Manchmal sind es die Umwege, die das Leben abenteuerlicher, spannender und mitunter auch erfolgreich machen als man vorher gedacht hatte. Das erfährt auch die Heldin des zweiten von fünf Deals der Woche, die im E-Book-Shop www.edition-digital.de jeweils eine Woche lang (Freitag, 22.03.19 – Freitag, 29.03.19) zum Sonderpreis zu haben sind. Nachzulesen ist das in „Die Zaubermenagerie. Ein Novellenkranz“ von Waldtraut Lewin und Miriam Margraf.

An erster Stelle des neuen Newsletters aber stehen wieder einmal originelle Monologe eines ziemlich älteren Berliner Herrenfriseurs, die C.U. Wiesner aufgeschrieben hat – „Friseur Kleinekorte seift wieder ein“.

Vier moderne Märchen erzählt Hannes Hüttner in „Alpha bläst Trompete und andere Märchen“.

In „Duell mit dem Tyrannosaurus“ von Jan Flieger ist wieder die Haifischbande unterwegs und auf Zeitreisen – diesmal in ziemlich weit entfernte und gefährliche Zeiten.

In „Nur in Rheinsberg bin ich glücklich gewesen“ berichtet Hans Bentzien über die Jugend des späteren Friedrich des Großen und darüber, ob der eigentlich Glück oder Unglück gehabt hat in seinem Leben, das übrigens auch voller Umwege war.

Von Rheinsberg nun aber nach Berlin und zum Frisör, zu Meister Kleinekorte.

Erstmals 1971 erschien im Eulenspiegel Verlag Berlin „Frisör Kleinekorte seift wieder ein“ von C. U. Wiesner, über den sein Erfinder einmal selber Folgendes schrieb: „Nehmse Platz, Herr Jeheimrat! Was gibsn Neues aufm Bau? Wieder Nachtschicht gehabt?“ Mit diesen Worten begrüßt ein bekannter Berliner Frisör gewöhnlich fast jeden seiner Stammkunden. Nachdem mir Kleinekortes Vorbild, Meister Kowalczik, seinerzeit einen fast druckreifen ersten Monolog geliefert hatte, versuchte ich, ihn über ein vorgegebenes Thema schwadronieren zu lassen. Das ging gründlich schief. Mitte April 1961 redete ganz Berlin über Juri Gagarin und seine spektakuläre Erdumrundung. Ich steuerte den Frisörsalon an und wollte gerne den Meister zu einem witzigen Kommentar provozieren. Der Alte aber stand vor seiner Ladentür und schimpfte wie ein Rohrspatz, dass es die ganze Straße hören konnte. Hamse schon jehört, wat die sich da ohm wieder ausjedacht ham? Nu wollnse die kleinen Tauben allesamt verjiften, und dis, wo doch durch den Kriech so ville von die heimatlos jeworden sind. Is dis nich ‘n Stück ausm Dollhaus? Da steckt bestimmt wieder die verdammte Partei dahinter. Da sollnse doch lieber ihre Parteijenossen verjiften, findense nich ooch? Da ich schon damals nicht das Zeug zum Widerstandskämpfer hatte, machte ich wortlos auf der Stelle kehrt und verschob den nächsten Haarschnitt um mindestens eine Woche. Da der Alte partout nicht domestizierbar war, erfand ich von nun an Kleinekortes Monologe höchstselber, natürlich mit Kowalcziks Eingangsformel. Von nun an erschienen sie in loser Folge im Eulenspiegel, geschmückt mit den Zeichnungen des beliebten Karikaturisten Karl Schrader, die sogar eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Urfrisör aufwiesen. Der hat meines Wissens nie erfahren, zu welcher Berühmtheit er es – wenn auch indirekt – gebracht hatte. In den siebziger Jahren lief im DDR-Fernsehen immer sonnabends eine Magazinsendung, die der Eulenspiegel mitgestaltete. Einmal sollte ich darin einen Kleinekorte-Monolog sprechen. Ich schlug vor, den Beitrag im Salon des alten Meisters Kowalczik zu drehen. Viele Jahre hatte ich den Laden  nicht mehr. betreten. Die Jalousien waren heruntergelassen. Also ging ich über den Hof und klingelte an der Wohnungstür. Ein verhutzeltes Mütterchen, in dem ich mit Mühe die alte Frau Kowalczik erkannte, öffnete mir. Nachdem ich mein Anliegen vorgetragen hatte. brachte sie schluchzend hervor: Da kommse zu spät. Vorigte Woche ham wir unsen Vadder mussten bejraben. Vorher hamse ihm noch mitm Schlachanfall int Krankenhaus jesteckt. Und da hab ick ihm beinah jeden Tach durften besuchen. Wie ick dis letzte Mal bei ihm war, hat er jesagt: Muttern, et jeht aufwärts. Kick mal, ick kann die Hand schon wieder bewegen. Morgen bringste mir kein Pudding, aber dafür ne Schere mit, damit ick schon ‘n bissken üben kann. – Aber nächsten Tach war er schon einjeschlafen. Im Gegensatz zum braven Meister Kowalczik jedoch waren seinem Zunftkollegen Kleinekorte noch viele erfolgreiche Jahre beschieden. Hier eine kleine Kostprobe der Kleinekorteschen Monologe – in aller schöner Ausführlichkeit:

Frisör Kleinekorte im Frisörmuseum

Nehmse Platz, Herr Jeheimrat! Was gibsn Neues aufm Bau? Wieder Nachtschicht gehabt? Jott, die Bauleute jönnen sich ja auch keine Ruhe. Nu sollnse bloß den Fernsehturm nicht mehr allzuville höher machen. Wenn der mal umkippen tut, reicht der doch mündestens bis zum Prenzlauer Berg und haut mein Herrensalong in Klump. Dis wäre jammerschade, weil ick doch nach mein Tode die wertvollsten Stücke von meine Einrichtung an dis Frisörmuseum vermachen will. Da staunse, wa, und denken, ick will Ihnen verklapsen? Nee, es gibt tatsächlich -so was in Berlin, jar nicht weit wech von mir, inne Choriner Straße Nummer drei. Brauchense sich nicht schenieren wegen Ihre mangelhafte Büldung. Bis vorigte Woche hab ick dieses hüstorische Etablissemang selber nicht jekannt. Aber der Zufall jeht manchmal verschlungene Trampelfade, und die führten mir diesmal bei die Einkaufs- und Lieferjenossenschaft vons Frisörhandwerk. Ick wollte nämlich mal Krach schlagen, warum se ausm Westen nicht Julius Wolffs Schuppenpomade einführen.

