• Cham setzt auf nachhaltigen Breitbandausbau
  • Solaranlage senkt Verbrauch an PoP-Standorten um ein Drittel
  • Brauckmüller: Nachhaltigkeit und Netzausbau passen zusammen

Der Landkreis Cham in der Oberpfalz hat sich im Rahmen des Breitbandausbaus in besonderer Weise um das Thema Nachhaltigkeit verdient gemacht. Unter anderem installierte der Landkreis auf dem Dach des neuen des PoP-Standortes (Point of Presence) in Falkenstein eine Solaranlage, die den Verbrauch (aus dem Netz) um 30 Prozent senkt.

„Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt beim Breitbandausbau immer mehr an Bedeutung“,  sagte Tim Brauckmüller, Geschäftsführer der atene KOM und Projektträger für das Bundesförderprogramm Breitband, bei der Inbetriebnahme am Samstag (16.10.2021) vor den rund 50 Teilnehmer:innen, darunter Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker und Landrat Franz Löffler. Für sein großes Engagement gebühre Cham ein besonderes Lob, betonte Brauckmüller. Dem Landkreis sei es gelungen, den Ausbau in der Region effizient und zukunftssicher zu gestalten und gleichzeitig den ökologischen Faktor stets im Auge zu behalten.

Der neue PoP-Standort ist nicht nur energieeffizient, sondern auch außergewöhnlich regenfest konstruiert. Darüber hinaus konnte der Landkreis durch eine besonders nachhaltige Netzplanung dafür sorgen, dass beim Anschluss weiterer Netzteilnehmer keine neuen Tiefbauarbeiten nötig sein werden.

Tim Brauckmüller:

„Das erklärte Ziel der Bundesförderung Breitband ist der flächendeckende Ausbau eines zukunfts- und hochleistungsfähigen Gigabitnetzes. Der Gigabitausbau ist nicht nur wesentlich für eine nachhaltige Entwicklung der Regionen, er kann auch nachhaltig ausgestaltet werden.“

Landrat Franz Löffler hob beim Festakt zum Start des ersten Netzabschnitts des Landkreis-Glasfasernetzes unter anderem das hohe Tempo bei der Umsetzung hervor: „Ab heute steht den ersten Bürgerinnen und Bürgern im südwestlichen Landkreis eine kommunale Datenautobahn zur Verfügung. Das volle Engagement des Landkreises Cham in den Glasfaserausbau macht sich bezahlt. Ein Jahr nach dem Start der Tiefbauarbeiten können die ersten Bürgerinnen und Bürger diese zukunftsgerichtete Infrastruktur nutzen. Mein ausdrücklicher Dank gilt dabei auch dem Bund und dem Freistaats Bayern die mit einer Förderung von knapp 90 Prozent dieses gewaltige Infrastrukturprojekt ermöglichen.“

Finanz- und Heimatminister Albert Füracker:

„Der Gigabit-Ausbau im größten Landkreis der Oberpfalz läuft auf Hochtouren! Dem Ziel eines flächendeckenden Gigabitausbaus kommt der Landkreis Cham heute einen wichtigen Schritt näher. Der Freistaat unterstützt beim Ausbau des Glasfasernetzes mit 63 Millionen Euro. Das ist der höchste Förderbescheid seit Beginn der bayerischen Breitbandförderung. Künftig werden damit über 17.000 Gebäude in 37 Gemeinden mit direktem Glasfaseranschluss an das Gigabitnetz angeschlossen. Das Projekt unter Federführung des Landkreises ist ein Musterbeispiel für interkommunale Zusammenarbeit. Gemeinsam können wir viel bewegen und ganz Bayern mit Glasfaser erschließen!“

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Die atene KOM aus Berlin begleitet den öffentlichen Sektor bei der Projektentwicklung in den Bereichen Digitalisierung, Energie, Mobilität, Gesundheit und Bildung.

Die atene KOM bringt Kommunen, Landkreise und Unternehmen zusammen und entwickelt die Infrastruktur für die Zukunft. Die Stärkung des ländlichen Raums steht im Fokus der Arbeit.

Dabei organisiert und verwaltet die atene KOM auch Gelder aus der Infrastruktur- und Regionalförderung. Mit deutschen und europäischen Partnern arbeitet die atene KOM an Förderprojekten beispielsweise zur Digitalisierung des ländlichen Raums, entwickelt smarte Mobilitätskonzepte für den Nah- und Regionalverkehr oder intelligente Strategien, um die Energiewende voranzubringen.

Überdies ist die atene KOM Projektträger des Förderprogramms für den Ausbau des Gigabit-Internets im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums.

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