weniger-kontrovers/" data-wpel-link="internal">Nächster Schritt auf dem langen Weg zum digitalen Euro – Wholesale-CBDC weniger kontrovers</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Die EZB wird die Entwicklung des digitalen Euros – Zentralbankgeld für jedermann – weiter vorantreiben. Über die Ausgabe kann sie jedoch erst entscheiden, wenn der Brüsseler Gesetzgebungsprozess abgeschlossen sein wird. Schneller könnte die EZB Effizienzgewinne mit einer Wholesale-CBDC heben, wo sie mit der Arbeit begonnen hat.</p>
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		<title>Weiter gebremste Kreditvergabe und Konjunkturflaute in Q2 2023</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2023/09/weiter-gebremste-kreditvergabe-und-konjunkturflaute-in-q2-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsche Bank]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Sep 2023 07:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen / Bilanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir haben den neuen &#34;Deutschland-Monitor Unternehmensfinanzierung&#34; veröffentlicht, der auf unserer Website verfügbar ist: https://www.dbresearch.de/MAIL/RPS_DE-PROD/PROD0000000000529925.pdf • Das Kreditvolumen mit Unternehmen und Selbstständigen ist auch im zweiten Quartal nur leicht gestiegen (EUR +8,3 Mrd.; +4,6% ggü. Vj.). Zwar verschärften die Banken die Kreditstandards kaum noch und gaben auch die Leitzinserhöhungen nicht komplett weiter, aber die Nachfrage brach erneut [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2023/09/weiter-gebremste-kreditvergabe-und-konjunkturflaute-in-q2-2023/" data-wpel-link="internal">Weiter gebremste Kreditvergabe und Konjunkturflaute in Q2 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Wir haben den neuen &quot;Deutschland-Monitor Unternehmensfinanzierung&quot; veröffentlicht, der auf unserer Website verfügbar ist: <a href="https://www.dbresearch.de/MAIL/RPS_DE-PROD/PROD0000000000529925.pdf" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://www.dbresearch.de/MAIL/RPS_DE-PROD/PROD0000000000529925.pdf</a></p>
<p>• Das Kreditvolumen mit Unternehmen und Selbstständigen ist auch im zweiten Quartal nur leicht gestiegen (EUR +8,3 Mrd.; +4,6% ggü. Vj.). Zwar verschärften die Banken die Kreditstandards kaum noch und gaben auch die Leitzinserhöhungen nicht komplett weiter, aber die Nachfrage brach erneut ein. Auslandsbanken gewinnen, Großbanken verlieren Marktanteile. Die Einlagen sanken das dritte Quartal in Folge. Anleihe- und Aktienemissionen erholten sich etwas nach der jüngsten Schwäche.</p>
<p>• Die deutsche Volkswirtschaft kommt weiter nicht vom Fleck. Nach der leichten Rezession im Winterhalbjahr stagnierte das BIP in Q2. Der private Konsum enttäuschte und die Nettoexporte verzeichneten ein Minus. Bei den Investitionen leisteten nur die Vorratsveränderungen einen nennenswerten Wachstumsbeitrag. Angesichts der anhaltenden Gegenwinde ist für das laufende Jahr eine stärkere Schrumpfung der Wirtschaft zu erwarten (-0,5%), für 2024 nur ein Plus von 0,3%.</p></div>
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		<title>Immer mehr und immer ältere Autos in Deutschland</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2023/07/immer-mehr-und-immer-aeltere-autos-in-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsche Bank]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jul 2023 10:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen / Bilanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland ist ein Land der Autofahrer. Mit einer Pkw-Dichte von 578 Autos pro 1.000 Einwohner besitzt in Deutschland mehr als jeder Zweite ein Auto (Kinder und Hochbetagte eingerechnet). Der Pkw-Bestand ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und zeigt, dass – trotz Klimadebatte, verstopfter Innenstädte und der vermeintlich autokritischen Generation Z – von Automüdigkeit in [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2023/07/immer-mehr-und-immer-aeltere-autos-in-deutschland/" data-wpel-link="internal">Immer mehr und immer ältere Autos in Deutschland</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Deutschland ist ein Land der Autofahrer. Mit einer Pkw-Dichte von 578 Autos pro 1.000 Einwohner besitzt in Deutschland mehr als jeder Zweite ein Auto (Kinder und Hochbetagte eingerechnet). Der Pkw-Bestand ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und zeigt, dass – trotz Klimadebatte, verstopfter Innenstädte und der vermeintlich autokritischen Generation Z – von Automüdigkeit in Deutschland nicht die Rede sein kann.</p>
<p>Auto mit Abstand beliebtestes und wichtigstes Verkehrsmittel</p>
<p>Immer mehr und immer ältere Autos in DeutschlandQuelle: KBADeutschland ist ein Land der Autofahrer. Mit einer Pkw-Dichte von 578 Autos pro 1.000 Einwohner besitzt in Deutschland mehr als jeder Zweite ein Auto (Kinder und Hochbetagte eingerechnet). Der Pkw-Bestand ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Während er Anfang 2014 noch bei 43,9 Mio. lag, erreichte er Anfang 2023 48,8 Mio. Fahrzeuge, ein Zuwachs von 11%. Der Anstieg des Pkw-Bestands zeigt, dass – trotz Klimadebatte, verstopfter Innenstädte und der vermeintlich autokritischen Generation Z – von Automüdigkeit in Deutschland nicht die Rede sein kann. </p>