Bei die Jelegenheit erfuhr ick zweierlei: desses bei uns auch janz passable Schuppenmittel und außerdem ein Frisörmuseum jeben tut. Maiwald werdense wohl nicht kennen? Dis is der Scheff von die Jenossenschaft, und der hat die Jedächtnisstätte von unser ehrwürdiges Handwerk in die letzten Jahre eigenhändig aufjebaut. Wissense, son Mann reist ja dauernd in die Weltjeschichte rum und kommt mit Hinz und Kunz zusammen. Da sammelt und sucht er ebent in alte Frisiersalongs und auf Dachböden und Schrotthaufen den janzen Krempel zusammen, macht alles sauber und’stellt es ordentlich auf. Na; sage ick zu Maiwalden, davor hamse bestimmt schon dicke Prämien und Ehrenurkunden vonne Innung und sojar vonne Handwerkskammer kassiert. Nee, sagt er, dis macht er alles für Jotteslohn, und mit die Dankeschöns sind die vonne Kammer man ziemlich knauserig. Also, wenn ick dis wär, hätt ick schon alles hinjeschmissen. Der Mann hat doch als Museumsdirektor ’n richtigjehenden zweiten Beruf. Aber Maiwald is ja ein janz Verbohrter. In ein paar Jahre, sagt er, werden die Leute staunen und sich die Finger lecken nach sein Museum.

Aber nu werd ick Sie mal diese Fundjrube für Kenner beschreiben, ohne deß ick Ihnen dafür zu ne Koppwäsche überrede. Also, die erste Abteilung hat Maiwald direkt in sein Jenossenschaftsbüro. Jerahmte alte Meisterbriefe aus die Jründerzeit zum Beispiel, wodran man erkennen kann, deß die damals ville mehr Sinn für Prunk und Schönheit hatten wie heute, wo sojar die Rejierung wat gejen Schnörkel hat, besonders, wenn se Jeld kosten. Nehmse etwa die sojenannten Ahnenarbeiten, wo bei Maiwalden unter Jlas hängen. Da machte die Tochter von unsere Urjroßeltern ein künstlerisches Blumenjebinde aus die letzten Haare von Pappan, aus Mamman ihre Stocklocke und villeicht sojar noch aus eine ehrwürdige Silbersträhne von Oman. Dis hing man inne jute Stube anne Wand. Und wenn die Jören nicht artig waren, konnte man mit den Finger dahin zeigen und sagen: Passt jo uff, hier hängt noch ’n Stücke von deine Jroßeltern anne Wand und wird böse, wenn de nicht parierst. So ehrte man damals seine Ahnen, und heute? Da brauchense sich jar nicht erst wundern, wenn die Kinder kein Reschpekt mehr vor jroße Leute ham.

Ach, es jab ja noch ville schönere Sachen. So um neunzehnhundert flegte die junge Dame ihren Bräutijam mit eine Uhrkette aus ihr eigenes jüldenes oder brünettes Haar zu erfreuen. Sone Dinger sehnse noch bei Maiwalden. Und dis erinnert mir lebhaft an meine Lehrzeit. Da hab ick mir manchen Jroschen verdient, indem ick die besseren Damen mit zusammenjesuchte fremde Haare ausm Kehricht versorgt habe. Dis ahnten die feinen Herren aber nicht, wenn sie jerührt den blonden Uhrenzopf aufn festlich jedeckten Jabentisch neben Schokolade und Pfeffernüsse liegen sahn. Ach Jott, in dis Museum kommen einen so ville teure Erinnerungen. Maiwald hat noch echte Barbiertaschen, wo man damals sozusagen als Bartambulanz von Haus zu Haus rannte, Pinsel, Seife, kleene Wasserpulle aus Blech drin, weil manche Kunden jar kein fließend Wasser hatten. Und dazu dis Besteck zum Zahnziehen. Mein Lehrmeister machte ja als junger Mensch auf sein Dorf noch gleichzeitig den Heiljehülfen. Müssense sich mal ankucken, son ollen Zahnbrecher – da war doch der Frisör wenigstens noch eine achtungsjebietende Persönlichkeit. Denn findense da auch ne kleine Bücherei mit alte Lehrbücher und Fachzeitungen aus meine Kindheit. Jott, was hat man damals, vor über siebzig Jahren, noch für Reklame um unser Jewerbe und seine Hülfsmittel jemacht! Heute bringt ja die Zeitung bloß noch Sport und Pulletick und hat kein Platz mehr für die Hügüne. Aber für jewisse Erzeuchnisse – ick will ja nicht deutlicher werden – durftense früher als Herrenfriseur und inne Zeitung keine Reklame machen. Ein son Ferkel, der doch für die „Ramses“Artikel – werden Sie als junger Mensch wohl nicht mehr kennen – jeworben hatte, musste fünfhundert Joldmark Strafe zahlen. Und nu kuckense sich heute die Wochenpost an! Fui Deibel, kann ick da bloß sagen!

Die richtigen Attraktionen hat Maiwald in dis eigentliche Museum, zwei Kellerräume inne Choriner. Is ja ’n Jammer, deß die schönen Andenken da so wie Aschenputtel ihren Dornröschenschlaf halten und in die feuchte Luft womöglich noch verjammeln. Dis erste Zimmer erinnert mir an son olles Rittermuseum, bloß deß die vielen Eisenjestelle keine Rüstungen, sondern lauter Trockenhauben aus diverse Zeiten sind. Manche wurden noch mit Petroleum jeheizt, andere mit Jas. An die verschiedene Süsteme könnse erkennen, wie erfinderisch den Menschen sein Schöpferjeist is. Auch die Folterjeräte fehlen in diese Ritterabteilung nicht. Olle Rasiermesser von vor hundert Jahren. Am liebsten hätt ick mir heimlich eins einjesteckt, jibt doch bei uns keine vernünftigen. Und denn die Perückenbügler und Perückenknüpfjeräte und Lausekämme! Dis waren noch joldene Zeiten fürn Herrenfriseur. Heute scheniert sich ja keiner mehr mit seine kahle Bombe, und die Läuse hat der Staat auch abjeschafft. Und trotzdem steht immer noch in unse Hügüneordnung, deß wir verlauste Kunden nicht bedienen dürfen oder die Jeräte, mit die wir Leichen frisieren, nicht für die lebende Kundschaft benützen dürfen – und noch mehr scheußliche Sachen. Könnse selber nachlesen. Aber nicht ins Museum. Brauchense sich bloß umdrehen. Hängt laut Vorschrift in jeden Salong und stammt von neunzehnhunderteinundfuffzig.

Sehnse, der Frisör is doch schon von Natur aus ein hügünischer Mensch und nicht wie in den doofen Witz, wo ein Lehrling beis Rasieren den Kunden ein Ohr abschneidet und sagt: Steckenses rasch inne Tasche, damits der Meister nicht sieht, sonst schümpt er mit mir! Tschuldigense, jetz is mir vor Lachen dis Messer ausjerutscht. Ick jeh mal schnell mitn Alaunstift rüber. Tröstense sich, Zähne ziehn war beim Barbier früher schlimmer, weil er ja den Kunden nicht betäuben durfte. Wissense, einesteils bedaure ick sehr, deß uns der Staat diesen wichtigen Zweig von unser altes Jewerbe abjeschnitten hat. Bei mir brauchte kein Kunde so lange warten wie bei Zahnart Doktor Stippekohl, und ick hätte längst ’n Wolja statt mein ollen Drahtesel. Von mir aus könntense ja dafür die Zahnärzte mit ne zusätzliche Konzession fürs Haareschneiden entschädigen.

