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	<title>Firma Reporter ohne Grenzen, Autor bei News-Blast</title>
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	<title>Firma Reporter ohne Grenzen, Autor bei News-Blast</title>
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		<title>RSF startet neues Programm für Journalistensicherheit in Brasilien und Mexiko</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Firma Reporter ohne Grenzen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2020 13:49:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die deutsche Sektion von Reporter ohne Grenzen (RSF) setzt in den kommenden drei Jahren ein Programm für die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten um, zunächst in Kooperation mit der mexikanischen Menschenrechts-NGO Propuesta Cívica und dem RSF-Büro Lateinamerika in Rio de Janeiro in Mexiko und Brasilien. Das „Defending Voices Program for the Safety of Journalists”  soll [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2020/06/rsf-startet-neues-programm-fuer-journalistensicherheit-in-brasilien-und-mexiko/" data-wpel-link="internal">RSF startet neues Programm für Journalistensicherheit in Brasilien und Mexiko</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Die deutsche Sektion von Reporter ohne Grenzen (RSF) setzt in den kommenden drei Jahren ein Programm für die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten um, zunächst in Kooperation mit der mexikanischen Menschenrechts-NGO <i><a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33569206/bda219c45102-1ff6mca" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Propuesta Cívica</a></i> und dem RSF-Büro Lateinamerika in Rio de Janeiro in Mexiko und Brasilien. Das „<a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33569207/bda219c45102-1ff6mca" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Defending Voices Program for the Safety of Journalists</a>”  soll dazu beitragen, in beiden Ländern sichere Arbeitsumfelder zu schaffen und die Straflosigkeit für Verbrechen gegen Medienschaffende zu bekämpfen. Das Programm wird mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.</p>
<p>„Brasilien und Mexiko sind zwei der gefährlichsten Länder für Medienschaffende in Lateinamerika. Jeden Tag sind Journalistinnen und Journalisten schweren Angriffen ausgesetzt, von Drohungen über Verschwindenlassen bis hin zu Mord“, sagte RSF-Geschäftsführer Christian Mihr. „Unser neues Programm soll helfen, die Arbeitsbedingungen und die rechtliche Stellung von Journalistinnen und Journalisten zu verbessern. Über Fortbildungen, politische Arbeit, juristischen Beistand und Vernetzung untereinander wollen wir unabhängige Medien und besonders schutzbedürftige Medienschaffende stärken. Und nicht zuletzt wollen wir darauf hinarbeiten, dass sie keine Angst mehr haben müssen, dass jene, die sie gängeln und angreifen, straflos davonkommen.“<br />
<b>Brasilien: Medien marginalisierter Gruppen stärken</b></p>
<p>Das Projekt PAJor (Programa de Apoio ao Jornalismo) in Brasilien hat zum Ziel, acht unabhängige Medien zu stärken: <i>Amazônia Real</i>, <i>Rede Wayuri</i>, <i>Ação Comunitária Caranguejo Uçá</i>, <i>Marco Zero Conteúdo</i>, <i>Data_labe</i>, <i>Fala Roça</i>, <i>Alma Preta</i> und <i>Nós mulheres da periferia</i>. Die Redaktionen liegen auf vier Regionen verteilt: Amazonas, Pernambuco, Rio de Janeiro und São Paulo. Die dort arbeitenden Journalistinnen und Journalisten gehören gesellschaftlichen Gruppen an, die von den Massenmedien des Landes meist ignoriert, marginalisiert und diskriminiert werden, wie der indigenen Amazonas-Bevölkerung, der schwarzen Bevölkerung oder der Einwohnerschaft der Favelas. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Schaffung neuer Diskussionsräume, der Konstruktion von Identitäten und der Reflexion von Diskriminierungserfahrungen.</p>
<p>Bei <i>Rede Wayuri</i> etwa arbeiten 20 indigene Medienschaffende aus 10 verschiedenen ethnischen Gruppen zusammen. Ihre Podcasts und Audio-Bulletins werden an 750 indigene Gemeinschaften im Rio-Negro-Gebiet und im Dschungel verbreitet. Die investigative Journalismusagentur <i>Amazônia Real</i> wurde 2013 ins Leben gerufen, um der Bevölkerung des Amazonasgebietes eine Stimme zu geben. Die Agentur wurde von Frauen gegründet und wird von Frauen geleitet und hat heute mehr als 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den neun Staaten des Amazonasgebiets. Die Nachrichtenagentur <i>Alma Preta</i> beschäftigt sich mit Rassismus in den Randgebieten von São Paulo, wo der Großteil der Beschäftigten lebt. Sie berichten über Fälle von Rassendiskriminierung, Gewalt gegen die schwarze Bevölkerung und über strukturellen Rassismus. <i>Data_labe</i> ist eine Organisation für Datenjournalismus und investigativen Journalismus mit Sitz in der Favela da Maré nördlich von Rio de Janeiro. Im Mittelpunkt ihrer Recherchen stehen Erzählungen über die Bewohnerinnen und Bewohner der Favelas.</p>
<p>Im Rahmen des Projekts PAJor werden die Journalistinnen und Journalisten in institutioneller Nachhaltigkeit, Schutzmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen geschult. Veranstaltungen sollen Öffentlichkeit für die Anliegen der Medien schaffen. Zudem soll ein Netzwerk von Journalistinnen und Journalisten entstehen, die in ähnlichen Kontexten arbeiten, damit sie Wissen austauschen und durch Kooperation einen unabhängigen, sicheren Journalismus in Brasilien stärken können. Das Projekt wird vom RSF-Büro Lateinamerika in Rio de Janeiro koordiniert.</p>
<p>Die teilnehmenden Redaktionen in Brasilien arbeiten in einer Umgebung, die von großer Unsicherheit geprägt ist. Die Polarisierung der politischen Debatte unter Präsident Jair Bolsonaro hat dazu geführt, dass für viele Medienschaffende Aggressionen zum Arbeitsalltag gehören – <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33569208/bda219c45102-1ff6mca" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">von Drohungen über Belästigung im Internet bis hin zu körperlichen Angriffen und sogar Mordanschlägen</a>. Durch den fehlenden institutionellen Rückhalt großer Medienhäuser und die entsprechende öffentliche Sichtbarkeit sind die Mitarbeitenden der Community-Medien besonders verletzlich.</p>
<p>„In den vergangenen zehn Jahren wurden in Brasilien mehr als 40 Medienschaffende ermordet. Heute steht ein Teil der Bevölkerung dem Journalismus zunehmend feindlich gegenüber. Journalistinnen und Journalisten werden wegen ihrer Arbeit bedroht und belästigt. Die aggressive Rhetorik der Regierung, die den Journalistenberuf stigmatisiert, hat darauf direkten Einfluss“, sagte Emmanuel Colombié, Leiter des Lateinamerika-Büros von RSF. „Unter diesen Bedingungen ist es wichtiger denn je, Medien zu stärken, die marginalisierte Bevölkerungsgruppen repräsentieren und das Bekenntnis zu Menschenrechten und Umweltschutz zum Herzstück ihrer redaktionellen Linie gemacht haben.“</p>
<p><b>Mexiko: Einsatz für Gerechtigkeit nach Verbrechen an Medienschaffenden</b></p>
<p>Das Projekt „Press in Resistance“ in Mexiko hat zwei Ziele: einerseits Gesetze und behördliche Praktiken zu überwinden, die der Pressefreiheit schaden, andererseits sicherzustellen, dass Medienschaffende, die Opfer von Verbrechen wurden, und ihre Angehörigen eine juristische Aufarbeitung und Wiedergutmachungen erhalten. Dies soll durch Diskussionen, Berichte, Recherchen und politische Arbeit auf nationaler und internationaler Ebene geschehen. Zudem sollen Fälle vor nationale und internationale Gerichte gebracht und Journalistinnen und Journalisten in Sicherheitsfragen geschult werden. Umgesetzt wird das Projekt von der RSF-Partnerorganisation <i>Propuesta Cívica</i>, einer Menschenrechts-NGO mit Sitz in Mexiko-Stadt.</p>
<p>Mexiko ist eins der gefährlichsten Länder der Welt für Medienschaffende. In keinem anderen Land, in dem kein Krieg herrscht, werden so <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33569209/bda219c45102-1ff6mca" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">viele Journalistinnen und Journalisten ermordet</a>. Zu den vielfältigen Ursachen gehören Absprachen zwischen Behörden und Mitgliedern des organisierten Verbrechens, der Unwille, Verbrechen zu verfolgen und eine schlecht ausgestattete Justiz. Das niedrige Ansehen von Medienschaffenden bei Behördenvertreterinnen und Behördenvertretern bis in die höchsten Ebenen trägt zu ihrer Verwundbarkeit bei. Auch Präsident Andrés Manuel López Obrador greift regelmäßig Journalistinnen und Journalisten verbal an.</p>
<p>Propuesta Cívica betreut neben zahlreichen anderen die Fälle der Medienschaffenden <b>Mauricio Estrada Zamora </b>aus Apatzingán im Bundesstaat Michoacán (verschwunden 2008),<b> Ramon Ángeles Zalpa </b>aus Paracho im Bundesstaat Michoacán (verschwunden 2010) und<b> Miroslava Breach </b>aus Chihuahua (ermordet 2017) sowie der Tageszeitung <i>El Mañana</i> aus Nuevo Laredo im Bundesstaat Tamaulipas, die unter anderem mehrmals mit Schusswaffen und Handgranaten angegriffen wurde und deren Redaktionsleiter 2004 ermordet wurde. Keines dieser Verbrechen ist bislang restlos aufgeklärt. Insgesamt bleiben weit über 90 Prozent der Morde an Journalistinnen und Journalisten in Mexiko straflos.</p>
<p>„Die größte Herausforderung im Kampf für Gerechtigkeit für Medienschaffende und ihre Familien ist die Straflosigkeit. Diejenigen, die für Verbrechen gegen Journalistinnen und Journalisten verantwortlich sind – das sind in Mexiko vor allem Staatsbedienstete auf allen Ebenen, gefolgt von Mitgliedern des organisierten Verbrechens – werden einfach nicht bestraft“, sagte Sara Mendiola, Geschäftsführerin von <i>Propuesta Cívica</i>. „Mexikos Staatsanwälte machen ihre Arbeit nicht. Das liegt einerseits an der mangelnden Qualifikation der Beamtinnen und Beamten, die Verbrechen gegen Medienschaffende untersuchen, andererseits an den begrenzten finanziellen Mitteln. Und nicht zuletzt fehlt oftmals das politische Interesse an Ermittlungen.“</p>
<p>Auf der Rangliste der Pressefreiheit liegt Brasilien auf Platz 107, Mexiko auf Platz 143 von 180 Staaten.</p></div>
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<div class="pb-disclaimer">Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.