<p>Das Auto ist weiterhin mit großem Abstand das wichtigste Verkehrsmittel im Personenverkehr. Laut aktuellem DAT-Report ist für 77% der Befragten das eigene Auto unverzichtbar, um die Mobilität im Alltag sicherstellen zu können. Im Jahr 2021 entfielen knapp 87% der gesamten Verkehrsleistung im Personenverkehr auf den sogenannten motorisierten Individualverkehr (MIV; überwiegend Pkw). Dieser hohe Anteil ist zwar auch durch die Corona-Krise zu erklären, weil einige Menschen wegen der Ansteckungsgefahr öffentliche Verkehrsmittel gemieden haben. Aber schon vor Corona kam der MIV auf einen Anteil an der Verkehrsleistung von mehr als 78% (2019). Der ÖPNV erreichte damals einen Anteil von 9,8% an der Verkehrsleistung. Dies zeigt, dass der ÖPNV (gerade im ländlichen Raum) nur sehr begrenzt in der Lage wäre, große Teile der Verkehrsleistung des MIV aufzunehmen.</p>
<p>Pkw werden im Durchschnitt immer älterNicht nur die Zahl der Autos in Deutschland steigt an. Zugleich werden sie im Durchschnitt immer älter. Anfang 2023 lag das Durchschnittsalter der Pkw im Bestand laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bei 10 Jahren.[1] Dies ist ein neuer Rekordwert. Seit 2014 hat sich das Durchschnittsalter um 2,7 Jahre (+20,5%) erhöht.</p>
<p>Knappes Angebot – höhere PreisePkw-Produktion noch deutlich unter früheren HöchstständenQuelle: VDADas steigende Durchschnittsalter ist hinsichtlich der Qualität und Haltbarkeit der Fahrzeuge ein äußerst positives Zeichen. Allerdings gibt es weitere Gründe für diese Entwicklung. Auf der Angebotsseite haben die Engpässe bei Vorprodukten (z.B. Halbleiter) und andere Störungen der Lieferkette (z.B. Krieg in der Ukraine) massiv das Produktionsniveau gedrückt. Von 1998 bis einschließlich 2018 lag die stückzahlmäßige Pkw-Fertigung in Deutschland (mit Ausnahme von 2009) stets über der Marke von 5 Mio. Einheiten. In den Jahren 2020 bis 2022 liefen im Durchschnitt jedoch nur knapp 3,4 Mio. Autos pro Jahr von den Fertigungsbändern (Tiefpunkt 2021 mit 3,1 Mio. Pkw). Auch in der EU insgesamt wurde die Automobilproduktion durch die Schocks in Mitleidenschaft gezogen. Bei einem derart deutlichen Rückgang des Angebots müssen potenzielle Autokäufer zwangsläufig länger auf Neuwagen warten und ihre bisherigen Fahrzeuge länger nutzen.</p>
<p>Das knappe Angebot der letzten Jahre spiegelt sich auch in den Preisen für Neu- und Gebrauchtwagen wider. Im 1. Halbjahr von 2023 lagen die Preise für neue Pkw laut Statistischem Bundesamt um knapp 16% über dem durchschnittlichen Niveau von 2020. Bei Gebrauchtwagen waren es sogar 33,5%, denn auch hier sorgt die gesunkene Pkw-Produktion indirekt für Knappheiten. In der Folge fielen 2022 die Pkw-Besitzumschreibungen um 15,8% auf 5,6 Mio. Dies ist ein neuer Tiefstand im wiedervereinigten Deutschland.</p>
<p>Der Preisanstieg bei Autos ist auch in absoluten Zahlen beeindruckend: Laut DAT-Report stieg der Durchschnittspreis für neue Pkw zwischen 2013 und 2022 von EUR 27.030 auf EUR 42.790 (+58%). Bei Gebrauchtwagen lag der Durchschnittspreis 2013 bei EUR 9.420. Im letzten Jahr waren schon EUR 18.800 zu berappen (+100%). Noch im Jahr 2019 waren 44% aller gehandelten Gebrauchtwagen im Preissegment bis EUR 10.000 angesiedelt. 2022 waren es nur noch 23%.</p>
<p>Hohe Preise, steigende Zinsen und Unsicherheit dämpfen Nachfrage</p>
<p>Preise für Gebraucht- und Neuwagen steigen beschleunigtQuelle: Statistisches BundesamtBei der skizzierten Preisentwicklung und Knappheiten beim Angebot ist es wenig verwunderlich, dass auch die Autonachfrage gedämpft wurde. Zu den höheren Anschaffungspreisen gesellen sich seit einigen Quartalen auch steigende Zinsen hinzu. Private Haushalte sind bei ihren Konsumentscheidungen zudem durch die höheren Energiekosten und eine allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit beeinträchtigt, die sich negativ auf die Anschaffungsneigung auswirkt. Dies spiegelt sich in den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland wider, die sich 2022 mit einem Plus von lediglich 1% kaum von den beiden Rückgängen der Jahre 2020 (-19%) und 2021 (-10%) erholten. Wenn weniger neue Autos zugelassen werden, begünstigt dies ein steigendes Durchschnittsalter im Bestand. Immerhin nahmen die Pkw-Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2023 zu (+13% gg. Vj.).</p>
<p>Weiter steigende Kosten/Preise zu erwarten</p>
<p>Regulatorische Rahmenbedingungen dürften in den kommenden Jahren bei Autos mit Verbrennungsmotor zu weiteren Preisaufschlägen führen. Die für 2025 geplante Euro-7-Abgasnorm wird die Produktionskosten pro Auto erhöhen. Laut einer Studie von Frontier Economics im Auftrag des europäischen Automobilverbands ACEA liegen die zusätzlichen Produktionskosten bei etwa EUR 2.000 für Pkw (höherer Kostenaufschlag bei Diesel-Pkw, niedriger bei Benzinern). Diese Zahlen übersteigen die Berechnungen der EU-Kommission um den Faktor 4 bis 10. Im Volumensegment dürfte der relative Kostenaufschlag pro Fahrzeug besonders ins Gewicht fallen. Den Preis für sauberere Autos müssen am Ende die Autofahrer zahlen. Auf der Kostenseite kommen die angekündigten Erhöhungen der CO<sub>2</sub>-Abgabe in Deutschland hinzu, die den Verbrauch von Benzin und Diesel verteuern werden.</p>
<p>Eingeschränktes Angebot durch Trend zur Elektromobilität</p>
<p>Das Angebot ist nicht ausschließlich aufgrund der Störungen von Lieferketten und anderer externer Schocks geschrumpft. Auch mit dem Trend zur Elektromobilität sinkt allmählich das Angebot an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Manche Verbrenner werden aus dem Programm genommen oder nicht mehr in der gewünschten Motorisierung angeboten. Zugleich ist für viele Autofahrer der Umstieg auf Elektroautos in der Praxis noch nicht machbar, weil die Ladeinfrastruktur als nicht ausreichend empfunden wird, die Ladezeiten zu lang sind, die Reichweite zu gering ist, die individuellen Anforderungen an den eigenen Pkw nicht von einem E-Auto erfüllt werden können oder schlicht der Preis zu hoch ist. Laut DAT-Report sind vor allem die Reichweite, der hohe Anschaffungspreis und die Ladezeit Gründe gegen einen Kauf eines Elektroautos. Insofern verringert sich das potenzielle Angebot für einige potenzielle Autokäufer noch weiter, weshalb das existierende Auto länger genutzt wird. Ersatzentscheidungen könnten teilweise auch mit der Hoffnung, dass sich diese Probleme absehbar verringern, aufgeschoben werden.</p>
