Im Beisein von Staatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger wird am 3. April 2018 die Studiengalerie für Kunst des 19. Jahrhunderts auf Schloß Wernigerode eröffnet.

Sie befindet sich neben den sogenannten Henrichskammern im 2. Rundgang des Schlosses Wernigerode und wird mit dem Datum der Eröffnung ständiger Bestandteil der Dauerausstellung.

Bei der Eröffnung dieses Raumes handelt es sich um die erste museale Erweiterung des normalen Schloßrundganges seit der Zeit des Feudalmuseums Schloß Wernigerode, das 1990 in das Schloßmuseum Wernigerode umfunktioniert wurde.

Die Studiengalerie gewährt einen Ausblick auf den pittoresken Innenhof des Wernigeröder Schlosses und ist nach modernsten konservatorischen Möglichkeiten ausgestattet.

Im Winter 2016/17 wurde dafür der Raum mit finanzieller Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt und Eigenmitteln der Schloß Wernigerode GmbH hergerichtet. Im Raum selbst sind 21 Werke des 18. und 19. Jahrhunderts zu sehen, darunter berühmte Namen: Neben Max Liebermann, Hans Thoma, Hans Makart und Max Slevogt hängen hier bedeutende Werke von Georg Heinrich Crola, Leo von König und ein sehr bedeutsames Bild von Johann Heinrich Füssli.

Die Bilder sind ausgiebig in deutscher und englischer Sprache beschrieben, so dass der Inhalt besser verstanden werden kann. Bei der Beschriftung wurde außerdem sehr stark darauf geachtet, dass deutlich wird, welchen Bezug zum historistischen Umbau des Schlosses Wernigerode im 19. Jahrhundert kunstgeschichtlich hergestellt werden kann.

Die Werke sind einerseits durch stark romantischen Geist geprägt, wie z. B. die Graphit- und Kreidezeichnung von Moritz von Schwind Aschenbrödel wird von der guten Fee gekrönt aus der Zeit um 1860, wechseln über symbolistische Bilder, vor allem vertreten von Hans Thoma – wie Adam und Eva und der Tod im Paradies von 1892 – und finden einen vorläufigen Höhepunkt in dem Ölgemälde von Walter Ditz, das eine Truppenparade Kaiser Franz Josefs von Österreich vor Schloß Schönbrunn im Jahr 1913 darstellt.

Ein herausragendes Werk ist Der Tod des Pierrot V von Leo von König, das eine Allegorie auf das Ende der Kaiserzeit darstellt und in dem die neue Zeit durchgängig weiblich und bunt gekleidet am Grab der alten Kaiserzeit ausharrt.

Die Studiengalerie ist als Dauerausstellung konzipiert, allerdings ist es möglich, dass in einem Rhythmus von etwa zwei bis drei Jahren immer wieder Korrekturen und Neufassungen vorgenommen werden. Der Großteil der ausgestellten Werke stammt aus dem Sammlungsbestand der Schloß Wernigerode GmbH.

Weitere inhaltlich wichtige Werke gehören der Bundesrepublik Deutschland und sind als Dauerleihgabe für das Schloß Wernigerode in der Studiengalerie zu erleben.

Die Studiengalerie ist als museale Galerie eine Ergänzung zum Interieur der Wohnkultur des Hochadels, wie ihn die anderen Zimmer in den Rundgängen des Schlosses zeigen.

Im Anhang finden Sie zwei druckfähige Fotos, von Werken, die in der Studiengalerie gezeigt werden. Es handelt sich dabei um: Der Tod des Pierrot V von Leo von König, Öl auf Leinwand, Schloß Wernigerode GmbH und Unbekannt nach Johann Heinrich Füssli: Ezzelin Bracciaferro brütend an der Leiche seiner Gemahlin Meduna, die er wegen ihrer Untreue während seiner Abwesenheit auf einem Kreuzzug getötet hat, Öl auf Leinwand 1825, Schloß Wernigerode GmbH.

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