ADVA hat heute eine gemeinsame Vorführung mit BT zum Thema Network-Slicing in 5G Multi-Layer Netzen auf dem Mobile World Congress (MWC) angekündigt. Die Vorführung soll zeigen, wie Edge Computing und Slicing-Verfahren neue 5G Anwendungen unterstützen können. Anwendungsfälle, wie beispielsweise autonomes Fahren, erfordern eine hochverfügbare Kommunikationsinfrastruktur mit niedrigen Signallaufzeiten (Ultra-Reliable Low-Latency Communications, uRLLC). Für die in 2019 erwartete Einführung der 5G Mobilfunktechnologie muss daher dringend neue Übertragungstechnik entwickelt werden, die den erhöhten Anforderungen bezüglich Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Flexibilität gerecht wird. Die Vorführung auf dem MWC markiert den Anfang einer langfristigen, gemeinsamen Forschungstätigkeit zum Thema Network-Slicing zwischen ADVA und BT.  An den Arbeiten sind auch die Unternehmen 6WIND, Accelleran, Athonet, Lumina Networks, Mavenir und Spirent als Technologiepartner beteiligt.

"Zukünftige 5G Netze werden Anwendungsfälle unterstützen, die weit über die heutige mobile Breitbandnutzung hinausgehen. Die Netzarchitektur, die wir hier vorstellen, ist für eine neue Generation von Anwendungen optimiert. Mit der Vorführung  von Network-Slicing in einem SDN-gesteuerten Transportnetz tragen wir dazu bei, dass 5G unterschiedlichste Anwendungsfälle über eine gemeinsame Infrastruktur unterstützt – von selbstfahrenden Autos bis hin zu riesigen Kommunikationsstrukturen zwischen Maschinen (Massive Machine-Type Communication, mMTC), die für Milliarden von IoT-Geräten (Internet of Things – Internet der Dinge) benötigt werden", so Anthony Magee, Director, Business Development bei ADVA. "Mit unserer Vorführung zeigen wir, dass ein durchgängiges End-to-End-Network-Slicing bereits heute machbar ist. Mittels Virtualisierung kann eine gemeinsame physikalische Infrastruktur von mehreren Anwendungen zeitgleich genutzt werden. Dies gilt nicht nur im Zugangsbereich des Mobilfunknetzes (Radio Access Network, RAN) und seinem Kern (Core), sondern auch für die beteiligten Transport- und Infrastrukturressourcen. Nur mithilfe dieser Technologie kann die erforderliche Flexibilität und Agilität für innovative 5G Anwendungen sichergestellt werden."

Neben dem software-gesteuerten Slicing des Transportnetzes zeigt die Vorführung auch den Nutzen von Edge-Computing. Auf einer Plattform bestehend aus ADVAs Ensemble Connector und Produkten der ADVA FSP 150 Familie werden virtuelle Netzfunktionen (VNFs), wie zum Beispiel Evolved Packet Core-Komponenten und virtuelle RANs, am sogenannten Network Edge bereitgestellt. Die Basisband-Einheiten des RAN können in diesem Szenario separiert von den Antennenstandorten auf virtuellen Maschinen in der Cloud gehostet werden. Damit lassen sich Signallaufzeiten, Komplexitäten und Markteinführungszeiten erheblich reduzieren, und Mobilfunknetzbetreiber können die Dichte ihrer Funkzellen deutlich erhöhen. 

Die Vorführung zeigt außerdem, wie sich Network-Slices mittels einer durchgängigen Orchestrierung über die Netze mehrerer Betreiber realisieren lassen. Auf diese Weise können sowohl Anbieter von Diensten zur Datenübertragung im Fronthaul-, Backhaul- und Kern-Netz als auch Edge-Hosting Anbieter Teil eines 5G Multi-Layer Slices werden.

Die G.metro-Technologie von ADVA spielt ebenfalls eine zentrale Rolle bei der Vorführung. Diese innovative Technologie teilt einzelnen Basisstationen automatisiert unterschiedliche DWDM-Wellenlängen zu. Die Wirtschaftlichkeit optischer Zugangsnetze wird dadurch deutlich verbessert. Darüber hinaus wird die Performance jedes virtuellen Netzes durch ständige Kontrolle der einzelnen Network-Slices sichergestellt.

"Dieser Showcase bringt uns einen großen Schritt weiter. Wir zeigen eine Netzarchitektur für Übertragungsdienste, die sich mit SDN-Steuerung auf einfache Weise über alle Netzschichten hinweg bereitstellen lassen", so Maria Cuevas, Head of Mobile Core Network Research bei BT. "Doch diese Vorführung ist erst der Anfang der intensiven Forschung im Bereich Network-Slicing. Dank der engen Zusammenarbeit mit ADVA und anderen Partnern auf diesem Gebiet können wir unser Netz für 5G optimieren. Wir erschließen das Potenzial dieser innovativen Technologie, um die Zukunft aktiv zu gestalten."

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