Nach zwei Jahren Corona-Pandemie stehen alle Zeichen auf Lockerung und auch die Reiselust der deutschen UrlauberInnen ist verständlicherweise groß. Aber die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine haben auch die Urlaubsfreude der Deutschen zumindest vorübergehend gedämpft. Die Buchungs- und Bewertungsplattform HolidayCheck hat die aktuellen Buchungsdaten und die Preisentwicklung* ausgewertet und gibt Tipps für die Urlaubsplanung.

  • Schwacher Start zu Beginn der Frühbuchersaison, seit Ende Januar verstärkte Zunahme der Buchungen, ähnlich stark wie zu Vor-Corona-Zeiten; Tendenz weiter positiv.
  • Krieg in der Ukraine: Analog zum gesamten Reisemarkt wurde mit Beginn des Krieges ein merklicher Einbruch im Vergleich zur Vorwoche für alle Destinationen spürbar.
  • Top 5 der beliebtesten Destinationen und Regionen 2022**: Spanien (Mallorca), Türkei (Türkische Riviera), Griechenland (Kreta), Ägypten (Hurghada/Safaga) und Portugal (Madeira).
  • Top 5 der beliebtesten Regionen 2022**: Türkische Riviera, Mallorca, Hurghada, Kreta und Fuerteventura. Im Sommer verdrängt Rhodos Hurghada auf Platz 4
  • Ostern liegt die Türkei deutlich vor Spanien und Ägypten auf Platz eins.
  • Osterdestination: wenig überraschend ist Mallorca bereits sehr gut gebucht. Ausweichoption mit Wärmegarantie: Kanarische Inseln, Festland Portugal sowie Madeira und Vereinigte Arabische Emirate.
  • Beliebteste Destinationen für die Sommersaison: Spanien, Griechenland, Türkei.
  • Tipps für den Sommerurlaub – Regionen, die noch schwach gebucht sind: Weniger überlaufene Strände in Portugal (Süd-Westen/ Algarve), Festland Spanien (Marbella/Costa del Sol), griechische Inseln Skiathos und Samos (Direktflug mit Condor)
  • Preisniveau für 2022 steigt für alle Urlaubsländer im Vergleich zu Vor-Corona deutlich an; zum Teil sogar über 25 Prozent (Ägypten).

Gründe für den Preisanstieg:

  • Generell knappere Hotelverfügbarkeiten aufgrund coronabedingter Insolvenzen (Spanien, Griechenland, DACH-Raum)
  • Geschlossene Hotels trotz vorgezogenem Saisonstart (Mallorca)
  • Anhaltender Personalmangel im Servicebereich (Spanien, Griechenland, DACH-Raum)
  • Begrenzte Flugkapazitäten durch ursprünglich zu geringe Kontingentplanung; Aufstockung der Slots verursacht Extrakosten
  • Höhere Flugpreise durch gestiegenen Ölpreis
  • Leistungsausbau der Veranstalter
    (Corona-Absicherungen; Übernahme Quarantänemaßnahmen)
  • Flex-Tarife bleiben wichtige Entscheidungshilfe: Flexible Stornierungs- und Umbuchungsbedingungen weiterhin hoch im Kurs: rund 60 Prozent aller gebuchten Reisen sind Flex-Buchungen. Zitat Christoph Heinzmann, Tourismusexperte bei HolidayCheck: „UrlauberInnen wollen endlich wieder reisen und trauen sich wieder längerfristig zu buchen. Besonders Familien planen ihre Urlaube für das ganze Jahr im Voraus und nutzen dafür Frühbucherrabatte und Flex-Tarife. Wir sehen Buchungen für Ostern, Pfingsten, Sommer aber auch bereits für die Herbstferien.“
  • Frühes Buchen lohnt sich: Preise steigen seit Anfang des Jahres in nahezu allen Destinationen.
    • Beispiel: Hotelzimmer**** auf Mallorca im Durchschnitt seit Jahresbeginn um 100 Euro teurer, ebenso wie der Flug ab Deutschland.
    • Kanaren und Ägypten: rasante Preissteigerung. Pauschalreise nach Hurghada für eine Familie im März rund 360 Euro mehr, nach Teneriffa über 400 Euro (durchschnittliche Reisedauer 9 Tage).
    • Christoph Heinzmann: „Aktuell sind die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine für die bei russischen UrlauberInnen besonders beliebten Destinationen wie Ägypten oder Türkei noch nicht absehbar.“
  • Aktuelle Lage bei Mietwagen: Preise für Hochsaison bereits auf Vorjahresniveau (Beispiel Mallorca); Tendenz kontinuierlich steigend. Perspektive: Verfügbarkeiten im Sommer werden erneut knapp.
  • Buchungstipps:
    • Weitere Abflugorte in Betracht ziehen; gerade, wenn im benachbarten Bundesland die Ferienzeit schon vorbei ist, kann sich das lohnen
    • Alternative Destination checken: Side oder Evrenski statt Türkische Riviera; Ersparnis von bis zu 440 Euro (Familie) / Bulgarien statt Mallorca; Ersparnis von bis zu 460 Euro (Familie; durchschnittliche Reisedauer 9 Tage)
    • Bis April die verlängerten Frühbuchertarife nutzten
    • Auf Kinderfestpreise achten
    • Wer flexibel ist, kann auf eine Last-Minute Saison spekulieren; wie sicher diese kommt ist momentan nicht vorhersehbar; Zitat Christoph Heinzmann, Tourismusexperte bei HolidayCheck: „Bleiben die Urlauber aus Russland dieses Jahr weg, dann könnte es sein, dass die Türkei und Ägypten nochmals kurzfristig die Preise senken. Für Familien, die an die Urlaubszeiten gebunden sind, empfiehlt es sich aber auf Frühbuchertarife und Flex-Optionen zu setzten.“
    • Mietwagen so früh wie möglich buchen; die meisten Anbieter erlauben eine kostenlose Stornierung

* Zeitraum Buchungen 1.11.2021 – 21.02.2022
** Über alle Verpflegungsarten hinweg
*** Beliebteste Verpflegungsart für die jeweilige Destination
**** Reisedauer durchschnittlich 10 Tage

Über die HolidayCheck AG

Das urlauberfreundlichste Unternehmen der Welt zu werden, das ist die Vision von HolidayCheck. Das online Buchungs- und Bewertungsportal ermöglicht es jedem Urlauber, dank authentischer Bewertungen, der Expertise des eigenen Reisebüros und dem Wissen der Community, den individuell passenden Urlaub zu finden und zu buchen. Grundlage sind über 10 Millionen Hotelbewertungen, ein eigenes TÜV-zertifiziertes Online-Reisebüro mit rund 150 Reiseexperten sowie die Angebote von mehr als 90 Reiseveranstaltern und weiteren touristischen Anbietern. Viele hilfreiche Informationen und Inspiration finden Urlauber auch im Reiseforum mit bis zu 2,9 Mio. Besuchern pro Monat und im HolidayCheck Online-Magazin Away. Die HolidayCheck AG ist eine Tochter der HolidayCheck Group, wurde im Jahr 2003 gegründet und hat ihren Sitz im schweizerischen Bottighofen nahe der deutschen Grenzstadt Konstanz.

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