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		<item>
		<title>RSF kritisiert Verhaftungswelle</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2020/06/rsf-kritisiert-verhaftungswelle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Reporter ohne Grenzen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2020 09:07:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt die jüngste Verhaftungswelle an Journalistinnen und Journalisten im Vorfeld der Präsidentschaftswahl in Belarus. Die Regierung unternimmt alles, um Berichte über den Wahlkampf von Oppositionellen zu verhindern. RSF fordert die Europäische Union auf, Einfluss auf die Regierung in Belarus zu nehmen, damit diese Medienschaffende frei berichten lässt. Die Präsidentschaftswahl in Belarus [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2020/06/rsf-kritisiert-verhaftungswelle/" data-wpel-link="internal">RSF kritisiert Verhaftungswelle</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt die jüngste Verhaftungswelle an Journalistinnen und Journalisten im Vorfeld der Präsidentschaftswahl in Belarus. Die Regierung unternimmt alles, um Berichte über den Wahlkampf von Oppositionellen zu verhindern. RSF fordert die Europäische Union auf, Einfluss auf die Regierung in Belarus zu nehmen, damit diese Medienschaffende frei berichten lässt. Die Präsidentschaftswahl in Belarus findet am 9. August statt.</p>
<p>Seit Beginn des Wahlkampfs sind Dutzende Medienschaffende <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33564068/bda219c45102-1ff6554" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">verhaftet worden</a>, inzwischen nimmt die Polizei auch Journalistinnen und Journalisten fest, die eine gültige Akkreditierung besitzen.</p>
<p>Unter den Ende vergangener Woche festgenommenen<a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33564069/bda219c45102-1ff6554" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external"> Journalistinnen und Journalisten</a> sind sowohl freiberufliche als auch festangestellte Medienschaffende von <i>Reuters</i>, <i>Radio Swaboda</i> (das belarussische Angebot von <i>Radio</i> <i>Free Europe</i>/<i>Radio</i> <i>Liberty</i>) dem belarussischen Exilradio <i>Euroradio</i> und der Nachrichtenseiten <i>Tut.by</i> und <i>Onliner.by</i>. Während der Wahlkampfveranstaltungen von Oppositionellen wurde das mobile Internet abgeschaltet, was den Medienschaffenden die Arbeit erschwerte.</p>
<p>„Wir fordern die Europäische Kommission dazu auf, weitere Gespräche mit dem belarussischen Regime über eine Östliche Partnerschaft an die Einhaltung der Pressefreiheit zu knüpfen“, sagte RSF-Vorstandssprecher Michael Rediske. „Alle noch inhaftierten Medienschaffenden müssen auf der Stelle freikommen.“ Just am Vortag der zahlreichen Festnahmen hatten sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der belarussische Ministerpräsident Roman Golowtschenko in einer <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33564070/bda219c45102-1ff6554" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Videokonferenz</a> zwischen der Europäischen Union und den sechs Ländern der Östlichen Partnerschaft zu Gesprächen getroffen.</p>
<p>Insgesamt wurden um den 19. Juni in der Hauptstadt Minsk und in anderen Städten mehr als 270 Menschen festgenommen, darunter mindestens 14 Journalistinnen und Journalisten. An diesem Tag endete die Frist für mögliche Gegenkandidatinnen und -kandidaten von Präsident Alexander Lukaschenko, um die nötigen Unterschriften für ihre Zulassung zur Wahl zu sammeln.</p>
<p>Zu den Festgenommenen zählten der Reporter <b>Alexander Posnjak</b> und der Kameramann <b>Sergej Bagrow</b>. Beide wurden am Samstag in Hanzawitschy, 180 Kilometer südlich von Minsk, <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33564071/bda219c45102-1ff6554" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">geschlagen</a> und in Handschellen abgeführt. Dort hatten sie über eine Demonstration für die lokale unabhängige Zeitung und Nachrichtenseite <i>Hanzawitschy Tschas</i> berichtet.</p>
<p>Posnjak musste 810 Rubel (umgerechnet etwa 300 Euro) Strafe zahlen, weil er sich der Polizei widersetzt und an einer nicht genehmigten Demonstration teilgenommen habe. Bagrow wurde zu 15 Tagen Gefängnis verurteilt<b>. Sergej</b> <b>Latinski</b>, ein freier Journalist aus der Stadt Bobrujsk im Osten des Landes, muss für zehn Tage wegen der Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration in Haft.</p>
<p>Belarus steht in der Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 153 von 180 Staaten.</p></div>
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<div>Weiterführende Links</div>
<ul>
<li>
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                    </li>
<li>
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                    </li>
</ul></div>
<div class="pb-disclaimer">Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.
            </div>
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			</item>
		<item>
		<title>Deutschland muss in EU-Ratspräsidentschaft Pressefreiheit stärken</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2020/06/deutschland-muss-in-eu-ratspraesidentschaft-pressefreiheit-staerken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Reporter ohne Grenzen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2020 14:26:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland muss seine bevorstehende EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um sich auf europäischer Ebene für einen besseren Schutz von Journalistinnen und Journalisten einzusetzen, gegen erodierende Rechtsstaatlichkeit vorzugehen und starke Exportkontrollen für digitale Überwachungstechnologie zu erreichen. Dazu fordert Reporter ohne Grenzen (RSF) die Bundesregierung anlässlich ihrer Übernahme der rotierenden halbjährigen Ratspräsidentschaft am 1. Juli auf. Im Zuge der Corona-Konjunkturmaßnahmen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2020/06/deutschland-muss-in-eu-ratspraesidentschaft-pressefreiheit-staerken/" data-wpel-link="internal">Deutschland muss in EU-Ratspräsidentschaft Pressefreiheit stärken</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Deutschland muss seine bevorstehende EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um sich auf europäischer Ebene für einen besseren Schutz von Journalistinnen und Journalisten einzusetzen, gegen erodierende Rechtsstaatlichkeit vorzugehen und starke Exportkontrollen für digitale Überwachungstechnologie zu erreichen. Dazu fordert Reporter ohne Grenzen (RSF) die Bundesregierung anlässlich ihrer Übernahme der rotierenden halbjährigen Ratspräsidentschaft am 1. Juli auf. Im Zuge der Corona-Konjunkturmaßnahmen sollte die EU sich auch für eine nachhaltige Förderung und Finanzierung von Medienunternehmen einsetzen. Im Verhältnis zu China sollte Deutschland in Anbetracht des zunehmend repressiven chinesischen Vorgehens gegen Medienschaffende in China, Hongkong und Taiwan eine gemeinsame und konsistente Haltung der EU organisieren und sich öffentlich an die Seite der Betroffenen stellen.</p>
<p>„Was Deutschland als Schwergewicht in der Europäischen Union zur Verteidigung der Pressefreiheit unternimmt, hat Signalwirkung in aller Welt“, sagte der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr. „Als Ratspräsident sollte sich Deutschland entschieden dafür einsetzen, dass auch EU-Staaten wie Polen und Ungarn demokratische Standards einhalten. Von autoritären Staaten wie China und Russland muss die EU unter deutscher Präsidentschaft entschieden Presse- und Informationsfreiheit einfordern.“<br />
<b>Notfallfonds und mehrjähriger Finanzrahmen für gesunde Medienwirtschaft</b></p>
<p>Vor dem Hintergrund der Corona-Krise fordert RSF die Bundesregierung auf, sich im Rahmen ihrer EU-Ratspräsidentschaft kurzfristig die Einrichtung eines Notfallfonds für gefährdete europäische Medien. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie groß das öffentliche Interesse an zuverlässigen Informationen und unabhängigen Medien ist. Gleichzeitig ist durch den Konjunktureinbruch das Anzeigengeschäft und damit eine der wichtigsten Einnahmequellen von Medienunternehmen drastisch zurückgegangen. Medienvielfalt und -unabhängigkeit sind dadurch akut bedroht, insbesondere in Ländern wie Ungarn und Polen. Die Mittel aus dem zu schaffenden Notfallfonds sollten den betroffenen Medien direkt, unabhängig und unparteiisch in einem transparenten Verfahren zugewiesen werden. </p>
<p>Mit Blick auf die mittelfristige Haushaltsplanung der Europäischen Union unterstützt RSF den Vorschlag des EU-Parlaments, die Mittel für das „Creative Europe&quot;-Programm, das unter anderem Medienpluralismus, Qualitätsjournalismus und Medienkompetenz fördert, fast zu verdoppeln. In den Verhandlungen zwischen den EU-Mitgliedsstaaten über den „Mehrjährigen EU-Finanzrahmen für 2021-2027“ beim EU-Gipfel am (morgigen) Freitag sowie in den kommenden Wochen sollte sich die Bundesregierung dafür starkmachen. Die „Creative Europe“-Mittel sollten vor allem gemeinnützigen, investigativen und lokalen Medien zugutekommen. Vor der Corona-Pandemie hatte die Europäische Kommission vorgeschlagen, die Mittel für dieses Programm erheblich zu senken. Insbesondere in Anbetracht der Krise muss dieser Vorschlag dringend überarbeitet werden. </p>
<p>RSF begrüßt zudem die Pläne, die Vergabe von EU-Strukturfondsmitteln an die Einhaltung von Rechtsstaatlichkeit zu koppeln. Deutschland sollte sich im Rahmen seiner EU-Präsidentschaft für eine solche, schon 2018 von der EU-Kommission vorgeschlagene Regelung einsetzen, damit sie zum 1. Januar 2021 in Kraft treten kann. </p>
<p>Mittel- und langfristig sind neue Ideen nötig, wie Medien finanziell nachhaltig wirtschaften können. Reporter ohne Grenzen spricht sich daher für eine europäische Forschungsfinanzierung aus, um neue Geschäftsmodelle zu identifizieren und förderliche politische Rahmenbedingungen zu diskutieren</p>
<p><b>Transparenter und starker EU-Rechtsstaatlichkeitsmechanismus</b></p>
<p>Die Bundesregierung sollte in der deutschen Ratspräsidentschaft die seit 2018 laufenden Rechtsstaatlichkeitsverfahren gegen Polen und Ungarn vorantreiben. Nicht erst seit dem Beginn der Corona-Pandemie – zuletzt jedoch im Rahmen der Notfallmaßnahmen unübersehbar – rütteln auch europäische Länder an den Grundpfeilern der Rechtsstaatlichkeit. Die 2018 gegen Polen und Ungarn wegen Verletzungen der EU-Grundwerte eröffneten Verfahren nach Artikel 7 der EU-Verträge sind bislang das schärfste Mittel, um ein EU-Land unter der Androhung eines Stimmrechteentzugs dazu zu bewegen, rechtsstaatlich umstrittene Entscheidungen zurückzudrehen. </p>
<p>So sinnvoll sie sind, die schwerfälligen Verfahren gegen Polen und Ungarn zeigen auch die Grenzen der Artikel-7-Option auf. Daher spricht sich Reporter ohne Grenzen zusätzlich für die Einführung eines starken Europäischen Rechtsstaatlichkeitsmechanismus (Rule of Law Mechanism) aus. Belgien und Deutschland haben vor gut einem Jahr vorgeschlagen, dass sich künftig alle EU-Staaten freiwillig in einem jährlichen Peer-Review-Verfahren einer Bewertung unterziehen und damit gegenseitig überprüfen. So sollen mögliche Probleme frühzeitig erkannt und politisch heikle Sanktionsverfahren wie die gegen Ungarn und Polen vermieden werden. </p>
<p>Reporter ohne Grenzen begrüßt diese Idee und empfiehlt, solche Berichte in einem transparenten Verfahren unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft zu erstellen. Sollten länderspezifische Empfehlungen missachtet werden, müssen bei schwerwiegenden und systematischen Verstößen Sanktionen möglich sein. Den vielfältigen Herausforderungen an Medienfreiheit und -pluralismus sollte in dem Bericht ein gesondertes Kapitel zukommen. Auch Beeinträchtigungen der Pressefreiheit durch die aktuellen Corona-Maßnahmen sollten darin zwingend diskutiert werden.</p>
