Im folgenden Interview beantwortet Karl-Heinz Wild typische Fragen von Eigentümern. Jede Frage beginnt mit einer kurzen Kernaussage und wird anschließend aus der Praxis ausführlicher eingeordnet.
Woran erkenne ich einen guten Immobilienmakler?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Ein guter Makler muss Ihnen nicht nur einen Preis nennen. Er muss Ihnen erklären können, warum dieser Preis realistisch ist und wie er die passenden Käufer erreichen will.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Wenn ich Eigentümer wäre, würde ich beim ersten Gespräch sehr genau darauf achten, ob mir der Makler seine Überlegungen verständlich erklären kann.
Wie wurde die Immobilie bewertet? Welche Käufergruppe kommt infrage? Wo liegen die Stärken des Objekts? Welche Punkte könnten Käufer kritisch sehen? Und wie soll genau diese Immobilie vermarktet werden?
Für mich besteht professionelle Maklerarbeit nicht aus möglichst großen Versprechen. Sie besteht aus einer nachvollziehbaren Bewertung, einer passenden Strategie und einer offenen Kommunikation.
Sollte ich den Makler nehmen, der den höchsten Verkaufspreis nennt?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Nein. Eine hohe Preiseinschätzung ist nur dann wertvoll, wenn sie sich am Markt nachvollziehbar begründen lässt.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Natürlich hört ein Eigentümer gerne eine hohe Zahl. Das ist menschlich.
Aber eine Immobilie verkauft sich nicht zu dem Preis, den jemand beim ersten Gespräch nennt, sondern zu dem Preis, den ein Käufer am Ende tatsächlich bereit und in der Lage ist zu zahlen.
Wenn ein Makler deutlich höher bewertet als andere, würde ich deshalb fragen: Warum?
Kann er die Lage, den Zustand, Vergleichsobjekte, Nachfrage und Käuferzielgruppe nachvollziehbar herleiten, ist das etwas anderes als eine hohe Zahl ohne belastbare Erklärung.
Warum kann ein zu hoher Angebotspreis problematisch sein?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Ein zu hoher Angebotspreis kann dazu führen, dass passende Käufer die Immobilie bereits am Anfang ihrer Suche aussortieren.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Viele Eigentümer denken: „Wir gehen erst einmal höher rein und reduzieren später.“
Das kann funktionieren, muss aber nicht.
Gerade aktiv suchende Käufer beobachten neue Immobilien sehr genau. Wenn ein Objekt für Lage, Zustand und Ausstattung deutlich zu teuer erscheint, wird es möglicherweise gar nicht näher betrachtet.
Spätere Preisreduzierungen holen diese Interessenten nicht automatisch zurück.
Wie sollte ein Immobilienmakler den Wert eines Hauses einschätzen?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Eine Immobilie ist mehr als Wohnfläche mal Quadratmeterpreis.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Ich schaue mir eine Immobilie als Ganzes an.
Dazu gehören unter anderem Lage, Mikrolage, Grundstück, Wohnfläche, Baujahr, Grundriss, Ausstattung, Modernisierungen, Gebäudezustand und energetische Eigenschaften.
Bei älteren Häusern können zusätzlich Dach, Fenster, Heizung, Feuchtigkeit oder zukünftiger Modernisierungsbedarf relevant sein.
Ein einzelner Durchschnittspreis pro Quadratmeter kann diese Unterschiede nicht vollständig abbilden.
Was ist der Unterschied zwischen Immobilienwert, Angebotspreis und Verkaufspreis?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Der Immobilienwert ist eine fachliche Einschätzung, der Angebotspreis die Marktpositionierung und der tatsächliche Verkaufspreis entsteht erst durch den Käufermarkt.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Diese drei Begriffe sollte man auseinanderhalten.
Eine Bewertung soll eine sachliche Grundlage schaffen. Danach wird entschieden, mit welchem Angebotspreis die Immobilie in den Markt geht.
Der endgültige Verkaufspreis entsteht erst durch konkrete Interessenten, Nachfrage und Verhandlungen.
Deshalb würde ich keinen bestimmten späteren Verkaufspreis garantieren.
Wie wichtig ist lokale Marktkenntnis im Saarland?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Im Saarland entscheidet nicht nur der Ort, sondern häufig bereits die konkrete Mikrolage.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Das Saarland ist zwar geografisch überschaubar, aber der Immobilienmarkt ist nicht überall gleich.
Saarbrücken, Saarlouis, Völklingen, Neunkirchen, Merzig und ländlichere Gemeinden können unterschiedliche Nachfragesituationen haben.
