• Premiere: Erstmals bestreiten die Opel-Elektro-Renner die komplette Rallye-Distanz und fahren in der Gesamtwertung in die Top 15
  • Dritter Lauf zum ADAC Opel GSE Rally Cup 2026: Timo Schulz feiert im österreichischen Weiz bereits zweiten Saisonsieg
  • Rang zwei: Franzose Tom Dufour knöpft dem Waliser Ioan Lloyd die Tabellenspitze ab

Der ADAC Opel GSE Rally Cup hat bei der Rallye Weiz 2026 einen neuen Meilenstein im elektrischen Rallyesport gesetzt. Dank der neuen, innovativen „Remote Charging-Infrastruktur", die Laden zwischen den Prüfungen und außerhalb des Serviceparks ermöglicht, nahmen die vollelektrischen Opel Mokka GSE Rally erstmals alle Wertungsprüfungs-Kilometer unter die Räder. Und was Experten vermutet hatten, trat ein: Die jungen Cup-Talente mischten in ihren bis zu 207 kW (281 PS) starken Markenpokal-Rennern munter im Vorderfeld des Gesamtklassements mit. Am Ende war es Timo Schulz, der seinen Stromer inmitten der allradgetriebenen Konkurrenz auf Gesamtrang 13 ins Ziel brachte.

„Wir haben uns besonders auf die Rallye Weiz gefreut“, betonte Opel Motorsport-Chef Jörg Schrott. „Erstmals konnten wir alle WP-Kilometer einer Rallye bestreiten und dabei die tolle Performance unseres Opel Mokka GSE Rally im Gesamtklassement einer Rallye darstellen. Damit haben wir im elektrischen Rallyesport einen weiteren wichtigen Schritt gemacht.“

Mit seinem zweiten Saisonsieg verkürzte Schulz, wie immer angeleitet von Beifahrerin Maresa Lade, seinen Rückstand in der Tabelle des ADAC Opel GSE Rally Cup auf den neuen Leader Tom Dufour auf 19 Punkte. Nachdem er die erste Etappe am Freitagabend nur 0,5 Sekunden vor Dufour abgeschlossen hatte, sorgte der Saarländer am anderen Morgen in WP4 dank einer cleveren Reifenwahl mit einer überragenden Bestzeit für klare Verhältnisse. In der Folge verwaltete Schulz die rund 30 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen souverän; in fünf der insgesamt elf Wertungsprüfungen war er der Schnellste. „Uns im Gesamtfeld der Rallye mit der Konkurrenz messen zu können, war richtig cool“, strahlte der Sieger. „Wir haben gezeigt, was im Mokka GSE Rally steckt und dass die Elektro-Performance auf Rally4-Niveau liegt. Das werden wir in Zukunft noch öfter zeigen können. Unsere Rallye verlief nahezu perfekt. Mit der Bestzeit in WP4 haben wir uns etwas Ruhe verschafft und konnten den restlichen Tag etwas entspannter angehen. Wir haben aber nicht lockergelassen und konnten den Vorsprung so halten. Besser hätte es kaum laufen können.“

Sein dritter zweiter Rang in Folge brachte Dufour die Führung im ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 ein. Entsprechend zufrieden war der junge Franzoser: „Wir sind happy mit unserer Performance übers gesamte Wochenende – mit Ausnahme der falschen Reifenwahl heute Morgen, durch die wir uns einen großen Rückstand auf Timo eingehandelt haben", so der Franzose, der an der Seite seines Copiloten Alex Dubois in vier Wertungsprüfungen Bestzeit fuhr. „Die Rallye war extrem schwierig, mit stark wechselnden Grip-Verhältnissen. Von daher sind wir happy mit unserem Ergebnis, und natürlich nehmen wir auch die Tabellenführung gerne mit.“

Der Kampf um den dritten Podestplatz entschied sich erst in der abschließenden „Power Stage“. Mit einem Rückstand von 5,7 Sekunden in die letzten 12,8 Kilometer der Rallye gestartet, fing Luca Pröglhöf den als Tabellenführer nach Weiz gereisten Ioan Lloyd sprichwörtlich kurz vor dem Ziel noch um acht Zehntelsekunden ab. Obwohl er als Gastfahrer weder Punkte noch Preisgeld erhielt, war der Champion des ADAC Opel Electric Rally Cup 2024 mit seiner Vorstellung zufrieden: „Uns war klar, dass die anderen zwei Rallyes mehr Erfahrung haben und ich etwas Zeit brauchen würde, um mich ans Auto zu gewöhnen", so der Österreicher, der bei seinem einmaligen Cup-Comeback von Christina Ettel auf dem „heißen Sitz" des Mokka GSE Rally unterstützt wurde. „Ich bin super happy, hier in Österreich auf dem Podest zu stehen. Es hat riesig Spaß gemacht, mal wieder im Cup zu starten.“

Lloyd, wie immer mit Sion Williams an seiner Seite, haderte nur ein wenig über die verlorene Spitze in der Gesamtwertung: „Ich denke, es war für uns alle eine schwierige Rallye“, erklärte der Gewinner der Rallye Vosges Grand-Est in Frankreich, der in der Tabelle nun drei Punkte hinter Dufour liegt. „Die Grip-Verhältnisse hier in Österreich sind sehr speziell. Wir haben enorm viel gelernt. Im Großen und Ganzen sind wir happy mit unserem Speed, auch wenn wir am Samstagnachmittag noch ein kleines technisches Problem hatten. Das hat uns vielleicht den einen oder anderen Zusatzpunkt in der Power Stage gekostet. Aber dennoch sind wir mit den Punkten für Rang drei nicht unzufrieden.“

Beim vierten Aufeinandertreffen der Saison werden sich die flotten Stromer erstmals im Rahmen der Deutschen Rallye-Meisterschaft messen: Am 14. und 15. August steht die ADAC Saarland-Pfalz Rallye rund um Illingen auf dem Programm.

Stand ADAC Opel GSE Rally Cup (nach 3 von 7 Wertungsläufen)

1. Dufour 88 Punkte.

2. Lloyd 85.

3. Schulz 69.

4. Johansson 48.

5. Schönborn 45.

6. Kamermans 35.

7. Eertmans 32.

8. Español 28.

9. Wlömer 20.

10. Wilhelm 16.

11. Stütz 14.

12. Luif 13.

13. Wittenbeck 12.

14. van Empel 10.

15. Ledda 8.

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