<p>Strukturelle Verfestigung der Knappheit im Volumensegment?</p>
<p>Die Knappheit beim Autoangebot könnte sich in den kommenden Jahren im Volumensegment bzw. bei preisgünstigen Gebrauchtwagen strukturell verfestigen. Da die Renditen pro Fahrzeug im Premiumsegment in der Regel lukrativer sind, könnten sich Hersteller zumindest teilweise aus dem Volumensegment zurückziehen. Schon in unserem Bericht zur „Zukunft des Automobilstandorts Deutschland“ von 2021 hatten wir ausgeführt, dass die Produktion von „Autos für den Durchschnittsbürger“ in Hochlohnländern unter Druck geraten kann. Daher kann es für Haushalte mit geringem Einkommen künftig schwierig werden, günstige Gebrauchtwagen zu finden. Das aktuelle Fahrzeug würde länger gefahren und das Angebot an Gebrauchtwagen somit weiter beschränkt. Angesichts der hohen Bedeutung des Autos für den Alltag der Menschen und wegen der begrenzten Leistungsfähigkeit der Alternativen im Personenverkehr (vor allem im ländlichen Raum) wird aus wirtschafts- und sozialpolitischer Sicht zunehmend davon ausgegangen, dass das Auto nicht (noch mehr) zu einem Luxusgut werden soll. Offen ist, wie das Volumensegment künftig bedient werden könnte, wobei einige Diskussionen darauf hindeuten, dass Importe aus Ländern mit geringeren Produktionskosten eine Option sind.</p>
<p>1.) Aufgrund einer veränderten Methodik bei der Berechnung des Durchschnittsalters der Fahrzeuge durch das KBA weichen die Daten von früheren Veröffentlichungen des KBA ab. Die in Grafik 1 dargestellten Daten zum Durchschnittsalter basieren auf der neuen Methodik </p></div>
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<p>        <img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.lifepr.de/presscorner/cpix/tp---8/955333.gif" alt="counterpixel" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2023/07/immer-mehr-und-immer-aeltere-autos-in-deutschland/" data-wpel-link="internal">Immer mehr und immer ältere Autos in Deutschland</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
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		<title>„Halbzeitbilanz“ – Reformen zur Bewältigung der neuen Wachstumsherausforderung</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2023/07/halbzeitbilanz-reformen-zur-bewaeltigung-der-neuen-wachstumsherausforderung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsche Bank]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jul 2023 04:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen / Bilanzen]]></category>
		<category><![CDATA[anstieg]]></category>
		<category><![CDATA[arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Wachstum in Deutschland wird erneut durch konjunkturelle, aber auch strukturelle Gegenwinde unter Druck gesetzt. In dieser Ausgabe von Ausblick Deutschland stellen wir unser neues Nowcast-Modell für das deutsche BIP vor, das für das zweite Quartal einen BIP-Anstieg von 0,2% prognostiziert, allerdings nehmen die Risiken für das Wachstum im zweiten Halbjahr zu. Wir nehmen die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Das Wachstum in Deutschland wird erneut durch konjunkturelle, aber auch strukturelle Gegenwinde unter Druck gesetzt. In dieser Ausgabe von Ausblick Deutschland stellen wir unser neues Nowcast-Modell für das deutsche BIP vor, das für das zweite Quartal einen BIP-Anstieg von 0,2% prognostiziert, allerdings nehmen die Risiken für das Wachstum im zweiten Halbjahr zu. Wir nehmen die Sommerpause in Berlin zum Anlass für eine Halbzeitbilanz der Arbeit der Ampelkoalition. In einer historischen Rückblende lassen wir die Herausforderungen Revue passieren, mit denen Deutschland konfrontiert war, als der Economist es als den kranken Mann des Euro bezeichnete, und welche politischen Maßnahmen das Land ein Jahrzehnt später in einen wirtschaftlichen Superstar verwandelten. Wir finden interessante Parallelen zur heutigen Situation.</p>
<p>Wir haben in der Reihe Ausblick Deutschland den folgenden Beitrag veröffentlicht, der auf unserer Website verfügbar ist: <a href="https://www.dbresearch.de/MAIL/RPS_DE-PROD/PROD0000000000529107.pdf" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://www.dbresearch.de/MAIL/RPS_DE-PROD/PROD0000000000529107.pdf</a></div>
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		<title>E-Mobilität: Wettbewerb um Marktanteile wird intensiver</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2023/07/e-mobilitaet-wettbewerb-um-marktanteile-wird-intensiver/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsche Bank]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Jul 2023 08:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen / Bilanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Bericht analysieren wir die jüngsten Entwicklungen des Marktanteils von Elektroautos in wichtigen Automobilmärkten (Europa, USA, China) und die Rolle der deutschen Hersteller bzw. Konzernmarken in diesem Marktsegment. Der Marktanteil der deutschen OEMs im Bereich der E-Mobilität variiert in den wichtigsten Automobilmärkten. In Europa liegt ihr Marktanteil bei Elektroautos derzeit leicht unter dem der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">In diesem Bericht analysieren wir die jüngsten Entwicklungen des Marktanteils von Elektroautos in wichtigen Automobilmärkten (Europa, USA, China) und die Rolle der deutschen Hersteller bzw. Konzernmarken in diesem Marktsegment. Der Marktanteil der deutschen OEMs im Bereich der E-Mobilität variiert in den wichtigsten Automobilmärkten. In Europa liegt ihr Marktanteil bei Elektroautos derzeit leicht unter dem der gesamten Pkw-Neuzulassungen. In den USA haben deutsche Hersteller einen größeren Anteil am Elektroauto-Markt als am Gesamtmarkt. In China hingegen liegen die deutschen Hersteller deutlich hinter den einheimischen Anbietern und Tesla zurück. In allen Märkten erwarten wir, dass der Wettbewerb im Bereich der E-Mobilität weiter zunehmen wird.