Sehnse, früher war hier in Berlin der Herrenfriseur, jedenfalls der bessere, sone Art König. Inne Mittelstraße jabs doch nachm Kriege noch den Salong Haby. Und janz früher schümpte sich der olle Haby sojar Hoffriseur von Seine Majestät. Haby machte inne achtziger Jahre seine dolle Erfindung mit die Haarmode „Es ist erreicht“- und dis verband ihn mit Kaiser Willem. Der hatte erreicht, deß Deutschlands Zukunft auf dem Wasser lag und im Jahre achtzehn bei Schkapa Floh sojar unter Wasser. Und sein Hoffriseur hatte erreicht, deß die Schnurrbartenden nicht mehr inne Nudelsuppe einstippten. Nu trug man ihnen nämlich senkrecht hochjezwirbelt. Dazu bedurfte es aber eine Bartbinde, könnse bei Maiwalden alles noch sehen. Jott, was war dis noch fürn üdüllisches Familienleben, wenn Vatern beim Frühstück saß und man ihn als Kinder einesteils bloß teilweise sehen konnte, weil ihm die Bartbinde die Mittelpartie verdeckte, und andernteils jar nicht, weil er zum Kaffee die Berliner Morgenpost las. Meine Schwester hat ihm zu Weihnachten mal ne rosenbestickte jeschenkt, ein wahres Jedicht! Nu jehnse mal heute in son Kunstjewerbe; allen möglichen Tinneff kriegense, aber keine Bartbinde mehr. Wenn denn die Ballsäsong kam, verjoldete Haby sojar die Schnurrbartspitzen, damit se mit ihr jeheimnisvolles Jlitzern schüchterne Meechens aus die Reserve rauslockten. Kuckense sich doch heute mal die glatten Eierköppe an! Wat is denn da noch Männliches dran? Sehnse, und darum halt ick bis zu mein Tode an die Bartmode fest, wo ick noch ein richtiger Salonglöwe war und in unsere Straße bloß der Baron vom Friedrichshain hieß.

Aber einmal sind mir in Maiwalds dusteren Keller beinah die Tränen jekommen. Wie ick nämlich vor den Orijinalfrisierstuhl vom Hoffriseur Haby jestanden habe. Da steht noch ’n Schirm im Ständer, hängt ne uralte Zeitung am Haken, jrade so, als ob der olle Haby bloß mal schnell ’n frischen Kittel holen jejangen wäre. In meine Jugend hab ick manchmal als armer Deibel in den piekfeinen Salong reinjeluchst und jedacht, wenn du fleißig und strebsam bist, Willem Kleinekorte, biste in zwanzig Jahren selber Hoffriseur. Fleißig und strebsam war ick man. Aber zwanzig Jahre später hattense den Kaiser zum Deibel jejagt, es war Inflazjohn, und ein Haarschnitt kostete dausend Mark, wovor se sich höchstens ’n Lausedarm kaufen konnten. Na, wenigstens is aus mein Ältesten was Ordentliches jeworden, wenn er auch nischt von Vaterns Handwerk wissen wollte.

Übrigens, kuckense sich mal ins Museum die Jeräte und Einrichtungen von die ollen Frisörmeisters an. Da hamse in die letzten fuffzig Jahre eigentlich kaum was Neues erfunden, und dis einzige Jesichtsdampfbad für Damen, was noch in ein Berliner Salong benutzt wird, stammt aus die Jahrhundertwende. Aber daran könnse wieder sehn, wie stolz unser Handwerk auf seine alten Bräuche is. Gejen verrückte Neuigkeiten hat unsereiner immer ein jesundes Misstrauen, und darum könnt ick nie Schemiker werden wie mein Jroßer. Ach, und denn die schönen Schaufensterbüsten von damals. Dabei hab ick immer noch einen unanjenehmen Jeschmack auf die Zunge. Unser Dekorationsstück hat Muttern nämlich nach fümmenvierzig zu Brotaufstrich und Streuselkuchen verbraten, weil es aus echtes Vorkriechswachs war. Wissense, dis Frisörmuseum is dis einzigste vonne janze Welt und jeeignet, den Jeist von janze Jeschlechter raufzubeschwören. Aber ick seh ja schwarz. Wenn dis Unternehmen keiner unterstützt, verliert der Museumsdirekter doch noch die Lust, was für mir persönlich ein Vorteil wäre. Denn bei seinen Sinn für orjinelle Stücke lasst mir der später womöglich ausstoppen und stellt mir als mechanischen Nickaujust am Einjang auf.“

Erstmals 1987 veröffentlichten Waldtraut Lewin und Miriam Margraf im Verlag Neues Leben Berlin „Die Zaubermenagerie. Ein Novellenkranz“: Als die junge, erfolggewohnte Frau in ihr repräsentatives Auto steigt, soll es eine der üblichen Fahrten nach T. werden, wo unaufschiebbare Termine, wichtige Konferenzen auf sie warten. Doch dann mündet die glatte Landstraße in eine Umleitungsstrecke, gibt es einen Zusammenstoß mit einem Zirkuswagen, taucht plötzlich ein verwunschener Turm auf, in dem Schausteller inmitten geheimnisvoller Requisiten wohnen. Es bedarf bitterer Erkenntnisse, bis sie begreift, dass sie zu sich selbst unterwegs ist, dass die staubigen Manuskripte mit den alten Geschichten, die man ihr zuspielt, sie persönlich betreffen und dass ihr die verstörten Löwen und wilden Harpyien in den märchenhaften Wäldern ringsum gar nicht so fremd sind. Und sie will die Chance ergreifen, sich zu ändern, weinen und lachen zu können und wieder Leontine zu werden, das Löwenmädchen, fähig zur Liebe und berufen, mit ihrem Gesang die Menschen zu verzaubern. Und damit Sie wissen, wo es langgeht, beginnen wir mit dem Anfang dieses Buches und mit dem dort auf die Fahrerin wartenden Umweg:

„Der sonnige Spätherbsttag gaukelte noch einmal den Sommer vor. Das große graue Auto mit den silberblinkenden Stoßstangen befand sich auf der geraden Strecke zwischen B. und T., die Fahrerin befolgte den Lehrsatz, dass dies die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten sei. Sie war es gewohnt, sich an Maximen zu orientieren. Die leicht abgedunkelten Scheiben spiegelten, niemand konnte die Frau erkennen. Es gab keine Zufälle, alles war geplant, die Zeit der Abfahrt und die der Ankunft, zusätzlich aller unvorhergesehenen Ereignisse wie Panne, Witterungsunbilden und Umleitungen.

So erregte es auch ihr Gemüt in keiner Weise, als auf halber Strecke eine Baustelle angezeigt und eine Ausweichroute angegeben wurde. Ruhig, kaum das Tempo verringernd, wechselte der große Wagen vom Asphalt auf das schwarze Pflaster einer alten Straße über. Man spürte den Unterschied kaum; das exquisite Fahrwerk, die vorzügliche Straßenlage bewährten sich. Alles war in Ordnung. Die schräg stehende Sonne störte dank den getönten Scheiben nicht.

