Die Alpirsbacher Klosterbrauerei will die närrische Jahreszeit nach Hause bringen. Weil wegen der Corona-Beschränkungen die traditionellen Rosenmontagsumzüge, die Fasnetssprünge, das Einschnellen oder das Maskenabstauben in diesem Jahr nicht stattfinden kann, hat die traditionsbewusste Familienbrauerei aus dem Schwarzwald ein „Fasnetsbierle“ in limitierter Auflage gebraut. Mit dieser Spezialität sollen Vereine unterstützt werden, denen aufgrund der Restriktionen wichtige Einnahmenquellen wegfallen.

„Wir lassen uns die lustige Zeit nicht nehmen, auch wenn wir nicht gemeinsam feiern können. Deshalb bringen wir mit unserem Fasnetbierle die Fasnet direkt in die Wohnzimmer aller fasnetbegeisterten Menschen“, sagt Brauerei-Chef Carl Glauner. Unter dem Motto „Jedem zur Freud, niemand zum Leid“ will die Alpirsbacher Klosterbrauerei mit dem „Fasnetbierle“ den Fokus auf die Unterstützung der Vereine legen. Das Bier wird deswegen nicht im Lebensmittel-Einzelhandel verkauft, sondern über den Fachgroßhandel an die Vereine vor Ort vertrieben. „Diese können dann das Fasnetbierle zusammen mit weiteren Zugaben als eigenes Paket schnüren, welches dann an die Vereinsmitglieder oder Narren verkauft werden kann“, erklärt Anja Faißt von der Alpirsbacher Brauwelt die Absicht hinter der sozialen Aktion.

„Die Unterstützung der vielen regionalen Vereine, die gerade im Schwarzwald das kulturelle Brauchtum der Fastnacht pflegen, ist uns sehr wichtig“, ergänzt Geschäftsführer Markus Schlör. Er äußert zugleich die Hoffnung, dass im nächsten Jahr die Fastnacht wieder gemeinsam und im gewohnten Umfang gefeiert werden kann.

Die Aktion mit dem „Fastnetbierle“ reiht sich ein in andere Maßnahmen, mit der die Alpirsbacher Klosterbrauerei in der Corona-Krise bisher Not zu lindern half. So erzeugte die Spezialitätenbrauerei während des ersten Lockdowns für Apotheken, Ärzte, Krankenhäuser, Altenheime und Mitarbeiter aus überschüssigem Ethanol 8000 Liter des Desinfektionsmittels „Desi Numero 1 – Eau de Corone“. Danach legte das sozial eingestellte Familienunternehmen die sogenannten „Alpi Bonds“ auf; damit sammelte die Alpirsbacher Klosterbrauerei für die stark gebeutelte Gastronomie durch den Verkauf von Biertickets, die nach Wiederöffnung der Gastronomie eingelöst werden konnten, fast 60 000 Euro ein. Die Brauerei leitete dieses Geld nicht nur direkt und in voller Höhe an die Gastronomen weiter, sondern unterstützte diese zusätzlich mit 25 Prozent Naturalrabatt.

Über Alpirsbacher Klosterbräu Glauner GmbH & Co.

Die Alpirsbacher Klosterbrauerei wird von Carl Glauner seit 1985 in vierter Generation geleitet. Der 63-Jährige ist der Urenkel des Brauerei-Gründers Johann Gottfried Glauner, der 1877 das Unternehmen kaufte und damit die Benediktiner-Klosterbrauerei aus dem elften Jahrhundert reaktivierte. 1880 ging die Firma an Carl Albert Glauner über. 1906 erfolgte die Umfirmierung in Alpirsbacher Klosterbräu. Geschäftsführer sind der Inhaber Carl Glauner und Markus Schlör. Das Unternehmen im oberen Kinzigtal beschäftigt rund 135 Mitarbeiter und wurde 2019 von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut mit der Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Alpirsbacher Biere werden regelmäßig bei den internationalen Bierwettbewerben World Beer Award und European Beer Star ausgezeichnet. Das Familienunternehmen ist Mitglied beim Verbund "Die Freien Brauer".

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