Der Bundesverband der Maschinenringe koordiniert die finanzielle Unterstützung für vom Hochwasser betroffene Betriebe. Bei der Beseitigung der Flutschäden helfen die Mitglieder der Maschinenringe an vorderster Front.

„Was man in den Medien sieht, vermag nicht annähernd das widerzuspiegeln, was sich hier wirklich abspielt“, schildert Franz-Josef Schäfer, der Vorsitzende des Maschinen- und Betriebshelferringes (MBR) Rhein-Ahr-Eifel, seine Eindrücke aus den Hochwassergebieten im Landkreis Ahrweiler. Wenige Tage nach der Flutkatastrophe in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben die sinkenden Pegel den Blick freigegeben auf ein ungeahntes Maß an Zerstörung. Die Landwirtschaft ist von der Naturkatastrophe einerseits stark betroffen, andererseits leisten Landwirte – und unter ihnen auch die Mitglieder der lokalen Maschinenringe – unermüdlich und unentgeltlich Hilfe bei den Aufräumarbeiten.

Welle der Hilfsbereitschaft

Bereits am Freitag, 16. Juli, hatte der Bundesverband der Maschinenringe (BMR) mit Sitz im bayerischen Neuburg an der Donau eine kostenlose Futtermittelbörse online gestellt, auf der Landwirte deren Futter durch die Flut unbrauchbar geworden ist, Kontakt zu Berufskollegen aufnehmen können, die Nahrungsmittel abgeben können. BMR-Geschäftsführer Erwin Ballis war überwältigt von den Reaktionen. „Bis heute haben wir schon mehr als 100 Angebote in der Börse“, berichtete er in einer Videokonferenz Vorsitzenden und Geschäftsführern der Maschinenringe im Rheinland. Doch auch außerhalb der Futtermittelbörse erreichten immer mehr Hilfsangebote in Form von Geldspenden, Dienstleistungen oder auch Leihmaschinen die Maschinenringe.

Von Landwirten für Landwirte

Beim Bundesverband der Maschinenringe in Neuburg an der Donau wird man die Angebote daher koordinieren, damit die Hilfe nicht ins Leere stößt und finanzielle Unterstützung auf einem Spendenkonto sammeln, um sie später gezielt und gerecht unter landwirtschaftlichen den Betrieben zu verteilen, die von den Auswirkungen des Hochwassers besonders betroffen sind. Die Idee, unter dem Motto „Landwirte helfen Landwirten“ bundesweit Spendengelder zu sammeln und dann vor Ort zielgerichtet einzusetzen, kam übrigens von Landwirten aus den betroffenen Regionen selbst. Gemeinsam mit der Stiftung des Maschinenrings Warendorf und mit Unterstützung von Susanne Schulze-Bockeloh und Georg Hülsmann wurde ein separates Spendenkonto eröffnet. Durch die Gemeinnützigkeit der MR-Stiftung können auch Spendenquittungen ausgestellt werden. Die eingehenden Spenden werden in Absprache mit dem jeweiligen Maschinenring vor Ort an bedürftige landwirtschaftliche Betriebe verteilt.

Wer spenden will, kann dies tun unter:

Stiftung BHD-Maschinenring Land,

„Fluthilfe Maschinenring“,

IBAN: DE25370205000001347400,

BIC: BFSWDE33XXX

Indes sind in den betroffenen Gebieten aber auch viele Landwirte und Mitglieder örtlicher Maschinenringe bereits unterwegs, um in den Katastrophengebieten oder auf den Höfen ihrer Kollegen mit Maschinen, in Handarbeit und mit viel Herz bei den Aufräumarbeiten zu helfen.

Unverzichtbare Hilfe beim Aufräumen

Im Landkreis Ahrweiler etwa leistet laut MBR-Chef Franz-Josef Schäfer der landwirtschaftliche Bereich neben Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Bundeswehr einen nahezu unverzichtbaren Anteil der Arbeiten – ob beim Räumen verschlammter Straßen und Grundstücke, der Abfuhr durchnässten Sperrmülls oder beim Auspumpen vollgelaufener Kellerräume.

Die Maschinenringe setzen mit der Futtermittelbörse, dem Spendenkonto und ihrem unentgeltlichen Hilfseinsatz konsequent ihr Engagement für Kollegen und Gesellschaft fort, das sie während der drei Corona-Wellen 2020 und in diesem Jahr mit der Aktion #daslandhilft unter Beweis gestellt haben.

Futtermittelbörse weiter online

Wer noch Futtermittel spenden oder zu den handelsüblichen Preisen abgeben will, kann sein Angebot beim Maschinenring unter www.maschinenring.de/hochwasser online stellen. Das Angebot steht sowohl Mitgliedern als auch Nichtmitgliedern der Maschinenringe gebührenfrei zur Verfügung. Der Maschinenring macht keine Preisvorgaben, behält sich aber vor, überteuerte Angebote aus der Plattform zu nehmen. Wer ein Inserat online stellen will, muss sich dafür anmelden. Das Durchsuchen der Anzeigen funktioniert ohne Anmeldung.

Bei der Vermittlung und Logistik vor Ort werden die lokalen Maschinenringe die Landwirte unterstützen. Die besonders betroffenen Gebiete werden von den Maschinenringen Trier-Wittlich, Bitburg-Prüm, Rhein-Ahr-Eifel, Vulkaneifel-Daun und Rhein-Sieg betreut.

Über Bundesverband der Maschinenringe e. V.

Der Maschinenring wurde 1958 im niederbayerischen Buchhofen gegründet. Ein Maschinenring ist eine Vereinigung, in der sich landwirtschaftliche Betriebe zusammenschließen, um Land- und Forstmaschinen gemeinsam zu nutzen, sowie landwirtschaftliche Arbeitskräfte bei Überkapazitäten zu vermitteln. Die Maschinenringe haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Solidaritätsgedanken zwischen Mitgliedsbetrieben zu stärken. Vor diesem Hintergrund bietet der Maschinenring seinen Mitgliedsbetrieben auch Hilfen für den wirtschaftlichen und sozialen Bereich an. Damit wird der ländliche Raum gefördert, wobei damit ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Landwirtschaft geleistet werden kann. Auf Bundesebene ist der Bundesverband der Maschinenringe e. V. die Dachorganisation. Durch zwölf Landesverbände und rund 240 lokale Maschinenringe werden rund 190.000 landwirtschaftliche Betriebe unterstützt.

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