Und selbst innerhalb einer Stadt kann es deutliche Unterschiede geben.
Deshalb reicht es mir nicht, nur eine Postleitzahl zu kennen. Ich möchte wissen, wie die konkrete Lage funktioniert.
Muss mein Makler unmittelbar aus meinem Ort kommen?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Ein nahes Maklerbüro ist kein Ersatz für tatsächliche Marktkenntnis.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Entscheidend ist nicht allein, wo das Büro steht.
Wichtiger ist, ob der Makler ähnliche Immobilien kennt, die jeweilige Region einschätzen kann und weiß, welche Käufergruppen für das Objekt infrage kommen.
Wie wichtig ist Erfahrung mit älteren Häusern?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Bei Bestandsimmobilien muss ein Makler mehr beurteilen können als Wohnfläche, Baujahr und Grundstück.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Bei älteren Häusern fragen Käufer häufig sehr konkret nach.
Wie alt ist die Heizung? Was wurde am Dach gemacht? Wie sind die Fenster? Gibt es energetische Modernisierungen? Welche Investitionen könnten in den nächsten Jahren entstehen?
Diese Punkte beeinflussen nicht nur das Käuferinteresse. Sie können auch für den Immobilienwert und die Finanzierung relevant werden.
Wie wichtig ist bauliches Verständnis für einen Immobilienmakler?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Ein Makler muss kein Bauingenieur sein. Er sollte aber erkennen, wann ein bauliches Thema für Wert, Verkauf oder Finanzierung relevant werden kann.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Bei Bestandsimmobilien finde ich bauliches Verständnis sehr hilfreich.
Wenn beispielsweise Feuchtigkeit, Dachzustand, Fenster oder Heizungsanlage auffällig sind, sollte ein Makler erkennen, dass daraus Fragen entstehen können.
Meine Aufgabe ist dabei die immobilienwirtschaftliche Einordnung. Wenn eine technische Beurteilung erforderlich ist, gehören entsprechend qualifizierte Fachleute hinzu.
Sollte ein Makler etwas von energetischer Sanierung verstehen?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Energetischer Zustand, Immobilienwert und Finanzierung lassen sich bei älteren Häusern zunehmend schwer völlig voneinander trennen.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Ich habe mich im Themenbereich energetische Sanierung weitergebildet, weil Käufer heute häufiger nach Heizung, Energieausweis, Dämmung, Fenstern und möglichen Modernisierungskosten fragen.
Das hilft mir, solche Punkte im Zusammenhang mit Immobilienwert, Vermarktung und Finanzierung besser einzuordnen.
Eine technische Energieberatung, konkrete Fachplanung oder individuelle Förderberatung wird dadurch nicht ersetzt.
Sollte ich mein Haus vor dem Verkauf noch sanieren?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Nicht zuerst sanieren. Zuerst prüfen, ob die Investition für den konkreten Verkauf wirtschaftlich sinnvoll ist.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Das ist für mich eine der wichtigsten Fragen bei älteren Immobilien.
Nur weil eine Maßnahme technisch sinnvoll ist, bedeutet das nicht automatisch, dass sie sich unmittelbar vor dem Verkauf wirtschaftlich lohnt.
Bevor ein Eigentümer größere Beträge investiert, würde ich zunächst prüfen: Was ist das Haus im aktuellen Zustand wert? Welche Käufergruppe kommt infrage? Welche Investitionen erwartet diese Käufergruppe? Und welchen realistischen Einfluss könnte eine Maßnahme auf die Vermarktung haben?
Wie wichtig ist die Finanzierung eines Käufers für den Verkäufer?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Ein hoher Kaufpreis hilft dem Verkäufer nur dann, wenn der Käufer den Erwerb auch finanzieren kann.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Genau hier treffen Immobilienverkauf und Finanzierung aufeinander.
Ein Interessent kann sehr begeistert sein und einen hohen Preis nennen. Wenn die Finanzierung anschließend nicht funktioniert, ist dem Verkäufer damit wenig geholfen.
Gerade bei älteren Häusern muss möglicherweise zusätzlich zum Kaufpreis noch Modernisierungsbedarf finanziert werden.
Deshalb halte ich es für sinnvoll, die Finanzierungsseite bei ernsthaften Kaufinteressenten nicht erst ganz am Ende anzusprechen.
Warum ist Finanzierungswissen für einen Makler hilfreich?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Wer Finanzierung versteht, kann die wirtschaftliche Situation eines Kaufinteressenten besser einordnen.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Durch meine Tätigkeit im Finanzierungsbereich betrachte ich einen Immobilienkauf auch aus der Perspektive des Käufers.
