„Gatt lebt also noch. Seit Jahren ging er mir nicht aus dem Sinn, wie ein Feind saß mir seine Geschichte im Nacken, und jetzt diese Nachricht. Jeremias Weißbecher rief mich an. „Hallo, alter Freund! Ich wollte dir einen Brief schreiben. Aber das dauert zu lange. Wir haben ihn gefunden. Fahr hin. Beeile dich. Ich komme nach …“

Zwar scheint ein Zeitalter zwischen damals und heute zu liegen, die Entfernung von Himmelskörpern zwischen unserer Begegnung in M. und meiner jetzigen Reise, die Welt hält keinen Tag still, doch nun, da ich mich jeder Einzelheit zu erinnern versuche, ist alles eine Denksekunde erst her. Ich sitze im Zug. Angetrieben durch die Erwartung, ihn wiederzusehen, zögerte ich keinen Augenblick, fuhr sofort zum Bahnhof und löste eine Karte. Wohin? Nach Mansfeld oder doch nur ins Ungewisse? Von Weißbecher weiß ich nur, daß er, Gatt, sich dort in der Nähe aufhalten muß. Vielleicht in E. Vielleicht in S.“ Mit diesen spannenden, neugierig machen Sätzen beginnt ein noch immer spannend zu lesendes Buch – das zweite der insgesamt fünf aktuellen digitalen Sonderangebote dieses Newsletters, die wie immer eine Woche lang zum Sonderpreis im E-Book-Shop www.edition-digital.de (Freitag, 18.08. 23 – Freitag, 25.08. 23) zu haben sind. Es ist wahrscheinlich eine der stärksten Erzählungen von Erik Neutsch, sein erstmals 1973 im Mitteldeutschen Verlag erschienenes Buch „Auf der Suche nach Gatt“, dem zumindest bis zur Wende noch viele Auflagen folgen sollten.

Mit „Die Woge“ hat Ingrid Möller einen „Hokusai-Roman“ geschrieben: Um 1800 schmuggelte ein holländischer Kapitän Bilder eines damals unbekannten japanischen Malers nach Europa. Sein Name wurde bald weltberühmt – eben Hokusai. In 47 Szenen zeichnet die Kunsthistorikerin und Japankennerin in ihrem mit 24 farbigen Abbildungen versehenem Buch die wechselvolle Biografie dieses Künstlers nach.

Unter dem Banner des weißen Hirsches“ – so lautet der Titel einer erstmals bereits 1966 veröffentlichten Historisch-fantastischen Erzählung von Klaus Möckel: Satakru, Kaiser der Okirfen und Herrscher über siebenundzwanzig Königreiche, befindet sich auf einem bereits vier Jahre währenden Feldzug, der ihm den endgültigen Triumph über seine letzten Widersacher bringen soll. „Unter dem Banner des weißen Hirsches“ war die erste Publikation dieses Autors überhaupt.

Ein Schicksalsschlag löst in „Das verflixte Rollenspiel“ von Hans-Ulrich Lüdemann heftige familiäre Konflikte aus.

Und damit sind wir wieder beim aktuellen Beitrag der Rubrik Fridays for Future angelangt. Jede Woche wird an dieser Stelle jeweils ein Buch vorgestellt, das im weitesten Sinne mit den Themen Klima, Umwelt und Frieden zu tun hat – also mit den ganz großen Themen der Erde und dieser Zeit. Dazu gehört auch wieder ein Rückblick in die Zeit des Zweiten Weltkrieges und die Frage danach, wie es so weit kommen konnte und nach der individuellen Verantwortung. Lassen sich frühere Versäumnisse wieder gutmachen? Und wie entsteht trotz allem Hoffnung für die Zukunft? Es geht ums Denken und vor allem ums Umdenken – und zwar millionenfach.

Erstmals 1972 veröffentlichte Karl Sewart im damaligen Mitteldeutschen Verlag Halle (Saale) „Gambit. Drei Erzählungen“: Ungewöhnliches geschieht da in der Titelerzählung dieses Bandes: Ein Vater versteckt seinen Sohn gegen dessen Willen in den letzten Kriegstagen in den Wäldern, um ihn vor dem Zugriff des nahenden Krieges zu retten, und der Sohn hasst deshalb seinen Vater. Gambit – das Figurenopfer im Schachspiel – wird zu einem Symbol für diese erregenden Tage, denn der Vater muss die Versäumnisse seines bisherigen Lebens mit dem Tod bezahlen. Aber das Opfer war nicht umsonst, denn der Sohn beginnt zu fragen, nach den Leuten, die ihnen das Essen herausstellten und damit nach seiner Zukunft. Diese Erzählung hat die DEFA 1978 unter dem Titel „Ich zwing dich zu leben“ mit Erich Mirek als Vater und Peter Welz als Sohn in der Regie von Ralf Kirsten verfilmt.

