Der Reviervertrag ist jetzt unterschrieben, das Wirtschafts- und Strukturprogramm (WSP) 1.1 außerdem offiziell an die nordrhein-westfälische Landesregierung zur weiteren Beratung übergeben. Das ist die für die Zukunftsagentur wichtigste Bilanz der heutigen Festveranstaltung „#Revier2030. Mit Struktur in den Wandel“. Das Event fand digital statt, weswegen der Reviervertrag demnächst durch die Region reist, um die Runde der Unterzeichnenden zu vervollständigen.

Das WSP 1.1 überreichte in Düsseldorf Bodo Middeldorf in der am 17. April 2021 von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der Zukunftsagentur beschlossenen Fassung. Diese ist ab heute unter www.rheinisches-revier.de/ueber-uns/downloads zu finden. Der Geschäftsführer der Zukunftsagentur sagt: „Mit dem Wirtschafts- und Strukturprogramm bauen wir inhaltlich das Fundament für den Strukturwandel, den wir als Jahrhundertchance begreifen. Das Rheinische Revier wird sie nutzen und zum Leuchtturm wachsen: Wir wollen gemeinsam die Vision realisieren, die Transformation zu schaffen zu einer Region, in der unter den Rahmenbedingungen eines nachhaltigen Energiesystems wettbewerbsfähige, innovative Unternehmen ebenso zu Hause sind wie Menschen, die gern hier leben, weil sie Arbeit, Lebensqualität und gute Perspektiven haben.“

Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Zukunftsagentur, vertrat bei der Unterzeichnung des Reviervertrags die Region. Er sagt dazu: „Ich freue mich sehr, heute stellvertretend für das gesamte Revier und die Menschen, die hier leben, unterzeichnen und damit ein wichtiges Zeichen für den Strukturwandel setzen zu dürfen. Indem wir die Wirtschaft stärken und nachhaltiger machen, können wir den Menschen eine belastbare Zukunftsperspektive in ihrer Heimat bieten. Die Zukunftsagentur steuert den Strukturwandelprozess in der Region. Um die Ziele des Reviervertrags umzusetzen, wird sie als Dienstleisterin für die Region aktiv unterstützen. Sie ist zentraler und erster Ansprechpartner für die Region und die Antragssteller.“

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein und stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, unterzeichnete ebenfalls und ergänzt mit Blick auf die Wirtschaft: „Heute ist ein wichtiger Tag für unsere Region. Der Strukturwandel ist für die Unternehmen im Rheinischen Revier eine große Chance. Um den Wandel zu einer Erfolgsgeschichte zu machen, brauchen wir vor allem Anreize für Innovationen, digitale Infrastruktur und qualifizierte Fachkräfte. Um Investoren zu gewinnen, empfehlen wir die Einrichtung einer Sonderwirtschafts- und einer Sonderplanungszone – um schnelle Planungs- und Genehmigungsverfahren bieten zu können.“

„#Revier2030“ war außerdem Startschuss für das Regelprogramm. Alles dazu ist unter dem Direktlink www.rheinisches-revier.de/foerderung zu lesen.

Fachforen machten die vielfältige Arbeit der Zukunftsagentur sichtbar

Die Arbeit der Zukunftsagentur wurde auf der Veranstaltung nicht allein in Form des WSP 1.1 und eines digitalen Messestands deutlich. Ihre vielfältigen Arbeitsschwerpunkte zeigten sich bei den digitalen Fachforen ganz unmittelbar. Die Revierknoten gestalteten diese Expertenrunden zu aktuellen Einzelthemen mit Relevanz für den Strukturwandel.

Exemplarisch sei hier das Fachforum des Revierknotens „Ressourcen und Agrobusiness“ unter Vorsitz von Jens Bröker genannt. Es präsentierte ein Video zur biobasierten Wirtschaft als Ausgangspunkt für Impulse, die das Plenum anschließend interaktiv mit den Teilnehmenden diskutierte. „Eine nachhaltige, regionale Bioökonomie, so wie sie die Initiative BioökonomieREVIER im Rheinischen Revier entwickeln möchte, bildet einen wichtigen Baustein für einen erfolgreichen Strukturwandel“, so Jens Bröker.

„Das Gesicht der Land- und Ernährungswirtschaft als Leitbranche biobasierten Wirtschaftens wird sich deutlich verändern, die Branche wird nachhaltiger werden und hat exzellente Zukunftsaussichten für neues Wachstum in der Region“, ergänzt Dr. Amin Hentschel von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

„Neben der hohen Qualität der einzelnen Projekte liegt eine besondere Chance, aber auch eine Notwendigkeit in der Synergie und der Integration“, hebt Professor Dr. Ulrich Schurr vom Forschungszentrum Jülich hervor, der das BioökonomieREVIER initiierte. Und weiter: „Daraus entstehen Mehrwerte für Wertschöpfung und Arbeitsplätze, und gleichzeitig werden Potenziale der Energie- und Stoffeffizienz sowie im Konsum und der Nutzung gehoben. Dies ist eine Voraussetzung, um Stoffkreisläufe in der Region zu entwickeln, die Grundpfeiler der Nachhaltigkeit sind. Gleichzeitig bietet die Vernetzung über alle Akteure hinweg – so wie wir dies in BioökonomieREVIER leben – die Chance, dass die Region auch gesellschaftlich eine neue Identität als Region für Nachhaltigkeit entwickelt und ‚mit den Menschen vor Ort‘ weitergestaltet wird.“

Dieses Anliegen teilt die Zukunftsagentur, was sich an vielen Stellen der Fachforen zeigte: Auch wenn die Themen selbst hoch komplex sind, ist es ein Anliegen, die Menschen im Rheinischen Revier einzubinden und mitzunehmen. Neben erwähnter Nachhaltigkeit ist also auch Nahbarkeit ein direktes Ziel, das die Zukunftsagentur sich vornimmt, wenn sie an dem Wandel der Region in den kommenden Jahren aktiv mitwirkt.

Hintergrund: Der Reviervertrag

Wer ist im Strukturwandel wofür zuständig? Welche Ziele verfolgen die Fördermaßnahmen? Wie lässt sich messen, wie erfolgreich diese verlaufen? Solche Fragen beantwortet der Reviervertrag. Auf diesen geeinigt haben sich Kabinett, Braunkohlekommunen und Verbände. Er legt die gemeinsame Stoßrichtung fest und definiert die Rollenverteilung genauer. Der Reviervertrag im Wortlaut ist als Dokument unter www.rheinisches-revier.de/ueber-uns/downloads hinterlegt.

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