Die Berliner Regisseurin Anna Sofie Hartmann erhält das vom Medienboard Berlin-Brandenburg geförderte Stipendium für einen dreimonatigen Aufenthalt in der Künstlerresidenz Villa Aurora in Los Angeles.

Die in Dänemark geborene Hartmann studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Ihr Abschlussfilm "Limbo" feierte 2014 Premiere auf dem San Sebastián International Film Festival, wurde weltweit auf zahlreiche Festivals eingeladen und war für den Discovery Award 2015 der Europäischen Filmakademie nominiert. Ihr 2. Film "Giraffe" startete seine Festivalkarriere 2019 auf dem Internationalen Filmfestival Locarno. Hartmanns neuestes Projekt, das sie im kommenden Jahr in der Villa Aurora entwickeln möchte, bezeichnet sie als "climate fiction"; ein Drama in naher dystopischer Zukunft, das sich mit dem Klimawandel und seiner sozialen Konsequenzen beschäftigt.

Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus: "Wir wünschen Anna Sofie Hartmann eine inspirierende Zeit in der Villa Aurora, die seit ihrer Gründung für Freiheit und Kreativität steht. Gerade in dieser Zeit sind diese Werte in Amerika besonders förderungswürdig."

Zum 10. Mal wählt das Medienboard eine*n Filmemacher*in aus der Hauptstadtregion für das Stipendium aus. Zu den früheren Stipendiat*innen, die mit Medienboard-Unterstützung für bis zu 3 Monate in die Villa Aurora einzogen, gehören Henk Handloegten ("Babylon Berlin"), Annekatrin Hendel ("Schönheit & Vergänglichkeit") und Jan-Ole Gerster ("Lara").

Die heutige Künstlerresidenz Villa Aurora ist das ehemaligen Exildomizil des deutsch-jüdischen Schriftstellers Lion Feuchtwanger in Los Angeles. Jährlich vergibt die Villa Aurora Stipendien für Künstler*innen in den Sparten Bildende Kunst, Komposition, Film und Literatur für einen dreimonatigen Aufenthalt in der Villa. Das Stipendium in Los Angeles dient der Arbeit an einem künstlerischen Projekt. In den inzwischen fast 25 Jahren ihres Bestehens ermöglichte die Villa Aurora mehr als 400 Künstler*innen, Projekte in Los Angeles umzusetzen.

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