Die Straße stieg kurvenreich. Draußen zog Landschaft vorüber, angenehm. Es war beruhigend, die tiefgoldenen Buchenhaine, die dunklen Tannen, die weichen Wiesen zu sehen, in reizvollem Wechsel. Das große Auto fuhr aufwärts, dann wieder mit leuchtenden Bremslichtern zu Tal, kletterte aufs Neue. Noch immer stand die Sonne als roter Ball am Horizont, es konnte kaum Zeit vergangen sein. Die Fahrerin verglich ihre Armbanduhr mit der Borduhr des Wagens – sie stimmten genau überein. Trotzdem war ihr, als habe sie auf der zurückgelegten Strecke ein größeres Pensum ihres Programms repetieren können als sonst auf der gesamten Strecke nach T. Sie belächelte den Irrtum, drückte auf den Knopf des Radios, aber irgendwo musste ein Kurzschluss sein, obgleich der Minicomputer keinen Fehler anzeigte. Jedenfalls, das Radio blieb stumm.

Ihr fiel auf, dass es auf dieser Umleitung bis jetzt noch keinen Wegweiser gegeben hatte, der kundtat, dass man sich auf rechter Bahn befand, hoffentlich auch nicht allzu weit von dem Punkt entfernt, wo man zurückkehrte ins Gewohnte, wo diese Extravaganz zu Ende war. Aber vielleicht hatte sie auch, verführt durch die schönen Aussichten und die Schnelligkeit ihres Wagens, den Hinweis einfach übersehen.

Sie fuhr an die nächsten zwei, drei Kreuzungen langsamer heran, hielt Ausschau. Aber da war nichts als die immer wiederkehrende Hauptstraßenmarkierung. Eine Art Felsentor war zu durchfahren, die Straße verengte sich. Nicht dass sie sich verschlechtert hätte – die seltsame schwarze Bodendecke, die aus riesigen Basaltplatten zu bestehen schien, war tadellos in Ordnung, nur eben sehr schmal. Auf der kurvenreichen Strecke war der Gedanke an ein entgegenkommendes Fahrzeug nicht gerade angenehm. Die Frau nahm immer häufiger den Fuß vom Gaspedal, äugte mit gerecktem Hals, leicht unwillig, nach Hinweisen. Es gab keine. Die Gegend war nach wie vor waldreich, unbelebt, das Licht konstant. Als sie den Mann am Wegesrand sah, der, einen verbeulten Filzhut auf dem Kopf, abgeschlagene Tannenzweige bündelte, hatte die Frau noch keinen Moment ihre Gelassenheit verloren, wie sie selbst befriedigt feststellte.

Das graue Auto bremste lautlos. Die Fahrerin ließ das Fenster herunter, grüßte und erkundigte sich, ob dies die Straße nach T. sei.

Der Mann knotete weiter an seinem Tannenbündel. Dann hob er sein stoppelbärtiges Gesicht, in dem freundliche Augen leuchteten, und sagte: „Ich denke schon. Jedenfalls führte sie gestern noch dahin.“ Er starrte gedankenvoll auf seine Hände und ergänzte unvermittelt: „Obwohl – man weiß nie.“

Die Frau fragte irritiert, ob er sich über sie lustig machen wolle.

Der Mann spähte aufmerksam in ihr Gesicht, das von einer dunklen Brille maskiert wurde, ehe er langsam antwortete: „Ich sicher nicht. Die Straße höchstens. Es ist eine sehr alte Straße. Ein paar Launen muss man ihr schon zugutehalten. Es kommt auch ein bisschen darauf an, ob man ihr zusagt, Sie verstehen?“ Er lächelte.

Die Frau fühlte, wie ihre Hände zu zittern begannen. Mit einem Sog, den sie seit unendlichen Zeiten nicht mehr verspürt hatte, floh ihr das Blut weg vom Herzen. Sie fuhr an, dass die Räder aufkreischten. Es ging bergauf, bergab, der Mann bei seinen Tannen war nicht mehr zu sehen.

Dann musste sie anhalten, presste die Hände gegeneinander, atmete tief – zweimal, dreimal. So etwas können wir uns nicht leisten, Gnädigste. Ich habe Lotos gegessen für immer. Das Herz schlug wieder ruhig. Durch das noch immer geöffnete Fenster kamen fremde Gerüche herein. Vogellaute – waren die Vögel nicht schon längst im Süden? Die Sonne stand noch immer schräg. Ihre Uhr und die im Auto stimmten überein. Während sie Gas gab, begriff sie, dass sich die Zeiger nicht bewegt hatten.

Sie öffnete das Handschuhfach, fand die flache Palette und drückte sich, ohne hinzusehen, zwei Tabletten durch die Silberfolie in die Rechte. Schluckte sie beiläufig. Nein, ihr würde nichts einfallen. Sie erinnerte sich an nichts.

Es war nicht vernünftig, so schnell zu sein, bei den vielen Kurven. Aber es ging darum, dem Stillstand der Sonne zu entfliehen.

Der bunt bemalte hölzerne Wagen vor ihr wuchs und wuchs. Es ließ sich nicht aufhalten. Zuerst sah sie noch, wie er, ein weiß und rot umrandetes Kästchen, in die dunkelgrüne Tannenlandschaft eingepasst war, dann stand er als weißrotes Tor vor ihr, das sich splitternd mit dem dumpfen Krachen auftat. Eröffne den feurigen Abgrund, o Hölle, zertrümmere, verschlinge – was fiel ihr da nur ein. Es zwitscherte und kreischte, eine Schar geflügelter Harpyien entwich mit Geschnatter in die Luft, die Pranken eines Löwen zerkratzten den Lack des Kühlers, noch einer schoss über das Wagendach hin in hohem Satz, sie sah den hellen Bauch und die im Sprung ausgestreckten Krallen wie große Dornen, ein Karussellpferd mit blauen Glasaugen legte sich sanft vor die Frontscheibe – wozu nur, sie stand ja schon, wozu die Aufregung, sie stellte den Motor ab, öffnete die Tür und stieg aus.“

Alpha bläst Trompete und andere Märchen“ – unter diesem Titel präsentiert das E-Book vier bekannte Bücher von Hannes Hüttner für Vorschulkinder und Leseanfänger Hannes Hüttner, die nacheinander im Verlag Junge Welt Berlin erschienen waren: „Saure Gurken für Kaminke“ (1975), „Alpha bläst Trompete“ (1976), „Eine Uhr steht vor der Tür“ (1978) und „Hinter den blauen Bergen“ (1981).

Alpha bläst Trompete: Jakob, Schrimm und Pink sind drei Zwerge, die von ihrem Gletscher auf eine Wolke gesprungen und in dem für sie viel zu warmen Deutschland heruntergehagelt sind. Eine Waschmaschine hat einen Schnupfen und muss immer niesen. Alpha ist ein Staubsauger, der sich von seinem Freund Andreas vernachlässigt fühlt und ihn mit lauten Trompetensignalen auf sich aufmerksam macht.

