Blutdruck und Puls: zwei Zahlen, die ständig verwechselt werden

Wer zu Hause misst, bekommt drei Zahlen angezeigt: oberer Wert, unterer Wert, Puls. Blutdruck und Puls werden dabei regelmäßig für dasselbe gehalten – tatsächlich messen sie völlig Verschiedenes. Und die medizinisch aufschlussreichste Größe steht auf keinem Display: der Abstand zwischen oberem und unterem Wert. BPER, Blutdruck-Ereignisrekorder für den Heimgebrauch, ordnet die drei Zahlen ein und […]

continue reading

Yu Ping Feng San: die westliche Datierung ist 130 Jahre zu spät

Yu Ping Feng San, im Deutschen meist als Jade-Wandschirm-Pulver wiedergegeben, gehört zu den meistzitierten Rezepturen der chinesischen Medizin. In der westlichen Fachliteratur wird sie fast durchgehend auf das Danxi Xinfa zurückgeführt, ein Werk aus der Zeit um 1347. Diese Zuschreibung ist nach dem Stand der chinesischen Quellenforschung zu spät angesetzt: Der früheste bekannte Beleg stammt […]

continue reading

Blutdruck-Wearable kaufen: 7 Fragen, die Testberichte auslassen

Smartwatches und Fitnessbänder zeigen zunehmend Blutdruckwerte an. Ob diese Werte gemessen oder nur rechnerisch geschätzt werden, geht aus Testberichten und Vergleichstabellen meist nicht hervor. BPER, Blutdruck-Ereignisrekorder für den Heimgebrauch, veröffentlicht deshalb eine Checkliste mit sieben Fragen, die Käuferinnen und Käufer vor der Entscheidung in wenigen Minuten selbst beantworten können. BPER selbst misst manschettenbasiert und damit […]

continue reading

Der globale Markt: Eine Kalibrierungslogik für viele Gerätekategorien – ein Profil als gemeinsame Referenz.

Der weltweite Markt für digitale Gesundheitslösungen wächst rasant. Smartwatches, Smartphones, Fitness-Armbänder, intelligente Ringe, Sensorplattformen und klassische Blutdruckmessgeräte erfassen heute Milliarden von physiologischen Signalen. Die Herausforderung besteht jedoch nicht in der Erfassung der Daten, sondern in deren Kalibrierung und Vergleichbarkeit. Die Redtel-Kalibrierungslogik basiert auf blutdruckabhängigen Verlaufsdaten und der Blutdruckschwankung zweiter Ordnung. Aus diesen Informationen wird ein […]

continue reading

Die Brücke der ISO 81060-Reihe: Wie die Blutdruckschwankung zweiter Ordnung Referenzwerte mit Verlaufsdaten verbindet.

Die ISO 81060-2 bildet seit vielen Jahren die Grundlage der klassischen nichtinvasiven Blutdruckmessung mit Luftsack und Manschette. Sie ermöglicht die standardisierte Bestimmung systolischer und diastolischer Blutdruckwerte und stellt den internationalen Referenzpunkt für die Blutdruckbewertung dar. Zwischen einzelnen Messungen entstehen jedoch weitere physiologische Informationen: blutdruckabhängige Verlaufsdaten, die Blutdruckschwankung zweiter Ordnung sowie Veränderungen des Pulsdruckrhythmus. Diese Informationen […]

continue reading

Was nun? Morgen beim Arzt vielleicht nicht mehr nachweisbar. Warum Ereignisse dokumentiert werden müssen.

Ein Blutdruckwert von 85/67 mmHg bei einer Herzfrequenz von 160 Schlägen pro Minute lässt ein relevantes Ereignis vermuten. Er zeigt, dass etwas passiert ist – er erklärt jedoch nicht, was passiert ist. War es Herzrasen? Vorhofflimmern? Eine kurzzeitige Rhythmusstörung? Oder nur ein einmaliges Ereignis? Aus einem einzelnen Messwert lässt sich das nicht beantworten. Das eigentliche […]

continue reading

Ereignisse findet man nicht im Mittelwert. Warum ein einzelner Blutdruckwert die Geschichte dahinter verschweigt.

Die klassische Blutdruckmessung liefert einen einzelnen Wert, beispielsweise 120/80 mmHg. Dieser Wert beschreibt das Ergebnis einer Messung, sagt jedoch nichts darüber aus, was zwischen den einzelnen Herzschlägen tatsächlich passiert ist. Herzrhythmusstörungen, starke Schwankungen des Blutdrucks oder andere relevante Ereignisse können in einem Mittelwert vollständig verborgen bleiben. Erst die Betrachtung mehrerer aufeinanderfolgender Herzschläge macht sichtbar, wie […]

continue reading

Die Grundlage der Kalibrierung: Wie wird Blutdruck wirklich kalibriert? Geprüft gegen invasiven Aortendruck.

Kalibrierung ist nicht der Blutdruckwert. Kalibrierung bedeutet, den Zusammenhang zwischen einem Messsignal und dem tatsächlichen Blutdruck korrekt zu bestimmen. Genau hier setzt die Arbeit hinter dem BPER (Blutdruck-Ereignis-Recorder) an. Die Blutdruckschwankung zweiter Ordnung liefert eine individuelle, dynamische und belastungsfreie Grundlage für die Kalibrierung zukünftiger Blutdrucksysteme. Sie beschreibt nicht einen einzelnen Wert, sondern den blutdruckabhängigen Verlauf […]

continue reading

Belastungsfrei Blutdruck messen – warum die Kalibrierung über die Funktion entscheidet.

Die Zukunft der Blutdruckmessung liegt in smarten Geräten wie Uhren, Ringen, In-Ear-Kopfhörern, Armbändern oder kamerabasierten Systemen. Diese Technologien messen jedoch keinen Blutdruck direkt. Sie erfassen ausschließlich blutdruckabhängige Verlaufsdaten – etwa optische Helligkeitsänderungen (PPG), Pulswellenlaufzeiten (PTT), Herztöne oder andere Signale, die durch Herzaktion, Blutfluss und Atmung beeinflusst werden. Diese Signale können Veränderungen erkennen und Trends anzeigen. […]

continue reading

Das Problem der HRV: Hohe Werte trotz Herzrhythmusstörung – warum die Zahl täuschen kann.

Die Herzratenvariabilität (HRV) gilt als Indikator für Stress und Erholung. Dabei wird oft übersehen, dass sie lediglich die zeitlichen Abstände zwischen Herzschlägen beschreibt – nicht deren Ursache. Genau hier liegt das Problem. Bei arrhythmischen Störungen erzeugen unregelmäßige Herzrhythmusstörungen zusätzliche Schwankungen der Schlagabstände. Die HRV steigt dadurch teilweise schlagartig an und suggeriert „bessere Werte“, obwohl möglicherweise […]

continue reading