HOTREC begrüßt die gestrige Abstimmung des Europäischen Parlaments über den Rechtsakt zu den digitalen Märkten („Digital Market Acts“) außerordentlich. Der im Plenum mit großer Mehrheit angenommene Report des Berichterstatters MdEP Andreas Schwab (EVP/CDU) bestätigt die vom Binnenmarktausschuss (IMCO) getroffenen Entscheidungen, die vielfach positive Auswirkungen auf das Gastgewerbe in Europa haben warden. Das Gastgewerbe und hier insbesondere die Hotellerie sehen sich seit über einem Jahrzehnt mit der zunehmenden Marktmacht der dominierenden Online-Buchungsplattformen konfrontiert.

Dazu HOTREC-Generalsekretärin Marie Audren: „In der Praxis sind Hotels in Bezug auf ihre Online-Präsenz stark von den Online-Vermittlern abhängig und hatten bisher wenig oder gar keine Möglichkeit, deren Bedingungen und Anforderungen in Frage zu stellen. Es gibt eine ‚Nimm es oder lass es‘-Haltung – wobei ‚lass es‘ für die Hoteliers eben keine realistische Option ist. Die Verbesserungen zum Kommissionsentwurf, die das Europäische Parlament nun vorschlägt, öffnen die Tür zu einer ausgewogeneren und faireren Beziehung für die geschäftlichen Nutzer der Plattformen und werden den Verbrauchern bei der Auswahl von Unterkünften im Internet zugutekommen.“

Nach den Vorschlägen des Europäischen Parlaments könnten Gatekeeper beispielsweise europaweit die Preispolitik von Unternehmen auf deren eigenen Online-Vertriebskanälen nicht mehr durch so genannte enge Preisparitätsklauseln einschränken und müssten zudem Daten detailliert mit ihren gewerblichen Nutzern teilen.“ Dies wären wichtige Verbesserungen gegenüber dem Status quo, die die Digitalisierung des Gastgewerbes und seine Fähigkeit, im digitalen Raum mit Plattformen um die Aufmerksamkeit der Verbraucher zu konkurrieren, erheblich erleichtern”, ergänzt Markus Luthe, Vorsitzender von HOTREC’s Distribution Working Group und Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA).

HOTREC gratuliert allen Mitgliedern des Europäischen Parlaments, die zu diesem bahnbrechenden Bericht beigetragen haben. „Wir haben das Gefühl, dass unsere langjährigen Bedenken hinsichtlich der Dominanz von Online-Vermittlern endlich nachhaltig aufgegriffen werden”, erklärt Marie Audren.

Hinsichtlich der nun anstehenden Trilog-Verhandlungen, die unter der französischen EU-Ratspräsidentschaft im Jahr 2022 beginnen, fordert HOTREC die EU-Mitgliedstaaten auf, den vom Europäischen Parlament vorgeschlagenen regulatorischen „Do’s and Don’ts“ zuzustimmen. Bezüglich der Identifizierung von Gatekeepern ist HOTREC der Ansicht, dass die von Parlament und Rat skizzierten Kriterien eine solide Grundlage für einen tragfähigen Kompromiss bieten.

Weitere Informationen: www.hotrec.eu

Wer ist HOTREC?

HOTREC ist der Dachverband der Hotels, Restaurants, Bars und Cafés und ähnlicher Einrichtungen in Europa, der 46 nationale Verbände in 35 Ländern vereint und die Stimme des europäischen Gastgewerbes ist. Die Aufgabe von HOTREC ist es, die Interessen des Gastgewerbes gegenüber der EU und internationalen Institutionen zu vertreten und zu fördern, den Austausch von Wissen und bewährten Verfahren unter den Mitgliedern zu unterstützen, um Innovationen zu fördern, und als Plattform für Fachwissen für das Gastgewerbe zu fungieren.

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