<p><b>Schutz vor Knebelklagen durch Anti-SLAPP-Richtlinie</b></p>
<p>RSF fordert die Bundesregierung auf, während der deutschen Ratspräsidentschaft eine EU-Richtlinie anzuregen, um Journalistinnen und Journalisten vor „Knebelklagen“ zu schützen, den sogenannten SLAPPs (Strategic Lawsuits Against Public Participation – strategische Klagen gegen die Beteiligung der Öffentlichkeit). Solche Zivilklagen sind zunehmend auch in EU-Ländern ein politisches Kampfmittel der Mächtigen, um kritische Stimmen mundtot zu machen. </p>
<p>Den Klägerinnen und Klägern – oft einflussreiche Geschäftsleute, Politikerinnen und Politiker – geht es dabei nicht in erster Linie darum, tatsächliche Rechtsansprüche durchzusetzen. Denn meist werden die Klagen mangels Grundlage abgewiesen. Doch jeder Rechtsstreit bringt für die Gegenseite einen hohen Kosten- und Zeitaufwand mit sich. Die verklagten Journalistinnen und Aktivisten werden dadurch systematisch von ihrer Arbeit abgehalten und zermürbt. </p>
<p>Zu den jüngsten Beispielen für SLAPPs gehört die Klage eines Miteigentümers der maltesischen Satabank gegen den Blogger <b>Manuel Delia</b>, der über die Geldwäscheaktivitäten der Bank berichtete.  Ein weiteres Beispiel ist die Klage der polnischen Regierungspartei PiS und des staatlichen Rundfunksender TVP gegen den Juristen Wojciech Sadurski, nachdem er beide per Twitter kritisiert hatte.  Als die maltesische Journalistin <b>Daphne Caruana Galizia</b> ermordet wurde, waren <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33519718/bda219c45102-1femsrq" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">47 SLAPPs gegen sie anhängig</a>. </p>
<p>Eine Anti-SLAPP-Richtlinie sollte einen EU-weiten Schutzstandard schaffen. Dazu muss sie SLAPPs definieren, eine frühzeitige Zurückweisung solcher Klagen ermöglichen und Missbrauch unter Strafe stellen. Gleichzeitig sollten Strukturen geschaffen und Mittel bereitgestellt werden, um Opfer von SLAPP-Klagen beispielsweise auch finanziell bei ihrer juristischen Verteidigung zu unterstützen.</p>
<p><b>Überfällige Reform des Überwachungstechnologie-Exportregimes</b></p>
<p>Reporter ohne Grenzen appelliert an die Bundesregierung sich im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft für die <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33519719/bda219c45102-1femsrq" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">zügige Verabschiedung einer reformierten Dual-Use-Verordnung</a> einzusetzen, die menschenrechtliche Prinzipien achtet und journalistische Arbeit schützt. Eine menschenrechtliche Folgenabschätzung im Rahmen der Due-Diligence-Prozesse von Unternehmen muss zur Pflicht werden, genauso wie Transparenz- und Offenlegungskriterien für Exportlizenzen in den Mitgliedsländern, um bei Missbrauchsrisiken durchgreifen zu können. </p>
<p>Hintergrund sind die seit 2016 laufenden Verhandlungen zwischen der EU-Kommission, dem Parlament und den EU-Staaten über eine Reform der Dual-Use-Verordnung. Diese Verordnung regelt den Verkauf und Export von Gütern, die sowohl zivile als auch militärische Nutzungen haben, worunter auch digitale Überwachungstechnologie wie Spähsoftware oder Ausrüstung für die Überwachung von Demonstrationen fällt. Solange die Reform nicht in Kraft tritt, können europäische Unternehmen weiterhin rechtliche Schlupflöcher nutzen und Überwachungstechnologie an autoritäre Regime verkaufen, die sie häufig gegen Journalistinnen und Journalisten einsetzen.</p>
<p>Doch eine rasche Einigung ist nicht in Sicht, weil mehrere Länder sich einer weitreichenden Reform widersetzen – darunter auch Deutschland. Der ursprünglich fortschrittliche Entwurf der EU-Kommission ist nach jahrelangen Verhandlungen verwässert, ein <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33519720/bda219c45102-1femsrq" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">kürzlich bekanntgewordener Kompromissvorschlag</a> ein enttäuschender Rückschritt.</p>
<p><b>Klare Haltung zu Menschenrechten in EU-China-Beziehungen</b></p>
<p>Die EU muss sich während der deutschen Ratspräsidentschaft klar zu den jüngsten Geschehnissen in Hongkong und China äußern und der chinesischen Regierung Konsequenzen aufzeigen. Die EU darf nicht zulassen, dass der völkerrechtlich vereinbarte Grundsatz „Ein Land, zwei Systeme“ und damit der Sonderstatus Hongkongs durch das kürzlich verabschiedete chinesische Sicherheitsgesetz gefährdet wird. Die Verschiebung des für September in Leipzig geplanten EU-China-Gipfels darf nicht zu Untätigkeit bei diesem Thema führen. Die europäischen Regierungschefs und -chefinnen hatten vor, bei dem Gipfel unter anderem ein Investitionsschutzabkommen mit China abzuschließen. </p>
<p>Die zunehmende Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten hat in der Sonderverwaltungszone Hongkong bereits zum <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33519721/bda219c45102-1femsrq" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">freien Fall in der Rangliste der Pressefreiheit</a> geführt. Die Regierungen der EU-Länder sollten rechtliche Schritte gegen Chinas gezielte Verstöße gegen internationale Menschenrechtsstandards und internationale sowie bilaterale Verträge prüfen. </p>
<p>Zudem sollte Deutschland während seiner Ratspräsidentschaft die Debatte um einen globalen Menschenrechts-Sanktionsmechanismus der EU vorantreiben, um künftig weltweit auf Menschenrechtsverletzungen reagieren zu können. Chinesische Politiker und Beamtinnen, die für das harte Vorgehen gegen Hongkong und seine Bevölkerung verantwortlich sind, sollten gezielt mit Sanktionen belegt werden, indem beispielsweise ihre Vermögenswerte eingefroren werden. Gleichzeitig sollten EU-Vertreterinnen und -Vertreter den Dialog mit Aktivistinnen und Journalisten aus China und Hongkong suchen und öffentlich Solidarität zeigen.</p>
<p>Weiterführende Informationen:</p>
<ul class="bbcode_list">
<li><a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33519932/bda219c45102-1femsrq" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Stellungnahme zur finanziellen Förderung und Unterstützung von Medienunternehmen</a></li>
<li><a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33519933/bda219c45102-1femsrq" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Empfehlungen zum Rechtsstaatlichkeitsmechanismus</a></li>
<li><a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33519934/bda219c45102-1femsrq" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Grundsatzpapier zu SLAPP-Klagen</a></li>
</ul>
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<div>Weiterführende Links</div>
<ul>
<li>
                        <a href="https://www.lifepr.de/inaktiv/reporter-ohne-grenzen-ev/Deutschland-muss-in-EU-Ratspraesidentschaft-Pressefreiheit-staerken/boxid/803766" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Originalmeldung dem Reporter ohne Grenzen e.V.</a>
                    </li>
<li>
                        <a href="https://www.lifepr.de/newsroom/reporter-ohne-grenzen-ev" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Alle Meldungen dem Reporter ohne Grenzen e.V.</a>
                    </li>
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		<title>RSF besorgt um russische Wirtschaftszeitung</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2020/06/rsf-besorgt-um-russische-wirtschaftszeitung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Reporter ohne Grenzen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2020 12:23:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Reporter ohne Grenzen (RSF) ruft die russische Regierung auf, sich nicht in die Redaktionspolitik der angesehenen russischen Wirtschaftszeitung Wedomosti einzumischen. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kämpfen seit Monaten um ihre redaktionelle Unabhängigkeit und gegen einen neu eingesetzten Chefredakteur. Nach dem Verkauf an einen staatsnahen Medienunternehmer kündigten am Montag aus Protest die fünf stellvertretenden Chefredakteure. Der stellvertretende [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Reporter ohne Grenzen (RSF) ruft die russische Regierung auf, sich nicht in die Redaktionspolitik der angesehenen russischen Wirtschaftszeitung <i>Wedomosti</i> einzumischen. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kämpfen seit Monaten um ihre redaktionelle Unabhängigkeit und gegen einen neu eingesetzten Chefredakteur. Nach dem Verkauf an einen staatsnahen Medienunternehmer kündigten am Montag aus Protest die fünf stellvertretenden Chefredakteure. Der stellvertretende Informationsminister Alexej Wolin <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502017/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">erklärte</a>, Redakteurinnen und Redakteure, die nicht bereit seien, den neuen Chefredakteur anzuerkennen, müssten unverzüglich entlassen werden.</p>
<p>„Mit <i>Wedomosti</i> droht eine der letzten kritischen Stimmen auf dem Markt der russischen Wirtschaftszeitungen von Kreml-Unterstützern kontrolliert zu werden“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen. „Die Regierung sollte die Unabhängigkeit solcher Redaktionen schützen, statt sich wie der stellvertretende Informationsminister unverhohlen in deren Belange einzumischen.“</p>
<p>Die Wirtschaftszeitung <i>Wedomosti</i> gehörte zu den wenigen verbliebenen Printmedien in Russland, die noch unabhängig berichteten. Sie war 1999 als Gemeinschaftsprojekt der britischen Tageszeitung <i>Financial Times</i>, des US-amerikanischen <i>Wall Street Journal</i> und des finnischen Medienkonzerns <i>Sanoma</i> entstanden. Aufgrund eines Gesetzes, das ausländische Anteile an russischen Medien auf maximal 20 Prozent beschränkt und im Januar 2016 in Kraft trat, verkauften die drei ausländischen Investoren <i>Wedomosti</i> 2015 an den Medienunternehmer Demjan Kudrjawtsew. Dieser ersetzte im Mai 2017 die renommierte Chefredakteurin <b>Tatjana Lysowa</b> durch <b>Ilja Bulawinow</b>, der zuvor als leitender Redakteur beim staatlichen TV-Sender <i>Perwyj Kanal</i> gearbeitet hatte. Entsetzen über neuen ChefredakteurMitte März 2020 kündigte Kudrjawtsew an, die Zeitung an zwei <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502018/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">kremlnahe</a> neue Eigentümer zu verkaufen. Als kommissarischer Chefredakteur wurde <b>Andrej Schmarow</b> eingesetzt. Bereits bei seinem ersten <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502019/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Treffen</a> mit der Redaktion am 24. März provozierte der 64-Jährige heftige Kritik mit dem Bekenntnis, <i>Wedomosti</i> selbst nicht mehr zu lesen, seit ihm einige Artikel in der Zeitung nicht gefallen hätten. Er kenne auch das Redaktionsstatut nicht, das Regeln für die unabhängige Berichterstattung festschreibt und in der russischen Medienlandschaft als beispielhaft gilt. Schmarow erklärte, er sehe kein Problem darin, wenn sich Eigentümer in die Redaktionsarbeit einmischten. Darauf angesprochen, ob der staatliche Ölkonzern Rosneft an seiner Ernennung beteiligt gewesen sei, schloss er dies nicht aus. Welche Rolle der Konzern bei den Eigentümerwechseln der Zeitung in den vergangenen Jahren und bei der Auswahl des neuen Chefredakteurs spielte, legte eine gemeinsame <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502020/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Recherche</a> mehrerer russischer Medien Mitte Mai dar.</p>
