Es war ein Festakt mit Mitarbeiter*innen, Mitgliedern des Nationalparkbeirats, sowie externen Wegbegleiter*innen und Gästen am Fischhaus Banfe und der Anlass ein besonderer: Nationalparkleiter Manfred Bauer wurde von Umweltministerin Priska Hinz am Freitag, 16. Juli 2021 in den Ruhestand verabschiedet. Nach fast dreizehn erfolgreichen Jahren an der Spitze der Sonderbehörde des hessischen Umweltministeriums kann er nun gelassen in den nächsten Lebensabschnitt starten.  

Zur Verabschiedung im Rahmen eines Sektempfangs hielten außer der Ministerin berufliche Wegbegleiter Grußworte und erinnerten an die gemeinsame Zusammenarbeit.

„In Manfred Bauers Amtszeit fielen einige Herausforderungen und viele wunderbare Erfolge für den Nationalpark Kellerwald-Edersee: Im Dezember 2010 wurde der Nationalpark als bislang einziger Nationalpark in Deutschland durch die International Union for Conservation of Nature (IUCN) zertifiziert. 2011 wurde ein Teil des Nationalparks dann sogar in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Die Bildungseinrichtungen und die Besucherinfrastruktur wurden in seiner Amtszeit entscheidend vorangebracht. Ein besonderer Höhepunkt war letztes Jahr die Erweiterung des Nationalparks um fast 2.000 Hektar an den wunderschönen Edersee-Steilhängen. Lieber Herr Bauer, ich möchte Ihnen für die gute Zusammenarbeit danken. Sie waren in den letzten 13 Jahren die treibende Kraft im Nationalpark: Sie haben sich eingebracht und engagiert, sie haben einen großen Anteil, dass unser Nationalpark heute so gut dasteht und ein Aushängeschild für ganz Hessen ist,“ sagte Umweltministerin Priska Hinz bei dem Festakt.  

„Manfred Bauer hat mit seiner starken Persönlichkeit die Nationalen Naturlandschaften in Deutschland immer maßgeblich gestützt und weiterentwickelt, ob als Sprecher aller deutschen Nationalparks oder bei der Qualitätsentwicklung nach hohem, international renommiertem Standard. Dafür gilt ihm unser ausdrücklicher Dank,“ fasst es Peter Südbeck, Leiter Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und Vorstandsvorsitzender des Dachverbands Nationale Naturlandschaften e.V. zusammen.

Björn Brede, Bürgermeister der Nationalparkstadt Frankenau und Vorsitzender des Kellerwaldvereins, lobte die Arbeit des Nationalparkleiters in Zusammenhang mit den umliegenden Städten und Gemeinden: „Manfred Bauer war für die Kommunen stets ein verlässlicher Partner. Wenn es erforderlich wurde, suchte er mit den Bürgerinnen und Bürgern auch vor Ort nach Lösungen. Seine Verbindung zur Region unterstrich er ebenso durch seine Mitarbeit im Kellerwaldverein. Dort hat er mit seinen Ideen und Beiträgen ganz aktiv die Regionalentwicklung beeinflusst. Außerhalb der täglichen Arbeit war Manfred Bauer bei regionalen Veranstaltungen, wie z.B. dem Heideblütenfest in Altenlotheim, war er für jeden Spaß zu haben, denke man nur an Rundballenrollen oder Schafrennen“.
Jutta Seuring als stellvertretende Nationalparkleiterin dankte im Namen des ganzen Teams für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, ebenso Oliver Obermann, der Personalratsvorsitzende.  

Manfred Bauer selbst schloss damit, dass ihm seine Arbeit in diesem vielfältigen Gebiet immer Spaß gemacht habe. Er betonte, dass es immer das Verdienst mehrerer und nicht nur einzelner Personen sei und bedankte sich bei allen seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie seiner Frau Sylvia, die ihn über vierzig Jahre bei seinen beruflichen Stationen begleitet und unterstützt hat.  

Wenn er zum Monatsende in den wohlverdienten Ruhestand geht, möchte sich Manfred Bauer mehr seinen Hobbys widmen und sich Zeit nehmen, für all das, was sonst zu kurz kam. Er fährt gern Motorrad, hat drei kleine Enkelkinder, mit denen er viel Zeit verbringt und hat sich als gebürtiger Münchner so gut in Bad Wildungen eingelebt, dass er der Region auch weiter erhalten bleiben wird.    

Werdegang

  • stellv. Leiter und Leiter Abtlg. Parkmanagement (Wald- und Weiderechte) im NLP Berchtesgaden von 2001 – 2008
  • Stellv. Leiter der Bayer. Landesanstalt für forstliche Saat u. Pflanzenzucht in Teisendorf von 1998 – 2001
  • Waldmanagementprojekt in Ghana von 1993 – 1998
  • Stellv. Forstamtsleiter in Mittenwald 1990 – 1192
  • Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt München 1984 – 1990
  • Referendarszeit 1982 – 1984
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