</p>
<p>Wir haben einen neuen &quot;Deutschland-Monitor&quot; veröffentlicht, der auf unserer Website verfügbar ist: <a href="https://www.dbresearch.de/MAIL/RPS_DE-PROD/PROD0000000000529005.pdf" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://www.dbresearch.de/MAIL/RPS_DE-PROD/PROD0000000000529005.pdf</a></div>
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		<title>Der aktuelle Wasserstand des Rheins weckt Erinnerungen an das Jahr 2022</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2023/06/der-aktuelle-wasserstand-des-rheins-weckt-erinnerungen-an-das-jahr-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsche Bank]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jun 2023 08:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen / Bilanzen]]></category>
		<category><![CDATA[binnenschifffahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die aktuelle Entwicklung der Wasserstände des Rheins weckt Erinnerungen an das vergangene Jahr, als es im Sommer zu massiven Problemen für die Rheinschifffahrt kam. Seit Juni ist der Pegel nun ähnlich stark gesunken wie im letzten Jahr. Sollten sich die Wasserstände den Tiefstständen von 2018 oder 2022 annähern oder diese erreichen, könnte dies die Erholung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2023/06/der-aktuelle-wasserstand-des-rheins-weckt-erinnerungen-an-das-jahr-2022/" data-wpel-link="internal">Der aktuelle Wasserstand des Rheins weckt Erinnerungen an das Jahr 2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Die aktuelle Entwicklung der Wasserstände des Rheins weckt Erinnerungen an das vergangene Jahr, als es im Sommer zu massiven Problemen für die Rheinschifffahrt kam. Seit Juni ist der Pegel nun ähnlich stark gesunken wie im letzten Jahr. Sollten sich die Wasserstände den Tiefstständen von 2018 oder 2022 annähern oder diese erreichen, könnte dies die Erholung der deutschen Wirtschaft beeinträchtigen, die wir bereits jetzt als eher bescheiden einschätzen.</p>
<p>Ein Blick auf die aktuelle Entwicklung der Wasserstände des Rheins weckt Erinnerungen an das vergangene Jahr, als es im Sommer zu massiven Problemen für die Rheinschifffahrt kam. Sollten sich die Pegel den Tiefstständen von 2018 oder 2022 annähern oder diese erreichen, könnte dies die wirtschaftliche Erholung (Prognose BIP-Wachstum Q2: 0,2% qoq, Q3: 0,4%) beeinträchtigen, die wir bereits jetzt als eher bescheiden einschätzen (BIP 2023: -0,3%, siehe <a href="https://www.dbresearch.de/PROD/RPS_DE-PROD/PROD0000000000528255.pdf;REWEBJSESSIONID=F1DD80D8C8F384FB05D28F5D562A26EF" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Ausblick Deutschland</a>).</p>
<p>Die geringen Niederschläge der zurückliegenden Wochen und die unterdurchschnittlichen Schneefälle des vergangenen Winters (vor allem in den schweizerischen Einzugsgebieten) ließen die Pegel des Rheins bereits merklich sinken. Der vielbeachtete Pegel in Kaub ist seit Mitte Mai abgesackt. Der Ort Kaub ist von besonderer Relevanz, weil er zentral in der sogenannten Mittelrhein-Felsenstrecke liegt (d.h. die Fahrrinne ist vergleichsweise schmal und flach). Dort bedeuten beispielsweise Wasserstände unter 135 cm (75 cm), dass ein großes Containerschiff (Klasse Va, 200 TEU (Twenty-foot equivalent unit) oder bis zu 3.000 Tonnen, Länge 110m, Tiefgang ca. 3m) in der Regel seine Ladung auf ca. 50% (30%) reduzieren muss.</p>
<p>Obwohl die aktuellen Wasserstände noch deutlich über dem für die Schifffahrt kritischen Niveau liegen, ist die Entwicklung dennoch besorgniserregend, da die Pegel bereits deutlich unter dem zehnjährigen Durchschnitt liegen. Seit Juni entspricht die Dynamik in etwa dem Trend des letzten Jahres bzw. dem des Jahres 2018, welches ebenfalls von Trockenheit geplagt war.</p>
<p>Charakteristisch für die deutsche Binnenschifffahrt ist die Beförderung von trockenen und flüssigen Massengütern mit Anteilen von 58,5% bzw. 24,7% an der gesamten Beförderungsmenge im Jahr 2022. Im Vergleich dazu liegt der Anteil der Containerbeförderung bei rund 10%. Insbesondere die Produktion in der chemischen und erdölverarbeitenden Industrie, aber auch der Containertransport im Allgemeinen, könnte daher von potenziellen Einschränkungen von Transportkapazitäten betroffen sein.</p>
<p>Im Jahr 2018 war die Güterbeförderung der Binnenschifffahrt (197,9 Mio. t) um 11,1% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Im vergangenen Jahr wirkten sich die niedrigen Wasserstände des Rheins (7.-19. August, 40 cm im Durchschnitt) und vieler anderer Flüsse auch negativ auf die Binnenschifffahrt aus. Infolgedessen waren die Gütertransporte im August 2022 um mehr als ein Viertel (-26,8%) niedriger als im Vorjahresmonat. Mit 11,7 Millionen Tonnen wurden im August 2022 so wenig Güter auf Binnenwasserstraßen transportiert wie noch nie seit der deutschen Wiedervereinigung.</p>
