Vor diesem Hintergrund hat gefma – Deutscher Verband für Facility Management gemeinsam mit der Fachvereinigung Krankenhaustechnik e. V. (FKT) das White Paper GEFMA 932 „KRITIS-Dachgesetz und Gesundheitswesen: Facility Management als Garant für Resilienz“ veröffentlicht. Bereits Anfang des Jahres hatte gefma den Arbeitskreis Kritische Infrastruktur ins Leben gerufen, um den wachsenden Anforderungen an unterschiedliche Immobiliennutzungsarten systematisch zu begegnen. In einem ersten Schritt konzentriert sich die jetzt erschienene Publikation auf Krankenhäuser, die eine zentrale Rolle innerhalb der kritischen Infrastruktur einnehmen.
Erarbeitet wurde das White Paper von einem interdisziplinären Autorenteam aus dem neu gegründeten Arbeitskreis. Die Publikation richtet sich insbesondere an Eigentümer, Betreiber sowie Facility Management-Dienstleister im Gesundheitswesen, die sich mit den neuen regulatorischen Anforderungen auseinandersetzen und diese in der Praxis umsetzen müssen.
Das White Paper unterstützt dabei, die gesetzlichen Anforderungen einzuordnen und konkrete Ableitungen für das Facility Management im Gesundheitswesen zu treffen. Es beleuchtet zentrale Handlungsfelder wie Cyber Security, redundante Energieversorgung, Brandschutz oder Raumlufthygiene und zeigt auf, wie ein systematisches und präventives Risikomanagement aufgebaut werden kann.
Gleichzeitig verdeutlicht die Publikation den notwendigen Perspektivwechsel: weg von einer überwiegend reaktiven Gefahrenabwehr hin zu einem strukturierten, vorausschauenden Risikomanagement. Dokumentation, Transparenz, regelmäßige Prüfungen sowie die Qualifikation des FM-Personals werden damit zu zentralen Bausteinen eines resilienten Betriebs.
„Mit dem KRITIS-Dachgesetz hat die Bundesregierung klare Leitplanken gesetzt. Jetzt geht es an die Umsetzung. Diese kann nur im Schulterschluss gelingen, mit dem Facility Management in einer Schlüsselrolle. Unsere Branche leistet damit einen aktiven Beitrag zur Resilienz in Deutschland und übernimmt zunehmend gesellschaftliche Verantwortung“, erklärt Sebastian Sichter, Mitglied des Autorenteams und Leiter des gefma Arbeitskreises Kritische Infrastrukturen.
Neben der Einordnung der regulatorischen Anforderungen zeigt das White Paper auch auf, wie das KRITIS-Dachgesetz als Chance genutzt werden kann. Krankenhäuser, die Resilienz strategisch verankern, stärken nicht nur ihre Compliance, sondern sichern langfristig ihre Betriebssicherheit, Versorgungskontinuität und das Vertrauen von Patienten, Mitarbeitenden und Gesellschaft.
Mit der Veröffentlichung setzt gefma zugleich den Auftakt für die weitere fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Nach Vorliegen ergänzender Vorgaben durch die Bundesregierung und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist die Entwicklung einer gefma Richtlinie geplant. Darüber hinaus werden weitere, übergreifende Leitfäden angestrebt.
Das White Paper GEFMA 932 ist ab sofort kostenfrei im gefma-Onlineshop erhältlich:
gefma vertritt eine Branche mit 152 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung und über 5 Millionen Erwerbstätigen. Der Verband ist mit mehr als 1.100 Mitgliedsunternehmen das größte Netzwerk im deutschen Facility Management. gefma zeichnet sich durch solide Facharbeit aus: gefma-Richtlinien und -Zertifizierungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, CAFM-Software und Bildung sind anerkannte Qualitätsstandards im FM. Nachhaltigkeit und Energie, Digitalisierung, Qualifizierung sowie Bewirtschaftungskonzepte mit Betreiberverantwortung sind die prägenden Themen des Verbandes. gefma setzt sich für ein partnerschaftliches, faires und verantwortungsvolles Miteinander aller Marktteilnehmer ein. Die gefma-Initiative „Die Möglichmacher Facility Management“ positioniert die Branche als Arbeitgeber mit vielfältigen Job- und Karrieremöglichkeiten. Mehr Informationen unter www.gefma.de.
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