Von Christian Neureuther, der am 14. Januar vor 50 Jahren beim Lauberhorn-Klassiker in Wengen/Schweiz zu seinem ersten Weltcupsieg im Slalom fährt, und Ulrike Nasse-Meyfarth, die vor 40 Jahren einen neuen Weltrekord im Hochsprung der Frauen aufstellt, über Lothar Matthäus, der im November 1993 Franz Beckenbauer als Fußball-Rekordnationalspieler ablöst, bis hin zum 30. Dezember vor 50 Jahren, als Dr. Hans-Georg Aschenbach das Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf und einige Tage später auch die Gesamtwertung der Tournee gewinnt: Mit der Liste historischer Jahrestage in 2023 erinnert die Deutsche Sporthilfe an die Mitglieder der "Hall of Fame des deutschen Sports" sowie deren Erfolge und lädt alle Sportfans dazu ein, mehr über die Persönlichkeiten zu erfahren. Die ausführlichen Biografien – geschrieben von herausragenden Journalist:innen und Wegbegleiter:innen – sind unter www.hall-of-fame-sport.de abrufbar.

In den ersten Monaten des Jahres dominieren sporthistorisch bedeutsame Ereignisse aus dem Wintersport: Am 3. Februar 1983 tritt beispielsweise Eiskunstläuferin Katarina Witt ins Rampenlicht, als sie bei der EM in Dortmund ihren ersten großen internationalen Titel gewinnt. Vor 25 Jahren siegt Katja Seizinger bei den Olympischen Winterspielen von Nagano (Japan) in der Abfahrt und wiederholt damit ihren Olympiasieg von 1994. Tags darauf wird sie auch Olympiasiegerin in der Kombination, Hilde Gerg gewinnt Bronze. Im Biathlon krönt sich am 19. Februar 1998 Uschi Disl mit der deutschen Staffel zum ersten Mal zur Olympiasiegerin. Und am 6. März 1998 – und damit vor 25 Jahren – holt Verena Bentele als 16-Jährige im Biathlon über 7,5 Kilometer die erste ihrer insgesamt zwölf paralympischen Goldmedaillen.

30 Jahre ist es am 20. März her, dass Boxstar Henry Maske durch einen einstimmigen Punktsieg über den US-Amerikaner "Prince" Charles Williams IBF-Weltmeister im Halbschwergewicht wird – bis Ende 1996 verteidigte er diesen Titel zehn Mal. Ebenfalls vor 30 Jahren steht "Deutschlands Tennis-Liebling" Steffi Graf in der Blüte ihrer Karriere und gewinnt 1993 drei der vier Grand-Slam-Turniere: am 5. Juni die French Open (zum dritten von insgesamt sechs Mal), am 3. Juli Wimbledon (zum fünften von insgesamt sieben Mal) sowie am 11. September die US Open (zum dritten von insgesamt fünf Mal). Ende 2023 jährt sich zudem ein trauriger Jahrestag zum zehnten Mal: am 29. Dezember 2013 zieht sich Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher bei einem Skiunfall schwere Kopfverletzungen zu und befindet sich seitdem in medizinischer Rehabilitation.

Die Liste von historischen Jahrestagen in 2023 rund um die Mitglieder der "Hall of Fame des deutschen Sports" reicht auch noch weiter zurück: Vor 60 Jahren – am 19. August 1963 – gewann Segelsportlegende Willy Kuhweide, der am 6. Januar seinen 80. Geburtstag feierte, sein erstes WM-Gold im Finn-Dinghy. Nur fünf Tage später, am 24. August 1963, wird erstmals das "Aktuelle Sportstudio" im ZDF ausgestrahlt. Harry Valérien, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 100-sten Mal jährt und der bislang als einziger Sportjournalist in die "Hall of Fame" aufgenommen wurde, moderierte die Sendung von 1963 bis 1988 insgesamt 283-mal. Noch länger her ist es, dass Rudolf Caracciola vor 90 Jahren am 20. April 1933 beim Training zum Großen Preis von Monaco bei einem Unfall so schwere Hüftverletzungen erleidet, dass der erfolgreichste Motosportler der 1930er Jahre ein Jahr lang kein Rennen bestreiten kann.

Runde Geburtstage von "Hall of Fame"-Mitgliedern im Jahr 2023:

06. Januar 1943/80 Jahre: Willy Kuhweide (Segeln)
24. März 1943/80 Jahre: Marika Kilius (Eiskunstlauf)
26. Mai 1953/70 Jahre: Marianne Buggenhagen (Para-Leichtathletik)
29. Juli 1943/80 Jahre: Ingrid Krämer-Gulbin (Wasserspringen)
02. August 1953/70 Jahre: Peter-Michael Kolbe (Rudern)
14. Oktober 1933/90 Jahre: Wilfried Dietrich (Ringen)
22. Oktober 1923/100 Jahre: Bert Trautmann (Fußball)
04. November 1923/100 Jahre: Harry Valérien (Gestalter und Denker)
14. Dezember 1953/70 Jahre: Prof. Dr. Klaus Steinbach (Schwimmen)

Die von der Stiftung Deutsche Sporthilfe initiierte "Hall of Fame des deutschen Sports" ist ein Forum der Erinnerung an Menschen, die durch ihren Erfolg im Wettkampf oder durch ihren Einsatz für Sport und Gesellschaft Geschichte geschrieben haben. Dazu zählen Athlet:innen und Trainer:innen wie Funktionär:innen und Gestalter:innen. Die "Hall of Fame des deutschen Sports" soll dazu beitragen, die mehr als hundertjährige Geschichte des deutschen Sports und seiner Persönlichkeiten im Gedächtnis zu bewahren und Diskussionen anzuregen. Aktuell umfasst die Ruhmeshalle, die virtuell im Internet existiert, 128 Persönlichkeiten. Zuletzt wurden Regina Halmich (Boxen), Heike Henkel (Leichtathletik) und Matthias Steiner (Gewichtheben) aufgenommen.

Die "Hall of Fame" wird durch adidas begleitet. Träger und vorschlagsberechtigt sind neben der Deutschen Sporthilfe der Deutsche Olympische Sportbund und der Verband Deutscher Sportjournalisten.

>>> zu den Top-Daten 2023 auf der "Hall-of-Fame"-Website

Eine kompakte Übersicht aller Top-Daten ist bei der Deutschen Sporthilfe erhältlich.

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