<p>Tiefstände treiben die Transportkosten in die Höhe und könnten die Klimadebatte anheizen</p>
<p>Wenn der Wasserstand sinkt, nimmt die Ladekapazität der Schiffe ab. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass für die gleiche Menge an Ladung mehr Schiffsraum zur Verfügung gestellt werden muss. Die Kosten können erheblich steigen, da neben der geringeren Auslastung der vorhandenen Schiffe die Anmietung von zusätzlichen Kapazitäten notwendig wird. Zur Deckung der Mehrkosten werden vertraglich vereinbarte Kleinwasserzuschläge in Abhängigkeit von den Wasserständen an Referenzpegeln (z.B. Kaub oder Duisburg-Ruhrort für die Rheinabschnitte südlich bzw. nördlich von Koblenz) erhoben.</p>
<p>Für das Jahr 2018 schätzte das <a href="https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/Saskia_Moesle/KWP_2155_low_water_econ_activity.pdf" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW)</a>, dass die Produktion des Verarbeitenden Gewerbes um etwa 1% sank, als der Wasserstand am Pegel Kaub für einen Zeitraum von 30 Tagen unter die 78-Zentimeter-Marke fiel. Im November 2018 könnte das Niedrigwasser die Industrieproduktion sogar um 1,5% im Vergleich zu dem errechneten kontrafaktischen Wert reduziert haben. Bei einem Anteil der Industrieproduktion an der gesamten Bruttowertschöpfung von rund 25% entsprach dies einem Rückgang des BIP um knapp 0,4% während dieser Zeit.</p>
<p>Obwohl insbesondere Rohstoffe und Zwischenprodukte über den Rhein transportiert werden, erscheinen uns die heutigen Verhältnisse bisher noch weniger dramatisch. Zum einen ist die Industriekonjunktur derzeit gedämpfter, zum anderen dürften die Erfahrungen der letzten Jahre zu Anpassungen in den potenziell betroffenen Lieferketten beigetragen haben. Dazu gehören nicht zuletzt auch angepasste <a href="https://dispersions-resins.basf.com/emea/en/news-ticker/basf-presents-innovative-tanker-for-low-water-on-the-rhine.html" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">(Tank-)Schiffstypen</a>.</p>
<p>Die Kombination aus Nachrichten über zu wenig Regen, die Möglichkeit regionaler Wasserknappheit (z.B. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/en/press/pressinformation/spree-faces-increased-water-shortage-after-coal" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Umweltbundesamt</a>), Waldbrände sowie sinkende Flusspegel dürfte die Debatte über Klimaschutzmaßnahmen weiter anheizen.</p>
<p>Englische Fassung vom 23. Juni 2023: <a href="https://www.dbresearch.de/PROD/RPS_EN-PROD/PROD0000000000528728/Der_aktuelle_Wasserstand_des_Rheins_weckt_Erinneru.xhtml;REWEBJSESSIONID=F1DD80D8C8F384FB05D28F5D562A26EF" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">ˮCurrent water level of the Rhine brings back memories of the year 2022ˮ</a></div>
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<div class="pb-disclaimer">Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.
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		<title>Kosten der Stromerzeugung</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2023/05/kosten-der-stromerzeugung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsche Bank]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 May 2023 08:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen / Bilanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Zuge des Ausstiegs aus der Kernenergie in Deutschland wurde erneut über die Kosten der Stromerzeugung debattiert. Häufig wird dabei aber nicht unterschieden, welche Kosten konkret gemeint sind. Es sollten (mindestens) drei Arten von Kosten der Stromerzeugung unterschieden werden: die Grenzkosten, die Stromgestehungskosten sowie die Systemkosten. Bei den Grenzkosten handelt es sich um die Kosten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2023/05/kosten-der-stromerzeugung/" data-wpel-link="internal">Kosten der Stromerzeugung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Im Zuge des Ausstiegs aus der Kernenergie in Deutschland wurde erneut über die Kosten der Stromerzeugung debattiert. Häufig wird dabei aber nicht unterschieden, welche Kosten konkret gemeint sind. Es sollten (mindestens) drei Arten von Kosten der Stromerzeugung unterschieden werden: die Grenzkosten, die Stromgestehungskosten sowie die Systemkosten.</p>
<p>Bei den Grenzkosten handelt es sich um die Kosten für eine zusätzliche Kilowattstunde Strom aus einem bereits bestehenden Kraftwerk oder einer Erneuerbare-Energien-Anlage (EE-Anlage). Hier sind wetterabhängige erneuerbare Energien mit Grenzkosten nahe null konkurrenzlos günstig. Auch bestehende Kernkraftwerke haben üblicherweise sehr niedrige Grenzkosten. Dagegen waren die Grenzkosten von Gaskraftwerken im letzten Jahr wegen der Gaspreisexplosion stark gestiegen.</p>
<p>Bei den Stromgestehungskosten (Levelized Costs of Electricity, LCOE) werden die anfänglichen Investitionskosten, die fixen und variablen Betriebskosten sowie die Kapitalkosten über die Lebensdauer einer geplanten Anlage ins Verhältnis zur erzeugten Strommenge über die Laufzeit gesetzt. Es handelt sich also um die betriebswirtschaftliche Sichtweise eines Investors oder Betreibers einer Anlage. Die Stromgestehungskosten der wetterabhängigen erneuerbaren Energien sind in den letzten Jahren recht stetig gesunken. Ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber konventionellen Kraftwerken ist mit den höheren Preisen für fossile Energien weiter gestiegen.</p>