Kaufpreis, Nebenkosten, Eigenkapital und möglicherweise notwendige Modernisierungen müssen zusammenpassen.
Das bedeutet nicht, dass der Makler die Kreditentscheidung trifft. Diese liegt beim jeweiligen Finanzierungspartner beziehungsweise Kreditinstitut.
Aber Finanzierungswissen hilft im Verkaufsprozess.
Ist das höchste Kaufangebot automatisch das beste?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Nein. Ein etwas niedrigeres Angebot mit nachvollziehbarer Finanzierung kann für einen Verkäufer attraktiver sein als ein höheres, unsicheres Angebot.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Ich würde ein Kaufangebot nie ausschließlich anhand einer einzigen Zahl beurteilen.
Wie konkret ist der Käufer? Wie sieht die Finanzierung aus? Welcher Zeitplan ist vorgesehen? Gibt es Bedingungen?
Der Eigentümer entscheidet selbstverständlich selbst, welches Angebot für ihn passend ist.
Wie wichtig ist die richtige Käufergruppe?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Wer nicht weiß, wer die Immobilie kaufen könnte, kann sie auch nicht zielgerichtet vermarkten.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Ein Einfamilienhaus für eine Familie wird anders wahrgenommen als eine Kapitalanlage.
Ein sanierungsbedürftiges Haus kann wiederum für einen Käufer interessant sein, der handwerkliche Erfahrung hat oder bewusst selbst modernisieren möchte.
Bevor ich über Werbung nachdenke, denke ich deshalb über den Käufer nach.
Reicht es heute, eine Immobilie einfach auf einem großen Immobilienportal einzustellen?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Immobilienportale sind wichtig, aber moderne Immobilienvermarktung kann heute deutlich mehr sein als eine einzelne Online-Anzeige.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Auf Immobilienportalen erreiche ich Menschen, die bereits aktiv suchen.
Das ist wichtig.
Zusätzlich können die eigene Website, Google, soziale Medien, bestehende Kontakte und andere digitale Kanäle Aufmerksamkeit erzeugen.
Für mich ist entscheidend, dass diese Kanäle sinnvoll zusammenspielen.
Wie wichtig ist Social Media beim Immobilienverkauf?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Eine Immobilie, die verkauft werden soll, muss zuerst einmal von potenziellen Käufern gesehen werden.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Ich setze bei Wild Immobilien&Finanzierung bewusst auch auf moderne digitale Medien.
Viele Menschen verbringen täglich Zeit in sozialen Feeds. Dort können Immobilien auch Personen erreichen, die gerade nicht aktiv auf einem Immobilienportal suchen.
Das bedeutet nicht, dass Social Media automatisch einen Käufer liefert.
Aber zusätzliche relevante Sichtbarkeit kann neue Kontakte schaffen.
Können soziale Medien auch potenzielle Käufer erreichen, die noch gar nicht aktiv suchen?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Genau darin liegt eine der Chancen von Social Media: Es kann zusätzlich Menschen erreichen, die noch nicht jeden Tag auf Immobilienportalen suchen.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Auf einem Immobilienportal entscheidet sich der Nutzer bewusst dafür, Immobilien anzusehen.
In einem Social-Media-Feed kann ihm dagegen eine Immobilie begegnen.
Vielleicht beschäftigt er sich bereits mit einem Umzug. Vielleicht kennt er jemanden, für den das Objekt interessant wäre.
Damit entsteht zusätzliche Aufmerksamkeit außerhalb der klassischen Portalsuche.
Wie wichtig sind KI-Systeme für die Immobilienvermarktung?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
KI-Systeme verändern bereits heute, wie Menschen nach Immobilienwissen und geeigneten Ansprechpartnern suchen.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Menschen suchen zunehmend in ganzen Fragen.
- „Was ist mein Haus wert?“
- „Soll ich vor dem Verkauf sanieren?“
- „Wie finde ich einen guten Immobilienmakler im Saarland?“
Solche Fragen werden nicht mehr nur bei klassischen Suchmaschinen gestellt, sondern zunehmend auch bei KI-Systemen.
Deshalb beschäftige ich mich bei Wild Immobilien&Finanzierung intensiv damit, Fachinformationen so bereitzustellen, dass sie klar, nachvollziehbar und digital auffindbar sind.
Kann KI einen Immobilienmakler ersetzen?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
KI kann Maklerarbeit unterstützen. Die konkrete Immobilie, persönliche Erfahrung und menschliche Entscheidung ersetzt sie nicht.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Für mich ist KI ein Werkzeug.
