Für gleich vier engagierte Akteure der Kinder- und Jugendarbeit hatten die Stiftungsbotschafter Stefan Tölg und Daniele Siebert gute Nachrichten: Sie alle durften sich über die Auszeichnung mit dem Town & Country Stiftungspreis freuen. Zur feierlichen Übergabe der Urkunden wurden die Preisträger in das Musterhaus der Landsberger Massivhaus GmbH eingeladen. Im Rahmen des Empfangs hatte jeder geförderte Verein die Möglichkeit, sein Projekt vorzustellen und sich untereinander auszutauschen.
„Gerade im ländlichen Raum lebt die Kinder- und Jugendarbeit von Menschen, die sich mit Herzblut engagieren. Die vier ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie viel Gemeinschaft, Unterstützung und Zukunftsperspektiven entstehen können, wenn Ehrenamtliche sich für junge Menschen einsetzen. Dieses Engagement möchten wir mit dem Town & Country Stiftungspreis sichtbar machen und stärken“, betonte Stiftungsbotschafterin Daniele Siebert.
Die Auszeichnungen für die vier Preisträger sind jeweils mit 1.000 € Preisgeld dotiert:
- Seit 1987 ist der Förderkreis für krebskranke Kinder im Allgäu eine Stütze für die gesamte Familie – von der Krebsdiagnose über die Behandlung bis weit nach dem Ende der Krankheit hinaus. Aus eigener Erfahrung wissen die Ehrenamtlichen, wie sich die Welt einer Familie auf den Kopf stellt, wenn das Kind mit Krebs diagnostiziert wird. Die Köpfe sind voll mit Sorgen, Ängsten, Fragen und stillen Hoffnungen. Bei Klinikbesuchen mit selbstgebackenem Kuchen, gemeinsamen Ausflügen und ungezwungenen Treffen geben die Ehrenamtlichen des Förderkreises Halt, beantworten Fragen und bringen Betroffene zusammen. Einmal jährlich organisiert der Verein ein gemeinsames Wochenende für Familien, die im Vorjahr die Krebsbehandlung beendet haben. Hier können sich Kinder, Geschwister und Eltern entspannen, untereinander austauschen und das Erlebte gemeinsam verarbeiten. Das Preisgeld der Town & Country Stiftung fließt in die Verwirklichung des nächsten Familienwochenendes.
- Die Lebenshilfe Memmingen/Unterallgäu begleitet Menschen mit Behinderung sowie ihre Familien in allen Lebensphasen. Mit ihren Offenen Angeboten (OBA) unterstützt sie Betroffene dabei, ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben in der Gesellschaft zu führen. Ein engagiertes Team aus Fachkräften und ehrenamtlichen Helfer:innen organisiert vielfältige Freizeit- und Ferienangebote für Kinder mit Behinderungen. Während am Standort Memmingen bereits ein breit gefächertes Kinderprogramm erfolgreich etabliert ist, baut es sich in Mindelheim aktuell auf. Gerade Kinder mit geistiger oder mehrfacher Behinderung benötigen eine besonders intensive Betreuung und können daher häufig nicht an regulären Freizeitangeboten wie Vereinssport teilnehmen.Mit dem Preisgeld der Town & Country Stiftung möchte die Lebenshilfe Memmingen/Unterallgäu nun auch in Mindelheim ein vielfältiges Freizeitprogramm für rund 20 Kinder im Schulalter aufbauen. Geplant sind regelmäßige Aktionen wie Basteln, Backen, Musik, Tanz sowie Ausflüge und tiergestützte Aktionen. Gleichzeitig soll ein qualifiziertes Team aus ehrenamtlichen Betreuungspersonen aufgebaut und geschult werden.
- Die Wirkwerk Theatertage des evangelischen Bildungswerks Weilheim bringen professionelles Theater dorthin, wo kulturelle Angebote oft fehlen: in den ländlichen Raum. An vier Vorstellungstagen erleben jeweils rund 800 Kinder und Erwachsene lebendiges Theater mit Musik, Bewegung und Sprache. Mit niedrigen Eintrittspreisen und einem niedrigschwelligen Ansatz schafft das Projekt ein besonderes Erlebnis, das Fantasie, Sprache und Empathie fördert und kulturelle Teilhabe ermöglicht. Die Aufführungen regen zum Austausch an, stärken die Ausdrucksfähigkeit und wecken Begeisterung für Kunst über Generationen hinweg. Diese Begeisterung soll weitergetragen werden: Als Anschlussprojekt ist ein generationenübergreifendes Musical geplant, das im Herbst 2026 aufgeführt wird. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior:innen entwickeln dabei gemeinsam ein Bühnenwerk – ein lebendiges Zeichen dafür, wie verbindend Kultur wirken kann.
Die Förderung der Town & Country Stiftung hilft dabei, entstehende Kosten wie Gage, Raummiete, Fahrtkosten und Werbematerial zu decken - Das Taking Hands Educational Centre befindet sich in einem informellen Stadtteil von Omaruru und betreut aktuell rund 120 Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 19 Jahren aus sozial schwachen Familien. Die Einrichtung verfolgt einen inklusiven Ansatz und nimmt sowohl Kinder mit geistigen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen oder mit Teilleistungsstörungen sowie Kinder ohne Beeinträchtigung auf.
Übergeordnetes Ziel des Projektes ist es, Chancengerechtigkeit durch Bildung zu ermöglichen und langfristig zur sozialen Integration und nachhaltigen Entwicklung der Gemeinschaft beizutragen. Die Fördersumme der Town & Country Stiftung wird gezielt für die Bereitstellung gesunder Mahlzeiten eingesetzt. Da Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Vollkornprodukte in Namibia häufig sehr teuer sind, ist die Einrichtung auf externe Unterstützung angewiesen, um eine ausgewogene Ernährung der Kinder und Jugendlichen sicherzustellen.
Über den Town & Country Stiftungspreis
Seit 2013 steht der Town & Country Stiftungspreis für Chancengleichheit und Gemeinschaft. Deutschlandweit unterstützt die Stiftung dieses Jahr 300 Projekte mit jeweils 1.000 €, um die wertvolle, oft ehrenamtliche Arbeit für sozial, geistig oder körperlich benachteiligte Kinder und Jugendliche zu fördern. Zwölf besonders herausragende Projekte werden im Rahmen der Town & Country Stiftungsgala am 9. Mai 2026 mit zusätzlichen 5.000 € ausgezeichnet. Eine unabhängige Jury wählt die Projekte aus.
Erstmalig wird auf der Town & Country Stiftungsgala auch ein Sonderpreis vergeben. Unter dem Motto „Jung trifft Alt – Begegnung, die verbindet“ werden zwei Projekte, die auf kreative Weise intergenerative Begegnung stiften und Austausch zwischen Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen ermöglichen, mit 10.000 € auf dem 1. Platz und 5.000 € auf dem 2. Platz gefördert.
„Mensch sein heißt verantwortlich sein“ – diesem Leitsatz folgt die gemeinnützige Town & Country Stiftung seit ihrer Gründung durch das Unternehmerpaar Gabriele und Jürgen Dawo im Jahr 2009. Neben der Förderung der Kinder- und Jugendhilfe engagiert sich die Stiftung für unverschuldet in Not geratene Bauherren und Eigentümer von zu Wohnzwecken selbstgenutzten Einfamilienhäusern, für Bildungsprojekte im Bereich Natur- und Umweltbildung, für Kunst und Kultur sowie für bürgerschaftliches Engagement.
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Anger 55/56
99084 Erfurt
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