Auch in den beiden anderen Geschichten dieses Bandes geht es um das Problem der Erziehung und Selbsterziehung, freilich unter nunmehr neuen gesellschaftlichen Gegebenheiten. So gewinnt ein Heimkehrer Vertrauen zu sich und zu seiner Welt, weil es ihm gelingt, das Vertrauen eines Kindes zu gewinnen. Und das Kind befreit sich vom Albdruck böser Erfahrungen. Mitten in der DDR-Zeit spielt die dritte Erzählung, in der die Kündigung einer Lehrerin zum Anlass für Überlegungen und Handlungen wird, die die schwierige Aufgabe des Lehrers heute bestimmen. Das Fernsehen der DDR brachte hierzu 1983 den viel diskutierten Film „Die Kündigung“ mit Lissy Tempelhof als Lehrerin in der Regie von Edgar Kaufmann heraus.

Karl Sewart erweist sich in diesem Band als ein erstaunlich reifer, psychologisch eindringlicher Erzähler, der künstlerisch originelle und zwingende Lösungen zu finden weiß und vor allem: Er hat Geschichten zu erzählen, die uns bewegen und verändern können.

Überzeugen Sie sich selbst:

Dahinten irgendwo sein Sohn in der Erde. Da vorn irgendwo seine Frau zu Haus, im Bett, in der Frauenschaftsversammlung oder in der Luftschutzbelehrung, weil sie nicht allein sein konnte abends, zu Hause, im Bett. Sie war nie imstande, zu begreifen, wie man aufbleiben konnte, um zu lesen, zu lernen, sie war von Kind auf zeitig zu Bett gegangen, hatte es auch von ihm erwartet, gefordert, erzwungen. Er hatte erklärt, sie getrotzt, gekeift, gejammert. Er hatte seine immer knapper werdende Zeit nicht mit Gezänk vergeuden wollen, musste haushalten mit seinen Kräften, sich für die Zukunft rüsten, sich für den Jungen schonen – wusste er jetzt. Er war mit ihr schlafen gegangen, heimlich wieder aufgestanden, hatte sein nächtliches, eigentliches Leben geführt, so, wie er sich daran gewöhnt hatte, alles Eigentliche heimlich zu tun – ein verkehrtes, von Grund auf falsches Leben, weil es nicht erkämpft worden war, weil es nichts geändert hatte, weil es genauso gewesen war, als hätte er es nicht gelebt, erkannte er jetzt. Seltsam: Gerade in diesen Tagen, da besinnliche Versenkung in die Urgründe des Ichs und der Welt nicht mehr möglich war, weil die Befriedigung der primitivsten Notdürfte fast alle Kräfte des Tages und der Nacht verbrauchte, gerade jetzt sah er die Welt und sich selbst in immer klareren Konturen, so, wie nun im sinkenden Tag die Gebilde des Waldes deutlicher, eigentlicher hervortraten als unter helllichtem Himmel. Das war wie ein Wettlauf zwischen dieser Welt, die dahinten hinterm Wald ihrem Untergang entgegenraste und ihn mit hinabreißen wollte, und seinem wachsenden Vermögen, die Welt zu erkennen. Er hatte sich einen Vorsprung erkämpft. Würde er ihn halten können, wenn er, zum Waldmenschen, Waldläufer geworden, das Feld, das Dorf betrat? Es war ein ungleicher Kampf da draußen, und es konnte ihm ergehen wie jenem Riesen, der seine Kräfte einbüßte, wenn er die Berührung mit der Erde verlor.

Die Wege, die Anlage des Waldes kannte er besser als irgendein Holzfäller. Mit Büchern, mit Malzeug, mit dem Pilzkorb war er hier seit fünfundzwanzig Jahren aus- und eingegangen. Und er kannte das Dorf. Wer die Kinder kennt, kennt die Leute, kennt die Häuser. Es musste ein abgelegener Hof sein, auf dem es keinen Bauern gab und keinen Hund. Er blieb stehen mitten im Schritt: Wenn ihm etwas geschah, so plötzlich geschah, dass er kein Wort mehr sagen konnte! Der Junge dahinten musste elend verhungern. Er eilte in die nächste Lichtung, zog sein Notizbuch, skizzierte im letzten Schein des Tages die Lage des Verstecks, gab durch Pfeile und die Nummern der Abteilungen den Weg an, schrieb darunter: „Da liegt der Junge, gefesselt, unter grünen Ästen. Er hat nichts zu essen.“ Pfeil zum Versteck. Schonung 46.

