• Umsatz liegt im ersten Halbjahr 2022 bei 21,2 Milliarden Euro, bereinigte EBIT-Marge bei 4,0 Prozent
  • Eigenkapitalquote steigt von 18,6 auf rund 24 Prozent
  • Prognose für das Gesamtjahr unter Vorbehalt bestätigt
  • Auftragsvolumen für elektrische Antriebe für Pkw und Nutzfahrzeuge beläuft sich bis 2030 auf 23 Milliarden Euro

ZF hat sich im ersten Halbjahr 2022 in einem global herausfordernden und volatilen Marktumfeld behauptet. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 21,2 (2021: 19,3) Milliarden Euro, eine Steigerung von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBIT lag bei 851 Millionen (2021: 1,0 Milliarden) Euro, was einer bereinigten EBIT-Marge von 4,0 Prozent (2021: 5,2 Prozent) entspricht.

„Das erste Halbjahr war von vielen Unwägbarkeiten und externen Einflüssen geprägt, die wir als ZF-Team – auch basierend auf den Krisenerfahrungen der beiden vergangenen Jahre – gut gemeistert haben“, sagte Wolf-Henning Scheider, Vorsitzender des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG, am Mittwoch bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. „Beeinflusst haben unser Geschäft der Krieg in der Ukraine, die pandemiebedingten Lockdowns in China, die eingeschränkte Verfügbarkeit von Halbleitern und die signifikante Inflation. Unser Fokus liegt darauf, die richtige Balance zwischen den Erwartungen unserer Kunden und unserem Ergebnisziel zu erreichen sowie kontinuierliche Investitionen in Zukunftstechnologien sicherzustellen.“

Stabile Finanzkennzahlen
Der Technologiekonzern erwirtschaftete von Januar bis einschließlich Juni 2022 einen Umsatz von 21,2 (2021: 19,3) Milliarden Euro; ein Zuwachs von zehn Prozent (währungsbereinigt plus fünf Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die weltweite Fahrzeugproduktion ist in diesem Zeitraum zurückgegangen; sie lag im Pkw-Segment um zwei Prozent und im Nutzfahrzeugsegment um 28 Prozent unter den Werten des Vorjahres.

Das Unternehmen verzeichnete ein bereinigtes EBIT von 851 Millionen (2021: 1,0 Milliarden) Euro. Dies ergibt eine bereinigte EBIT-Marge von 4,0 Prozent (2021: 5,2 Prozent). Der bereinigte Free Cashflow betrug minus 630 (2021: minus 186) Millionen Euro, was vor allem auf Sicherheitsbestände zurückzuführen ist, die wiederum von gestiegenen Materialpreisen und Wechselkurseffekten beeinflusst sind.

„In einem schwachen und volatilen Marktumfeld haben wir in unserer Performance Stabilität und Ausdauer bewiesen“, sagte ZF-Finanzvorstand Dr. Konstantin Sauer. „Auch wenn die Herausforderungen im zweiten Halbjahr nicht kleiner werden, sind wir zuversichtlich, durch Kostenbewusstsein, eine weiterhin konsequente Mitigation von Inflationseffekten und aktives Management unserer Bestände auf Kurs zu bleiben. Unsere finanziellen Jahresziele behalten wir fest im Blick.“

ZF wird angesichts der bisherigen Entwicklungen sowie der weiteren Aussichten für die nächsten Monate an seiner Prognose für das Gesamtjahr festhalten. Das Unternehmen rechnet für 2022 unverändert mit einem moderaten Wachstum des Konzernumsatzes auf ein Volumen von erstmals mehr als 40 Milliarden Euro. Die bereinigte EBIT-Marge erwartet ZF im Bereich von 4,5 bis 5,5 Prozent, den bereinigten Free Cashflow zwischen 1,0 Milliarden und 1,5 Milliarden Euro.

Die Prognose bleibt unter Vorbehalt, da ZF mit anhaltend negativen Einflüssen durch die bekannten Themen (Inflation, Krieg in der Ukraine, eingeschränkte Verfügbarkeit von Halbleitern, erneute Wellen der Covid-19-Pandemie) rechnet. Im zweiten Halbjahr könnten zudem Belastungen durch mögliche Gaslieferstopps in Deutschland und Europa entstehen. Auf dieses Szenario bereitet sich das Unternehmen vor. „Dazu intensivieren wir auch die bereits laufenden Maßnahmen, um unseren Energieverbrauch konsequent weiter zu reduzieren und auf alternative Energieträger auszuweichen, wie es auch unsere Nachhaltigkeitsstrategie vorsieht“, betonte Vorstandsvorsitzender Scheider.