<p>In der öffentlichen Debatte werden häufig jene Kosten vernachlässigt, die aus einem hohen und steigenden Anteil von wetterabhängigen Erneuerbaren im Strommarkt resultieren. Diese Systemkosten sind die volkwirtschaftlich relevante Größe. Sie resultieren z.B. aus dem Bereithalten von Reservekraftwerken bzw. der sinkenden Kapazitätsauslastung des gesamten Kraftwerksparks, dem notwendigen Netzausbau, den Maßnahmen zur Netzsteuerung oder der Notwendigkeit zum Bau von Stromspeichern. Die Aussage, die Erneuerbaren seien die kostengünstigste Form der Stromerzeugung, ist beim Blick auf die Systemkosten zu pauschal.</p>
<p>Bevor Mitte April die letzten drei Kernkraftwerke in Deutschland vom Netz gingen, hatte es wieder einmal intensive Debatten in Politik und Medien über die Vor- und Nachteile der Kernenergie und die Sinnhaftigkeit eines Ausstiegs zu diesem Zeitpunkt gegeben. Dabei stand auch die Frage der Kosten der Stromerzeugung im Fokus. Die Befürworter eines Ausstiegs argumentierten, dass die Kernenergie zu den teuersten Formen der Stromerzeugung zähle und dass Strom aus erneuerbaren Energien viel günstiger sei. Anhänger einer Laufzeitverlängerung hielten dem entgegen, dass ein (temporärer) Verbleib der Kernkraftwerke am Netz die Kosten der Stromerzeugung in Deutschland senken würde. Viel gegensätzlicher konnten die Positionen also nicht sein.</p>
<p>Die Debatte über die Kosten der Stromerzeugung verschiedener Energieträger ist nicht neu. Häufig wird dabei aber nicht unterschieden, welche Kosten konkret gemeint sind. Es sollten (mindestens) drei Arten von Kosten der Stromerzeugung unterschieden werden: die Grenzkosten, die Stromgestehungskosten sowie die Systemkosten.</p>
<p><b>Grenzkosten: Wetterabhängige erneuerbare Energien unschlagbar günstig</b></p>
<p>Bei den Grenzkosten handelt es sich um die Kosten für eine zusätzliche Kilowattstunde Strom aus einem bereits bestehenden Kraftwerk oder einer Erneuerbare-Energien-Anlage (EE-Anlage). Hier sind wetterabhängige erneuerbare Energien mit Grenzkosten nahe null konkurrenzlos günstig. In diesem Fall trifft die Aussage zu, dass Wind und Sonne für eine zusätzliche Kilowattstunde Strom keine Rechnung schicken. Dagegen müssen bei konventionellen Kraftwerken für eine zusätzliche Kilowattstunde Energieträger (z.B. Kohle oder Erdgas) zugeführt werden. Die Grenzkosten sind auch maßgeblich für die Reihenfolge, in der die verschiedenen Kraftwerkstypen Strom ins Netz einspeisen (Merit Order). Die wetterabhängigen Erneuerbaren stehen dank der geringen Grenzkosten, gepaart mit dem durch das EEG garantierten Einspeisevorrang, stets am Anfang der Merit Order. Vor dem Ausstieg aus der Kernenergie kamen danach die Kernkraftwerke zum Zug, denn sie verzeichneten ebenfalls sehr geringe Grenzkosten. Unter den thermischen Kraftwerkstypen folgten in der Merit Order in Deutschland üblicherweise Braunkohle- sowie Steinkohle- und Gaskraftwerke. Dabei hängt die Reihenfolge u.a. von den jeweiligen Preisen der Energieträger und den Preisen für CO2-Zertifikate im EU-Emissionshandel ab, mit denen die externen Kosten des Verbrauchs fossiler Energieträger (Klimawandel) internalisiert werden sollen. Bei allen thermischen Kraftwerken nahmen die Grenzkosten 2022 wegen höherer Preise für Energierohstoffe und Emissionszertifikate zum Teil deutlich zu. [1]</p>
<p>Wegen der hohen Gaspreise erlangte der Merit-Order-Effekt im letzten Jahr größere Bekanntheit. Gaskraftwerke waren sehr häufig die preissetzenden Kraftwerke. Dadurch schlugen die hohen Gaspreise auf den Strompreis im Großhandelsmarkt durch. [2] Mit dem Ausstieg aus der Kernenergie nimmt die CO2- Intensität der Grundlastversorgung vorerst zu. Weil die Kernkraftwerke aus der Merit-Order-Kurve fallen, werden teurere Spitzenlastkraftwerke (z.B. auf Basis von Erdgas) künftig früher für eine ausreichende Stromerzeugung benötigt als zuvor. Letztlich war für die bestehenden Kernkraftwerke in Deutschland die Aussage zutreffend, dass die (Grenz-) Kosten der Stromerzeugung sehr gering waren.</p>
<p><b>Stromgestehungskosten: Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren stetig gestiegen</b></p>
<p>Bei den Stromgestehungskosten (Levelized Costs of Electricity, LCOE) werden die anfänglichen Investitionskosten, die fixen und variablen Betriebskosten sowie die Kapitalkosten über die Lebensdauer einer geplanten Anlage ins Verhältnis zur erzeugten Strommenge über die Laufzeit gesetzt. Es handelt sich also um die betriebswirtschaftliche Sichtweise eines Investors oder Betreibers einer Anlage vor deren Errichtung (oder bei Erwerb einer Anlage). Die Stromgestehungskosten der wetterabhängigen erneuerbaren Energien sind in den letzten Jahren recht stetig gesunken und waren bereits vor der Energiekrise mindestens konkurrenzfähig gegenüber konventionellen Kraftwerken. Das Fraunhofer ISE bezifferte z.B. die Stromgestehungskosten für Windkraft an Land (in Deutschland) im Jahr 2021 auf etwa 4 bis 8 Cent pro kWh, für Fotovoltaik (ohne Batterien) auf gut 3 bis 11 Cent pro kWh und für Windkraft auf See auf gut 7 bis 12 Cent pro kWh. Dem standen 2021 Stromgestehungskosten für Gas- und Dampfkraftwerke von 8 bis 13 Cent pro kWh und für Steinkohlekraftwerke von 11 bis 13 Cent pro kWh gegenüber. [3] Das BMWK hat kürzlich ausgeführt, dass die Stromgestehungskosten der Windkraft und Fotovoltaik 2022 wegen steigender Preise für Vorprodukte und Materialengpässen sowie höheren Kapitalkosten erstmals seit mehr als 20 Jahren gestiegen sind. [4] Allerdings dürften die Stromgestehungskosten von thermischen Kraftwerken wegen der höheren Energiepreise noch kräftiger expandiert sein, weshalb die Konkurrenzfähigkeit von Erneuerbaren zugenommen hat.</p>