Schon lag das stumpf schimmernde Band der Landstraße vor ihm, die schwarze Erde in zwei Teile trennend, in den schützenden Wald, aus dem er kam, und das nackte Feld, das er betreten musste. Drinnen war es still gewesen, nur ein sanftes Wispern in den Wipfeln, hier fegte ein schneidender Wind stoßweise das Randgesträuch, junge, verkrüppelte Eichen, denen der Winter ihr ockerfarbenes Laub nicht hatte entreißen können. Ihn schauerte durch und durch, er schrak ein paar Mal unter dem Rascheln der Blätter zusammen, wartete, bis seine Ohren die veränderte Geräuschkulisse zu durchdringen und zu sondieren vermochten. „… Nacht und Wind … In dürren Blättern säuselt der Wind …“ Da war wieder dieses Summen, diese Melodie, in ihm, er sah die Landstraße unter dem grauen Märzenhimmel, den grauen Zug, die lange, gebeugte Gestalt, die kleinere führend, den grauen Blick … Da kam ihm jäh die Vermutung, diese Melodie, dieses kaum hörbare Summen könne ein letzter Hilferuf, eine wichtige Parole gewesen sein, und er, dazu ausersehen, sie zu vernehmen, zu verstehen, weiterzugeben, zu helfen, hatte in der grauen Stumpfheit dieser Tage versagt. Er war allein, abgeschnitten von jeder Möglichkeit, Hilfe zu leisten, Hilfe zu empfangen. Unter ihm lag das Dorf. Matter Schieferglanz, kaum zu unterscheiden von den schwarzen Feldern ringsum. Kein Licht, kein Laut. In der Weihnachtszeit hatte er oft den abendlichen Anblick von hier oben aus genossen: ein Sack Sterne, ins weiche Tal gestreut, ein erzgebirgischer Weihnachtsberg in Überlebensgroße – und beim nächtlichen Schein des Schnees lyrische Kritzeleien aus Heimatliebe und Weltbürgersinn in sein ewiges Notizbuch. Ein ewiger Notizenmacher, Aphorismenschreiber war er gewesen. Über dem Dorf hatten bei frostklarer Luft die Lichternebel von Rautenbach, Kaltbrunn, Heinersdorf, Annaberg geflimmert. Sechs Jahre lang hatte er dieses Bild nicht gesehen. Kriegsweihnachten, verdunkelte Weihnachten, Kriegsbücher, Panzer, Stukas, ein neues Koppel mit Hakenkreuz, ein neues Braunhemd auf den Gabentisch eines jeden deutschen Jungen.

Kein Licht, kein Laut. Auch keine Sterne heut, das war gut. Ab und zu ein eiskalter Tropfen ins Gesicht. Er bog die Zweige zur Seite, huschte über die Straße. Vielleicht war alles schon zu Ende ohne Endkampf, ohne den letzten Blutstropfen. Und dieser Heckenschütze schob mit seinem Pimpf Kohldampf im Niemandsland dahinten. Doch dann hätte zu dieser Stunde das Dorf erleuchtet sein müssen.

Die Steine des ausgewaschenen Feldwegs klirrten unter seinen Füßen gegeneinander, er wechselte auf den Rand, ins nasse Gras, pirschte sich an die Scheune heran, schlich hinter das Wohnhaus, drückte sich in das starre Geäst des Holunderstrauchs, den er einst mit dem Jungen aquarelliert hatte, weiß blühend vor der schwarzbraunen Bretterwand. Dicht ans Fenster heran. Nur ein winziges Loch in der Verdunklung verriet, dass drin Licht brannte. Vom Kuhstall her das Geräusch des Wiederkäuens und müdes Kettengeklirr, ab und zu ein wohliges Brummen, ein Hauch warmer Stalldunst. Aus der Stube immer noch kein Ton. Keine Nachrichten, kein Wehrmachtsbericht – keine Bekanntgabe der Siegermächte. Er wusste durch den Jungen, dass sie einen Rundfunkempfänger hatten. Aufsatz: „Meine liebste Sendung“, von Heschke diktiert, auszuwerten im Sinne des totalen Krieges mit schriftlichem Bericht an den Rektor, der mit Gestapo-Offizieren auf die Jagd ging; er aber unterschlug, was den Jägern hätte als Spur dienen können; war es damals aus Mitleid mit dem Wild, aus dem instinktiven Trotz des an der Kompetenz seines Vorgesetzten zweifelnden biederen Beamten oder auch schon in der Vorahnung all der Unredlichkeit, all der Unrechtmäßigkeit, von der er später Nacht für Nacht hören, die er später sehen und an der eigenen Familie erfahren sollte.