Eine Uhr steht vor der Tür: Diese Uhr passt sich den Wünschen der Familie an und bringt so viele Verwicklungen in den Alltag. Die Uhr geht langsamer, wenn alle etwas länger schlafen möchten. Sie hält an, damit der Vater vor seinem Abflug noch sein Manuskript fertigstellen kann. Sie geht schließlich für die kleine Erika doppelt so schnell, damit diese ihre ein Jahr ältere Schwester einholen kann.

Hinter den blauen Bergen: Der Zoodirektor Heinrich Hümpelherz versteht die Sprache der Tiere und sorgt dafür, dass sich diese in seinem Zoo wohlfühlen. Als ein Seemann von einem roten Elefanten erzählt, reist er viele Tage mit dem Schiff, geht über sieben Berge und überwindet viele Hindernisse, um für seinen Zoo solch ein besonderes Tier zu kaufen. Doch der Elefant bekommt Heimweh und verliert dabei seine schöne rote Farbe.

Saure Gurken für Kaminke: Eine Beschwerde flattert dem Direktor der Knabberswalder Schokoladenfabrik ins Haus. Bei seinen Nachforschungen begegnet er dem Hauszwerg Kaminke, und der Leser wird auf humorvolle Weise in die Geheimnisse der Pralinenherstellung eingeweiht. Und was passiert eigentlich, wenn sich eine Waschmaschine erkältet? Hier ist die (fröhliche Antwort):

Ein Schnupfen dauert 7 Tage

Nina ist die Waschmaschine der Familie Fröhlich. Sie hat viel zu tun: Die drei Fröhlich-Kinder kommen jeden Tag nach oben, als ob sie mit Zementsäcken gespielt, einander mit Eierpampe beworfen hätten und anschließend durch Teertonnen gekrochen wären.

Eines Tages legt Mama Fröhlich die Wäsche in die Trommel, lässt Wasser zulaufen und streut Waschpulver in die Maschine. Nina spürt ein Kribbeln. Sie verzieht ihren Deckel, holt tief Luft und niest dreimal.

„Haptschi, haptschi, haptschi!“

„Gesundheit!“, sagt Vater Fröhlich, der gerade in die Küche kommt.

Mutter Fröhlich sieht ihn beleidigt an. Sie ist von oben bis unten nass. Sie nimmt sich ein Turnhemd vom Kopf. Die übrigen Wäschestücke schwimmen auf dem Fußboden.

Während Mama Fröhlich aufwischt, repariert Vater Fröhlich die Waschmaschine. „Es kann nur das Nies-Ventil sein“, erklärt er. Als er fertig ist, sammelt er die Wäsche in die Trommel, lässt Wasser einlaufen und streut Waschpulver ein. „Sie geht wieder“, sagt Vater Fröhlich. „Alles, was ich repariere, geht wieder!“

Da niest Nina dreimal! „Haptschi, haptschi, haptschi!“

Vater Fröhlich steht da wie ein begossener Pudel. Er kann nichts sehen, weil ihm eine Socke vor den Augen klebt. Aber er spürt, wie ihm das Wasser in die Hosenbeine läuft.

„Stell sie ins Kabuff!“, sagt Mutter Fröhlich.

Nun steht Nina im Kabuff, in der Abstellkammer, und hat faule Tage. Die Kinder spielen mit ihr. Sie legen ihre Puppen in den Behälter und fahren sie spazieren. Nina gefällt das Leben sehr.

Aber wie muss Mama Fröhlich rackern! Sie wäscht alles mit der Hand. Und wie die Röcke und Hosen der Fröhlich-Kinder auch aussehen! Eines Tages wird es ihr zu viel.

„Mann“, sagt sie, „du hast immer noch nicht die Waschmaschine in die Klinik gebracht. Ich glaube wohl, sie muss ganz und gar auseinandergenommen werden.“

„Mach ich morgen!“, sagt Vater Fröhlich.

In der Nacht reißt Nina aus.

Sie will nicht auseinandergenommen werden. Weiß sie, ob sie hinterher noch dieselbe Nina ist? Sie ist noch unerfahren. Sie begreift nicht, dass man ihr helfen will. Und so öffnet sie leise mit ihren Schlaucharmen die Wohnungstür, fährt im Fahrstuhl nach unten und verlässt das Haus.

Sie rollt durch die stillen Straßen und fürchtet sich. Bei Fröhlichs war sie nie allein. Hier aber ist weit und breit kein Mensch zu sehen.

Da hüstelt es in ihrer Nähe.

„Ehem, ehem!“, macht jemand. Sie dreht sich um. Hinter ihr steht ein Kühlschrank. Er sieht groß und vertrauenerweckend aus. Nina fürchtet sich nicht mehr.

„Ich heiße Friggi“, sagt der weiße Geselle. Sie gehen ein wenig spazieren, dann setzen sie sich auf eine Parkbank. Friggi ist auch ausgerissen. Er soll in die Klinik kommen, nur weil sein Schalter kaputt ist. Er ist ganz empört darüber. Nina ist müde und schläft ein.

Als der Morgen graut, fällt der Tau. Nina spürt im Schlaf ein Kribbeln und muss niesen: „Haptschi!“

Sie erwacht davon. Auch der Kühlschrank ist erschreckt hochgefahren.

Stellt euch vor: Er wollte gerade Nina im Schlaf ihren Schalter abmontieren! Nun, als er sich entdeckt sieht, rennt er davon. Nina tastet nach ihrem Schalter. Er ist noch da.

Alle Kühlschränke sind schlecht, denkt Nina und weint ein bisschen.

Sie hat schon große Sehnsucht nach Familie Fröhlich. Aber sie möchte nicht in die Waschmaschinenklinik. Sie versteckt sich tagsüber in einer Parkanlage. Sie hört sogar deutlich die Fröhlichkinder schreien. Aber sie bleibt still.

Nachts rollt sie um das Häusergeviert, wo Familie Fröhlich wohnt. War es nicht schön, wenn sie gewaschen hatte? Mama Fröhlich sang immer, wenn sie die Wäsche zum Trocknen aufhängte.

Vor ihr gehen zwei junge Burschen. Plötzlich hört sie es klirren. Die beiden schlagen eine Schaufensterscheibe ein. In der Auslage liegen goldene Ringe und silberne Ketten. Sie sieht, wie die Diebe hastig alles in einen Beutel raffen.

Da ertönt ein Pfiff.

„Halt!“, ruft ein Polizist.

Die Diebe reißen aus. Nina versteckt sich in einem Hauseingang. Die Gauner rennen vorbei. Einer hält inne. Er läuft zu Nina. Er hebt den Deckel und wirft den Beutel in die Trommel.

„Bist du verrückt?“, ruft der andere.

„Wir holen den Schmuck nachher!“, zischt der Dieb.

„Jetzt können sie uns nichts mehr beweisen!“

Er läuft weiter.

