Die Oper Leipzig stellte am Donnerstag, 1. März, 11 Uhr ihre Pläne für die nächste Saison vor. Der Intendant und Generalmusikdirektor der Oper Leipzig, Prof. Ulf Schirmer, präsentierte gemeinsam mit OperndirektorinFranziska Severin, Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder sowie Cusch Jung, Chefregisseur der Musikalischen Komödie, die Höhepunkte der Spielzeit 2018/19. Insgesamt 15 Neuproduktionen werden Premiere feiern: Fünf Opernpremieren, fünf Premieren des Leipziger Balletts und fünf Premieren in der Musikalischen Komödie sowie 46 weitere Werke werden im aktiven Repertoire zu sehen sein.

Über 400 Veranstaltungen von August 2018 bis Juli 2019 stehen in der kommenden Saison in Oper, Leipziger Ballett und Musikalischer Komödie auf dem Programm. Dieses reicht von Oper, Spieloper, Operette, Musical bis hin zu klassischem und modernem Ballett über Sonderveranstaltungen wie die SilversterGala, Kooperationen mit anderen Kulturinstitutionen der Stadt wie dem Kunstkraftwerk Leipzig, dem Schauspiel Leipzig und der Freien Szene bis hin zu kleineren Formaten in den Häusern und im Stadtraum. Ebenfalls dazu zählt das breite Angebot der neu benannten Sparte »Junge Oper Leipzig« für Kinder, junge Erwachsene und Familien sowie generationsübergreifende Projekte. Hinzu kommen Haus- und Sonderführungen sowie Fremdveranstaltungen.

OPER LEIPZIG

Wagner, Strauss, Puccini im Fokus | Kompositionswettbewerb »Wie klingt Heimat?«

Mit dem Gewandhausorchester, einem der weltbesten Klangkörper, als musikalischem Partner bleiben Richard Wagner und Richard Strauss auch in Zukunft zentrale Säulen des Opern-Spielplans. Eine Neuproduktion von Richard Wagners »Der fliegende Holländer« wird am 30. März 2019 unter der musikalischen Leitung des Hausherren Ulf Schirmer Premiere feiern. Sie ist ein weiterer Schritt auf dem Weg hin zu dem erklärten Ziel, bis zum Jahr 2022 alle Werke des in Leipzig geborenen Komponisten fest im Repertoire des Hauses zu verankern. Das wäre weltweit ein Alleinstellungsmerkmal. Die Inszenierung liegt in den Händen des holländischen Regisseurs und Bühnenbildners Michiel Dijkema, der mit seinen spektakulären Bühnenideen (»Faust«, »Tosca«, »Rusalka«) die Herzen des Leipziger Publikums erobert hat. Die bekanntesten Werke von Richard Strauss werden in zwei Themenwochenenden am 12. und 13. Januar 2019 sowie vom 26. bis 28. April 2019 gebündelt, die mit den Wiederaufnahmen von »Elektra« und »Der Rosenkavalier« verbunden sind.

Nach »Tosca«, »Madama Butterfly« und »Turandot« kann sich das Publikum in der Oper zum Spielzeitauftakt am 29. September 2018 auf die Premiere von Giacomo Puccinis eher selten gespielter Oper »La fanciulla del West / Das Mädchen aus dem goldenen Westen« freuen. Cusch Jung, Chefregisseur der Musikalischen Komödie, feiert mit dieser Inszenierung sein Opernregiedebüt und setzt auf die bewährte Zusammenarbeit mit Karin Fritz für Bühne und Kostüm. Starsopranistin Anja Kampe wird in der Rolle der Minnie debütieren, Ensemblemitglied Tuomas Pursio alterniert mit Simon Neal, der für die Premiere besetzt ist, als Jack Rance. Puccini komponierte als Auftragswerk für die Metropolitan Opera New York eine Oper über das Leben in einem Goldgräbercamp im berühmt-berüchtigten Wilden Westen.

Mit der Premiere einer Neuproduktion von Georges Bizets »Carmen« in der Regie von Lindy Hume am 30. November 2018 geht im Zuge der Repertoirekomplettierung eine der meistgespielten Opern weltweit wieder in den Spielplan der Oper Leipzig ein. Die australische Regisseurin, die in Leipzig bereits »La Cenerentola« und »Don Pasquale« inszenierte, bringt eine selbstbewusste Frau auf die Bühne, die bedingungslos den Traum der großen Freiheit lebt.

