Das Projekt »Die Meeresgärtner« zur Renaturierung von Seegraswiesen im Mittelmeer wurde von einer namhaften Fachjury für den »boot dive award 2024« als eines von drei Projekten in der Kategorie »Climate/Klima« ausgewählt. Das Meeresschutzprojekt wird durchgeführt von Project Manaia aus Österreich und maßgeblich unterstützt von der Deutschen Stiftung Meeresschutz.

Mittels eines bis zum 3. Dezember laufenden Public Voting und dem anschließenden finalen Urteil der Fachjury werden die Gewinner des »boot dive award powered by Curaçao« ermittelt und im Rahmen der boot Düsseldorf 2024 am Freitag, den 26. Januar 2024, geehrt.

Seegraswiesen – Wundermittel gegen die Klimakatastrophe

Seegraswiesen gelten als »Wunderpflanze aus dem Meer« gegen die Klimakatastrophe. Ihre langfristigen CO2-Speicherkapazitäten sind überwältigend, übertreffen die von Wäldern an Land um ein Vielfaches (je nach Standort zwischen 30- bis 50-mal mehr).

Außerdem sind sie unverzichtbar für die marine Biodiversität. Seegraswiesen sind Lebensraum und Kinderstube für unzählige Fische, Krebstiere, Tintenfische, Rochen, Haie, Meeresschildkröten und andere Meerestiere.

Mit naturbasierten Lösungen die Klima- und die Biodiversitätskrise bekämpfen

Neben Mangrovenwäldern, Salzwiesen und Kelpwäldern gehören Seegraswiesen – wie Moore an Land – zu den potentesten natürlichen CO2-Speichersystemen. Sie entziehen der Atmosphäre das Klimagas Kohlendioxid und speichern es als blauen Kohlenstoff (Blue Carbon) über viele hundert Jahre – wenn sie nicht zerstört werden.

Dennoch stehen sie, wie die anderen natürlichen CO2-Speichersysteme, unter starkem Druck. Jedes Jahr verlieren Küstenmeere weltweit laut IUCN (Weltnaturschutzorganisation) vorsichtig geschätzt ca. 1,5 Prozent Seegrasbedeckung.

»Diese Verluste gilt es zu stoppen und umzukehren. Naturbasierte Lösungen, wie der Erhalt und Wiederaufbau von Seegraswiesen, gehören heutzutage zu den aussichtsreichsten und kostengünstigsten Ansätzen im Kampf gegen die Klimakatastrophe und das globale Massenaussterben«, betont der Biologe Ulrich Karlowski von der Deutschen Stiftung Meeresschutz.

Projekt »Die Meeresgärtner«

Bei dem Projekt »Die Meeresgärtner« geht es um die Schaffung wirkungsvoller mariner CO2-Senken sowie den Erhalt und die Wiederherstellung der Biodiversität im Mittelmeer. In das Citizen-Science-Projekt sind Tauchzentren, Forschungsstationen, Touristen und Einheimische eingebunden. Project Manaia schult Tauchschulen darin, Seegräser der Art Posidonia oceanica anzupflanzen und zeigt, wie Samen und ausgerissene Pflänzchen wieder eingesetzt werden können.

Die so geschulten Tauchzentren bilden das Meeresgärtner-Netzwerk. Einheimische und Touristen können bei den Meeresgärtner-Stationen Seegrasfunde zur späteren Renaturierung abgeben.

Seit 2022 bauen die Deutsche Stiftung Meeresschutz und Project Manaia das Meeresgärtner-Netzwerk auf. Derzeit umfasst das Netzwerk 18 Stationen (13 in Italien, 3 in Frankreich und 2 in Kroatien).

Jetzt hofft die Deutsche Stiftung Meeresschutz auf viele Stimmen beim Public Voting zum »boot dive award 2024«. Das Ergebnis zählt als eine Stimme bei der Vergabe der Auszeichnung durch die Fachjury.

Die Auszeichnung wurde von der internationalen Wassersportmesse boot Düsseldorf ins Leben gerufen und wird 2024 zum zweiten Mal vergeben werden.

Kontakt Project Manaia:
Manuel Marinelli
Tel.: +436606965601
E-Mail: manuel@projectmanaia.at

Über Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM)

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