Der Bayerische Rundfunk plant das DAB+ Sendernetz in der zweiten Jahreshälfte 2022 mit bis zu sechs neuen Standorten noch weiter auszubauen. Damit wird es von aktuell 77 auf 83 Standorte bis Jahresende wachsen. Über das DAB+ Sendernetz werden die zehn BR-Hörfunk- und Regionalprogramme sowie private Angebote ausgestrahlt. Basis für diese gemeinsame Nutzung ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem BR und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), die beide Partner bis Ende 2030 verlängert haben.

Bis zum Jahresende ist der Aufbau neuer DAB+ Sendeanlagen im landesweiten Kanal 11 D sowie im jeweiligen Regionalkanal in folgenden Regierungsbezirken und Orten geplant:

Unterfranken: Neustadt am Main, Schweinfurt-Schonungen
Oberpfalz: Fuchsmühl
Oberbayern: Inntal Ebbs (Standort in Tirol)
Oberfranken: Pegnitz
Mittelfranken: Hersbruck

Der BR betreibt für die DAB+ Verbreitung in Bayern sechs verschiedene Regionalnetze sowie ein landesweites Sendernetz, aktuell mit 77 Senderstandorten. Bereits jetzt können über dieses Netz 95 Prozent der Einwohner Bayerns DAB+ innerhalb von Gebäuden (indoor) empfangen. Mobil, im Auto sowie im Außenbereich (outdoor) sind 98,7 Prozent der Einwohner versorgt. Auf bayerischen Autobahnen besteht Vollversorgung. Durch den geplanten Ausbau wird das BR-Sendernetz bis zum Jahresende voraussichtlich auf 83 Standorte wachsen. Dadurch verbessert sich die Empfangbarkeit von DAB+ kontinuierlich weiter.

Eine zwischen dem Bayerischen Rundfunk und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien seit Januar 2017 bestehende Vereinbarung über die gemeinsame Nutzung der Sendeanlagen (Infrastruktur-Sharing) in den DAB+ Netzen wurde im Februar 2022 bis Ende 2030 verlängert. Ziel der Vereinbarung ist es, Planungssicherheit zu schaffen, die DAB+ Entwicklung in Bayern zu fördern und die Weichen für die Zukunft von Digitalradio zu stellen.

Dabei profitieren Hörerinnen und Hörer mit DAB+ Radios von der deutlich gewachsenen Programmvielfalt öffentlich-rechtlicher und privater Angebote. Seit 2021 sind sämtliche privaten Programme im Freistaat über DAB+ zu empfangen. Damit bildet Bayern als erstes Flächenland sein UKW-Programmangebot vollständig auf DAB+ ab. Zusätzlich sind über DAB+ viele neue Digitalprogramme zu hören, die bisher nicht auf UKW angeboten werden konnten.

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