Als die Polizisten näher kommen, beginnt es bei Nina vor Aufregung zu kribbeln. Sie holt tief Luft und niest: „Haptschi, haptschi, haptschi!“

Beim dritten Niesen fliegt der Beutel in hohem Bogen auf die Straße. Die Ringe rollen heraus. Während ein Polizist weiterläuft, bückt sich der andere, um den Schmuck einzusammeln. Nina rollt heimlich davon. Sicher hat auch die Polizei eine Klinik für Waschmaschinen.

Am nächsten Tag liest Vater Fröhlich aus der Zeitung vor. „Niesende Waschmaschine liefert Diebesgut aus!“

„Ob das nicht Nina ist?“, fragt er. „Da siehst du, wozu es gut ist, wenn jemand niest!“

„Aber nicht beim Waschen!“, sagt Mama Fröhlich.

Die Fröhlich-Kinder beschließen, Nina suchen zu gehen. Aber sie finden sie nicht.

In der sechsten Nacht nach ihrem ersten Nieser rollt Nina wieder durch die Straßen. Sie bleibt immer im Schatten, dort, wo das Licht der Laternen nicht mehr hinreicht. Ganz verzweifelt ist sie schon. Sie fühlt sich so allein. Vielleicht sollte sie doch lieber in ein Krankenhaus gehen? Ein Fahrzeug hält am Straßenrand. Die Männer holen Gerümpel. Nina hält den Atem an. Doch da spürt sie ein Kribbeln und niest, dass es durch die leeren Straßen schallt: „Haptschi, haptschi, haptschi!“

Die Männer werden aufmerksam. „Da steht doch eine alte Waschmaschine!“, ruft einer. Sie heben Nina auf den Wagen und fahren draußen vor die Stadt. Dort laden sie Nina ab. Als der Morgen graut, erkennt Nina, wo sie sich befindet. Sie liegt auf einem ausrangierten Sofa. Neben ihr rostet eine alte Nähmaschine und auf der anderen Seite – tatsächlich, da steht auch eine Waschmaschine. Sie ist freilich schon uralt. Als sie Nina erblickt, sagt sie: „Nanu, wie kommen Sie denn hierher? Ich finde, Sie sehen doch noch ganz passabel aus!“

„Harte Kanten hat sie“, ächzt das Sofa. „Entschuldigen Sie“, flüstert Nina, „ich werde mich auf den Rücken legen!“

„Auf die Alten nimmt niemand Rücksicht!“, sagt das Sofa.

„Lassen Sie das Sofa“, sagt die alte, alte Waschmaschine. „Es meckert den ganzen Tag!“

„Ich habe den Schnupfen bekommen“, sagt Nina zu ihr. „Aber ich wollte nicht in die Maschinenklinik. Nun bin ich hier!“

„Wegen eines Schnupfens in die Klinik, haha“, knarrt das alte Sofa. „Ein Schnupfen dauert sieben Tage, dann ist er weg!“

„Ach, wie gerne wäre ich in eine Klinik gegangen“, seufzt die alte Waschmaschine. „Aber sie haben so lange gewaschen und gewaschen, bis ich auseinandergefallen bin. Übrigens“, setzt sie, zum Sofa gewandt, hinzu, „bei ärztlicher Behandlung dauert der Schnupfen nur eine Woche!“

„Eine Woche oder sieben Tage, das ist nun ja ein großer Unterschied“, meckert das alte Sofa.

Nina überlegt. Eine Woche ist es her, seitdem sie niesen musste. Sie zieht die Luft durch die Nase. Nein, es kribbelt nicht. Sie ist ihren Schnupfen los! Aber gleich wird sie wieder traurig. Wie soll sie zurück zu Fröhlichs kommen? Sie weiß ja den Weg nicht!

„Da drüben, da drüben, da drüben“, rattert die alte Nähmaschine, „da steigen schon wieder Kinder herum. Sie stehlen einem noch das Letzte, was man hat!“

„Aber das sind ja die Fröhlich-Kinder!“, ruft Nina. „Können wir nicht alle einen großen Lärm machen?“

Und weil alle Nina helfen wollen, rattert die Nähmaschine: „Tatterat, tatterat, peng, plirr, tatterat!“ Und das Sofa knurrt: „Arr, arr, knacks, quarr!“ Und die alte Waschmaschine klappert mit ihrem Blechdeckel: „Schepper, schapper, schipp!“

Aber erst als Nina mit aller Kraft ein letztes Mal niest: „Haptschi!“, da werden die Kinder aufmerksam und kommen herbeigestürmt. „Nina!“, schreien sie. „Liebe, liebe Nina!“

Sie zerren und schieben sie zurück auf den Weg, und von dort rollt sie allein in die Stadt. Sie fahren zu Fröhlichs in die Wohnung, und Vater und Mutter Fröhlich und ihre drei Kinder stehen drum herum, als Nina erst Wasser verschlingt, dann die Wäschestücke und schließlich das Waschpulver. Nein, sie muss nicht mehr niesen. Sie rumpelt und pumpelt, Mama Fröhlich singt wieder, und die drei Kinder freuen sich: Nun können sie wieder in Teertonnen klettern, mit Eierpampe werfen und sich Zementsäcke über den Kopf stülpen.“

Erstmals 2001 ließ Jan Flieger im Arena Verlag Würzburg seine Haufischbande zum vierten Mal auf Zeitreisen gehen. Diesmal unter dem Titel „Duell mit dem Tyrannosaurus“: Erneut gehen Julia und Vanessa, Long Basti und Specki von der Haifisch-Bande auf Zeitreise. Wieder sind sie mit der Zeitkugel von Old Krusemann, dem alten Seebären, unterwegs. Aber diesmal fliegen sie soweit zurück wie noch nie zuvor – in das Land der Dinosaurier. Und diesmal wird es auch noch gefährlicher als während der anderen drei Zeitreisen zu den Piraten, in das alte Ägypten und zu den Maya. Aber diesmal wollen die vier Zeitreisenden auch unbedingt einen Tyrannosaurus Rex treffen und ein „Jahrhundertfoto“ vom dem Dino schießen. Denn vielleicht sahen die Saurier damals ja ganz anders aus als die Wissenschaftler heute behaupten. Ob sie Old Krusemann auch diesmal wieder noch rechtzeitig zurückholen kann? Und dann sind wir schon im Sauerierzeitalter, das doch ganz schön gefährlich ist:

Die erste Begegnung

„Hier zittert ja der Boden“, stellt Specki überrascht fest. Und wirklich: Schwere Tiere trampeln über den Waldboden, junge Bäume werden geknickt wie Streichhölzer. Ein Schnaufen, Krachen und Brüllen kommt ihnen entgegen. „Da!“, schreit Julia.

Sie sehen ein Tier mit einem gewaltigen spitzen Horn auf der Nase und einem seltsamen Nackenschild, auf dem sich zwei spitze kleine Hörner gegeneinander recken.

„Ein Monsternashorn“, ruft Vanessa.

Specki blättert rasch in seinem Saurierbuch, das er aus seinem Rucksack gezerrt hat. „Ein Zentrosaurus“, stößt er hervor. „Und da hinten kommt die ganze Herde. Abhauen ist angesagt! Die trampeln hier ’ne Schneise durch den Wald und denken vielleicht, wir sind so was wie Ameisen auf ihrem Futterpfad.“

Alle vier drehen sich um und laufen tiefer in den Wald hinein. Vanessa sucht dabei im Rucksack nach ihrer Steinschleuder.