Weiter gestärkt hat ZF seine Eigenkapitalbasis: Die Eigenkapitalquote stieg von 18,6 Prozent Ende 2021 auf rund 24 Prozent per 30. Juni 2022. Darüber hinaus hat das Unternehmen seine bestehende revolvierende Kreditlinie (RCF) von drei auf 3,5 Milliarden Euro erhöht und sich damit ein Jahr vor Fälligkeit attraktive und langfristig planbare Finanzierungskonditionen gesichert. Durch die gleichzeitige Erweiterung des Kreises der Kernbanken unterstreicht ZF seine starke Positionierung am Kapitalmarkt.

Neue Aufträge für E-Antriebe und Connectivity-Plattform
Umfassende neue Aufträge hat ZF für strategisch bedeutende Technologien, zum Beispiel elektrifizierte Antriebe erhalten. Das Auftragsvolumen in diesem Bereich beläuft sich für Pkw und Nutzfahrzeuge inzwischen auf 23 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030. „ZF bietet heute ein komplettes und umfassendes Produktportfolio an Systemen und Komponenten für die E-Mobilität“, sagte Wolf-Henning Scheider. Das Umsatzwachstum der Division Electrified Powertrain Technology von zwölf Prozent im ersten Halbjahr unterstreiche dies eindrucksvoll. „Mit den neuen Aufträgen können wir den Wandel von klassischen Getrieben hin zu rein elektrischen Antrieben bewältigen und den Wegfall der Technologien für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr als ausgleichen. Jetzt wollen wir unsere Führungsrolle, zum Beispiel bei der Leistungselektronik, weiter ausbauen.“

Ein Großauftrag eines internationalen Fahrzeugherstellers liegt auch für die erste Ausbaustufe der skalierbaren Connectivity-Plattform ZF ProConnect vor, die 2024 in Serie gehen wird. ZF ProConnect ermöglicht die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und mit Satelliten (Vehicle-to-X-Kommunikation) – alles durch die Verbindung zur Cloud. Darüber laufen Services wie Routenplanung, Systemdiagnosen aus der Ferne oder auch das Flottenmanagement. Auf der Plattform sind digitale Geschäftsmodelle im softwaredefinierten Fahrzeug integriert; ebenso eröffnen sich Einsatzmöglichkeiten im gesamten Bereich des autonomen Fahrens, in dem eine zuverlässige und stabile Konnektivität unabdingbar ist. Daher wird ZF ProConnect auch in den autonomen Transportsystemen von ZF eingesetzt.

Um den Wandel des Unternehmens auch strukturell nachzuvollziehen, hat ZF im Rahmen des Tarifvertrags Transformation an mehreren Standorten Zukunftsvereinbarungen geschlossen, beispielsweise in Saarbrücken, Koblenz und Kreuztal. Diese Vereinbarungen machen die Standorte wettbewerbsfähiger, eröffnen den Beschäftigten Zukunftsperspektiven und schaffen die Voraussetzungen zur Identifikation von Produkten, die perspektivisch an diesen Standorten angesiedelt werden können.

Ausblick: ZF bei der IAA Transportation in Hannover
In seinem Ausblick verwies Scheider auch auf den ZF-Auftritt bei der IAA Transportation in Hannover. Dort präsentiert die ZF-Nutzfahrzeugdivision Commercial Vehicle Solutions, zum ersten Mal in ihrer neuen Aufstellung als weltweit größter Nutzfahrzeugzulieferer nach der Integration von Wabco, wegweisende Lösungen für Nutzfahrzeugkunden und Flottenbetreiber. Vom 20. bis 25. September ist ZF auf dem Messegelände der niedersächsischen Landeshauptstadt präsent (Halle H21, Stand A90). Im Mittelpunkt des Auftritts stehen unter anderem neue elektrische Antriebe für Nutzfahrzeuge und Trailer sowie Software-Entwicklungen wie ZF SCALAR, eine digitale und auf Künstlicher Intelligenz basierende Plattform zum effizienten Disponieren von Nutzfahrzeugflotten.

Über die ZF Friedrichshafen AG

ZF ist ein weltweit aktiver Technologiekonzern und liefert Systeme für die Mobilität von Pkw, Nutzfahrzeugen und Industrietechnik. ZF lässt Fahrzeuge sehen, denken und handeln: In den vier Technologiefeldern Vehicle Motion Control, integrierte Sicherheit, automatisiertes Fahren und Elektromobilität bietet ZF umfassende Produkt- und Software-Lösungen für etablierte Fahrzeughersteller sowie für neu entstehende Anbieter von Transport- und Mobilitätsdienstleistungen. ZF elektrifiziert Fahrzeuge unterschiedlichster Kategorien und trägt mit seinen Produkten dazu bei, Emissionen zu reduzieren, das Klima zu schützen und die Mobilität sicherer zu machen.

Im Jahr 2021 hat ZF mit weltweit rund 157.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 38,3 Milliarden Euro erzielt. Das Unternehmen ist an 188 Produktionsstandorten in 31 Ländern vertreten.

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