Warum die Prämie 2026 steigt
Nachdem die Quotenpreise in den letzten zwei Jahren spürbar gesunken waren, sorgt eine Gesetzesänderung (Umsetzung der RED-III-Richtlinie) nun für eine Trendwende. Die gesetzliche Minderungsquote für Mineralölkonzerne wurde auf 12,1 % angehoben. Das bedeutet: Unternehmen, die fossile Brennstoffe in den Verkehr bringen, müssen mehr CO₂ einsparen und sind stärker auf den Kauf von Zertifikaten angewiesen, die E-Auto-Besitzer durch ihr emissionsfreies Fahren generieren.
Bis zu 330 Euro pro Fahrzeug möglich
Aktuelle Marktanalysen zeigen, dass für das Jahr 2026 attraktive Prämien erzielt werden können. Je nach Anbieter und Auszahlungsmodell (Fix-Prämie oder variables Marktpaket) winken derzeit zwischen 170 und 330 Euro pro Fahrzeug.
Das Wichtigste für Fahrzeughalter im Überblick:
- Wer ist berechtigt? Alle Halter von reinen Elektroautos (keine Hybride). Auch Leasingfahrzeuge sind berechtigt, sofern der Nutzer als Halter im Fahrzeugschein eingetragen ist.
- Was wird benötigt? Lediglich ein Foto oder Scan der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein).
- Steuervorteil: Für Privatpersonen ist die THG-Prämie in der Regel steuerfrei.
Fristen nicht verstreichen lassen
Obwohl das Jahr noch jung ist, empfehlen Experten wie die Fachleute von iKratos, die Beantragung nicht auf die lange Bank zu schieben. Die Zertifizierung durch das Umweltbundesamt kann aktuell zwischen fünf und sieben Monate in Anspruch nehmen. Wer sich die Prämie noch vor dem Winter sichern möchte, sollte den Antrag idealerweise im Frühjahr oder Sommer einreichen.
„Die THG-Quote ist bares Geld, das E-Mobilisten zusteht. Es ist ein einfacher Weg, die Unterhaltskosten des Fahrzeugs weiter zu senken und gleichzeitig die Energiewende aktiv mitzugestalten“, so die Experten.
So funktioniert die Beantragung
Die Abwicklung erfolgt unkompliziert über spezialisierte Plattformen oder Energieversorger. Diese bündeln die Quoten tausender E-Autofahrer und verkaufen sie gesammelt an die Industrie. Der Zeitaufwand für den Fahrzeughalter beträgt meist weniger als fünf Minuten.
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