Die kanadische Mezzosopranistin Wallis Giunta, Ensemblemitglied der Oper Leipzig und derzeit als »Young Singer« für die International Opera Awards 2018 nominiert, wird als Carmen debütieren.

Nachdem in der aktuellen Spielzeit Antonin Dvorˇáks »Rusalka« eine der bekanntesten tschechischen Opern Premiere feierte, gelangt mit der komischen Oper »Die verkaufte Braut« am 15. Juni 2019 ein nicht minder populäres tschechisches Werk seines Landsmannes Bedrˇích Smetana auf den Spielplan. Das auch inhaltlich in Smetanas böhmischer Heimat angesiedelte Werk nimmt das Publikum auf eine nostalgische Zeitreise in die Ära der arrangierten Ehen mit. Der »Tanz der Komödianten« gilt als eines der berühmtesten Orchesterstücke des Komponisten. Die Regie für diese Neuproduktion liegt in den Händen von Christian von Götz, der in der Spielzeit 2016/17 an der Oper Leipzig bereits Carl Maria von Webers »Der Freischütz« inszenierte.

Ein kurzweiliges Opernerlebnis für die ganze Familie verspricht Marius Felix Langes »Schneewittchen«, das am 9. März 2019 mit dem Opernregiedebüt von Patrick Rohbeck im Opernhaus Premiere feiert. Langes Kinderoper von 2011 erzählt das bekannte Märchen der Brüder Grimm um Neid und Schönheitswahn auf eine frische, humorvolle Art. Der Komponist hat dabei aktuelle Themen in eine kindgerechte Musik verpackt. Dass die Oper trotz aller Eingängigkeit mit reichlich Raffinesse und Anspruch aufwartet, dürfte auch die Ohren Erwachsener erfreuen.

Erstmals lobt die Oper Leipzig einen Kompositionswettbewerb zum Thema »Wie klingt Heimat?« aus und begibt sich dabei auf musikalische Spurensuche. Ziel ist neben der Förderung junger Komponistinnen und Komponisten auf dem Gebiet zeitgenössischer Musik die Anregung zur künstlerischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen. Im Mittelpunkt steht das ureigene Instrument des Menschen, die Stimme. Die von der Jury unter dem Vorsitz von Intendant und Generalmusikdirektor Prof. Ulf Schirmer prämierten Kompositionen werden bei einem Preisträgerkonzert am 26. Juni 2019 in der Oper Leipzig zur Uraufführung gebracht. Eine detaillierte Ausschreibung erfolgt ab April 2018 über die fachspezifischen Portale und die Homepage der Oper Leipzig.

LEIPZIGER BALLETT

»Magnificat« mit Indie-Folk-Duo CocoRosie | Beethoven-Abend mit Festakt »25 Jahre Städtepartnerschaft Houston-Leipzig« | Uwe-Scholz-Gala

Mit der Premiere eines Ballettabends zu Johann Sebastian Bachs »Magnificat« am 9. Februar 2019 wird nach der »Johannes-Passion« und Felix Mendelssohn Bartholdys sinfonischer Kantate »Lobgesang« die erfolgreiche Zusammenarbeit des Leipziger Balletts mit dem Chor der Oper Leipzig zu zentralen Werken der Leipziger Chorliteratur fortgesetzt. In seiner choreografischen

Uraufführung bricht Mario Schröder gemeinsam mit dem US-amerikanischen Indie-Folk-Duo CocoRosie das »Magnificat« ganz bewusst auf und spannt musikalisch einen Bogen in die Moderne. Die künstlerisch vielseitig begabten Schwestern Bianca und Sierra Casady kontrapunktieren mit eigens für den Ballettabend entwickeltem Material Bachs Werk.