„So ein Schwachsinn“, keucht Julia. „Komm weg!“ Sie zieht Vanessa weiter.

Die Geräusche werden lauter und lauter, folgen ihnen.

„Auf einen Baum!“, schlägt Julia vor.

„Den knicken sie mit Leichtigkeit um“, wehrt Long Basti ab.

Keuchend stehen sie endlich am Ufer eines Flusses.

„Ein Baum wäre besser gewesen“, klagt Julia, denn die Herde folgt ihnen offensichtlich noch immer. Da entdecken sie Felsen am Ufer, hinter denen sie sich verbergen können. Es wird auch höchste Zeit! Sie sehen die Herde herantrampeln, kleine und große Tiere.

Julia wird kreidebleich, denn der Herde folgt, hoch aufgerichtet mit mächtigen Hinterbeinen, zwischen denen ein Lastauto durchfahren könnte, ein gewaltiger Tyrannosaurus! Sein massiger Kopf ist über einen Meter fünfzig lang. Er bleckt die wohl zwanzig Zentimeter langen, spitzen Zähne und hält seine kleinen Arme an die Brust gepresst. Krachend bricht er durch das Unterholz. Die kleinen Augen fixieren die flüchtende Herde, suchen ein Beutetier.

„Der ist ja groß wie ein Haus“, staunt Julia. Long Basti zieht die Gletscherbrille von den Augen und blinzelt erschrocken. Specki kaut eine ganze Hand voll Gummibärchen auf einmal. Vanessa will wieder nach ihrer Steinschleuder greifen.

„Du Vollidiotin“, zischt Long Basti und hält die Hand seiner Schwester fest.

Die Herde stürzt förmlich in das Wasser. Viele Dinos verhakeln sich mit ihren Hörnern, stürzen und werden von den nachfolgenden Tieren zertrampelt. Das Gebrüll ist unbeschreiblich. Viele Tiere ertrinken.

Der Tyrannosaurus kommt immer näher. Er hat eine tiefe Wunde am Hals.

Vanessa beugt sich vor. „Der hat also auch Feinde“, flüstert sie.

„Beweg dich nicht!“, faucht Specki sie an. „Seine Zähne sind scharf wie Rasiermesser. Aber er kann uns nur wahrnehmen, wenn wir uns bewegen!“

Reglos starren die vier auf die Herde und den Tyrannosaurus, der nun ein Tier gepackt hat. Seine gewaltigen Kiefer schnappen zu und er reißt dem Zentrosaurus einen dicken und langen Fleischstreifen aus dem Rücken. Mit seinem mächtigen Gebiss beißt er erneut zu. Tote Tiere treiben bereits flussabwärts oder liegen im Uferschlamm.

„In den kommenden Tagen wird es hier mächtig stinken“, flüstert Julia und schüttelt sich. Der Tyrannosaurus beißt inzwischen wieder zu. In aller Ruhe verschlingt er Teile seines Opfers. Er ist der große Sieger.

„Mister Gnadenlos“, murmelt Long Basti. Es klingt nicht cool, sondern ängstlich.

Vanessa grinst. „Das ist doch kein Mensch!“, sagt sie. „Aber irgendwie passt der Spitzname trotzdem. Die anderen Dinos haben gar keine Chance gegen ihn.“

Der Tyrannosaurus hat sich wieder aufgerichtet.

„Er blickt in unsere Richtung“, stellt Julia fest. „Reglos bleiben!“, kommandiert Specki. „Das ist der schrecklichste Jäger aller Zeiten. Und er kann schnell rennen, sehr schnell.“ Schwarze Wolken ziehen heran. Der Wald wirkt nun gespenstisch und drohend. „Vorsichtig zurückschleichen“, flüstert Long Basti. „Aber keine Geräusche machen! Kein Blatt darf sich bewegen!“

Sie kriechen zurück, bis sie vor den Blicken des Tyrannosaurus geschützt sind, und laufen dann am Ufer weiter. Die Schreie der sterbenden Tiere sind noch immer zu hören.

Ein Stamm ohne Borke liegt am Ufer.

„Mit dem könnten wir uns auf dem Wasser in Sicherheit bringen“, schlägt Specki vor. „Da passen wir alle rauf. Wir müssten nur Paddel bauen.“

„Scherzkeks“, spottet Julia. „Und wie?“

Specki blickt sie triumphierend an. „Ich hab doch einen kleinen Hammer im Rucksack und ein paar Nägel. Wir nageln einfach breite Holzstücke an die Enden von handlichen Ästen. Das werden die Paddel des Jahrhunderts!“

„Klasse!“, jubelt Vanessa. „Das Ding ist dann unser Baumpaddelboot.“ Schon beginnen Specki und Long Basti mit der Suche nach Holz für die Paddel. Julia und Vanessa beobachten den Waldrand.“

Erstmals 2001 veröffentlichte Hans Bentzien im Westkreuz-Verlag Berlin/Bonn sein Buch „Nur in Rheinsberg bin ich glücklich gewesen“: In vielen Veröffentlichungen über Friedrich II. von Preußen wird die Rheinsberger Zeit, vom Kauf des Schlosses 1734 bis zur Thronbesteigung 1740, als freiheitliches Idyll im ansonsten plagenreichen Leben Friedrichs dargestellt. Kurz vor seinem Tod sprach er den bekannten Satz: „Das Unglück hat mich immer verfolgt. Ich bin nur in Rheinsberg glücklich gewesen.“ Überschaut man sein hartes Leben, immer im Widerspruch, immer im Streit mit seiner Umwelt oder sie mit ihm, immer gezwungen, listenreich bis zur Selbstaufgabe sich schließlich behaupten zu müssen, ohne glückliches Familienleben, geplagt von schweren Krankheiten, dann leuchten die Rheinsberger Jahre in der Tat als eine fröhliche und unbeschwerte Zeit hervor. Doch wie erklären sich die Jahre der Rheinsberger Republik, wie sie ein französischer Historiker längst vor der erneuten Preußendebatte unserer Jahre nennt. Eine Republik mitten im Absolutismus? Aber zunächst einmal wollen wir einen Besuch beim Kronprinzen in Rheinsberg machen:

Ankunft eines Gastes

Ein lebendiges Bild, wenn auch voller galanter Komplimente und Schönfärbereien, erhalten wir von einem Zeitgenossen, der in den Kreis der Freunde aufgenommen wurde. Ein junger, gerade zwanzigjähriger Mann aus einer hamburgischen Kaufmannsfamilie, Jakob Friedrich Bielfeld, kam auf Einladung des Kronprinzen an den Hof. Sie waren sich 1738 in Braunschweig begegnet, als Friedrich in den Freimaurerbund aufgenommen wurde, Bielfeld assistierte dabei. Geschmack und Bildung mögen der Grund gewesen sein, den jungen Mann auch später mit Staatsaufgaben zu beauftragen. Im Herbst 1739 kam er im Schloss an, seine. Beschreibung ist daher trotz ihrer Überschwänglichkeiten als authentisch anzusehen:

