Im Rahmen der Reihe Vortrag & Forum lädt das Nationalparkamt Kellerwald-Edersee am Mittwoch, 9. September, herzlich in seinen Kinosaal im NationalparkZentrum in Vöhl-Herzhausen, Weg zur Wildnis 1, ein. Johannes Lang, Biologe am Institut für Tierökologie und Naturbildung in Gießen, spricht zum Thema: Hessische Langschläfer: Ökologie, Spurensuche, und Verbreitung der Bilche in Hessen. Beginn des Vortrags ist 19:30 Uhr. Eine Anmeldung ist nötig und bis Montag, 7. September möglich. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen Nationalparkbahnhof oder NationalparkZentrum aus und folgen der Beschilderung.

Für die am 13. Mai ausgefallene Veranstaltung gibt es einen neuen Termin: Am 9. September erläutert Johannes Lang in seinem Vortrag über die Bilche, Details zu diesen in Hessen heimischen Schlafmäusen als anschauliches Begleitprogramm mit vielen Präparaten zur Sonderausstellung „Spurensuche im Wald“.

Bilche oder Schlafmäuse sind eine ganz besondere Gruppe unter den Nagetieren. In Hessen heimisch sind drei Vertreter: Der recht häufige Siebenschläfer, der seltene Gartenschläfer und die kleine Haselmaus. In seinem Vortrag stellt Johannes Lang die Besonderheiten der Schlafmäuse vor und erläutert die neusten Erkenntnisse zu ihrer Verbreitung in Hessen. Im Vordergrund des Vortrags stehen die im Anhang IV der FFH-Richtlinie gelistete Haselmaus und der inzwischen sehr seltenen Gartenschläfer, der in Europa inzwischen als gefährdet gilt. Neben Einblicken in ihre Biologie und die bevorzugten Lebensräume, gibt er auch praktische Hinweise, wie man Schlafmäusen auf die Spur kommen kann.

Der Referent

Johannes Lang ist Biologe und beschäftigt sich seit vielen Jahren freiberuflich am Institut für Tierökologie und Naturbildung in Gießen mit der Haselmaus. Seine Arbeitsschwerpunkte sind der Nachweis dieser kleinen Bilche im Rahmen des FFH-Monitorings in verschiedenen Bundesländern, die Erfassung und Bewertung von Haselmausvorkommen im Zuge von Eingriffsvorhaben sowie die Durchführung von Schutzmaßnahmen. Unter anderem betreut er seit 12 Jahren das Landes- und Bundesmonitoring der Haselmaus in Hessen und arbeitete mit an der Neufassung der bundesweiten Roten Liste der Säugetiere. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gießen beschäftigt er sich außerdem mit einem Forschungsprojekt zum Gartenschläfer.

Die Sonderausstellung

Die kostenlose Sonderausstellung "Spurensuche im Wald" von der Wildland Stiftung Bayern wird noch bis zum 10. Januar 2021 im NationalparkZentrum zu sehen sein.

Die Anmeldung

Unter Angabe der Kontaktdaten ist bis Montag, 7. September eine Anmeldung erforderlich. Die maximale Teilnehmeranzahl ist abhängig von der Gruppenkonstellation: Es können sich 26 Einzelpersonen anmelden, bei Haushalten, die zusammensitzen und Abstand halten sind entsprechend mehr Personen möglich. Anmeldungen

  • telefonisch 05621-75249-0
  • online mit der Anmeldefunktion auf der Internetseite

www.nationalpark-kellerwald-edersee.de/de/veranstaltungen
Es wird gebeten während des Vortrags ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen .

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