Mit dem neuen Ballettabend »Beethoven/Ravel« leistet das Leipziger Ballett einen künstlerischen Beitrag zum 25. Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Leipzig und Houston und wird zur Premiere am 27. Oktober 2018 den offiziellen Festakt ausrichten. Daher treffen in diesem Ballettabend prägende choreografische Handschriften der beiden Städte aufeinander. Uwe Scholz‘ Choreografie »Siebente Symphonie« aus dem Jahr 1991 nach Beethovens gleichnamigem Orchesterwerk begegnet dem Ballettstück »Tu Tu« zu Ravels Klavierkonzert G-Dur – eine Choreografie von Stanton Welch, dem Künstlerischen Leiter des Houston Ballets. Abgerundet wird der Abend durch eine Uraufführung von Mario Schröder. 

Am 31. Dezember 2018 wäre Uwe Scholz 60 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass ehrt das Leipziger Ballett diesen allzu früh verstorbenen Ausnahmekünstler und ehemaligen Chefchoreografen und Ballettdirektor mit einer Gala am 1. Dezember 2018. Für seinen Namen stehen Titel wie »Die Schöpfung«, »Die Große Messe« oder »Pax questuosa«. Das Erbe und damit die Erinnerung an Uwe Scholz lebendig zu halten, ist dem Leipziger Ballett ein zentrales Anliegen. Er hat die Company in der Zeit nach der Wiedervereinigung entscheidend geprägt. Nicht zuletzt erfährt das Wirken des Choreografen in Mario Schröder, einem engem Freund Uwe Scholz’, eine konsequente Weiterentwicklung. Im Rahmen der Gala werden Choreografien von Uwe Scholz mit Musik von Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart, Sergej Rachmaninow u. a. aufgeführt.

Im Rahmen der bestehenden Kooperation mit dem Schauspiel Leipzig feiert am 22. März 2019 auf der Großen Bühne des Schauspiel der Tanzabend »If You Were God« des französischen Choreografen Martin Harriague Premiere. Harriague begann seine Laufbahn als Tänzer bei Thierry Malandain, der in Leipzig bereits seine Choreografie »Don Juan / Mozart à deux« zeigte. Nach verschiedenen Stationen war für Harriague die Zeit mit der Kibbutz Contemporary Dance Company eine prägende Erfahrung. Er gewann zahlreiche Nachwuchspreise, u. a. in Stuttgart, Hannover und Kopenhagen, und wurde unter anderem zum Ballet National de Marseilles, zur Kibbutz Contemporary Dance Company und zum Malandain Ballet Biarritz eingeladen.

Die bestehende Zusammenarbeit des Leipziger Balletts mit dem LOFFT als Kooperationspartner der Freien Szene wird in der nächsten Spielzeit intensiviert: Austragungsstätte der Premiere eines neuen Ballettabends aus der Reihe »Intershop« am 28. Juni 2019 wird erstmals der neue Standort des LOFFT in der Halle 7 auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei sein. Die Reihe ist der Arbeit junger Tanzschaffender gewidmet.

MUSIKALISCHE KOMÖDIE

Drei Operettenpremieren | Bernsteins »On the Town«

Von Chicago über die Metropolen New York, Paris und London bis in die Schweiz führt die Musikalische Komödie ihr Publikum in der Spielzeit 2018/19. Gleich drei Operettenpremieren, ein Musical, ein Klassiker für  Familien und eine Operettenausgrabung zählen zu den Neuproduktionen.

Den Auftakt bildet am 20. Oktober 2018 auf der großen Bühne der Musikalischen Komödie Emmerich Kálmáns Operette »Die Herzogin von Chicago« aus dem Jahr 1928. Bei dieser royalen Verwechslungskomödie trifft die Neue Welt auf das alte Europa und Jazzmusik auf Wiener Walzer – am Ende steht ein wahrhaft amerikanisches Happy End. Regie führt der Schauspieler, Musical-Darsteller und Regisseur Ulrich Wiggers. Neben seiner Bühnenkarriere trat Wiggers immer wieder auch im Fernsehen auf, u. a. im »Tatort« und »Polizeiruf 110«, als Friedrich der Große in den ZDF-Mehrteilern »Die Deutschen« und »Alles oder Nichts« sowie in der ARD-Serie »In aller Freundschaft«. Seit 2010 ist Wiggers verstärkt als Regisseur tätig, inszenierte »Die Buddenbrooks«, »Cyrano de Bergerac«, »Der Tod eines Handlungsreisenden« sowie die Musicals »Der Mann von La Mancha«, »La Cage aux Folles« und »Into the Woods«.