<p>Die Stromgestehungskosten von EE-Anlagen oder konventionellen Kraftwerken unterscheiden sich je nach Region oder regulatorischem Umfeld. An Standorten mit viel Windaufkommen sind sie niedriger als an Standorten mit geringem Windaufkommen (z.B. Norddeutschland versus Süddeutschland). In Ländern, in denen CO2-Emissionen bepreist werden, fallen die Stromgestehungskosten von Kohle- oder Gaskraftwerken höher aus als in Staaten ohne eine solche Regulierung.</p>
<p>Für Kernkraftwerke finden sich in der Literatur unterschiedliche Aussagen zu den Stromgestehungskosten. Die US-Investmentbank Lazard schätzt sie für neue Kernkraftwerke (USA) auf etwa 14 bis 21 US-Cent pro kWh (zum Vergleich Windkraft an Land: 2,4 bis 7,5 US-Cent pro kWh). [5] Die Kosten für die Behandlung von radioaktiven Abfällen sind hier explizit nicht eingeschlossen. Die Internationale Energieagentur (IEA) bezifferte in ihrem letzten Word Energy Outlook die Stromgestehungskosten für Kernkraftwerke im Jahr 2030 in den USA auf 10 US-Cent pro kWh, in der EU auf 12 US-Cent pro kWh und in China auf 6,5 US-Cent pro kWh. Windkraft und Fotovoltaik sind in allen drei Ländern/Regionen günstiger. Für das in Bau befindliche Kernkraftwerk Hinkley Point C in Großbritannien hat der Betreiber einen garantierten Stromabnahmepreis von 10,7 Pence pro kWh vereinbart. Die Stromgestehungskosten von Investitionen für eine Laufzeitverlängerung bestehender Kernkraftwerke sind deutlich günstiger als jene für neue Kernkraftwerke. Laut einer Studie der IEA von 2020 beliefen sie sich auf knapp 3 bis knapp 5 US-Cent pro kWh. [6] Aus den Zahlen lässt sich die Aussage ablesen, dass Windkraft und Fotovoltaik hinsichtlich der Stromgestehungskosten günstiger sind als konventionelle thermische Kraftwerke und dass neue Kernkraftwerke zu den Stromerzeugungsformen mit sehr hohen Stromgestehungskosten zählen. Sollten die Preise für CO2-Zertifikate im EU-Emissionshandel im Zuge der kontinuierlichen Verknappung künftig steigen, führt dies zu höheren Stromgestehungskosten für Kohle- oder Gaskraftwerke.</p>
<p><b>Systemkosten: Unstetigkeit und Saisonalität der Erneuerbaren treiben Kosten</b></p>
<p>In der öffentlichen Debatte werden häufig jene Kosten vernachlässigt, die aus einem hohen und steigenden Anteil von wetterabhängigen Erneuerbaren im Strommarkt resultieren. Diese Systemkosten sind die volkwirtschaftlich relevante Größe. Die Systemkosten entstehen z.B. durch eine sinkende durchschnittliche Kapazitätsauslastung der gesamten Stromerzeugungsanlagen. So ist die installierte Leistung in Deutschland im deutschen Strommarkt vor allem wegen des Zubaus bei Windkraft und Fotovoltaik seit Anfang des letzten Jahrzehnts um etwa 40% auf 238 Gigawatt (GW) gestiegen (Nettonennleistung Mitte 2022 laut Bundesnetzagentur). Zum Vergleich: Die Spitzenlast, also die höchste Nachfrage zu einem bestimmten Zeitpunkt, liegt in Deutschland in der Größenordnung von 80 GW. Die installierte Leistung übersteigt die Spitzenlast also bereits um den Faktor 3. Die gesamte Bruttostromerzeugung sank im gleichen Zeitraum jedoch um 6% (2022 gg. 2011 laut AG Energiebilanzen). Das liegt zum einen daran, dass wetterabhängige erneuerbare Energien per se eine geringe Kapazitätsauslastung aufweisen. Zum anderen verdrängen sie wegen ihrer geringen Grenzkosten fossile Kraftwerke aus dem Markt, was aus klimapolitischer Sicht erwünscht ist. Bei Steinkohlekraftwerken sank die Kapazitätsauslastung von etwa 50% im Jahr 2011 auf knapp 39% im Jahr 2022. Bei Gaskraftwerken war ein Rückgang von 36% auf knapp 27% zu verzeichnen (jeweils Verhältnis von Volllaststunden zur gesamten Jahresstundenzahl). Die sinkende Auslastung verursacht bei den Betreibern der konventionellen Anlagen höhere Kosten. Die Lücke zwischen installierte Leistung und Spitzenlast wird mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren weiter steigen, obwohl auch die Spitzenlast mit einer stärkeren Elektrifizierung von Wärmemarkt, Verkehrssektor und von Industrieprozessen ebenfalls zunehmen dürfte.</p>
<p>Zu den Systemkosten zählt auch das Hoch- und Runterfahren von thermischen Kraftwerken in Abhängigkeit vom Windaufkommen oder der Sonneneinstrahlung. Hierfür sind viele traditionelle Kraftwerke nur bedingt ausgelegt. Um das Problem der Auslastung zu adressieren, könnte man die gesicherte Leistung schneller reduzieren. Allerdings ist hierbei ein deutlich höheres Tempo vorerst nicht möglich, weil es nach wie vor längere Phasen gibt, in denen Windkraft und Fotovoltaik nur wenig zur gesamten Stromerzeugung beitragen (z.B. bei Inversionswetterlagen mit stabilem Hochdruck im Winter). Gleichzeitig wird wegen des höheren Elektrifizierungsgrades (E-Mobilität, Wärmepumpen, Industrieprozesse) erwartet, dass nicht nur die Spitzenlast, sondern auch die absolute Stromnachfrage von ca. 555 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2022 auf 680 bis 750 TWh im Jahr 2030 steigen wird (ein Zuwachs um mindestens ein Fünftel). Gerade in der Heizperiode wird die Fotovoltaik auch künftig nur wenig zur Stromerzeugung beitragen.</p>
<p>Von besonderer Bedeutung für die Systemkosten ist ferner der Netzausbau, der zumindest teilweise durch den Zubau bei Erneuerbaren ausgelöst wird. So liegen die Erzeugungszentren für Windkraft im Norden Deutschlands, viele große Stromverbraucher jedoch im Süden. Ein Ende März 2023 veröffentlichter erster Strategieentwurf der Übertragungsnetzbetreiber zeigt, dass sich der Investitionsbedarf für das Übertragungsnetz bis 2037 auf EUR 198 Mrd. belaufen könnte. Auch das Verteilnetz muss physisch erweitert und intelligenter gesteuert werden, wenn sowohl die dezentrale Stromerzeugung durch Erneuerbare als auch die dezentrale Stromnachfrage (z.B. Wärmepumpen, Ladestationen) weiter zunehmen. Ohne solche Maßnahmen dürfte das Verteilnetz regional ein Engpass für die Elektrifizierung des Wärmemarktes und des Verkehrssektors werden. Die Bundesnetzagentur hatte bereits im Jahr 2021 den Investitionsbedarf im Stromverteilungsnetz auf EUR 47 Mrd. bis 2030 geschätzt. Die Zahl dürfte seither eher gestiegen sein. [7]</p>
