In den Seitentälern des Altmühltals und auf den Jurahöhen erleben Radler die ruhigen Seiten des Naturpark Altmühltal, entdecken Spuren der Erdgeschichte und genießen die bodenständig-bayerische Wirtshauskultur. Mehr als 70 Tourentipps stellt der Naturpark auf seiner Website vor. Von Fernstrecken bis zu familienfreundlichen kurzen Ausflügen haben die Radler eine große Auswahl. Selbst wenn die gewählte Route über die Jurahöhen führt, brauchen sie keine sportliche Kondition, denn als „Stromtreter-Region“ bietet der Naturpark Altmühltal ein enges Servicenetz rund um E-Bikes – von Vermiet- und Akkuladestationen bis hin zur Radkarte für E-Bike-Fahrer.

Beim E-Bike Projekt „Stromtreter“ arbeitet der Naturpark Altmühltal mit seinen Nachbarregionen zusammen. Wenn eine Tour mal über die Naturpark-Grenzen hinausführt, stehen also trotzdem genügend Lademöglichkeiten zur Verfügung – zum Beispiel auf der Herzstück-Tour, bei der die Stadt Ingolstadt am Weg liegt. Die 121 Kilometer lange Rundtour verbindet Kultur- und Naturhöhepunkte mit kulinarischen Erlebnissen. Zwischen Ingolstadt und Riedenburg sind die Radler dabei zunächst auf einer ehemaligen Bahntrasse unterwegs. Altmannstein mit seiner markanten Burgruine begrüßt sie im Naturpark Altmühltal. Durch das idyllische Schambachtal geht es weiter nach Hexenagger mit seinem Schloss und der ehemaligen Hammerschmiede. Bald darauf erreichen die Radler die Drei-Burgen-Stadt Riedenburg am Main-Donau-Kanal. An dessen Ufer radelt man – vorbei an der Ritterburg Prunn auf der Anhöhe – entspannt bis in die alte Wittelsbacherstadt Kelheim, über der als weithin sichtbares Wahrzeichen die Befreiungshalle thront. Jetzt geht es am Donauufer weiter durch das Naturschutzgebiet „Weltenburger Enge“. Bei Staus­acker setzen die Radler mit der Seilfähre über nach Weltenburg. Wer den beeindruckenden Donaudurchbruch mit seinen bis zu 70 Meter hoch aufragenden Felswänden aus der Nähe erleben möchte, nimmt für diesen Tourabschnitt am besten ein Ausflugsschiff. Eine Einkehr im Biergarten des Klosters Weltenburg, das für die älteste noch bestehende Klosterbrauerei der Welt bekannt ist, rundet die Radelpause ab.

Der folgende Tourabschnitt verspricht im Frühling kulinarischen Hochgenuss: Es geht durch das Spargelanbaugebiet um Abensberg. Bierliebhaber statten in Abensberg Kuchlbauer’s Bierwelt einen Besuch ab. Wenn die Beine jetzt langsam müde werden, gibt ein Zwischenstopp in Bad Gögging neue Energie, denn hier badet man im gesunden Heilwasser der Limes-Therme. Dann ist auch der letzte Abschnitt am Donauufer nach Ingolstadt spielend zu bewältigen. Von dort gelangt man mit der Bahn zurück in den Naturpark Altmühltal.

Abkürzen lässt sich die Tour mit dem FreizeitBus: Von Frühjahr bis Herbst sind die Busse mit Fahrradanhänger an Samstagen, Sonn- und Feiertagen zwischen Riedenburg, Essing und Kelheim sowie zwischen Kelheim, Bad Gögging und Abensberg unterwegs. Auch viele weitere Orte im Naturpark Altmühltal sind mit den FreizeitBus-Linien erreichbar. Das freut nicht nur die Radler, sondern auch Wanderer und Ausflügler.

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