Ebenfalls in den USA angesetzt ist die Handlung des Musicals »On the Town«, Leonard Bernsteins Hommage an New York in der Regie von Cusch Jung und unter der musikalischen Leitung von Stefan Klingele. Die Premiere findet am 26. Januar 2019 statt. Jeffery Krueger, Benjamin Sommerfeld und Andreas Rainer stürzen sich in den Rollen der drei Matrosen Gabey, Chip und Ozzi auf einem 24-stündigen Landgang in das pralle Leben der amerikanischen Metropole. Karin Fritz gestaltet die Bühne, die Kostüme stammen von Aleksandra Kica.

Paul Burkhards musikalische Komödie »Das Feuerwerk«, die am 13. April 2019 Premiere feiert, erzählt die Geschichte zweier Brüder, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Die bürgerliche Spießeridylle des Fabrikanten Albert Oberholzer und seiner Familie wird durch das Erscheinen seines unliebsamen Bruders, der als Zirkusdirektor ein wildes Leben führt, gehörig durcheinander gebracht. Mit eingängigen Chansons wie »Oh, mein Papa« macht Burkhards »Feuerwerk« seinem Namen auch musikalisch alle Ehre und erlangte weltweite Berühmtheit. Für die Regie konnte Axel Köhler gewonnen werden. Der Kammersänger, Regisseur und Intendant leitete von 2009 bis 2016 als Künstlerischer Direktor und Intendant die Oper Halle. Seine Regiearbeiten führten ihn auch nach Dresden, München, Schwerin, Augsburg, Bayreuth, Leipzig, Innsbruck, Palermo und Graz.

Gegen Ende der Spielzeit bringt der Schauspieler und Regisseur Klaus Seiffert Leo Falls »Madame Pompadour« auf die Bühne der Musikalischen Komödie (Premiere: 1. Juni 2019). Nicht von ungefähr wurde Falls drittletzte Operette zu seinem größten Erfolg: In schwungvoll-eingängigen Melodien zeichnen sich vor dem Hintergrund des umtriebigen Pariser Rokoko die freizügigen Zwanzigerjahre ihrer Entstehungszeit ab. Lilli Wünscher schlüpft als Marquise de Pompadour in die Rolle der Mätresse von Ludwig XV. Leo Fall wird ferner im Rahmen des Operettenworkshops 2019 eine Rolle spielen, der sich erneut einer Operettenausgrabung widmet: Die Operette »Rosen aus Florida« wurde nach Falls Tod im Auftrag seiner Witwe von Erich Wolfgang Korngold vollendet.

Musikalische Komödie erneut ein breites Programm zu bieten: Im Venussaal feiert am 27. September 2018 »Paddington Bärs erstes Konzert«, eine musikalische Geschichte von Herbert Chappell, Premiere. Die nach dem gleichnamigen Londoner Bahnhof benannte Kinderbuchfigur von Michael Bond mit ihrer Vorliebe für Marmelade und Bitterorangen eroberte seit ihrer Erfindung im Jahr 1958 die Kinderherzen weit über die Grenzen Englands hinaus. Der Kinderchor der Oper Leipzig und die Musikalische Komödie setzen ihre Kooperation mit der Schaubühne Lindenfels mit der Produktion »Das Geheimnis der schwarzen Spinne« fort. Darüber hinaus ist die Musikalische Komödie wiederholt Gast bei dem Festival »Klassik für Kinder«, veranstaltet gemeinsam mit dem Museum der bildenden Künste die Reihe »Nachhall« und bietet Künstlern der Jazz- und der Poetry Slam-Szene eine Aufführungsplattform.

SERVICE

Schriftliche Reservierungen für die neue Spielzeit sind ab sofort möglich. Der Kartenvorverkauf beginnt am 16. April 2018 an der Kasse im Opernhaus, unter Tel: 0341-12 61 261 (Mo-Sa 10-19 Uhr), per E-Mail an  service@oper-leipzig.de oder im Internet unter www.oper-leipzig.de

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