<p>Die ersten Schritte Andrej Schmarows führten zu einer schweren Vertrauenskrise zwischen der Redaktion und dem amtierenden Chefredakteur: Am 30. März änderte Schmarow ohne Absprache die <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502021/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Überschrift</a> eines Textes über den Ölkonzern Rosneft, sodass sie nicht mehr regierungskritisch klang, sondern den Kreml in ein positives Licht rückte. Als die Redaktion dies bemerkte, machte sie die Änderungen online wieder <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502022/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">rückgängig</a>. Am 12. April löschte er eigenmächtig einen <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502023/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Kommentar</a>, der sich kritisch mit Rosneft und dessen Direktor Igor Setschin auseinandersetze. Der Autor veröffentlichte den Text daraufhin auf seiner Facebook-Seite und die Nachrichtenseite <i>Meduza</i> übersetzte ihn ins Englische. Am 22. April <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502024/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">verbot</a> Schmarow der Redaktion, über Umfragen des unabhängigen russischen Meinungsforschungsinstituts Lewada-Zentrum zu berichten sowie die angestrebte Verlängerung der Amtszeit von Präsident Putin zu kritisieren. Er begründete dies damit, dass die Präsidialadministration mit der Berichterstattung unzufrieden sei. Die Redaktion wehrt sich vergeblichBereits am 29. März forderten leitende Redakteure in einem Brief an die potenziellen neuen Eigentümer, den Posten der Chefredaktion mit einer Journalistin aus dem eigenen Haus neu zu besetzen – vergeblich. Am 23. April veröffentlichte die Redaktion ein <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502025/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Editorial</a>, in dem sie Chefredakteur Schmarow Zensur vorwarf und warnte, unter seiner Führung verliere die Zeitung massiv an Vertrauen. Am gleichen Tag zog einer der potenziellen neuen Eigentümer sein Interesse am Kauf von <i>Wedomosti</i> zurück, etliche Leserinnen und Leser kündigten ihre Abonnements. Die Konflikte in der Redaktion führten dazu, dass <i>Wedomosti</i> – anders als die Wirtschaftszeitungen <i>Kommersant</i> und <i>RBK</i> – nicht auf die <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502026/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Liste</a> „strategischer Unternehmen“ gesetzt wurde, die in der Corona-Krise Finanzhilfen vom Staat erhalten sollten.</p>
<p>Ende Mai wurde <i>Wedomosti</i> überraschend an Iwan Jerjomin <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502027/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">verkauft</a>, einen Medienunternehmer aus dem Ural. Der Gründer der Agentur <i>FederalPress</i>, die Nachrichten aus verschiedenen Regionen Russlands verbreitet, arbeite aktiv mit staatlichen Behörden zusammen und sei bekannt dafür, in seinen Medien bezahlte Inhalte zu veröffentlichen, <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502028/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">warnten</a> <i>Wedomosti</i>-Journalisten nach dem Verkauf. Als der Verwaltungsrat Andrej Schmarow Mitte Juni endgültig als Chefredakteur bestätigte, <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502029/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">kündigten</a> die fünf stellvertretenden Chefredakteure, die bis dahin versucht hatten, die Unabhängigkeit der Redaktion zu erhalten. Etliche <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502030/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">andere</a> Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten dies bereits in den Wochen nach Schmarows Amtsantritt getan.</p>
<p>Auf der weltweiten <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502031/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Rangliste der Pressefreiheit</a> steht Russland auf Platz 149 von 180 Staaten. Mehr zur Lage der Journalistinnen und Journalisten vor Ort finden Sie unter <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33502032/bda219c45102-1feju42" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">www.reporter-ohne-grenzen.de/russland</a>. </div>
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<div>Weiterführende Links</div>
<ul>
<li>
                        <a href="https://www.lifepr.de/inaktiv/reporter-ohne-grenzen-ev/RSF-besorgt-um-russische-Wirtschaftszeitung/boxid/803482" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Originalmeldung von Reporter ohne Grenzen e.V</a>
                    </li>
<li>
                        <a href="https://www.lifepr.de/newsroom/reporter-ohne-grenzen-ev" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Alle Meldungen von Reporter ohne Grenzen e.V</a>
                    </li>
</ul></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Pressefreiheit in Brasilien gefährdet wie nie</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2020/06/pressefreiheit-in-brasilien-gefaehrdet-wie-nie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Reporter ohne Grenzen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2020 11:38:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Reporter ohne Grenzen (RSF) sieht die Pressefreiheit in Brasilien so gefährdet wie noch nie seit dem Ende der Militärdiktatur im Jahr 1985. In der Corona-Krise haben die Aggressionen gegenüber Medienschaffenden noch einmal zugenommen. Präsident Jair Bolsonaro heizt die Stimmung teilweise täglich über Verbalattacken auf Medienvertreterinnen und Medienvertreter systematisch auf. Einige Medien schicken deshalb aus Sicherheitsgründen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2020/06/pressefreiheit-in-brasilien-gefaehrdet-wie-nie/" data-wpel-link="internal">Pressefreiheit in Brasilien gefährdet wie nie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Reporter ohne Grenzen (RSF) sieht die Pressefreiheit in Brasilien so gefährdet wie noch nie seit dem Ende der Militärdiktatur im Jahr 1985. In der Corona-Krise haben die Aggressionen gegenüber Medienschaffenden noch einmal zugenommen. Präsident Jair Bolsonaro heizt die Stimmung teilweise täglich über Verbalattacken auf Medienvertreterinnen und Medienvertreter systematisch auf. Einige Medien schicken deshalb aus Sicherheitsgründen keine Berichterstattenden mehr zu Terminen mit dem Präsidenten. Er und sein Umfeld verbreiten zugleich Desinformationen über die sozialen Medien, vorübergehend wurde die offizielle Herausgabe von Zahlen zur Corona-Pandemie eingestellt.</p>
<p>„Bolsonaros Ziel ist klar: Er will die Medien zum Schweigen bringen, die öffentliche Debatte kontrollieren und von Problemen ablenken, die sonst öffentlich diskutiert würden“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen. „Medienschaffende müssen ohne Angst und aus eigener Anschauung über das politische Geschehen berichten können. Nur unabhängiger Journalismus kann der Bevölkerung helfen, die Desinformationskampagnen von Bolsonaro und seinem Umfeld als solche zu erkennen. In der Corona-Epidemie, die Brasilien immer noch fest im Griff hat, kann das lebenswichtig sein.“</p>
<p>Am Abend des vergangenen Freitags (5. Juni) erklärte die Regierung, keine Gesamtzahlen von Corona-Infektionen und -Todesfällen mehr herauszugeben, sondern nur noch die täglichen Zuwächse. Die Entscheidung sowie die Tatsache, dass dies erst nach Ende der Abendnachrichten kommuniziert wurde, wurde von vielen Seiten kritisiert. Das Oberste Bundesgericht wies daraufhin die Regierung unter Verweis auf deren Informationspflicht an, die <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466461/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Entscheidung rückgängig zu machen</a>, was diese am Dienstag (9. Juni) tat. Ein Richter des Obersten Gerichts erklärte, die <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466462/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Manipulation von Daten sei eine Taktik autoritärer Regime</a>.</p>
<p>Als Reaktion auf diese Informationsblockade der Regierung hatten die Medien <i>Folha de S. Paulo</i>, <i>UOL</i>, <i>Estadão</i>, <i>Extra</i>, <i>O Globo</i> und <i>G1</i> am Montag (8. Juni) in einer beispiellosen Aktion erklärt, eine <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466463/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Partnerschaft zur Verbreitung von Daten</a> über Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus einzugehen.</p>
<p><b>Aggressionen gegen Medienschaffende nehmen in Corona-Krise weiter zu</b></p>
<p>In der Corona-Krise haben sich die ohnehin allgegenwärtigen Aggressionen von Bolsonaro und seinen Anhängerinnen und Anhängern gegenüber den Medien noch weiter verschärft. Brasilien ist seit einigen Wochen ein Corona-Epizentrum, kein anderes Land Lateinamerikas verzeichnet so viele Corona-Infektionen und damit verbundene Todesfälle. Präsident Bolsonaro leugnete von Beginn an, dass die Pandemie eine reale Bedrohung ist. Er warf den Medien systematische Panikmache aufgrund einer „kleinen Grippe“ vor und unterstellte ihnen, die <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466464/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Bevölkerung bewusst verunsichern zu wollen</a>. Medienvertreterinnen und Medienvertretern rief er am 26. März zu:<a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466465/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow"> „Habt ihr keine Angst vor dem Coronavirus? Geht nach Hause!“</p>
<p></a>Twitter löschte am 29. März zwei Videos von Bolsonaro, die ihn beim Bad in der Menge zeigten, weil die Inhalte die Gefahr vergrößerten, dass<a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466466/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow"> Personen das Corona-Virus weiter verbreiten</a>. Facebook und Instagram zogen am Folgetag nach. Der Präsident kommuniziert seine politischen Botschaften bevorzugt über soziale Netzwerke, oft über Videos, und umgeht damit bewusst die traditionellen Medien.</p>
<p>Eine andere Kommunikationsform Bolsonaros sind fast täglich stattfindende informelle Pressekonferenzen vor seiner Residenz, dem Alvorada-Palast. Seine Anhängerinnen und Anhänger versammeln sich dort hinter Absperrungen und beschimpfen das anwesende Pressecorps. Am 25. Mai war die Stimmung so aggressiv, dass <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466467/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Militärpolizei die Menge auflösen musste</a>. Der Journalistengewerkschaft SJPDF wurden <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466468/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Dutzende von Attacken an diesem Tag</a> gemeldet.</p>
<p>Als Folge kündigten die <i>Grupo Globo</i> (der größte Medienkonzern in Brasilien und Lateinamerika unter anderem mit dem Fernsehsehsender <i>TV Globo</i>, den Zeitungen <i>O Globo</i> und <i>Valor Econômico </i>und der Nachrichtenwebseite <i>G1</i>), die <i>Bandeirantes</i>-Gruppe, die Zeitung <i>Folha de S. Paulo</i> und die Nachrichtenwebseite <i>Metropoles</i> am 26. Mai an, die Termine nicht mehr zu besetzen, weil die Sicherheit der Journalistinnen und Journalisten nicht mehr zu gewährleisten sei. Auch <i>O Estado de S. Paulo</i> schickt keine Mitarbeitenden mehr dorthin, <i>Correio Braziliense</i> bereits seit Anfang Mai nicht mehr. Bolsonaro kritisierte daraufhin, die <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466469/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Medien wollten sich als Opfer stilisieren</a>.</p>
<p>Eine solche Selbstzensur der Medien aus Sicherheitsgründen ist in der Geschichte des demokratischen Brasiliens einzigartig und Anlass zu größter Sorge, wie RSF Ende Mai in einem <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466470/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">gemeinsamen Appell mit weiteren Pressefreiheitsorganisationen</a> hervorhob.</p>
