Es war einmal eine Sägemühle in Herbstein, die einem Brand zum Opfer fiel. Clemens Schneider, Inhaber und Zimmermeister, fand bald darauf eine Produktionshalle in Lauterbach – und die ist bis heute der neue Mittelpunkt seiner Firma „Holzbau Clemens Schneider“ geblieben. Es war einmal… ist in diesem Fall nicht der Beginn eines Märchens, sondern der einer besonderen Firmenpräsentation: Clemens Schneider hatte neben Wirtschaftsdezernent Dr. Jens Mischak, Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller und Erwin Mönnig von der Kreishandwerkerschaft auch Vertreter des Vereins „pro holzbau hessen“ eingeladen. „Ich will Sie alle mitnehmen auf eine kleine Reise, um Ihnen die Zimmerarbeit zu zeigen. Zugleich werden Sie sehen, wie wir mit unserer Arbeit ganz konkret junge Menschen beim Bleiben unterstützen“, versprach er.

Leidenschaftlich plädiert der Zimmermeister für den Holzbau: „Das größte Problem von Holz ist, dass es brennt“, sagt er im Rückblick auf seine Firmengeschichte, „aber sonst gibt es mit Holz keinerlei Probleme, es ist der ideale Baustoff“. Schneiders Schwerpunkt liegt in der Restauration alter Fachwerkgebäude, er und seine Mitarbeiter haben sich dem Erhalt alter Bausubstanz verschrieben. Sein Dank galt Dr. Jens Mischak für die Mitgliedschaft im Holzbau Cluster Hessen. Der Verein hat sich die Förderung des Umweltschutzes sowie die Berufsbildung und Förderung von Wissenschaft und Forschung im Bereich stofflicher Nutzung von Holz zum Ziel gesetzt.

„Ihre Entscheidung pro Cluster war die richtige“, unterstrich auch Geschäftsführer Heinz Moering und machte deutlich, dass kleine und große Betriebe „vom Waldbesitzer über Sägewerke bis zu den Zimmerern“ zusammenwirken bei der Wertschöpfung vor Ort. Holzbau sei das Synonym für nachhaltiges Bauen – darüber zu informieren und Schulungen anzubieten nannte er als ein weiteres Aufgabengebiet des Vereins.

„Genau diese immense Wertschöpfung im Zusammenhang mit dem Werkstoff Holz inklusive damit verbundener Gewerke hat uns schließlich von der Mitgliedschaft überzeugt“, erklärte Dr. Mischak. Außer dem Vogelsbergkreis war kürzlich auch die Vogelsberg Consult GmbH Mitglied im Holzcluster geworden. Insgesamt 270 Betriebe in Hessen sind dort inzwischen organisiert, 13 Betriebe aus dem Vogelsbergkreis.

Nächste Station der Reise ist ein altes Fachwerkhaus in Frischborn, erbaut um 1700. Die Mitarbeiter von Holzbau Schneider arbeiten gerade auf dem Dachstuhl, im Inneren ist eine neue Kellerdecke aus Douglasienholz eingezogen worden. Hausbesitzerin Annika Döll arbeitet in der Unteren Denkmalschutzbehörde des Schwalm-Eder-Kreises und ist „vom Fach“. Sie zeigt die umfangreichen Restaurierungsarbeiten und führt die Besucher auch auf die Rückseite des Hauses, die bereits neu verschindelt worden ist.

Zum Abschluss der Rundreise erwartet die Gäste eine weitere Großbaustelle in Frischborn: Ebenfalls ein Fachwerkbau, ebenfalls aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert, ein ehemaliger Dreiseithof. Dort sind von außen die Zimmerarbeiten am Fachwerk zu sehen, auch drinnen sind zahlreiche Holzarbeiten durch die Fachfirma erledigt worden oder noch zu erledigen. Dorina Bernges hat 2016 damit begonnen, das Elternhaus ihres Vaters von Grund auf zu sanieren. Für sie wäre es eine schlimme Vorstellung gewesen, hätte das Haus ihrer Großeltern fremde Käufer gefunden, sagt sie.

Und hier schließt sich der Kreis: Dorina Bernges ist eines der Gesichter, mit denen der Kreis für die Region Vogelsberg wirbt – als einem lebenswerten Standort. Ihr Video ist eines der meistangesehenen auf www.vogelsberg.de – „dafür noch einmal meinen herzlichen Dank“, sagte Mischak zum Abschied. Und auch das Versprechen von Zimmermeister Schneider war eingelöst: Er hat an ganz praktischen Beispielen gezeigt, wie er mit seiner Arbeit jungen Menschen beim Bleiben hilft.

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