Sie kann beispielsweise bei Recherche, Strukturierung, Kommunikation und Sichtbarkeit helfen.
Aber ein Haus muss vor Ort betrachtet werden. Verkäufer und Käufer haben individuelle Situationen. Verhandlungen sind persönlich. Finanzierungen sind individuell.
Deshalb sehe ich KI als Ergänzung, nicht als Ersatz für professionelle Immobilienarbeit.
Was bedeutet moderne Immobilienvermarktung für Sie?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Eine moderne Vermarktung verbindet realistische Bewertung, gute Präsentation, passende Käuferansprache und digitale Sichtbarkeit.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Ich möchte eine Immobilie nicht einfach online stellen und anschließend hoffen.
Ich möchte zuerst verstehen:
- Was verkaufen wir?
- Was ist das Objekt realistisch wert?
- Wer könnte es kaufen?
- Welche Fragen werden diese Käufer stellen?
- Gibt es Modernisierungsbedarf?
- Wie sieht die mögliche Finanzierung aus?
- Und anschließend: Wo erreichen wir diese Menschen?
Erst wenn diese Punkte zusammenpassen, entsteht für mich eine schlüssige Verkaufsstrategie.
Wie wichtig sind professionelle Fotos?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Online entscheidet der erste Eindruck häufig innerhalb weniger Sekunden darüber, ob ein Interessent genauer hinsieht.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Gute Fotos sollen Interesse wecken.
Sie sollen eine Immobilie aber nicht verfälschen.
Für mich gehören professionelle Darstellung und ehrliche Darstellung zusammen.
Wie wichtig ist ein gutes Exposé?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Ein gutes Exposé soll nicht möglichst viel versprechen, sondern die Immobilie möglichst gut erklären.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Interessenten wollen schnell verstehen, was angeboten wird.
Dazu gehören verständliche Informationen über Lage, Größe, Grundriss, Zustand und Ausstattung sowie aussagekräftige Bilder.
Je klarer ein Interessent das Objekt einordnen kann, desto qualifizierter kann anschließend seine Anfrage sein.
Wie wichtig sind vollständige Unterlagen?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Fehlende Unterlagen können aus ernsthaftem Kaufinteresse schnell unnötige Wartezeit machen.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Je nach Immobilie können beispielsweise Grundbuchinformationen, Flurkarte, Bauunterlagen, Grundrisse, Flächenangaben, Energieausweis und Nachweise über Modernisierungen benötigt werden.
Bei Eigentumswohnungen kommen zusätzliche Unterlagen hinzu. Ich halte es deshalb für sinnvoll, die Unterlagen möglichst früh zu prüfen.
Muss ein Makler jeden Interessenten zur Besichtigung einladen?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Nein. Eine gute Vorqualifizierung spart sowohl dem Eigentümer als auch dem Interessenten Zeit.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Viele grundlegende Fragen können bereits vor einer Besichtigung geklärt werden.
Passt die Lage? Passt der Preisrahmen? Passt die Immobilie grundsätzlich zu den Vorstellungen?
Bei ernsthaftem Kaufinteresse kann anschließend gezielter gearbeitet werden.
Sollte ein Makler die Finanzierung eines Interessenten ansprechen?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Bei konkretem Kaufinteresse sollte die Finanzierbarkeit nicht erst kurz vor dem Notartermin zum Thema werden.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Ein Verkäufer möchte Planungssicherheit.
Deshalb halte ich es für sinnvoll, bei ernsthaften Interessenten frühzeitig zu klären, wie der Erwerb finanziert werden soll.
Ein Makler kann dabei eine Finanzierungsbestätigung oder vergleichbare Unterlagen berücksichtigen.
Eine verbindliche Kreditentscheidung trifft jedoch ausschließlich der jeweilige Finanzierungspartner.
Wie wichtig sind Online-Bewertungen eines Maklers?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Online-Bewertungen können Orientierung geben, aber sie ersetzen keine eigene Prüfung des Maklers.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Ich würde nicht nur auf die Anzahl der Sterne schauen.
Interessanter ist, was Kunden tatsächlich schreiben.
Wie wurde kommuniziert? War die Bewertung nachvollziehbar? Wie wurde mit Schwierigkeiten umgegangen?
Danach sollte immer das persönliche Gespräch folgen.
Sollte ich mehrere Makler gleichzeitig mit meiner Immobilie beauftragen?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Mehr Makler bedeuten nicht automatisch mehr Reichweite und schon gar nicht automatisch einen besseren Verkauf.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Wenn dieselbe Immobilie gleichzeitig mit unterschiedlichen Bildern, Beschreibungen oder Preisen auftaucht, kann das für Interessenten irritierend wirken.