„Rheinsberg ist ein sehr freundliches Städtchen, obwohl in der unfruchtbarsten Sandgegend an der mecklenburgischen Grenze gelegen. Es zählt etwa 1000 Einwohner und gehörte früher einem französischen Edelmann, einem Refugie (Einwanderer). Der König hat es angekauft und hat es seinem Sohne, dem Kronprinzen geschenkt, nebst dem Schloss, den Gärten, den Wäldern und einigen zugehörigen Feldern. Das Schloss war sehr verfallen und die Gärten fast gar nicht vorhanden, als der Kronprinz dies Geschenk erhielt, das für ihn um so wertvoller ist, als sein Regiment in Ruppin steht, das nur zwei deutsche Meilen von hier entfernt ist, und die Garnisonen hierzulande nie wechseln. Auch die Lage des Schlosses ist sehr schön. Ein großer See bespült beinahe seine Grundmauern, und jenseits dieses Sees steigt ein sehr schöner Eichen- und Buchenwald amphitheatralisch auf.

Das alte Gebäude bildete nur einen Hauptbau mit dem Flügel, den ein alter Turm abschloss. Dies Gebäude und diese Lage genügten dem Kronprinzen, um seinen Geist und Geschmack zu entfalten, und dem Freiherrn von Knobelsdorff, dem Bauintendanten, um seine Begabung als Baumeister zu zeigen. Das Hauptgebäude wurde ausgebessert und außen durch gewölbte Fenster, Statuen und sehr elegante Ornamente verschönert. Ein zweiter Flügel wurde angebaut, ähnlich wie der schon stehende, und an seinem Ende ein Turm als Gegenstück zu dem alten errichtet. Beide Türme wurden durch eine doppelte Säulenstellung verbunden, deren Plattform eine mit Vasen und Kindergruppen geschmückte Verbindungsgalerie darstellte. Durch diese Anordnung bildet das ganze Gebäude jetzt ein völliges Viereck.

Man betritt das Schloss auf einer mit Statuen geschmückten Brücke; die Statuen stellen die sieben Planeten dar und halten in ihrer Hand je eine Laterne in Kugelform, In den Innenhof gelangt man durch ein schönes Portal, über dem man ein großes Schild mit der folgenden Inschrift sieht, die Herr von Knobelsdorff hat einmeißeln lassen – Friderico tranquiliitatem colenti (Friedrichs feierliche Stille). Das Innere dieses Schlosses ist noch hervorragender als das Äußere, sowohl durch seine Schönheit und die Anordnung der Zimmer wie durch den Geschmack und den Reichtum der Möbel. Wohin man auch blickt, überall sieht man nur Bildhauerei und Vergoldung, jedoch sind alle Ornamente geschmackvoll und mit Maß angebracht, und ihre Zeichnung ist herrlich. Da der Kronprinz nur zarte Farben liebt, sind mehrere Zimmer in Leingrau, Seladonblau und Fleischfarbe ausgestattet, die Einrahmungen und Ornamente in Silber. Das alles ist von reizender Mannigfaltigkeit und gibt dem Schloss ein ebenso heiteres wie galantes Aussehen.

Der schönste Raum ist noch nicht vollendet, aber man arbeitet eifrig daran. Es ist ein prächtiger Saal (der Konzertsaal), dessen Wandschmuck aus Marmorimitationen, Spiegeln und Bronze besteht. Der berühmte Pesne (Hofmaler in Berlin) malt gegenwärtig das Deckengemälde. Es stellt den Sonnenaufgang dar. Auf der einen Seite flieht die Nacht, in ihre Schleier gehüllt, von ihren unheimlichen Vögeln umgeben und von ihren Horen gefolgt, um der Morgenröte Platz zu machen, die die Mitte der Decke einnimmt und vom Morgenstern in Gestalt der Venus begleitet ist. Weiterhin sieht man die Schimmel vor Apollos Wagen und den Gott selbst, der die ersten Strahlen entsendet. Dieser Gegenstand scheint allegorisch zu sein und auf ein Zeitalter anzuspielen, das vielleicht nicht sehr fern ist. Von der Ausführung will ich schweigen. Die Kenner in Frankreich, selbst in Italien bewundern Pesnes Pinsel zu sehr, als dass er meines Lobes bedürfte.

Die Gärten von Rheinsberg, die sich längs des Sees hinziehen, sind noch nicht zur Vollendung gediehen, da sie erst vor wenigen Jahren begonnen sind. Der Plan ist großzügig und schön. Die Hauptallee endet mit einem Obelisken, der mit ägyptischen Hieroglyphen bedeckt ist. Es gibt da sehr reizvolle Boskette, Laubengänge und Lauben von schönen Verhältnissen. Der Kronprinz lässt daselbst nach Zeichnungen von Knobelsdorff eine prächtige Orangerie (an deren Stelle heute der „Salon“ steht) von ganz neuem Geschmack errichten. Auch wird der Boden vorbereitet, um dort im nächsten Jahr ein Labyrinth anzulegen, das zu einem in der Mitte stehenden Bacchustempel führen soll. Zwölf Satyren von riesigen Verhältnissen sollen die Säulen dieses Tempels bilden und eine umgestülpte Schale oder Punschbowle tragen, die die Kuppel bilden wird. Alle Alleen sollen mit Efeu, Weinreben, Weinspalieren, Eiben und Zypressen bepflanzt werden. Zwei schöne Barken, die der Kronprinz bauen lässt, stehen zur Verfügung für diejenigen, die Wasserfahrten unternehmen oder nach dem Walde sich begeben wollen, der Bubero heißt.

Wir kamen im Oktober um 10 Uhr vormittags in Rheinsberg an und stiegen bei der Post ab, aber der Kronprinz ließ uns nicht lange dort. Er ließ unser Gepäck holen und wies uns zwei schöne Zimmer im Schlosse an. Sobald wir uns umgekleidet hatten, wurden wir in einen ganz mit gelbem Marmor getäfelten Billardsaal geführt, dessen zwei Kamine ebenso wie die übrigen Ornamente aus Bronze sind. Dieser Saal liegt im Erdgeschoss und hat die Aussicht einerseits auf die große Allee des Gartens, andererseits auf den Hof. Dort fanden wir die Mehrzahl der Kavaliere und Offiziere, die den Hofstaat des Kronprinzen bilden. Sie empfingen uns sehr höflich.“´Ist doch ein schöner Anfang, oder?

Und wissen Sie schon, mit welchem der fünf Lese-Angebote beginnen? Eher mit Kleinekorte oder eher mit dem Kronprinzen? Oder zur Abwechslung eine Zeitreise mit der Haifischbande oder ein modernes Märchen? Oder gar ein Umweg? Siehe oben.

So oder so viel Spaß beim Lesen, einen schönen Frühling, der sich nun tatsächlich mit aller Macht ankündigt, und bis demnächst.

Über die EDITION digital Pekrul & Sohn GbR

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