Die drei Besten mit herausragenden Beiträgen– ein Magazinartikel, ein Video und eine crossmediale Datenanalyse – werden aus einer Vielzahl von Einreichungen ausgewählt und haben die Möglichkeit, die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung zu erhalten. 

Jede Online-Aktivität hinterlässt digitale Spuren, die von Unternehmen gesammelt und analysiert werden. Dabei besteht die potenzielle Gefahr des Missbrauchs dieser Daten und Verletzung der Privatsphäre. Der Datenschutz Medienpreis  DAME zeichnet jährlich Medienschaffende und Kreative aus, die das Thema  Datenschutz verständlich und anschaulich darstellen, und somit zu einem sicheren  Umgang mit personenbezogenen Daten beitragen. Zum bereits siebten Mal traf sich die Jury für diese Auszeichnung, um aus einer Vielzahl von Beiträgen die Nominierten zu wählen.

Das sind die Nominierten für den Datenschutz Medienpreis DAME 2023:

Holger Fröhlich mit dem Artikel „Im Spinnennetz“

In seinem Artikel für das Wirtschaftsmagazin „brand eins“ widmet sich Autor Holger Fröhlich dem „Schattenmarkt der Online-Werbung“ und den Praktiken der  AdTech-Unternehmen. Er schlussfolgert, dass die Branche sich eine beispiellose automatisierte Verfolgung und Auswertung des Online-Verhaltens erlaubt. Fröhlich ist überzeugt, dass sich daran trotz EU-Initiativen bald nichts ändern wird. Dies geschieht, obwohl den meisten Menschen bewusst ist, wie raffiniert der Handel mit unseren Daten mittlerweile geworden ist.

Helene Reiner, Lenja Hülsmann, Marco Lehner und Bianca Taube aus der News-WG mit dem Video „Enkeltrick 2.0-Betrug mit KI“ 

Betrüger:innen geben sich als Familienmitglieder in einer Notlage aus und fordern von ihren Opfern Geld. Durch die Verwendung öffentlich zugänglicher Daten und die zunehmende Nutzung von KI oder intelligenten Software-Tools, die Stimmen täuschend echt reproduzieren können, verleihen diesen Betrugsversuchen eine besondere Überzeugungskraft. 

Helene Reiner, Lenja Hülsmann, Marco Lehner und Bianca Taube aus der News-WG von Puls, dem Jugendnetzwerk des Bayerischen Rundfunks, demonstrieren in ihrem Instagram-Video, wie einfach eine Stimme nachgeahmt werden kann und wie gefährlich der neue Enkeltrick für potenzielle Opfer sein kann. Sie geben auch Tipps, wie man sich und seine Angehörigen davor schützen kann.

Katharina Brunner und Elisa Harlan mit der crossmedialen Datenanalyse „Der Rohstoff der KI sind wir“

Katharina Brunner und Elisa Harlan gehen in ihrer Datenanalyse für den Bayerischen Rundfunk (BR) der Frage nach, wie Crawler Bilder und Texte aus Millionen von Websites sammeln und als Trainingsdaten für KI-Systeme nutzen. Ein Team aus Datenjournalistinnen hat dafür den größten öffentlich zugänglichen KI-Trainingsdatensatz untersucht, der Grundlage für Bildgeneratoren wie Stable Diffusion ist. Er besteht aus mehr als 5,8 Milliarden Verweisen auf Bilder und ihre Beschreibungen aus dem Internet. (Brunner oder Harlan). Die Vorarbeit dafür leistete das offene Netzwerk LAION. Die Abkürzung steht für Large Scale Artificial Intelligence Open Network und ist ein Zusammenschluss von Freiwilligen überwiegend aus Europa und Nordamerika. Die britische Firma Stability AI zahlte für LAION und eine Forschungsgruppe der Ludwig-Maximilians-Universität München die notwendige Rechenleistung. Das Ergebnis der Recherche zeigt, dass die gesammelten Daten zahlreiche sensible und private Informationen enthalten, darunter Nacktfotos, Bankdaten und präzise Ortsangaben zu den Fotos. Viele Betroffene sind sich dieser Tatsache nicht bewusst, stellten die Autorinnen fest. Zudem verdeutlichen sie, wie KI-Unternehmen auf Anfragen zur Löschung solcher privater Bilder gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) reagieren.

Jury mehr als zufrieden: Erneut wertvolle Beiträge für den Datenschutz   

„Es ist erfreulich zu sehen, dass auch in diesem Jahr wieder viele herausragende  und bedeutende Beiträge für unsere Auszeichnung eingereicht wurden. Dies verdeutlicht, dass das Thema Datenschutz nach wie vor als relevant im Alltag  angesehen wird. Unser Ziel ist es, die Wichtigkeit des Datenschutzes langfristig  zu betonen und die Öffentlichkeit über die Risiken, die mit Internetaktivitäten und personenbezogenen Daten verbunden sind, aufzuklären. Die einfallsreichen  und sorgfältig recherchierten Beiträge, die uns erreichen, leisten einen bedeutenden  Beitrag zu diesem Sensibilisierungsprozess.“ sagt BvD-Vorstandsmitglied und Jurymitglied Dr. Christoph Bausewein.  

Um auch den jungen Menschen bei diesem bedeutenden Thema eine Plattform zu bieten, wurde im vorletzten Jahr im Zusammenarbeit mit der EU-Initiative  klicksafe ein Jugendjuror in den Auswahlprozess einbezogen. Auch in diesem  Jahr ist der Student Eric Hohenadel erneut Teil des Teams und konzentriert sich  besonders auf die Inhalte für Kinder und Jugendliche.

Weitere Jury-Mitglieder sind Frederick Richter, Vorstand der Stiftung Datenschutz, Barbara Thiel, ehemalige Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen, Marion Zinkeler, Vorständin der Verbraucherzentrale Bayern e.V., Stefanie Rack von der EU-Initiative klicksafe, Tobias Meisel von der DATEV-Stiftung Zukunft, und Lars Kolan, Geschäftsstellenleiter vom Deutschen Spendenrat.

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