Um den schleswig-holsteinischen Mittelstand fit für die digitalisierte Wirtschafts- und Arbeitswelt zu machen, geht auch in Schleswig-Holstein ein „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kiel“ mit Unterstützung durch Bund und Land an den Start. Am 05. Juli 2018 überreichte Stefan Schnorr, Abteilungsleiter für Digital- und Innovationspolitik im Bundeswirtschaftsministerium, einem Konsortium aus schleswig-holsteinischen Hochschulen u.a. der Fachhochschule Lübeck und Transfereinrichtungen einen Förderbescheid über rund vier Millionen Euro für die kommenden drei Jahre.

„Die Digitalisierung ist noch immer nicht bei allen Mittelständlern angekommen…  Mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kiel sollen daher besonders kleine und mittlere Unternehmen für die neuen Herausforderungen sensibilisiert und durch Informations- und Weiterbildungsangebote fit gemacht werden. Praxisnähe und Anschaulichkeit sind dabei für uns zentral“, sagte Schnoor.

Der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz dankte dem Bund für die Unterstützung und betonte: „Die Digitalisierung bietet deutlich mehr Chancen als Risiken für unsere Wirtschaft… Wir sind also auf dem richtigen Weg, aber viele Herausforderungen bleiben“, sagte Buchholz. Knackpunkte seien in vielen kleinen und mittleren Unternehmen vor allem mangelnde IT-Kompetenzen oder die fehlende Bereitschaft, das gerade in Schleswig-Holstein schon jetzt gut ausgebaute Glasfasernetz für sich zu nutzen. Die Einrichtung des Kompetenzzentrums ist Teil des Digitalisierungsprogramms des Landes Schleswig-Holstein.

Ziel des Kompetenzzentrums ist nach den Worten von Björn Lehmann-Matthaei, Chef des Kieler FuE-Zentrums, mit kleinen und mittleren Unternehmen, die im Tagesgeschäft nur wenig Ressourcen und Zeit für Digitalisierungsprozesse aufbringen können, individuelle Lösungen zu entwickeln.

Leadpartner für das Kieler Kompetenzzentrum ist die „Forschungs-und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH“. Zum weiteren Projektkonsortium gehören die Fachhochschule Lübeck, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Universität zu Lübeck sowie die UniTransferKlinik Lübeck GmbH und das Lebensmittelinstitut KIN e.V. Neumünster.

Der Lübecker Teilprojektleiter Prof. Dr. Uwe Koch, sagte anlässlich des Lübecker kick off-Treffens zu den Zielen des Kompetenzzentrums 4.0: „Aktuell gibt es rund 20 Kompetenzzentren dieser Art bundesweit. Schleswig-Holstein ist das letzte Land, das noch kein Kompetenzzentrum hat. Die sechs Partner des Konsortiums decken unterschiedliche Bereiche der Digitalisierung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands ab. Es handelt sich hierbei also um eine Mittelstandsinitiative, in der kleine und mittlere Mittelstandunternehmen unterstützt werden sollen in vielen kleinen Projekten“.

Zu den Aufgabenpaketen, die auf das Lübecker FH-Team zukommen, sagte Koch weiter: „Wir von der FH Lübeck werden schwerpunktmäßig die Themenfelder Wirtschaftlichkeit, Ortung, Logistik, IT-Integration und Mechatronik bearbeiten. Aus dem Schwerpunkt Produktion und Logistik der FH Lübeck wird die Wirtschaftlichkeit von Digitalisierungsmaßnahmen bewertet. Wir schauen uns nicht nur die technischen Voraussetzungen zur Digitalisierung an und begleiten technisch-organisatorische Prozesse, sondern weisen nach, welche Investitionen erforderlich sind und welche Betriebskosten anfallen. Schließlich möchten mittelständische Unternehmen vor allem wissen, welcher konkrete Nutzen im Rahmen der Digitalisierung für die Unternehmen erreicht werden kann.“

Koch und Kollegen haben seit ca. 2 Jahren in zahlreichen internen und externen Projekttreffen mit den Konsortialpartnern einen sehr umfangreichen Teilprojektantrag ausgearbeitet. „In Schleswig-Holstein gibt es einige Schwerpunktbranchen wie Maschinenbau, Lebensmittelindustrie oder Medizintechnik, in denen die Digitalisierung mithilfe des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums Kiel vorangetrieben werden soll. Das Kompetenzzentrum soll auch landes- und branchenübergreifend tätig werden, um möglichst viele mittelständische Unternehmen und Betriebe zu erreichen. Durch unseren pragmatischen Ansatz können wir die Bedarfe des Mittelstandes sehr gut abdecken“, hob Koch hervor.

Ein Treffen am 20. Juni 2018 war sozusagen das kick off-meeting der teilnehmenden FHL-Professoren Greifeneder, Hahn, Hellbrück und Koch zur internen Abstimmung der nächsten Arbeitsschritte, nachdem sich ein positiver Entscheid des Bundeswirtschaftsministeriums abzeichnete.

Am 05. Juli 2018 war es dann soweit. Den Förderbescheid über rund 4 Millionen Euro überreichte Stefan Schnorr vom Bundeswirtschaftsministerium, dem schleswig-holsteinischen Konsortium. Das Team der FH Lübeck freut sich darauf, dass nun endlich mit der Umsetzung und der Zusammenarbeit mit den mittelständischen Unternehmen begonnen werden kann.

Weitere Informationen zu den Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren in Deutschland unter www.mittelstand-digital.de    

 

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Fachhochschule Lübeck
Mönkhofer Weg 239
23562 Lübeck
Telefon: +49 (451) 300-5482
Telefax: +49 (451) 300-5443
http://www.fh-luebeck.de

Ansprechpartner:
Frank Mindt
Präsidium, Stabsstelle Presse
Telefon: +49 (451) 300-5305
Fax: +49 (451) 300-5470
E-Mail: frank.mindt@fh-luebeck.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.