Innen ging eine Tür. Die rasselnde Stimme des alten Kuhnert, sein Stock auf dem Fußboden: „Hertha, du musst was essen. Drei Tage geht das nun schon so.“ Aufschluchzen, die Bäuerin, dicht am Fenster. Der Stock auf der Diele. Eine Schranktür klinkte auf, Tellerklirren, Scheppern von Essgeschirr, Hantieren. Es stockte weiter heran, ein Teller wurde behutsam auf den Tisch gesetzt: „So. Denk an den Jungen, Hertha. Fritz, lang du auch zu.“

Stuhlbeine kratzten ein Stück Fußboden entlang.

„Und du, du musst auch essen“, die nasse Stimme der Frau.

„Ich brauch’ jetzt nichts“, der Alte.

Schluchzen. Stille.

„Na los, jetzt greifen alle zu!“, der Alte, barsch.

Ruhe, einmal ein leichtes Klirren des Tellers. Plötzliches Aufschluchzen der Frau. Stille.

„Waren die Aufgaben heut schwer?“, der Alte.

„Wir haben sie gar nicht erklärt gekriegt, nur auf, und drei Stunden sind ausgefallen.“

„Hast du noch nichts über den Grübler-Lehrer gehört? Was mit ihm ist?“

„Rektor Heschke hat gesagt, er wär’ überanstrengt gewesen, so was wie übergeschnappt, nicht richtig im Kopf.“

„So, so, vielleicht ist er auch nur vernünftig geworden. Wenn einer vernünftig ist, dann ist er nicht richtig im Kopf. Das passt zu allem noch dazu. Und erst haben sie verbreitet, er wär’ zu einem Sonderlehrgang abgezogen worden. Und sein Junge wär’ am selben Tag auf die Hitlerschule gekommen.“

„Manche denken, er hat sich irgendwo bei Leuten versteckt. Die Polizei hat bei Reuters und beim Kleinertbauer Haussuchung gemacht. Auch auswärts, in Rautenbach und in Heinersdorf, haben sie gesucht. Manche denken sogar, er will zu den Russen überlaufen. Der ,Himmelhund‘ hat eine Werwolfgruppe gegründet und will ihn fangen und abknallen, hat er gesagt. Vielleicht ist er auch draußen im Wald. Manche denken auch, er ist dem Wolfgang nachgemacht, um ihn nicht auf die Hitlerschule zu lassen.“

„Warum ist Herbert nicht übergelaufen“, die Frau, schluchzend.

1973 erschien im Mitteldeutschen Verlag „Auf der Suche nach Gatt“ von Erik Neutsch. Neutsch erzählt darin die erregende Geschichte des Bergarbeiters Eberhard Gatt, der aufstieg mit dem Aufstieg seiner Klasse, der aus den Kupferschächten in die Redaktion einer Zeitung kam, der Macht ausübte, streng gegen sich und andere, der sein Leben einsetzte, wenn es Not tat, der einen Lehrer fand und ein Mädchen, das ihn liebte.

Aber die Stärken des Mannes Gatt waren zugleich seine Schwächen. Er wusste zu wenig von den Schwierigkeiten des Kampfes, von der Kompliziertheit des Sozialismus. So verlor er in einer entscheidenden Situation das Vertrauen zu Ruth, der Frau, die ihn liebte, und er verlor sie. Neutsch erzählt von den Stärken und Schwächen dieses Mannes, er erzählt von Erkenntnis und Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung und überhaupt von den Möglichkeiten des Menschen. Aus heutiger Sicht klingt es zugleich wie eine Erinnerung an eine frühere Utopie und vielleicht auch wie eine Hoffnung auf künftige Utopien.

Und hier ein kurzer Ausschnitt aus diesem Buch:

Ich fahre ein zweites Mal in den Zirkonbetrieb. Weder Kaffee, nach ungarischer Art gekocht, noch Zigarren, nicht einmal ein Stuhl wird mir angeboten. Dr. Minnich empfängt mich im Stehen. Die Tränensäcke unter seinen Augen sind aufgedunsen. Ich unterbreite ihm die Vorschläge der Redaktion. Er hört mich nicht einmal in Ruhe an. Stets wiederholt er: Ich will Genugtuung haben, Herr, ich lasse mich von Ihnen nicht ausschmieren. Die Erregung zeichnet ihn körperlich Seine Lippen verfärben sich grau, seine Glieder beben. Zwar versucht er noch immer, mir seine Arroganz zu zeigen, aber auch sie wirkt schlaff und müde. Ich fühle mich ihm überlegen. Und ich befrage ihn, indem ich ihn damit erbarmungslos an unsere erste Begegnung erinnere: Soll ich meine Frau hereinrufen, daß sie jedes Wort zu Protokoll nimmt. Er wehrt mit beiden Händen ab. Ein gebrochener Mann.

