Ab dem Jahr 2026 vergibt die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) erstmals Stipendien an junge Wissenschaftler im Bereich der Multiple Sklerose-Forschung. Ziel des neuen Programms ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs innerhalb der MS-Forschungscommunity gezielt zu fördern, zu vernetzen und den qualifizierten Ausbau individueller methodischer Kompetenzen für eine MS-spezifische Forschung zu ermöglichen.

Mit dem neuen Stipendium erweitert die DMSG ihr langjähriges Engagement in der Forschungsförderung. Nachwuchsforschende erhalten erstmals die Möglichkeit, eine finanzielle Unterstützung für einen befristeten Aufenthalt in renommierten nationalen oder internationalen Forschungseinrichtungen oder Gastlaboren zu beantragen, um dort MS-relevante Methoden zu erlernen oder zu vertiefen.

Gefördert werden kann ein Zeitraum von bis zu sechs Monaten mit einer monatlichen Fördersumme von bis zu 3.000 Euro, insgesamt maximal 18.000 Euro. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt auf Grundlage eines nationalen Begutachtungsverfahrens. In dieses sind Vertreter des Ärztlichen Beirats sowie des Bundesbeirats MS-Erkrankter der DMSG eingebunden. Die finale Entscheidung trifft der Geschäftsführende Vorstand des DMSG-Bundesverbandes.

Anträge können zweimal jährlich gestellt werden, jeweils bis zum 15. März und 15. Oktober eines Kalenderjahres. Das entsprechende Antragsformular sowie weiterführende Informationen sind ab sofort auf der Website der DMSG unter dem Bereich „Forschungsförderung und Stipendien“ verfügbar (Forschungsförderung und Stipendien | DMSG).

Teil eines umfassenden Förderengagements

Die Einführung des Nachwuchsstipendiums fügt sich in die umfassende Forschungsförderung der DMSG ein. Seit vielen Jahren unterstützt die DMSG wissenschaftliche Projekte zur Ursachenforschung, Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose.  Gefördert wurden in den vergangenen Jahren unter anderem Projekte zu den Rahmenthemen „Genderspezifische Aspekte“, „Beeinflussbare Umweltfaktoren“, Fatigue“, sowie „Einfluss des Alters“. Mit der Einzelprojektförderung unterstützt die DMSG gezielt Wissenschaftler mit innovativen Forschungsideen. Dafür stellt der Bundesverband jährlich bis zu 110.000 Euro für Projekte mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren bereit. Die Anträge werden durch ein unabhängiges und internationales Gutachtersystem bewertet.

Dank an Förderer und Ausblick

Die DMSG dankt ihren Mitgliedern, Partnern sowie allen Spendern für ihre Unterstützung, ohne die die Umsetzung dieses neuen Stipendienprogramms nicht möglich wäre. Sie lädt zugleich dazu ein, das Programm aktiv bekannt zu machen und geeignete Nachwuchswissenschaftler auf die neue Fördermöglichkeit hinzuweisen.

Berichte über die ersten geförderten Stipendiaten werden im Laufe des Jahres folgen. Mit dem neuen Stipendienprogramm setzt die DMSG ein weiteres Zeichen für ihr nachhaltiges Engagement zur Förderung der MS-Forschung und zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Multipler Sklerose.

Über den Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Der DMSG-Bundesverband e.V., 1952/1953 als Zusammenschluss medizinischer Fachleute gegründet, vertritt die Belange Multiple Sklerose Erkrankter und organisiert deren sozialmedizinische Nachsorge.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft mit Bundesverband, 16 Landesverbänden und derzeit mehr als 750 örtlichen Kontaktgruppen ist eine starke Gemeinschaft von MS-Erkrankten, ihren Angehörigen, mehr als 3380 engagierten ehrenamtlichen Helfern und 220 hauptberuflichen Mitarbeitern. Insgesamt hat die DMSG 42.000 Mitglieder.

Mit ihren umfangreichen Dienstleistungen und Angeboten ist sie heute Selbsthilfe- und Fachverband zugleich, aber auch die Interessenvertretung MS-Erkrankter in Deutschland. Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes ist Christian Wulff, Bundespräsident a.D.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark), die zu Störungen der Bewegungen, der Sinnesempfindungen und auch zur Beeinträchtigung von Sinnesorganen führt. In Deutschland leiden nach Zahlen des Bundesversicherungsamtes mehr als 280.000 Menschen an MS. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht genau bekannt.

MS ist keine Erbkrankheit, allerdings spielt offenbar eine genetische Veranlagung eine Rolle. Zudem wird angenommen, dass Infekte in Kindheit und früher Jugend für die spätere Krankheitsentwicklung bedeutsam sind. Welche anderen Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss. Die Krankheit kann jedoch heute im Frühstadium günstig beeinflusst werden. Deutschlandweit sind schätzungsweise 280.000 Menschen an Multipler Sklerose erkrankt, weltweit etwa 2,9 Mio. Menschen.

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