<p>Trotz der Corona-Pandemie richten Unterstützerinnen und Unterstützer Bolsonaros weiterhin regelmäßig große Demonstrationen aus, auf denen es wiederholt zu Gewalt gegen Berichterstattende kam. Am 17. Mai schlug eine Anhängerin Bolsonaros auf einer solchen Demonstration der Fernsehjournalistin <b>Clarissa Oliveira</b> mit einer Fahnenstange auf den Kopf. Während die<a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466471/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow"> Journalistin dies als Akt der Einschüchterung wertete, sprach die Demonstrantin von einem Versehen</a>. Auf einer Pro-Bolsonaro-Demonstration in Brasília am 3. Mai wurden <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466472/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Journalisten und ihre Teams mit Tritten und Schlägen attackiert</a>.</p>
<p>Der jüngste Angriff auf Medien ereignete sich am Mittwoch (10. Juni), als ein mit einem Messer bewaffneter Mann in die Redaktion des Fernsehsenders <i>Globo</i> in Rio de Janeiro eindrang und die Journalistin <b>Marina Araújo</b> als Geisel nahm. Der Mann verlangte die Moderatorin <b>Renata Vasconcellos</b> zu sprechen. Die<a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466473/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow"> Militärpolizei konnte ihn schließlich überwältigen und festnehmen</a>, niemand wurde verletzt. Der Sender erklärte anschließend, der<a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466474/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow"> Vorfall habe keine politische Dimension</a>, der Täter habe psychische Probleme.</p>
<p><b>Jeden dritten Tag eine Verbalattacke von Bolsonaro</p>
<p></b>Die Zahl der Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten in Brasilien ist laut Journalistenvereinigung FENAJ zwischen 2018 und 2019 um 54 Prozent angestiegen, von 135 auf 208. Der Präsident selbst hat daran einen überwältigenden Anteil: <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466475/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">121 verbale Attacken</a> gingen von Bolsonaro persönlich aus. Im ersten Quartal 2020 und damit in der beginnenden Corona-Krise setzte sich dieser Trend laut einer Erhebung von RSF fort: Zwischen Januar und März gingen von Bolsonaro <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466476/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">32 verbale Attacken gegen Medien</a> und einzelne Journalistinnen und Journalisten aus, also jeden dritten Tag eine.</p>
<p>Besonders abgesehen hat es Bolsonaro auf die liberale Tageszeitung <i>Folha de S. Paulo</i>. Er bezeichnete das Medium als „größte Fake News Brasiliens“ und hetzt gegen einzelne Mitarbeitende, besonders die Journalistin <b>Patrícia Campos Mello</b>, seit diese im Wahlkampf 2018 aufgedeckt hatte, dass Geschäftsleute<a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466477/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow"> illegal eine Desinformationskampagne via WhatsApp für ihn finanziert</a> haben.</p>
<p>Als ein Parlamentsausschuss diese Vorwürfe im Februar 2020 aufarbeitete, verbreiteten Bolsonaro, sein Sohn Eduardo und weitere Politiker die Behauptung eines mutmaßlich Beteiligten weiter, Campos Mello habe die Informationen von ihm für sexuelle Gefälligkeiten erhalten. Dies trat eine <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466478/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Welle von sexualisierten, frauenverachtenden Beleidigungen und Drohungen gegen Campos Mello</a> los.</p>
<p>Auch das <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466479/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow"><i>Globo</i>-Netzwerk attackiert Bolsonaro</a> besonders häufig. Die Grupo Globo ist der mit Abstand größte Medienkonzern Brasiliens – allein <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466480/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">neun der 50 wichtigsten Medien Brasiliens gehören der Unternehmensgruppe</a>. Die Medien der Gruppe stehen dem konservativen Lager nahe, zu Bolsonaro gehen sie aber immer wieder dezidiert auf Distanz.</p>
<p>Bolsonaro und sein Umfeld haben wiederholt Werbetreibende aufgefordert,<a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466481/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow"> <i>Folha</i> und <i>Globo</i> zu boykottieren und Medien zu bevorzugen, die „auf Regierungslinie“ sind</a>.</p>
<p><b>Unterstützt wird Bolsonaro von einem „Hasskabinett“</p>
<p></b>Unterstützt wird Bolsonaro von seiner Familie, einigen Ministern und einer großen Zahl von Anhängerinnen und Anhängern in sozialen Netzwerken. Laut brasilianischem Rundfunkverband ABERT gab es 2019 vier Millionen Online-Angriffe auf Medien und Medienschaffende (das sind zehn Prozent aller Social-Media-Posts mit den Worten „Presse“, „Journalist“, „Journalismus“ oder „Medien“). <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466482/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Besonders oft und besonders harsch werden Frauen attackiert</a>.</p>
<p>Im März 2020 führte RSF Bolonaro und sein „Hasskabinett“ als <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466483/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">einen der weltweiten Feinde des Internets auf</a>. Bei dem „Hasskabinett“ handelt es sich um eine Gruppe enger Berater des Präsidenten, die von dessen Sohn Carlos koordiniert wird und die in den sozialen Medien in großem Stil Hass gegen Journalistinnen und Journalisten schürt, Neben Patricia Campos Mello sind <b>Constança Rezende</b> (<i>UOL Notícias</i>) und <b>Glenn Greenwald</b> (<i>The Intercept Brasil</i>) bevorzugte Ziele. Einige der aggressivsten Online-Attacken kommen von Bolsonaros Söhnen.</p>
<p><b>Mindestens 14 Morde in fünf Jahren</p>
<p></b>Brasilien ist für Journalistinnen und Journalisten eins der gefährlichsten Länder Lateinamerikas. In den vergangenen fünf Jahren wurden dort mindestens 14 Medienschaffende in Zusammenhang mit ihrer journalistischen Tätigkeit getötet. Meist hatten sie über Korruption, Missstände in den Behörden oder organisiertes Verbrechen berichtet – oft in kleineren oder mittleren Städten, wo sie besonders exponiert sind. Ein Großteil der Taten wird nicht aufgeklärt. In vielen weiteren Fällen ist der Zusammenhang der Tat mit der Arbeit naheliegend, aber bislang nicht nachzuweisen.</p>
<p>Unklar sind etwa die Hintergründe des Mordes an dem Blogger <b>Leonardo Pinheiro</b>, der am 13. Mai in Araruama im Bundesstaat Rio de Janeiro während eines Live-Interviews niedergeschossen wurde. Er hatte auf seinem eigenen Facebook-Account <i>A Voz Araruamense</i> und der Facebook-Seite <i>Fala Araruama</i> über soziale Themen berichtet und zuletzt kritisch über die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf die ärmere Bevölkerung berichtet. Auch war er<a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466484/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow"> lokalpolitisch aktiv</a>. Der Bundesstaat Rio de Janeiro ist besonders gefährlich für Journalistinnen und Journalisten. Im Mai 2019 wurden dort <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466485/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">zwei Journalisten ermordet</a>. Beide Fälle sind bis heute nicht aufgeklärt.</p>
<p>Der brasilianische Lokaljournalist <b>Léo Veras</b> wurde am 12. Februar in seinem Haus im paraguayischen Pedro Juan Caballero, direkt an der Grenze zu Brasilien, erschossen. Er war auf die Themen Korruption, organisierte Kriminalität und Drogenschmuggel spezialisiert und schon <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466486/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">oft bedroht worden</a>.</p>
<p>Auf der Rangliste der Pressefreiheit liegt Brasilien auf Platz 107 von 180 Staaten. Mehr zur Lage der Pressefreiheit in Brasilien finden Sie hier: <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466487/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">https://www.reporter-ohne-grenzen.de/brasilien/</a></p>
<p>RSF gibt seit diesem Jahr Quartalsberichte zur Lage der Pressefreiheit in Brasilien heraus. <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33466476/bda219c45102-1fe6q69" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Der erste erschien Anfang April 2020.</a></div>
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		<title>RSF: Medienaufsichtsbehörden schikanieren unabhängige Journalisten und Presse</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2020/06/rsf-medienaufsichtsbehoerden-schikanieren-unabhaengige-journalisten-und-presse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Reporter ohne Grenzen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2020 13:32:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt die Schikanen gegen unabhängige Medien sowie Journalistinnen und Journalisten in der Türkei. In den vergangenen Wochen wurden Fernsehsender nach der Ausstrahlung regierungskritischer Interviews mit zeitweisen Sendeverboten bestraft. Zudem wurden Zeitungen von staatlichen Werbeanzeigen ausgeschlossen und damit um überlebenswichtige Einnahmen gebracht. Schon jetzt gehören 85 Prozent der nationalen Medien regierungsfreundlichen Geschäftsleuten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2020/06/rsf-medienaufsichtsbehoerden-schikanieren-unabhaengige-journalisten-und-presse/" data-wpel-link="internal">RSF: Medienaufsichtsbehörden schikanieren unabhängige Journalisten und Presse</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt die Schikanen gegen unabhängige Medien sowie Journalistinnen und Journalisten in der Türkei. In den vergangenen Wochen wurden Fernsehsender nach der Ausstrahlung regierungskritischer Interviews mit zeitweisen Sendeverboten bestraft. Zudem wurden Zeitungen von staatlichen Werbeanzeigen ausgeschlossen und damit um überlebenswichtige Einnahmen gebracht. Schon jetzt gehören 85 Prozent der nationalen Medien regierungsfreundlichen Geschäftsleuten und folgen der offiziellen Linie. Das <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33376909/bda219c45102-1fdf9ak" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Klima ist so medienfeindlich geworden</a>, dass jede Kritik oder unabhängige Berichterstattung als antipatriotisch oder Verrat gewertet werden kann.</p>
<p>„Nachrichtenmedien werden durch Schikanen unter Druck gesetzt, um die Regierungslinie in den Medien durchzusetzen“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen. „Ohne eine unabhängige Medienregulierung könnte dieses harte Durchgreifen den ohnehin schon fragilen journalistischen Pluralismus der Türkei endgültig zerstören.“</p>
<p><b>Sanktionen nach kritischer Berichterstattung</b></p>
<p>Die türkische Rundfunkaufsichtsbehörde RTÜK, die sich hauptsächlich aus Vertreterinnen und Vertretern der regierenden AKP-MHP-Koalition zusammensetzt, bestrafte Anfang Mai den Fernsehsender <i>Halk TV</i> für die Ausstrahlung eines Interviews. Darin hatte der Chef der führenden Oppositionspartei in Istanbul gesagt, das Land müsse „mit einem Regierungswechsel oder gar einem Regimewechsel rechnen“. In den Augen der Behörde kam dieser Kommentar einer „Anstiftung zum Staatsstreich“ gleich. Sie verhängte ein fünftägiges Verbot der Sendung, in der das Interview ausgestrahlt wurde, und forderte <i>Halk TV</i> auf, eine Geldstrafe in Höhe von fünf Prozent der monatlichen Werbeeinnahmen zu zahlen. </p>
<p>Das ist nur ein Beispiel aus einer langen Liste ähnlicher Fälle. Auch die Sender <i>FoxTV</i>, <i>Télé1 </i>und <i>HaberTürkTV </i>sind in den vergangenen Monaten von RTÜK sanktioniert worden, nachdem sie Kritik an der Regierung ausgestrahlt hatten.</p>