Aber er ist nicht bereit, seine Fehler einzugestehen. Wir schreiben einen zweiten Artikel. Ich schreibe ihn. Die Finger zur Faust oder Der lächerliche Alleingang des modernen Don Quichotte. Jeremias Weißbecher sieht es gern, wenn man literarische Vergleiche zieht. Die Vorwürfe gegen Dr. Minnich sind diesmal schärfer formuliert. Wir kündigen eine Versammlung im Zirkonbetrieb an und fordern, daß sich Dr. Minnich vor der Belegschaft verantwortet. Demokratie. Die Frage der Macht. In diesem Staat herrscht die Arbeiterklasse.

Die Redaktion zollt mir Beifall. Journalismus, wie er sein soll. Paradestück. Nur Ruth fragt mich manchmal schon bangend: War das nötig? Ich habe sie richtig eingeschätzt. Du wirst nicht töten können…

Die Belegschaftsversammlung jedoch findet nicht mehr statt. Mitten hinein in unsere Vorbereitungen platzt ein Anruf aus dem Chemiekombinat. Dr. Minnich, heißt es, hat die Republik verraten. Über Nacht. Er nahm sich nicht einmal genügend Zeit für seine Flucht. Die Haussuchung ergibt, daß nicht ein einziges Möbelstück fehlt. In der Küche wartet noch Geschirr auf den Abwasch. Nur mit ein paar Handkoffern sind Dr. Minnich und Familie verschwunden. Ein bißchen Wäsche darin und Wertsachen. Seinen Privatwagen findet man in der Nähe des Bahnhofs Friedrichstraße. Daß er auch Akten mitnahm, dahinter kommt die Staatssicherheit erst später.

Das Buch „Die Woge“ von Ingrid Möller erschien 1988 im Prisma-Verlag Zenner und Gürchott, Leipzig. Um 1800 schmuggelte ein holländischer Kapitän Bilder eines damals unbekannten japanischen Malers nach Europa. Sein Name wurde bald weltberühmt: Hokusai. Die von einem leidenschaftlichen Interesse an der Natur und den Menschen seiner Heimat getragenen Malereien und Holzschnitte eröffneten zugleich den Blick in eine fremde Kultur. Jahrhundertelang hatte sich Japan vor der übrigen Welt verschlossen, war das Land mit dem Odium des Geheimnisvollen umgeben. Die Kultur des fernöstlichen Inselreiches war und ist durch Tradition geprägt. Das gilt auch für das Werk Hokusais, des außerhalb seines Landes wohl bekanntesten japanischen Künstlers. Seine wechselvolle Biografie zeichnet die Kunsthistorikerin und Japankennerin Ingrid Möller in 47 Szenen nach, die wesentlichen Lebensstationen folgen. Eindrucksvoll erzählt, ersteht zugleich ein lebendiges Bild des kulturellen und Alltagslebens im japanischen Kaiserreich um 1800.

Lesen Sie einen kleinen Auszug aus diesem Buch:

Hokusai weiß, dass ihm nur noch eine kurze Frist bleibt, aber er möchte diese Gewissheit für sich behalten. Oyei soll keinen Verdacht schöpfen, die Schüler nicht, überhaupt niemand.

Während Oyei fast geräuschlos das Teegeschirr wegräumt, bleibt Hokusai reglos sitzen und hält stumm Zwiesprache mit sich: Natürlich, kein Mensch lebt ewig, einmal musste diese Erkenntnis kommen. Aber so bestürzend plötzlich? – Eigentlich nicht plötzlich, Warnzeichen gab es schon früher. Der Schlaganfall damals. Damals – vor über zwanzig Jahren. Längst vergessen! Ein aufgeschobener Tod ist ein ferner Tod. War es Übermut, lauthals im ersten Band der „Hundert Ansichten des Berges Fuji“ zu verkünden, Hokusai würde einhundertundzehn Jahre alt werden? Es klingt fast so. Aber irgendwie habe ich daran geglaubt; je mehr ich diesem Alter näher rückte, desto sicherer wurde ich meiner Sache. Schließlich hatte ich ein gutes Recht, daran zu glauben, weil ich stets voll neuer Pläne war. Heißt es doch sehr richtig: Üben ist der Weg zur inneren Reife. Mein ganzes Leben war ein einziges Üben. Nie war ich mit mir zufrieden. Jede Zeichnung war mir nur Vorstufe einer noch besseren. Rastlos war ich, nie faul. Gewiss. Und es gibt niemand auf der Welt, der zu zählen vermag, wie viel Blätter sich unter meinem Tuschpinsel in Sinn- und Abbilder unseres Lebens verwandelt haben. Niemand. Selbst ich nicht. Es werden vielleicht Zehntausende sein! … Man könnte sagen: das reicht. Andere schaffen in ihrem Leben nicht den kleinsten Bruchteil dessen. Versuchen es auch gar nicht – ganz gleich, auf welchem Gebiet. Trotzdem! Ich will nicht, dass das alles war! Es wäre keine gute Entscheidung, mich jetzt abzuberufen, Herr Emma-o! Ich bin noch nicht bereit für die Unterwelt, noch viel zu lebendig, noch immer unterwegs zu neuen Ufern.

