Auf dem 3. Adventistischen Weltkongress zu Gesundheit und Lebensstil, der vom 9. bis 13. Juli im südkalifornischen Loma Linda/USA stattfand, referierte Torben Bergland, Psychiater, Psychotherapeut und stellvertretender Leiter der Gesundheitsabteilung der adventistischen Weltkirchen-leitung, darüber, wie fanatisches Denken funktioniert und wie es verhindert werden kann. Laut der nordamerikanischen Kirchenzeitschrift Adventist Review (AR) nahmen am Kongress über 800 Fachleute und Interessierte aus 90 Ländern teil.

Nach Merriam-Webster könne Fanatismus wie folgt definiert werden: „Fanatismus ist eine Einstellung oder ein Verhalten, das vor allem durch übermäßige Begeisterung, unvernünftigen Eifer oder ungezähmte und übertriebene Auffassungen zu einem Thema zum Ausdruck kommt“. Gleichzeitig warnte der Psychiater davor, dass es nicht darum gehe, anderen Etiketten aufzukleben, sondern um etwas, für das wir alle ein Potenzial hätten. Er forderte die Kirche auf, Fanatismus zu vermeiden und sich darauf zu konzentrieren, in Jesus Ausgewogenheit zu finden.

Das Problem der Fehlbarkeit

Unter Berufung auf die Autoren H. J. Perkinson und E. Hoffer stellte Torben Bergland unter anderem heraus, dass Fanatismus eine Flucht vor der menschlichen Fehlbarkeit sei. Fanatismus sei oft mit dem Problem der Unwissenheit verbunden, bei dem „die Unwissenden zu unwissend sind, um zu wissen, dass sie unwissend sind“, sagte Bergland. Ein Fanatiker könne nicht überzeugt, sondern nur bekehrt werden, so Bergland.

Adventisten, Gesundheit und Fanatismus

Die Mitbegründerin der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Ellen G. White, habe ein profundes Gespür für Fanatismus gehabt, bemerkte Bergland. Obwohl White für Ernährungs- und andere Veränderungen zur Verbesserung der Gesundheit eingetreten sei, habe sie erklärt, dass das Ausufern in Extreme „der Wunsch und Plan Satans“ sei. Sie habe bereits 1901 davor gewarnt, die Gesundheitsreform nicht zu einer „Gesundheits-Deformation“ werden zu lassen.

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