Zum Zeitpunkt der Zulassung sind viele Fragen zum optimalen Einsatz von neuen Krebsmedikamenten unbeantwortet. Das betrifft zum Beispiel die geeignete Dosierung in verschiedenen Patientengruppen, die Dauer der Behandlung, aber auch den Vergleich der verfügbaren Therapieoptionen untereinander oder deren optimale Reihenfolge. Wegen dieser Wissenslücken werden oft nicht die bestmöglichen Ergebnisse für Patientinnen und Patienten erzielt. Dieses […]
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Weitere Therapieoption beim multiplen Myelom in später Therapielinie: eher unmet evidence need als unmet medical need
Linvoseltamab wird als Monotherapie zur Behandlung von Erwachsenen mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom eingesetzt, die bereits mindestens drei Therapien durchlaufen haben. Im April 2025 erteilte die EU-Kommission dem bispezifischen Antikörper eine bedingte Zulassung. Damit stand der Wirkstoff bereits früh zur Verfügung, obwohl noch keine ausreichenden Daten für eine uneingeschränkte Zulassung vorlagen. Solche bedingten Zulassungen […]
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Darmkrebs-Screening: IQWiG-Vorbericht zur unteren Altersgrenze und Koloskopie-Frequenz liegt vor
Gesetzlich Versicherte haben gemäß den aktuellen Regelungen ab einem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Darmkrebs-Früherkennung. Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) überprüft das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) derzeit die unteren Altersgrenzen sowie den zeitlichen Abstand und die Anzahl der Koloskopien zur Früherkennung bei Personen ohne Verdacht auf Darmkrebs und ohne spezifisch erhöhtes […]
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Trastuzumab deruxtecan bei Magenkarzinom: Jetzt beträchtlicher Zusatznutzen
Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastzumab deruxtecan ist für mehrere Anwendungsgebiete zugelassen und wird zur Behandlung verschiedener Tumoren (etwa in Brust oder Lunge) eingesetzt. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) jetzt erneut untersucht, ob Trastzumab deruxtecan bei Erwachsenen mit fortgeschrittenem HER2-positivem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs – die bereits […]
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IQWiG veröffentlicht Vorbericht über Beckenbodentraining in der Schwangerschaft zur Prävention von prä- und postpartaler Harninkontinenz
Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) prüft das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) derzeit den Nutzen eines Beckenbodentrainings in der Schwangerschaft zur Prävention von prä- und postpartaler Harninkontinenz. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergleichen dabei das Beckenbodentraining in der Schwangerschaft mit anderen in Deutschland verfügbaren Maßnahmen zur Prävention von Harninkontinenz beziehungsweise zu keinen präventiven Maßnahmen […]
continue readingDie Methoden des IQWiG: Neue Version gilt ab sofort
Gutachten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bilden die wissenschaftliche Basis für zentrale Entscheidungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Dazu gehören der Ein- und Ausschluss medizinischer Leistungen, die Festlegung jährlicher Mindestmengen für komplexe Eingriffe in Krankenhäusern und die Verhandlung von Erstattungspreisen neuer Arzneimittel. Umso wichtiger ist es, dass das IQWiG seine Bewertungsmethoden stets aktuell, fachlich […]
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IQWiG veröffentlicht Vorbericht zum Aktualisierungsbedarf beim DMP COPD
Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aktuelle evidenzbasierte Leitlinien zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) identifiziert, um deren Empfehlungen mit der Disease-Management-Programm-Anforderungen-Richtlinie (DMP-A-RL) abzugleichen und eventuelle Diskrepanzen festzustellen. Für den jetzt vorliegenden Vorbericht wertete das Wissenschaftlerteam des IQWiG Empfehlungen aus elf nationalen und internationalen […]
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Vulvodynie: Welche nicht medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten sind erfolgsversprechend?
Im Auftrag des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht derzeit ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter der Federführung des Instituts für Forschung in der Operativen Medizin, Universität Witten/Herdecke, den Nutzen nicht medikamentöser Verfahren wie u. a. Beckenbodentherapie oder Psychotherapie bei der Behandlung von Vulvodynie (Juckreiz und Schmerzen im Vulvabereich). Die Wissenschaftler […]
continue readingLecanemab bei früher Alzheimer-Krankheit: Bislang unveröffentlichte Daten zeigen keinen Zusatznutzen
Seit September 2025 ist Lecanemab in Deutschland zur Behandlung der frühen Alzheimer-Krankheit verfügbar. Das Medikament soll das Fortschreiten der Erkrankung bremsen und darf nur bei Erwachsenen eingesetzt werden, die [*]leicht kognitiv beeinträchtigt sind oder an einer leichten Demenz leiden, [*]typische Eiweißablagerungen (Amyloid-Beta-Plaques) im Gehirn aufweisen und [*]höchstens eine Kopie der Genvariante ApoE ε4 im Erbgut […]
continue readingIQWiG veröffentlicht Vorbericht über Akupunktur zur Prophylaxe bei Migräne
Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) prüft das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) derzeit bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit Migräne den Nutzen einer manuellen (klassischen) Akupunktur mit Nadeln zur Migräneprophylaxe im Vergleich zu einer medikamentösen Migräneprophylaxe beziehungsweise zu keiner medikamentösen Migräneprophylaxe für den Fall, dass diese wegen Unwirksamkeit, Unverträglichkeit oder Kontraindikation nicht […]
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