Hundertundzehn Jahre! Das hieße, es lägen noch zwanzig vor mir! Zwanzig Jahre voll ungeahnter Möglichkeiten. Könnte ich sie doch nutzen! Weiß der Himmel, ich würde jeden Tag auszuschöpfen wissen, wie ich es bisher mit allen Tagen tat! Hokusai starrt auf die Tatamimatten vor seinen Knien, ohne etwas zu sehen.

Das Buch  „Unter dem Banner des weißen Hirsches“ von Klaus Möckel erschien erstmals 1966 in der kap-Reihe (Krimi, Phantastik, Abenteuer) des Verlages Kultur und Fortschritt Berlin. Satakru, Kaiser der Okirfen und Herrscher über siebenundzwanzig Königreiche, befindet sich auf einem bereits vier Jahre währenden Feldzug, der ihm den endgültigen Triumph über seine letzten Widersacher bringen soll. Seine Macht scheint unbegrenzt, doch Teredschan, sein Statthalter, warnt ihn vor Gefahren aus dem Inneren des Landes. Die Untertanen sind kriegsmüde,  zu viel wurde zerstört, Handel und Gewerbe befinden sich im Niedergang. Obgleich nicht überzeugt von diesen Argumenten, beschließt Satakru, eine Wahrsagerin aufzusuchen, die ihm die Zukunft deuten soll. Zu seiner Überraschung trifft er auf eine junge,  zugleich kluge wie auch schöne Frau,  in die er sich verliebt,  obwohl sie ihm nicht die erhoffte Weissagung verkündet. Die vorliegende Erzählung war eine der ersten Publikationen des Autors. In einer fiktiven Welt spielend, in der die Schwerter aufeinander klirren und der Herrscher seine Größe durch immer neue Eroberungen zu beweisen sucht, bestimmen Macht, Zerstörung und das Aufbegehren dagegen das Geschehen. Die Liebe, so stark sie auch sein mag, vermag den Kaiser nicht von seinem verhängnisvollen Weg abzubringen.

Eine kleine Leseprobe zeugt davon, dass Möckel schon 1966 ein guter Erzähler war:

Die Truppen Teredschans, unsicher, ob sie zum Angriff übergehen oder Verteidigungsstellung beziehen sollten, hatten auf den Hügeln gegenüber den kaiserlichen Formationen haltgemacht. In ihrem Rücken lag die Stadt Tau, eine gut befestigte und reiche Stadt, in der Satakru gern zu Gast gewesen war. Nach wie vor schauten ihre Türme stolz und gebieterisch ins Land; ihre Mauern waren hoch und hatten in früheren Zeiten manchem Angreifer standgehalten.

Satakru dachte daran, dass seine Soldaten nach dem Sieg diese Stadt plündern würden. ‚Plünderungen im eigenen Land", sagte er sich. Aber er wusste auch, dass er das nicht verhindern konnte, wollte er das Heer und damit die Macht behalten. Mehr noch, wenn es sich notwendig machte, würde er die Türme, die Mauern, die Häuser, alles dem Erdboden gleichmachen.

Zunächst musste der Gegner jedoch auf offenem Feld bezwungen werden. ‚Gut nur, dass Teredschan nichts vom Kriegführen versteht‘, dachte der Kaiser. ‚Wenn er sofort angriffe, würde er uns vielleicht schlagen können.‘

Stattdessen kam ein Bote aus dem anderen Lager und brachte Satakru einen Brief. ‚Was will er jetzt noch?‘, fragte sich der Kaiser. ‚Die einstige Freundschaft ins Gedächtnis rufen? So tun, als sei überhaupt nichts geschehen?‘ Er nahm das Schreiben seines Gegners nach einigem Zögern an. Er hatte sich nicht getäuscht. Teredschan wollte verhandeln. Er bat ihn zu einem Gespräch zwischen die Fronten ins Niemandsland.