<p>Nicht nur Rundfunksender sind betroffen. Der Werberat BIK, eine vom Büro des Präsidenten kontrollierte Regulierungsbehörde, hat verschiedene regierungskritische Zeitungen, darunter <i>Evrensel</i> und <i>BirGün</i>, wegen angeblicher „Ethikverstöße“ durch <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33376910/bda219c45102-1fdf9ak" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Entzug staatlicher Werbeanzeigen</a> um überlebenswichtige Einnahmen gebracht. <i>BirGün</i> etwa wurde 42 Tage lang von staatlichen Anzeigen ausgeschlossen, nachdem im August und September 2019 Artikel erschienen waren, die Polizeigewalt bei Protesten kritisiert hatten. </p>
<p><b>Gefügige Richter</b></p>
<p>Die Regierung übt zudem direkte Kontrolle über die Tätigkeiten von Richterinnen und Richtern aus, die ohne Angabe von Gründen zahlreiche Online-Artikel zensieren. Mitte Februar etwa ordnete ein Istanbuler Richter die Sperrung von 232 Artikeln an, die von Nachrichten-Webseiten und anderen Medien wie <i>Cumhuriyet</i>, <i>Bianet</i>, <i>Diken</i>, <i>BirGün</i>, <i>Artı Gerçek</i>, <i>Gazete Duvar</i>, <i>T24</i>, <i>Odatv</i>, <i>Sputnik Türkiye</i>, <i>Evrensel</i>, <i>Halk TV</i>, <i>Tele1 </i>und <i>Gerçek Gündem</i> online veröffentlicht worden waren.</p>
<p>Alle Artikel erwähnten den Kauf eines Grundstücks durch den Finanzminister und Schwiegersohn von Präsident Erdogan, Berat Albayrak, in der Region Ostthrakien im Westen der Türkei. Hier plant die Regierung einen Kanal zu bauen, der das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbindet.  </p>
<p><b>Journalisten droht Entzug der Pressekarten</b></p>
<p>Auch die Präsidialdirektion für Kommunikation (CIB) nutzt ihre Kontrolle über die Ausstellung von Pressekarten dazu, Druck auf Medienschaffende auszuüben. Laut der türkischen Nachrichtenseite und RSF-Partnerorganisation <i>Bianet</i> wurde in den ersten Monaten dieses Jahres 27 türkischen Journalistinnen und Journalisten die Pressekarte entzogen.</p>
<p>Diese Schikane betrifft auch internationale Medienschaffende in der Türkei. Nach Angaben der Foreign Media Association (FMA) warten immer noch mindestens ein Dutzend internationale Medienmitarbeiterinnen und -mitarbeiter seit mehr als fünf Monaten auf die Erneuerung ihrer Pressekarte. Die Pressekarte ist auch die Arbeitsgenehmigung und muss immer zum Ende des Jahres erneuert werden.</p>
<p>Die Verzögerung kommt nicht zum ersten Mal. Bereits im vergangenen Jahr hat Reporter ohne Grenzen die türkischen Behörden kritisiert, weil Auslandskorrespondentinnen und -korrespondenten <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33376911/bda219c45102-1fdf9ak" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">mehrere Wochen auf die neue Akkreditierung warteten</a>.</p>
<p>Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht die Türkei auf Platz 154 von 180 Staaten. Mehr zur Lage der Journalistinnen und Journalisten in der Türkei finden Sie unter <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33376912/bda219c45102-1fdf9ak" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">www.reporter-ohne-grenzen.de/tuerkei</a></div>
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<li>
                        <a href="https://www.lifepr.de/inaktiv/reporter-ohne-grenzen-ev/RSF-Medienaufsichtsbehoerden-schikanieren-unabhaengige-Journalisten-und-Presse/boxid/801574" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Originalmeldung dem Reporter ohne Grenzen e.V.</a>
                    </li>
<li>
                        <a href="https://www.lifepr.de/newsroom/reporter-ohne-grenzen-ev" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Alle Meldungen dem Reporter ohne Grenzen e.V.</a>
                    </li>
</ul></div>
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            </div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2020/06/rsf-medienaufsichtsbehoerden-schikanieren-unabhaengige-journalisten-und-presse/" data-wpel-link="internal">RSF: Medienaufsichtsbehörden schikanieren unabhängige Journalisten und Presse</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
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		<title>&#8222;Corona-Krise &#8211; ein Wendepunkt in Akzeptanz und Relevanz für die Rolle der Presse in Deutschland?&#8220;</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2020/04/corona-krise-ein-wendepunkt-in-akzeptanz-und-relevanz-fuer-die-rolle-der-presse-in-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Reporter ohne Grenzen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2020 14:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[allianz]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[bstu]]></category>
		<category><![CDATA[corona]]></category>
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		<category><![CDATA[media]]></category>
		<category><![CDATA[pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[quoos]]></category>
		<category><![CDATA[radio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>. Reporter ohne Grenzen (RSF) lädt ein zur virtuellen Podiumsdiskussion am Dienstag, 28.04.2020, 18.30 -19.30 Uhr,  digital per Zoom.  Die Corona-Pandemie ist ein nie da gewesener Stresstest für alle Systeme. Zur Eindämmung der Pandemie ergreift die Bundesregierung momentan Maßnahmen, die auch die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger einschränken. Persönliche Freiheitsrechte, Glaubensfreiheit, Versammlungsfreiheit werden durch das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2020/04/corona-krise-ein-wendepunkt-in-akzeptanz-und-relevanz-fuer-die-rolle-der-presse-in-deutschland/" data-wpel-link="internal">&#8222;Corona-Krise &#8211; ein Wendepunkt in Akzeptanz und Relevanz für die Rolle der Presse in Deutschland?&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">.<br />
Reporter ohne Grenzen (RSF) lädt ein zur virtuellen Podiumsdiskussion</p>
<p>am Dienstag, 28.04.2020,<br />
18.30 -19.30 Uhr,<b> <br />
</b>digital per <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33004458/bda219c45102-1fa35lb" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Zoom</a>. </p>
<p>Die Corona-Pandemie ist ein nie da gewesener Stresstest für alle Systeme. Zur Eindämmung der Pandemie ergreift die Bundesregierung momentan Maßnahmen, die auch die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger einschränken. Persönliche Freiheitsrechte, Glaubensfreiheit, Versammlungsfreiheit werden durch das Grundgesetz garantiert. Ebenso schützt es die Meinungs- und Pressefreiheit. Ihrer bedarf es aktuell umso mehr, um zu informieren, einzuordnen, aber auch um kritisch zu hinterfragen.</p>
<p>Gerade jetzt gibt es einen besonders großen Bedarf an verlässlichen Informationen, glaubwürdiger Recherche und Orientierung. In Bezug auf die Akzeptanz und Relevanz der Medien erweist sich die Corona-Krise vielleicht sogar als ein Wendepunkt für die Rolle der Medien. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussion werden die Rolle und Relevanz sowie das Vertrauen in Presse und Medien in der Krise thematisieren.</p>
<p>Es diskutieren:</p>
<ul class="bbcode_list">
<li>Linda Teuteberg MdB (Generalsekretärin der freien Demokraten)</li>
<li>Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU)</li>
<li>Georg Mascolo (Kuratoriumsmitglied Reporter ohne Grenzen)</li>
<li>Stephan Scherzer (Hauptgeschäftsführer VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V.</li>
<li>Jörg Quoos (angefragt, Chefredakteur der Funke Zentralredaktion)</li>
<li>Moderation: Dietmar Ringel (Hörfunkjournalist und Reporter des rbb Inforadio)</li>
</ul>
<p>Die Diskussion ist Teil der Veranstaltung &quot;Pressefreiheit. Auch deine Freiheit&quot; zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai und war ursprünglich mit einem anderen Thema als Fishbowlediskussion für Schülerinnen und Schüler auf dem Campus der Demokratie in Berlin Lichtenberg geplant Durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie haben wir das Diskussionsthema und -format an die aktuelle Situation angepasst.</p>
<p>Die Diskussion wird gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Allianz Deutschland, der Stiftung Lesen, dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) und dem Verband Deutscher Zeitungsverleger durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos.</p>
<p>Bitte melden Sie sich online auf der <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33004459/bda219c45102-1fa35lb" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Veranstaltungsseite der Friedrich-Naumann-Stiftung</a> zur Diskussionsrunde an. Für Rückfragen steht Ihnen Martina Taschner (Tel.: 030 2324-7166, <a href="mailto:martina.taschner@freiheit.org" class="bbcode_email">martina.taschner@freiheit.org</a>) zur Verfügung.</p>
<p>Hinweis: Die Diskussionsrunde wird zudem vom Inforadio des rbb aufgezeichnet und am<b> </b>Sonntag, 03.05.2020, 11.04 Uhr und 20.04 Uhr in der Sendung &quot;Das Forum&quot; ausgestrahlt.<br />
Preisverleihung zum Schülerwettbewerb #UnserePressefreiheit</p>
<p>Ebenfalls am Dienstag, 28.04., werden die Gewinnerinnen und Gewinner des <b>Schülerwettbewerbs #UnserePressefreiheit</b> bekannt gegeben.</p>
<p>Diese Veranstaltung auf der Website: <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33004460/bda219c45102-1fa35lb" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/termine/termin/preisverleihung-zum-schuelerwettbewerb-unserepressefreiheit/</a></p>
<p>Reporter ohne Grenzen, der VDZ, die Stiftung Lesen und der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen (BStU) hatten Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 dazu aufgerufen, sich Gedanken über die Rolle der Pressefreiheit in ihrem Leben zu machen. Es folgten kreative Einsendungen von Schülerredaktionen, Media-AGs und interessierten Jugendlichen aus ganz Deutschland. Eine Fachjury hat die Arbeiten bewertet. Nun werden die besten Einsendungen prämiert:</p>
<p>am Dienstag, 28.04.2020,<br />
von 11.00 &#8211; 11.30 Uhr.<b> </b><br />
Den Link zur Veranstaltung erhalten Sie nach der Anmeldung! Die Teilnahme ist kostenlos.</p>
<p>Die Moderation übernimmt der Radio- und Fernsehmoderator Chris Guse. Die Vorstellung der Gewinnerbeiträge und die Ehrung erfolgt durch bekannte deutsche Moderatorinnen und Journalisten. Bitte melden Sie sich vorab unter <a href="mailto:event@reporter-ohne-grenzen.de" class="bbcode_email">event@reporter-ohne-grenzen.de</a> für die Preisverleihung an. </div>
<div class="pb-company">
<div>Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:</div>
<p>Reporter ohne Grenzen e.V.<br />
Postfach 304108<br />
10756 Berlin<br />
Telefon: +49 (30) 60989533-0<br />
Telefax: +49 (30) 2021510-29<br />
<a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">http://www.reporter-ohne-grenzen.de</a></div>
<div class="pb-contacts">
<div>Ansprechpartner:</div>
<div class="pb-contact-item">Jennifer Schiementz<br />
Pressereferat<br />
Telefon: +49 (30) 60989533-55<br />
E-Mail: &#112;&#114;&#101;&#115;&#115;&#101;&#064;&#114;&#101;&#112;&#111;&#114;&#116;&#101;&#114;&#045;&#111;&#104;&#110;&#101;&#045;&#103;&#114;&#101;&#110;&#122;&#101;&#110;&#046;&#100;&#101;
</div>
<div class="pb-links">
<div>Weiterführende Links</div>
<ul>
<li>
                        <a href="https://www.lifepr.de/inaktiv/reporter-ohne-grenzen-ev/Corona-Krise-ein-Wendepunkt-in-Akzeptanz-und-Relevanz-fuer-die-Rolle-der-Presse-in-Deutschland/boxid/796217" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Originalmeldung dem Reporter ohne Grenzen e.V.</a>
                    </li>
<li>
                        <a href="https://www.lifepr.de/newsroom/reporter-ohne-grenzen-ev" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Alle Meldungen dem Reporter ohne Grenzen e.V.</a>
                    </li>
</ul></div>
<div class="pb-disclaimer">Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.