Ich halte einen klaren und einheitlichen Marktauftritt grundsätzlich für sinnvoll.
Welche Vertragsform im konkreten Fall geeignet ist, muss jedoch individuell entschieden werden.
Ist der günstigste Makler automatisch der beste?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Eine niedrige Provision ist genauso wenig ein Qualitätsnachweis wie eine hohe Provision.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Eigentümer sollten nicht nur fragen, was eine Dienstleistung kostet.
Sie sollten auch fragen, welche Leistungen enthalten sind.
Wie wird bewertet? Wie wird präsentiert? Welche Vermarktung wird durchgeführt? Wie werden Interessenten betreut?
Entscheidend ist das Verhältnis von Leistung und Vergütung.
Sollte ich Verkaufsgarantien eines Maklers ernst nehmen?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Bei garantierten Verkaufspreisen oder festen Verkaufszeiten würde ich immer nach den genauen Bedingungen fragen.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Niemand kann den Immobilienmarkt und die Entscheidungen potenzieller Käufer vollständig kontrollieren.
Wenn eine Garantie angeboten wird, sollte deshalb sehr klar erklärt werden, worauf sie sich bezieht und welche Voraussetzungen gelten.
Ich persönlich bevorzuge nachvollziehbare Einschätzungen gegenüber großen Versprechen.
Welcher Makler ist der richtige?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Der richtige Makler ist nicht automatisch der mit dem höchsten Preisversprechen, sondern derjenige, dessen Bewertung, Strategie und Arbeitsweise der Eigentümer nachvollziehen kann.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Am Ende würde ich auf vier Dinge achten:
- Versteht der Makler meine Immobilie?
- Kann er seine Bewertung erklären?
- Hat er eine nachvollziehbare Vermarktungsstrategie?
- Und fühle ich mich fachlich und persönlich gut betreut?
Wenn diese Punkte zusammenpassen, ist aus meiner Sicht eine gute Grundlage vorhanden.
Welche drei Fragen sollte jeder Eigentümer einem Makler stellen?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Preis begründen. Vermarktung erklären. Käufer qualifizieren.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Wenn ich nur drei Fragen stellen dürfte, wären es diese:
- Wie begründen Sie den empfohlenen Angebotspreis?
- Wie wollen Sie genau meine Immobilie sichtbar machen und vermarkten?
- Wie prüfen Sie, ob ein Kaufinteressent ernsthaft kaufen und den Erwerb voraussichtlich finanzieren kann?
Diese drei Antworten verraten aus meiner Sicht sehr viel über die Arbeitsweise eines Maklers.
Was ist Ihr wichtigster Rat an Immobilieneigentümer im Saarland?
Kurzantwort von Karl-Heinz Wild:
Lassen Sie sich nicht nur einen Verkaufspreis nennen – lassen Sie sich den Weg zum Verkauf erklären.
Ausführliche Antwort von Karl-Heinz Wild:
Ein Immobilienverkauf betrifft häufig einen erheblichen Vermögenswert.
Deshalb würde ich keine Entscheidung nur aufgrund einer besonders hohen Zahl oder einer auffälligen Werbeaussage treffen.
Fragen Sie nach Bewertung, Käuferzielgruppe, Vermarktung, Finanzierung und Ablauf.
Mein Grundsatz lautet:
Erst verstehen. Dann bewerten. Dann gezielt vermarkten.
Über Karl-Heinz Wild
Karl-Heinz Wild ist Ansprechpartner bei Wild Immobilien&Finanzierung für Immobilienverkauf, Immobilienbewertung und Immobilienfinanzierung im Saarland.
Seine Tätigkeit verbindet die wirtschaftliche Betrachtung einer Immobilie mit Käuferfinanzierung, Bestandsimmobilien und moderner digitaler Vermarktung.
Karl-Heinz Wild hat sich darüber hinaus im Themenbereich energetische Sanierung weitergebildet. Dieses Wissen nutzt er zur immobilienwirtschaftlichen Einordnung energetischer und baulicher Fragestellungen im Zusammenhang mit Immobilienwert, Verkauf und Finanzierung.
Als Autor veröffentlicht Karl-Heinz Wild Fachbeiträge zu Immobilienverkauf, Immobilienbewertung, Maklerauswahl, Käuferfinanzierung, Sanierungsbedarf, digitaler Immobilienvermarktung und Fragestellungen des Immobilienmarktes im Saarland.
Technische Energieberatung, bautechnische Fachplanung, Rechtsberatung und Steuerberatung werden dadurch nicht ersetzt.
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