Das Buch „Das verflixte Rollenspiel“ von Hans-Ulrich Lüdemann erschien erstmals 1986 bei Der Kinderbuchverlag Berlin.

Ein nahezu beschauliches Leben führte die Familie Moor bis zum 3. Januar 1985, an dem Ellen Moor einen Autounfall verursachte, in dessen Folge ihr Mann Karl querschnittgelähmt war. Karl Moor hatte seine Frau zur Eile angetrieben, wollte er doch eine TV-Sendung zu Ehren des Geburtstages von Wilhelm Pieck, des ersten Staatspräsidenten der DDR, sehen. Durch ein Missverständnis zwischen den Eltern war verabsäumt worden, den Videorekorder zwecks Mitschnitts zu programmieren.

Die Geschwister Roman Moor (geb. Lubenow, weil Eltern tot) und Amalia Moor mussten in der Folgezeit mit ansehen, dass die Familie immer stärker auseinanderfiel. Die Eltern wurden mit dem Schicksalsschlag nicht fertig. Karl Moor ließ sich in die Rolle eines stillen Leiders fallen, was seiner Frau stärker zusetzte als hätte er sie wegen ihrer Schuld an seinem Krüppel-Dasein beschimpft. Romans Adoptivvater, der sich bereits vor dem Unfall nicht hatte entscheiden können, welcher von fünf Mimen er folgen müsse, um als erfolgreicher Künstler zum Lebensunterhalt der vierköpfigen Familie beitragen zu können, floh geradezu in ihr Wochenendhaus bei Hollwiss, einem beschaulichen Dorf. Hier versuchte Karl Moor, auf dessen Vornamen seinerzeit der hochgebildete Buchhändler und Schillerverehrer (Die Räuber) Maximilian Moor bestanden hatte (Ähnliches traf später bei der Namensgebung für seine Enkelin Amalia zu) verbissen, herauszufinden ob er fortan Autor, Mime, Maler, Komponist oder Bildhauer sein wollte.

Alle schienen sich mehr recht als schlecht eingerichtet zu haben. Bis eines Morgens Roman Moor sah, wie aus dem Schlafzimmer der Eltern Herr Dr. Hampe in den Wohnungsflur trat als sei dies die natürlichste Sache der Welt. Während Amalia diese Veränderung in der Familie akzeptierte, sabotierte Roman den Eindringling, wo es nur ging. Er ordnete dessen Schallplattensammlung, indem zwei getrennte Haufen sich auf dem Teppich im Wohnzimmer wiederfanden – einer mit Hunderten Schallplattenhüllen und sein Pendant mit den Platten. Das Einsortieren dürfte eine Menge Arbeit erfordern beziehungsweise viel Zeit verschlingen …

Roman Moor tat sich als Rabauke in der Schule hervor, bestahl Fischer Wehles Reusen, verschaffte sich bei den Mädchen einen zweifelhaften Ruf als Schürzenjäger und begann mit Hannibal oder kurz Hanno Pökermann, einem kürzlich aus Westberlin zugezogenen Schlimmen Finger mit dem Trinken von Hochprozentigem. Als Roman nicht mehr weiter wusste, suchte er das Gespräch mit seinem Adoptivvater. Beide hatten ein ausgeklügeltes System des Umgangs miteinander – das Rollenspiel. Sprachen sich beide aus, dann schlüpfte der querschnittgelähmte Vater in die Rolle des alten ortsansässigen Fischers und dem Sohn oblag die Rolle eines 14-Jährigen Petrijüngers. Diese scheinbare Anonymität erlaubte es beiden, mit aller Schärfe ihre Meinung dem jeweils anderen beizubringen.

Und so kam es, dass Roman, der nach wie vor unter dem Verhältnis seiner Adoptivmutter mit Dr. Hampe litt, erfahren musste, dass der Vater von der neuen Gemeindeschwester Akke Jensen mehr als nur medizinisch versorgt wurde. Ja, dass es da noch eine kleine Silke gab. Und noch eins machte Roman schwer zu schaffen: die Pökermanns waren hierher gezogen, um in Hollwiss ein beträchtliches Erbe anzutreten. Dazu gehörten auch Land und Wochenendhaus, von Romans Stiefvater genutzt. Beides zu kaufen überstieg die finanziellen Möglichkeiten der Familie Moor. Gegenwärtig stellt Karl Moor aus illegal eingeführtem Elfenbein kleine Kultfiguren her, die Pökermann durch dunkle Kanäle via Skandinavien nach Westberlin schafft und dort mit entsprechenden Zertifikaten als Jahrhunderte alte Indische Gottheiten mit hohem Gewinn verscherbeln lässt.