            </div>
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		<item>
		<title>Streit um Corona-Apps:  Missbrauch als Überwachungstechnologie verhindern</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2020/04/streit-um-corona-apps-missbrauch-als-ueberwachungstechnologie-verhindern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Reporter ohne Grenzen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2020 13:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verbraucher & Recht]]></category>
		<category><![CDATA[app]]></category>
		<category><![CDATA[apps]]></category>
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		<category><![CDATA[china]]></category>
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		<category><![CDATA[überwachungstechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[unternehmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach wochenlanger Diskussion lässt die deutsche Corona-Tracing-App noch immer auf sich warten. Streit zwischen den Teams, die ein europäisches Grundkonzept entwickeln sollen, kollidierende Konzepte von Tech-Unternehmen und Regierungen und der unklare Kurs von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bringen zunehmende Verwirrung in eine dringend notwendige gesamtgesellschaftliche Debatte über eine Technologie mit hohem Missbrauchspotenzial. Reporter ohne Grenzen sieht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2020/04/streit-um-corona-apps-missbrauch-als-ueberwachungstechnologie-verhindern/" data-wpel-link="internal">Streit um Corona-Apps:  Missbrauch als Überwachungstechnologie verhindern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Nach wochenlanger Diskussion lässt die deutsche Corona-Tracing-App noch immer auf sich warten. Streit zwischen den Teams, die ein europäisches Grundkonzept entwickeln sollen, kollidierende Konzepte von Tech-Unternehmen und Regierungen und der unklare Kurs von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bringen zunehmende Verwirrung in eine dringend notwendige gesamtgesellschaftliche Debatte über eine Technologie mit hohem Missbrauchspotenzial. Reporter ohne Grenzen sieht die Anonymität von Journalistinnen und Journalisten und deren Quellen <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002144/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">im Kontext zunehmender Einschränkungen der Pressefreiheit in der Corona-Krise</a> international gefährdet.</p>
<p>Dutzende Corona-Apps sind weltweit bereits im Einsatz, einige erleichtern die Rückverfolgung von Kontakten infizierter Personen, andere kontrollieren die Einhaltung eines Quarantänezwangs oder dienen wie in China gleich als Zugangsvoraussetzung für die Teilnahme am öffentlichen Leben. Auch in Deutschland wird seit einigen Wochen über die Einführung einer Tracing-App zur schnellen Identifizierung von Kontaktpersonen Corona-Infizierter diskutiert. Eine pan-europäische Initiative unter Beteiligung von Forschungsinstituten und Unternehmen (PEPP-PT) sollte eine datenschutzfreundliche Variante eines App-Vorbilds aus Singapur liefern – ohne Registrierung von Telefonnummern, weiterhin freiwillig, strikt zweckgebunden und transparent als Open Source Software. Neben dem <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002145/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Chaos Computer Club (CCC)</a> hat auch Reporter ohne Grenzen bereits Anfang April <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002146/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Mindestanforderungen an eine solche App zum Schutz von Anonymität und Privatsphäre formuliert</a>.</p>
<p>Eben jene Transparenz ist dann jedoch zu lange ausgeblieben; zahlreiche prominente Wissenschaftler distanzierten sich vergangene Woche öffentlich von der PEPP-PT-Initiative, für deren Konzept sich <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002147/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">die deutsche Bundesregierung nun aller Kritk zum Trotz entschieden haben soll</a>. Es folgte <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002148/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">ein offener Brief von fast 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern</a>, die das besagte Projekt zwar nicht namentlich nannten, <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002149/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">spätestens in Pressegesprächen doch aber unverhohlene Kritik genau daran äußerten</a>. In dem offenen Brief sprechen die Fachleute von Lösungen, die per &quot;mission creep&quot;, also einer Art Zweckerweiterung per Salamitaktik, zu einer &quot;beispiellosen Überwachung&quot; führen könnten.</p>
<p>&quot;Auch ein vergleichsweise datenschutzfreundliches Tracing von Kontakten stellt eine Technologie mit erheblichem Missbrauchspotenzial dar&quot;, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen. &quot;Eine Warnung von hunderten renommierten Expertinnen und Experten muss auch in einer Krisendebatte Gehör finden. Jegliche nachträgliche Zweckerweiterung, die die Anonymität der Nutzerinnen und Nutzer und ihrer Kontakte, insbesondere auch im Kontext der journalistischen Arbeit, in Frage stellt, muss kategorisch ausgeschlossen werden. Diese Software wird internationalen Einsatz finden und darf nicht durch Missbrauch durch autoritäre Staaten zum Exportgut für Überwachungstechnologie werden.&quot;</p>
<p>Gegenstand der Bedenken ist die anvisierte Übermittlung von Kontaktdaten der zukünftigen App-Nutzerinnen und -Nutzer an einen zentralen Server, den jeweils nationale Gesundheitsbehörden betreiben würden. Die Sorge: Aus der Verbindung von pseudonymen ID-Informationen der einzelnen Smartphones und dem übersendeten Kontaktnetzwerk einer Person ließe sich eine umfangreiche Übersicht sozialer Interaktion innerhalb einer Gesellschaft (&quot;social graph&quot;) auslesen. Digitale Datenbanken und soziale Netzwerke <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002150/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">erleichtern</a> <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002151/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">inzwischen</a> die Erkennung von Parallelen zwischen solchen pseudonymen Datensätzen und öffentlichen oder schlicht gehackten Informationen. Mindestens für Journalistinnen und Journalisten würde dieses Missbrauchspotenzial zum Ausschlusskriterium, in weniger rechtsstaatlichen Kontexten könnte eine zwangsweise Nutzung der Technologie digitale Überwachung erleichtern. Auch in Rechtsstaaten sind technische Sicherheitsmaßnahmen unbedingt erforderlich, um etwaigen Begehrlichkeiten staatlicher Behörden abseits der Gesundheitsämter entgegenzutreten.</p>
<p>Wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hat sich auch das EU-Parlament inzwischen für eine dezentrale Lösung ausgesprochen. Deutschland und Frankreich halten dagegen öffentlich an einer zentralen Lösung fest, von der sie sich wohl vor allem Algorithmen-basierte Erkenntnisse z. B. über Erkrankungsrate und Umstände der Virenübertragung (Nähe, Dauer des Kontakts) erhoffen. Noch vor zwei Tagen hieß es, die Bundesregierung prüfe weitere Ansätze, darunter die <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002152/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">österreichische &quot;Stop Corona&quot;-App, die derweil bewusst &quot;ent-dezentralisiert wird&quot;</a>.</p>
<p>Tatsächlich bergen sowohl zentrale wie auch dezentrale Varianten Risiken; auch in einem dezentralen Modell, in dem nur die IDs Infizierter an einen Server übermittelt werden, wären gezielte Deanonymisierungsangriffe denkbar, ein Zugriff auf das gesamte System aber schwieriger. Reporter ohne Grenzen erläutert mögliche Risiken der verschiedenen Ansätze in <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002153/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">dieser ausführlichen Analyse</a>.</p>
<p>Eine Ankündigung der beiden Tech-Giganten Google und Apple schafft derweil möglicherweise längst Realitäten. Die Unternehmen wollen im kommenden Monat eine verbesserte technische Grundlage schaffen, die Apps des dezentralen Modells eine bessere Einbettung in die Betriebssysteme der meisten Smartphones ermöglicht. Langfristig wollen sie die Technologie gleich direkt in ihre Betriebssysteme integrieren. Auf den Protest der französischen Regierung gegen die Entscheidung der Tech-Unternehmen, nur dezentrale Lösungen zu unterstützen, <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002154/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">haben Apple und Google bisher wohl nicht reagiert</a> (Mehr zu den Plänen von Apple und Google <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002153/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">hier</a>).  Die Betreiber der &quot;Stopp Corona&quot;-App aus Österreich <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002155/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">kündigten</a> derweil an, in der Zukunft zu der Lösung von Apple und Google wechseln zu wollen.</p>
<p>Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigte derweil eine weitere Corona-App an. In einer Pressekonferenz am vergangenen Montag erwähnte er, die Gesundheitsämter mit einer Quarantäne-App unterstützen zu wollen. Diese solle &#8211; ebenfalls auf freiwilliger Basis &#8211; die Kontrollanrufe durch digitale Kommunikation (wie z.B. das Teilen von Informationen über Symptome oder das Versenden von Selfies zur Bestätigung der Quarantäne-Einhaltung <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002156/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">wie in Polen</a>) ersetzen. Genaueres ist bisher nicht bekannt. Es wäre bereits die dritte Corona-App in Deutschland, nach erwähnter Tracing-App und der bereits veröffentlichten und zuletzt vom <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002157/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Chaos Computer Club kritisierten Datenspende-App</a> des Robert-Koch-Instituts.</p>
<p>Die Ankündigung wirft neue Zweifel an der strikten Zweckbindung der Tracing-App in einer Zeit auf, in der zentrale Fragen noch nicht geklärt sind. Darf der durch eine freiwillig installierte App ermittelte &quot;Risikoscore&quot; Menschen in die Quarantäne zwingen, die dann eventuell wiederum elektronisch überwacht wird? Auch Mittel zur Garantie der freiwilligen Nutzung der Tracing-App sind noch nicht bekannt. Bereits in den <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002158/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Anfang April veröffentlichten Mindeststandards</a> warnte Reporter ohne Grenzen vor einer möglichen Zweckerweiterung der App, beispielsweise als Voraussetzung für Aspekte der Teilhabe am öffentlichen Leben. Journalistinnen und Journalisten haben ein besonderes Interesse daran, Informantinnen und Informaten und ihre Quellen zu schützen. Daher sollte die Freiwilligkeit der Installation von Tracing-Apps garantiert sein. Keinesfalls sollten Medienschaffende und Whistleblower im Falle eines Zweifels durch sozialen Druck oder die Befürchtung von Sanktionen zur Installation einer solchen App gedrängt werden.</p>
<p>In der neuerlichen Analyse der nun vorliegenden Konzepte benennt Reporter ohne Grenzen einige Risiken und formuliert einige technische Maßnahmen zur Unterstützung von Zweckbindung und Freiwilligkeit einer Tracing-App.</p>
<p>Reporter ohne Grenzen fordert</p>
<ol class="bbcode_list">
<li>Schutzmaßnahmen, um einen Missbrauch als Überwachungstechnologie zu verhindern:
<ol class="bbcode_list">
<li>Die Warnung von hunderten renommierten Expertinnen und Experten ernst zu nehmen.</li>
<li>Maßnahmen, um Missbrauch in autoritären Staaten weitestgehend auszuschließen oder zu minimieren.</li>
<li>Schutz gegen das Auslesen permanenter und temporärer IDs der Tracing-Apps von Telefonen.</li>
<li>Transparente, zeitliche Beschränkung der Integration der Software-Komponenten zu Contact-Tracing in Betriebssystemen.</li>
</ol>
</li>
<li>Die Freiwilligkeit technisch und rechtlich zu unterstützen und einer Normalisierung entgegen zu wirken:
<ol class="bbcode_list">
<li>Die Zustimmung der Nutzerinnen und Nutzer sollte in Abständen erneut abgefragt werden. Eine Beendigung der Nutzung und Löschung der Daten muss jederzeit möglich sein.</li>
<li>Keine Verwendung von manipulativen Techniken (&quot;dark patterns&quot;) in Benutzeroberflächen der Contact-Tracing-Komponenten.</li>
<li>Eine Gestaltung von Benutzeroberflächen von Tracing-Apps und Tracing-Optionen in Betriebssystemen, die die Freiwilligkeit der Nutzung dieser Komponenten unterstützt.</li>
<li>Eine prominent in die Benutzeroberfläche integrierte Aufklärung über Risiken der Technologie.</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p>RSF-Themenseite Pressefreiheit in der Corona-Krise: <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32922793/e4da3b7f5-q8u1np" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">www.reporter-ohne-grenzen.de/corona<br />
</a>Mehr zur Lage der Pressefreiheit in Deutschland: <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002159/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">www.reporter-ohne-grenzen.de/deutschland</a><br />
<a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/33002153/bda219c45102-1fa2t7e" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Die Corona-Tracing Konzepte im Überblick</a>.</div>
<div class="pb-company">