<p>Mit einem steigenden Anteil der wetterabhängigen erneuerbaren Energien müssen die Netzbetreiber zudem häufiger Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen vornehmen. Laut Bundesnetzagentur lagen die gesamten Netzengpassmanagementmaßnahmen allein im 2. Quartal 2023 bei EUR 771 Mio. (Q2 2022: EUR 389 Mio.). [8] Schließlich zählen auch Investitionen in Stromspeicher zu den Systemkosten, die mit dem Ausbau der Erneuerbaren einhergehen, denn mit ihnen soll das Problem der Unstetigkeit und Saisonalität der wetterabhängigen Erneuerbaren abgemildert werden. [9] Das gilt sowohl für Batterien bei kleineren Verbrauchern als auch für Elektrolyseanlagen zur Erzeugung von (grünem) Wasserstoff oder andere Power-to-X-Technologien.</p>
<p>Es ist nicht trivial, die Systemkosten exakt zu beziffern, weil eine Zurechnung verschiedener Kosten nicht trennscharf möglich ist. Klar ist aber, dass die Aussage, die Erneuerbaren seien die kostengünstigste Form der Stromerzeugung zu pauschal ist. Eine ausgewogene Debatte sollte jedenfalls alle Folgekosten berücksichtigen, die mit einem Ausbau wetterabhängiger erneuerbarer Energien bei gleichzeitigem Fehlen von kostengünstigen Stromspeichern im großindustriellen Maßstab entstehen. Genauso ist es richtig, die externen Kosten thermischer Kraftwerke auf Basis von fossilen Energien zu berücksichtigen, die in vielen Ländern außerhalb der EU noch nicht oder nur unzureichend durch CO2- Preise oder andere Instrumente internalisiert werden. Auch die Folgekosten der Nutzung der Kernenergie (z.B. radioaktive Abfälle, Risiko von Unfällen) gehören zu den Systemkosten. Deren Berechnung ist ebenfalls nicht trivial, wie der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages in einer Ausarbeitung festgestellt hat.10 Ganz frei von externen Kosten sind auch die erneuerbaren Energien nicht. Zu nennen sind etwa Eingriffe in Natur- und Kulturlandschaften durch das Aufstellen von Windrädern oder Bürgerproteste gegen Windräder oder Stromtrassen.</p>
<p><b>Investitionen in Erneuerbare leichter darstellbar als Neubau von Back-up-Kraftwerken</b></p>
<p>Wegen der niedrigen Stromgestehungskosten sind Investitionen in erneuerbare Energien leichter zu realisieren als Investitionen in neue Back-up-Kraftwerke. Künftig sollen Direktverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) zwischen Betreibern von EE-Anlagen und Stromkunden an Bedeutung gewinnen. Dabei garantieren die Kunden die Abnahme des Stromes zu einem vorab festgelegten Preis. Dies erhöht die Planungssicherheit für beide Seiten. Schwieriger ist die Situation bei wasserstofffähigen Gaskraftwerken, deren Neubau die Bundesregierung plant. Sie sollen als Back-up-Kraftwerke für Zeiten mit wenig Windaufkommen und/oder wenig Sonnenschein fungieren und den Ausstieg aus der Verstromung von Kohle (idealerweise bis 2030) ermöglichen. Die Stromgestehungskosten solcher Kraftwerke dürften mindestens so hoch liegen wie bei traditionellen Gaskraftwerken. Mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien wird deren Marktanteil an der Stromerzeugung zunehmen. Die jährliche Auslastung der Reservekraftwerke dürfte damit weiter sinken. Diese unzureichende Kapazitätsauslastung erschwert es jedoch Investoren, einen Business Case für neue Gaskraftwerke zu erstellen, wenn Einnahmen nur durch den Stromverkauf erzielt werden können. Daher könnte die Regierung die notwendigen Investitionen durch die Schaffung eines Kapazitätsmarktes unterstützen, bei dem die Betreiber von Kraftwerken für die Bereitstellung gesicherter Kapazitäten entlohnt werden. Ohne ausreichenden Zubau solcher wasserstofffähiger Gaskraftwerke müsste in den kommenden Jahren ein Teil der Kohlekraftwerke wohl länger als bis 2030 laufen oder in einer Art Sicherheitsreserve verbleiben.</p>
<p>Eric Heymann (+49 69 910-31730, [email=eric.heymann@db.com)]eric.heymann@db.com)[/email]</p>
<p>[1] Vgl. Forschungsstelle für Energiewirtschaft (2022). Veränderungen der Merit Order und deren Auswirkungen auf den Strompreis.<br />
[2] Vgl. EWI Köln (2022). Energiekrise 2022: Gaspreis treibt Strompreis auf Rekordwerte.<br />
[3] Vgl. Fraunhofer ISE (2021). Stromgestehungskosten erneuerbare Energien.<br />
[4] Vgl. BMWK (2023). Wettbewerbsfähige Strompreise für die energieintensiven Unternehmen in Deutschland und Europa sicherstellen. Arbeitspapier des BMWK zum Industriestrompreis für das Treffen Bündnis Zukunft der Industrie.<br />
[5] Vgl. Lazard (2023). LCOE+.<br />
[6] Vgl. IEA (2020). Projected Costs of Generating Electricity.<br />
[7] Vgl. Handelsblatt (2023). Deutschlands Stromnetz kommt an seine Grenzen.<br />
[8] Vgl. Bundesnetzagentur (2022). Marktbeobachtung, Monitoring Elektrizität/Gas. Quartalsbericht. Netzengpassmanagement. Zweites Quartal 2022.<br />
[9] Vgl. Brand, James, und Olly Jeffery (2022). Decarbonising power &amp; gas: the intermittency &amp; seasonality challenges. Deutsche Bank Research.<br />
[10] Vgl. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags (2022). Ausarbeitung. Gestehungskosten im Vergleich.</div>
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