Die jährlich vom VKD herausgegebenen Berichte aus der Praxis der stationären Gesundheitsversorgung sind erschienen. In einer für die Krankenhäuser extrem schwierigen Zeit berichten Praktiker, wie sie sich der Herausforderung stellen, ihre Unternehmen für die Zukunft zu rüsten – in Zeiten, in denen es zudem um die Bewältigung der Noch-Pandemie und vor allem auch um die extrem schwierige Situation für alle Häuser durch die steigenden Preise geht.

Im aktuellen Interview bewertet VKD-Präsident Dr. Josef Düllings ausführlich diese Probleme und deren gefährliche Auswirkungen sowie die Forderungen, die der Verband an die Politik stellt.  „Wir sind schon mitten in einer Inflation, die nicht morgen beendet sein wird. Wenn wir keine nachhaltige Unterstützung erhalten, wird sie auch die Krankenhäuser, Rehakliniken und Pflegeeinrichtungen noch härter treffen, als es bereits der Fall ist, und unser Gesundheitssystem nachhaltig beschädigen“, konstatiert er.

In mehreren Beiträgen bewerten Mitglieder von VKD-Landesgruppen die aktuellen Krankenhauspläne ihrer Länder. So beschreibt Wolfgang Mueller, Vorsitzender der VKD-Landesgruppe NRW und Geschäftsführer der Vestische Caritas-Kliniken GmbH Datteln, die Positionen seiner Landesgruppe zum neuen Rahmen-Krankenhausplan für Nordrhein-Westfalen, der mit seiner neuen Systematik auch andere Anforderungen an die Krankenhäuser stellt. „Wir haben immer gesagt, dass wir uns auf diesen Prozess einlassen“, erklärt er im Interview. „Wir beginnen jetzt diesen Prozess, der natürlich Zeit braucht, wenn wir nicht wollen, dass es zu Brüchen durch schnelle unüberlegte Aktionen kommt.“ Aus seiner Sicht werde die neue Planung gravierenden Einfluss auf die Krankenhausstrukturen haben. Die Auswirkungen würden sich mittelfristig zeigen.

Steffen Vollrath, Verwaltungsdirektor des Klinikums Südstadt Rostock, sagt zum Thema Strukturveränderungen, die Notwendigkeit für jedes Haus, gute Lösungen zu finden und umzusetzen sei für die Führungsteams wohl noch nie so wichtig gewesen wie in dieser Zeit. Die aktuellen riesigen Herausforderungen machten neue mittel- und langfristige Planungen in allen Kliniken notwendig. „Die Frage ist: Was kann und will ein Haus künftig unter diesen Bedingungen noch leisten, welche Leistungen müssen gegebenenfalls eingeschränkt werden, welche kann das Haus weiterhin dauerhaft und wirtschaftlich erbringen, eventuell gemeinsam mit Kooperationspartnern?“

Zum Thema Ambulantisierung stellen die Autoren Hans-Jürgen Winkelmann, Hauptgeschäftsführer, Marien Gesellschaft Siegen gGmbH, Christian Stoffers, Leiter Zentralreferat Marketing und Benedikt Heuser, Referent des Hauptgeschäftsführers, das Siegener Versorgungsmodell vor. Dessen Realisierung sei nicht von heute auf morgen möglich gewesen. „Essenziell für dessen Gelingen war und ist eine auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtete strategische Gesamtanlage als integriertes Gesundheitsunternehmen, welches von der Geschäftsführung bereits in den ‚Nullerjahren‘ in der sogenannten Strategie 2010 formuliert wurde“, heißt es in dem Beitrag.

Amelie Becher, Kaufmännische Direktorin der ANregiomed Klinik Rothenburg und Mitglied der AG Junger VKD, äußert sich zum Thema Führung: Grundsätzlich sei sie der Ansicht, dass sich nicht nur junge Führungskräfte mit modernen Führungsmethoden auseinandersetzen sollten, sondern jeder seinen Führungsstil hinterfragen sollte – gleich welchen Erfahrungswert man habe. „Uns allen tut eine Portion Selbstreflexion und Offenheit für neue Führungsmethoden gut.“

Beiträge über Konzepte, Vorhaben, Projekte aus vielen Krankenhäusern runden die VKD-Praxisberichte 2022 ab.

Die VKD-Praxisberichte 2022 gibt es sowohl gedruckt als auch online unter www.vkd-online.de

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