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		<item>
		<title>Brief an UN-Sonderberichterstatter</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2020/04/brief-an-un-sonderberichterstatter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Reporter ohne Grenzen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2020 14:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[china]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Reporter ohne Grenzen (RSF) fordert in einem Brief an zwei Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen, Regierungen zu verurteilen, die im Rahmen der Corona-Pandemie die Informationsfreiheit verletzen und damit die öffentliche Gesundheit sowohl in ihren eigenen Ländern als auch in der übrigen Welt gefährden. „In Zeiten der Corona-Pandemie sind Pressefreiheit und das Recht auf Information wichtiger denn [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b> Reporter ohne Grenzen (<a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32922785/e0c082bd5102-q8u1pc" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">RSF</a>) fordert in einem Brief an zwei Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen, Regierungen zu verurteilen, die im Rahmen der Corona-Pandemie die Informationsfreiheit verletzen und damit die öffentliche Gesundheit sowohl in ihren eigenen Ländern als auch in der übrigen Welt gefährden.<br />
</b></p>
<p>„In Zeiten der Corona-Pandemie sind Pressefreiheit und das Recht auf Information wichtiger denn je“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen. „Das Recht auf Information umfasst die Freiheit, zuverlässige Informationen zu suchen, zu erhalten und zugänglich zu machen. Wenn Regierungen dieses Recht verletzen, gefährden sie die Gesundheit und sogar das Leben von Menschen. Wir fordern die UN dazu auf, solche Regierungen zu verurteilen.“</p>
<p>Der Brief wurde am 12. April an den UN-Sonderberichterstatter für Gesundheit, Dainius Pūras, und an den UN-Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit, David Kaye, geschickt. Er listet Fälle von Zensur, willkürlicher Inhaftierung, Belästigung oder Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten sowie gesetzliche Eingriffe in die Pressefreiheit in 38 Ländern auf. Die Zahl der Einschränkungen weltweit unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes ist jedoch noch deutlich höher.</p>
<p>Der brasilianische und der US-Präsident schikanieren Medienschaffende mit verbalen Angriffen. In Ländern wie Algerien, <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32922786/e0c082bd5102-q8u1pc" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Jordanien</a> und <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32922787/e0c082bd5102-q8u1pc" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Simbabwe</a> werden Reporterinnen und Reporter wegen ihrer Berichterstattung festgenommen. <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32922788/e0c082bd5102-q8u1pc" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Ein neues Gesetz in Ungarn</a> droht, die weitere unabhängige Journalistinnen und Journalisten im Land zum Schweigen zu bringen. Kambodschas Premierminister hat die Covid-19-Krise genutzt, <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32922789/e0c082bd5102-q8u1pc" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">um seine Autorität zu stärken</a>. In China <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32922790/e0c082bd5102-q8u1pc" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">unterdrückt das Regime unabhängige Informationen</a> und ermöglichte damit die Ausbreitung der Epidemie in Wuhan und darauf folgend in der ganzen Welt. RSF ist zudem sehr besorgt um die Gesundheit inhaftierter Medienschaffender in der Türkei und in Saudi-Arabien, die trotz der Epidemie immer noch <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32922791/e0c082bd5102-q8u1pc" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">in Gefängnissen festgehalten werden</a>. Einigen Häftlingen droht nun akute Lebensgefahr.</p>
<p>RSF bittet die UN- Sonderberichterstatter, nicht nur eine Mahnung, sondern einen &quot;dringenden Appell&quot; an jedes der Länder zu richten, in denen die Presse- und Informationsfreiheit eingeschränkt wurde. Ziel ist es, konkrete Änderungen zu erreichen, beispielsweise, dass inhaftierte Journalistinnen und Journalisten freigelassen werden.</p>
<p>Das Recht auf Information ist ein wesentlicher Bestandteil des Rechts auf Gesundheit. Das RSF-Schreiben fordert die Vereinten Nationen dazu auf, dies mit Nachdruck deutlich zu machen. Indem die UN den Zusammenhang zwischen den beiden Grundrechten anerkennen, würden alle willkürlichen Einschränkungen des einen Rechts auch zu Verstößen gegen das andere. Dies würde verhindern, dass der Schutz der Gesundheit weiterhin als Vorwand für Zensur oder Desinformation benutzt wird.</p>
<p>In der Erklärung der von Reporter ohne Grenzen angestoßenen <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32922792/e0c082bd5102-q8u1pc" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">Initiative Information und Demokratie</a> heißt es, „das Recht auf Information umfasst die Freiheit, zuverlässige Informationen zu suchen, zu erhalten und zugänglich zu machen“. Ziel der Initiative ist es, Mechanismen zur Regulierung und Selbstregulierung freier, pluralistischer Öffentlichkeit zu schaffen und international als Standard zu etablieren, um den freien Fluss vertrauenswürdiger Informationen zu sichern.</p>
<p>Die Sonderberichterstatterinnen und -berichterstatter, die dem Büro der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte in Genf untergeordnet sind, haben die Aufgabe, Menschenrechtsangelegenheiten zu prüfen, zu überwachen, zu beraten und öffentlich darüber zu berichten. Wenn Menschenrechte verletzt werden, können die Berichterstatter dies verurteilen und die betroffenen Regierungen auffordern, sich damit zu befassen. Ihre Beobachtungen können auch in ihre öffentlichen Berichte an den UN-Menschenrechtsrat und die UN-Generalversammlung aufgenommen werden.</p>
<p>RSF-Themenseite Pressefreiheit in der Corona-Krise: <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32922793/e0c082bd5102-q8u1pc" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">www.reporter-ohne-grenzen.de/corona<br />
</a>Laufende Twitter-Updates zum Thema: <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32922794/e0c082bd5102-q8u1pc" class="bbcode_url" target="_blank" data-wpel-link="external" rel="nofollow">ogy.de/u3wy</a></p>
<p><b><br />
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</ul></div>
<div class="pb-disclaimer">Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.
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		<title>Pakistanischer Journalist in Schweden verschwunden</title>
		<link>https://www.news-blast.com/2020/03/pakistanischer-journalist-in-schweden-verschwunden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Reporter ohne Grenzen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2020 14:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[ahmad]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[husain]]></category>
		<category><![CDATA[hussain]]></category>
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		<category><![CDATA[pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[rsf]]></category>
		<category><![CDATA[sajid]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Reporter ohne Grenzen (RSF) fordert die schwedischen Behörden auf, das Verschwinden des pakistanischen Journalisten Sajid Hussain zu untersuchen und dem Verdacht nachzugehen, er könnte auf Anweisung des pakistanischen Geheimdienstes ISI entführt worden sein. Der Chefredakteur der kritischen Nachrichtenwebseite Balochistan Times, der als politischer Flüchtling in Schweden lebte, wird bereits seit fast einem Monat vermisst. Am [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-blast.com/2020/03/pakistanischer-journalist-in-schweden-verschwunden/" data-wpel-link="internal">Pakistanischer Journalist in Schweden verschwunden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-blast.com" data-wpel-link="internal">News-Blast</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Reporter ohne Grenzen (<a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32781911/e0c082bd5102-q829w6" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">RSF</a>) fordert die schwedischen Behörden auf, das <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32781912/e0c082bd5102-q829w6" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Verschwinden des pakistanischen Journalisten</a> <b>Sajid Hussain</b> zu untersuchen und dem Verdacht nachzugehen, er könnte auf Anweisung des pakistanischen Geheimdienstes ISI entführt worden sein. Der Chefredakteur der kritischen Nachrichtenwebseite<i> Balochistan Times</i>, der als politischer Flüchtling in Schweden lebte, wird bereits seit fast einem Monat vermisst. Am Wochenende <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32781913/e0c082bd5102-q829w6" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">machte sein Online-Magazin den Fall öffentlich</a>.</p>
<p>„Dass in einem europäischen Land ein kritischer Journalist einfach verschwindet und wochenlang jede Spur von ihm fehlt, ist ungeheuerlich“, sagte Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen. „Die schwedischen Behörden müssen das Verschwinden von Sajid Hussain schnellstmöglich aufklären und dem Verdacht nachgehen, dass es mit seiner journalistischen Arbeit zusammenhängt. Angesichts der jüngsten Angriffe und Schikanen gegen andere pakistanische Medienschaffende in Europa ist das nicht auszuschließen.“</p>
<p>Hussain, der in Schweden politisches Asyl erhalten hat, ist bereits seit dem 2. März verschwunden. Gegen 11.30 Uhr war er in Stockholm in einen Zug nach Uppsala gestiegen, wo er die Schlüssel zu seiner neuen Wohnung abholen und einige persönliche Gegenstände hinterlegen wollte. Seitdem fehlt von ihm jede Spur. Seine in Pakistan lebende Frau, Shahnaz Baloch, sollte einige Tage später zu ihm nach Uppsala kommen. Die schwedische Polizei teilte RSF mit, dass Husain 45 Minuten nach Abfahrt des Zuges wieder ausgestiegen sei. Am 5. März veröffentlichte die Polizei eine <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32781914/e0c082bd5102-q829w6" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Vermisstenmeldung</a>.</p>
<p><b>Durch den pakistanischen Geheimdienst entführt?</b></p>
<p>RSF-Recherchen zufolge deutet alles darauf hin, dass es sich um ein gewaltsames Verschwinden handelt. Sajid Hussain überschritt mit seinen Artikeln oft die „rote Linie“, die das militärische Establishment Pakistans Medienschaffenden vorgibt. Seine Nachrichtenseite <i>Balochistan Times</i> berichtete über Menschenrechtsverletzungen und die Situation in Belutschistan, einer Provinz im Südwesten Pakistans, in der mehrere Rebellengruppen aktiv sind und in der die Armee <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32781915/e0c082bd5102-q829w6" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">keine unabhängige Berichterstattung</a> über die Ereignisse zulässt. Nach vertraulichen Informationen, die RSF vorliegen, ist beim Inter-Services Intelligence (ISI), dem mächtigsten der drei pakistanischen Geheimdienste, derzeit eine Liste mit Namen pakistanischer Regimekritikerinnen und -kritiker im Umlauf, die als politische Flüchtlinge in anderen Ländern leben.</p>
<p><b>Einschüchterungsversuche im Ausland nehmen zu </b></p>
<p>In den Niederlanden wurde am 2. Februar der pakistanische Exil-Blogger <b>Ahmad Waqass Goraya</b> vor seinem Haus in Rotterdam von zwei Personen <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32781916/e0c082bd5102-q829w6" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">angegriffen und bedroht</a>. Die Angreifer sprachen Urdu, die pakistanische Amtssprache. Goraya war im Januar 2017 in Pakistan mehrere Wochen lang von einer, <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32781917/e0c082bd5102-q829w6" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">wie er es nannte</a>, „Regierungseinrichtung mit Verbindungen zum Militär“ <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32781918/e0c082bd5102-q829w6" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">entführt und gefoltert</a> worden. RSF liegen zudem Hinweise vor, nach denen der Geheimdienst ISI derzeit mindestens zwei weitere pakistanische Journalisten mit Flüchtlingsstatus in europäischen Ländern unter Druck setzt, indem er ihre Familienangehörigen in Pakistan einschüchtert.</p>
<p>In Schweden nahmen der dortigen Sektion von Reporter ohne Grenzen zufolge im vergangenen Jahr <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32781919/e0c082bd5102-q829w6" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Einschüchterungsversuche</a> von Medienschaffenden zu, die vor autoritären Regimen in das skandinavische Land geflohen sind, unter anderem aus dem Iran.</p>
<p>Pakistan liegt auf Platz 142 von 180 Staaten auf der <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32781920/e0c082bd5102-q829w6" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Rangliste der Pressfreiheit</a>. Mehr zur Lage der Pressefreiheit in Pakistan finden Sie <a href="http://mailings.reporter-ohne-grenzen.de/c/32781921/e0c082bd5102-q829w6" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">hier</a>.</div>
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