Zum Abschluss des Weltgesundheitsgipfels in Berlin fordern die Malteser mehr Anstrengungen, um das Vertrauen der Menschen in die Impfstoffe gegen das Coronavirus zu gewinnen. Das gilt besonders für afrikanische Länder. Denn dort sind die Sorgen vor der Impfung und die Falschinformationen bei den Menschen stark ausgeprägt.

In den afrikanischen Ländern liegt die Impfquote noch immer meist im einstelligen Bereich. Das liegt zum einen am Mangel an Impfstoffen und an Logistik, zum anderen am fehlenden Vertrauen der Menschen in die Vakzine. Doch die Pandemie kann nur global bekämpft werden, sagt Roland Hansen, Leiter der Afrikaabteilung von Malteser International.

„Deshalb müssen wir mit den Menschen sprechen. Wir müssen verstehen, welche Gründe sie davon abhalten, sich impfen zu lassen, welche Gerüchte kursieren und diese aus dem Weg räumen. Das gelingt uns nur, wenn wir ihnen auch zuhören. Das haben wir beim letzten Ebola-Ausbruch in der DR Kongo gesehen und das ist bei der Bekämpfung von Corona genauso wichtig, ebenso wie bei allen kommenden Epidemien.“

Während des größten Ebola-Ausbruchs in der DR Kongo zwischen 2019 und 2020 luden die Malteser zusammen mit den Gesundheitsbehörden, die Bevölkerung in Sensibilisierungsworkshops ein. Dort berichteten die Menschen von ihren Ängsten und Gerüchten. Alle weiteren Maßnahmen, wie Krisenreaktionspläne, konnten so auf die Bedürfnisse der Menschen direkt abgestimmt werden und waren deutlich erfolgreicher.

„Auf dem World Health Summit wurde in den vergangenen Tagen viel über eine gerechte Verteilung der Impfstoffe gesprochen. Das ist natürlich die Grundvoraussetzung für die Bekämpfung der Pandemie. Aber das darf nicht alles sein. Wir müssen die Infrastrukturen in den Ländern verbessern und das Vertrauen der Menschen in die Impfstoffe gewinnen. Denn wenn wir die Impfquote weltweit nicht schnellstmöglich verbessern, werden sich neue Mutationen bilden und letztendlich die Wirksamkeit der bisherigen Impfstoffe verringern. Dann werden auch wir in Europa wieder von vorne beginnen müssen und ein Ende der Pandemie rückt in weite Ferne“, sagt Hansen.

 

 

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