Im Verlaufe des Monat April 2020 fällt das Verkehrsaufkommen an den deutschen Flughäfen zurück:

  • 294.402 Passagiere nutzten die deutschen Flughäfen – das sind -98,6% (an+ab) weniger als im Vorjahr.
  • Das Cargo-Aufkommen fällt um -14,7% (an+ab) auf 335.729t.
  • Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen geht um -88,4% zurück, das sind 20.928 Starts und Landungen.

Der April im Blick – Reisebeschränkungen und geschlossene Grenzen verhindern Passagiernachfrage

  • Der innerdeutsche Verkehr fällt um -98,6%.
  • Der Europa-Verkehr geht um -98,9% zurück.
  • Die Interkont-Verbindungen fallen um -97,4%.

Die Luftverkehrsnachfrage ist zum Erliegen gekommen. An allen Flughäfen fällt das Passagieraufkommen auf unter 2% des Vorjahreswertes. Der Osterreiseverkehr fällt komplett aus. Die Flughäfen erweisen sich als unverzichtbare Infrastrukturen für die Sicherung einer stabilen Grundversorgung und halten den Betrieb aufrecht. Im besten Sinne der öffentlichen Daseinsvorsorge sind alle Flughäfen in Betrieb, einige davon im PPR-Betrieb. So können die dringend benötigten Krankentransporte sowie Fracht- und Rückholflüge weiterhin problemlos abgewickelt werden.

Januar – April 2020 im Blick: die Hälfte des Jahrespassagieraufkommens fehlt bereits!

Von Januar bis April wurden an den deutschen Flughäfen 37,85 Mio. Passagiere (an+ab) gezählt (-47,0%).

  • Der innerdeutsche Verkehr liegt mit -50,5% unter dem Vorjahresaufkommen.
  • Der Europaverkehr nimmt um -47,8% ab.
  • Der Interkontverkehr fällt um -40,6%.
  • Die gewerblichen Flugbewegungen gehen um -37,2% zurück.

Die Corona-Pandemie lässt keinen Linienluftverkehr zu. Vereinzelt werden Linienflüge zur Sicherung der Anbindung noch aufrechterhalten, doch das Gros der Flüge bildet im April das Rückholprogramm der Bundesregierung ab. Eine Reihe von Airlines haben ihren Flugbetrieb temporär eingestellt. Weltweit stehen die Passagierflotten am Boden. Die noch vorhandenen Flugbewegungen sind zum überwiegenden Teil auf Frachtflüge zurückzuführen.

Luftfracht – Cargo-Aufkommen weiter unter Vorjahresniveau, aber stabil durch hohes Frachtcharteraufkommen

Im April fällt das Cargo-Aufkommen um -14,7% (an+ab). Die Ausladungen fallen um -14,6% auf 167.295t und die Einladungen fallen um -14,7% auf 168.435t. Im Jahresverlauf fällt die Cargo-Tonnage um -9,7% (an+ab) auf 1.424.706t. Die Ausladungen fallen um -10,3%, die Einladungen um -9,2%.

Die stabile Luftfrachtlogistik garantiert die Aufrechterhaltung der globalen Logistikketten für die Wirtschaft und die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern.

Das Luftfrachtaufkommen bleibt weiter hinter den Vorjahreswerten zurück, aber nicht in dem dramatischen Ausmaß wie der Passagierluftverkehr. An vielen Standorten ist aktuell das Aufkommen von adhoc-Frachtcharterflügen mit medizinisch notwendigen Hilfsgütern hoch. Ein Großteil der beförderten Luftfrachtmengen besteht aus benötigten Hilfs- und Schutzausrüstungen. Demgegenüber fehlen aktuell wichtige und langfristig nachhaltige Cargo-Aufträge aufgrund der eingeschränkten Produktionsketten in vielen Wirtschaftsbereichen.

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