Als Roman Moor glaubt, dass die übelsten Sachen ausgestanden sind, versucht er sich mit einem Bonmot zu empfehlen: „Der Moor hat seine Schuldigkeit getan – der Moor kann gehen!“ Leider hat er mal wieder daneben gegriffen, wie Karl Moor auch sogleich berichtigt: „Das ist Fiesco. Auch von Schiller. Aber Moor mit -Otto- und -Hilda-! In der Mitte! Dieser Schwarze …“

Und hier ein kurzer Ausschnitt aus dem Kinderbuch:

„Eine Saukälte! Gösselchen ging neben mir! Als sie mitkriegte, dass meine Hände vor Frost blau waren, da hat sie die angehaucht und in ihre gefütterten Thermohosentaschen gesteckt! Einfach so. Kam mir vor wie ein siamesischer Zwilling. Ein Gefühl war das! O Mann!!“

Tatsächlich verdreht der Vierzehnjährige noch im Nachhinein die Augen. Über sechs Monate war das bereits her! Aber noch immer kann Roman nicht vergessen, wie heiß ihm damals von einem Augenblick zum anderen geworden ist. Mit jedem Schritt, bei dem er die warmen Oberschenkel der jungen Frau durch das Taschenfutter spürte, wurde dem Jungen trockener im Hals. Bis dahin hämmerte ohnehin sein Herz. Das ist schon irre gewesen …

Ätzend! kommentierte Hannibal, wie andere Mitschüler verdammt sauer über diese von Fräulein Genslein gewiss als mütterliche Geste empfundene Bevorzugung des Roman Moor, der unter jener Kälte offensichtlich mehr litt als seine Klassenkameraden.

Bei Antje Holtpann war es Monate später für Roman ähnlich gewesen. Diese Hitzewelle, die, während sie durch seinen Körper vom Kopf bis in die kleinste Zehe schoss, ungeheuer stark macht! Bei Antje sind beide allein gewesen. Mit Sekt und Musik. Dazu ihre aufregenden Tanzvorführungen mit dem zusammengedrehten Badehandtuch, das eine Riesenschlange darstellen sollte. Wenn ABV Oberleutnant Holtpann das gesehen hätte! Der ist sowieso nicht gut zu sprechen auf seine Tochter. Zweimal sitzengeblieben bisher, das Mädel! Und plötzlich Faxen als künftige Schlangentänzerin! Mit so gut wie nichts an!

Es war im heutigen Newsletter auf die eine oder andere Art viel von Hoffnung die Rede – Hoffnung auf Frieden, Hoffnung auf Leben, Hoffnung auf ein gutes und menschliches Leben. Es gehört zu den Stärken der Literatur, ebensolche Hoffnungen wecken zu können und zum Nachdenken darüber anzuregen, wie sich Hoffnungen in Realitäten verwandeln können.

Zugleich kann Literatur aber auch zeigen, wie und warum Hoffnungen scheitern. Dennoch kann beides Kraft und Mut machen – für künftige Hoffnung. Schließlich bedeutet Hoffnung – das Wort hat seine Wurzeln im Mittelniederdeutschen hopen wie hüpfen und vor Erwartung unruhig springen oder zappeln – so viel wie Vertrauen in die Zukunft. Und genau darum geht es.

Viel Vergnügen beim Lesen und Hoffen auf die Zukunft, weiter einen hoffentlich schönen Sommer, bleiben auch Sie weiter vor allem schön gesund und munter und bis demnächst.

Und zum Schluss noch ein kleiner Ausblick gefällig? In der nächsten Woche steht mit „Mit Feuer und Schwert“ von Elke Nagel unter anderem eine spannende Erzählung aus der Zeit der Hussitenbewegung auf dem Programm.

Über die EDITION digital Pekrul & Sohn GbR

EDITION digital war vor 28 Jahren ursprünglich als Verlag für elektronische Publikationen gegründet worden. Inzwischen gibt der Verlag Krimis, historische Romane, Fantasy, Zeitzeugenberichte und Sachbücher (NVA-, DDR-Geschichte) sowie Kinderbücher gedruckt und als E-Book heraus. Ein weiterer Schwerpunkt sind Grafiken und Beschreibungen von historischen Handwerks- und Berufszeichen sowie Belletristik und Sachbücher über Mecklenburg-Vorpommern. Bücher ehemaliger DDR-Autoren werden als E-Book neu aufgelegt. Insgesamt umfasst das Verlagsangebot, das unter www.edition-digital.de nachzulesen ist, mehr als 1.300 Titel. E-Books sind barrierefrei und Bücher werden klimaneutral gedruckt.

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