Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die 16 Landeskrankenhausgesellschaften treten im Lauf des Septembers mit ihrer bundesweiten konzertierten Kampagne „Alarmstufe ROT: Krankenhäuser in Gefahr“ an die Öffentlichkeit. Ziel ist es, auf die existenzbedrohenden finanziellen Schwierigkeiten hinzuweisen, mit denen zahlreiche deutsche Krankenhäuser infolge von Pandemie und Inflation zu kämpfen haben. In Bayern startet die Kampagne am 8. September um 10 Uhr mit einer Pressekonferenz der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, welche als Livestream mitverfolgt werden kann.

Das Krankenhauswesen in Deutschland steht kurz vor dem Kollaps. Die Gründe sind vielfältig. Die Corona-Pandemie mit vollen Notaufnahmen und Intensivstationen, zusätzlichen Hygienekosten, Personalausfällen und dem generellen prekären Fachkräftemangel, die aktuell explodierenden Kosten für Energie, Medizinprodukte und Dienstleistungen sowie die hohe Inflationsrate treiben viele Häuser an den Rand des wirtschaftlichen Ruins. Sollte es so weit kommen, stünde die flächendeckende Gesundheitsversorgung der Bevölkerung auf dem Spiel.

Mit ihrer bundesweiten, trägerübergreifenden Kampagne „Alarmstufe ROT: Krankenhäuser in Gefahr“ möchten die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Landeskrankenhausgesellschaften eine breite Öffentlichkeit über die aktuelle Lage informieren und die Politik zum Handeln bewegen. Der VPKA Bayern e.V. sowie sein Dachverband, der Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK), unterstützen diese Kampagne mit all ihren Akut-Mitgliedern. Vorrangige Forderungen der Aktion sind ein staatlicher Inflationsausgleich sowie eine Fortführung effizienter Corona-Hilfen, welche es den Einrichtungen ermöglichen würden, wirtschaftlich handlungsfähig zu bleiben und einen weiteren Personalabbau abzuwenden. Darüber hinaus fordern die Akteure eine Reform der Krankenhausversorgung und des Finanzierungssystems sowie einen Abbau des überbordenden Bürokratismus.

Interessierte Kliniken sind aufgerufen, mit eigenen Aktionen auf die existenzielle Krise der Kliniklandschaft aufmerksam zu machen und die politische Entscheidungsebene zum Handeln aufzufordern. Als Auftaktveranstaltung der Kampagne fand am 5. September 2022 eine Pressekonferenz (PK) der DKG in Berlin statt.

Am 08. September ab 10 Uhr folgt eine Pressekonferenz der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG). Dabei informieren Roland Engehausen (Geschäftsführer der BKG), Heike Gülker (Geschäftsführerin des Katholischen Krankenhausverbandes in Bayern) und Dr. Axel Fischer (Geschäftsführer der München Klinik) über die aktuelle finanzielle Situation an den Kliniken. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch vom Kampagnenstart in Berlin berichtet und auf Aktionen in anderen Bundesländern hingewiesen. Darüber hinaus erklären zahlreiche Beschäftigte aus bayerischen Krankenhäusern in kurzen Videos, warum ein sofortiger Inflationsausgleich dringend nötig ist. Geplant ist überdies eine Live-Schalte nach Amberg, wo zeitgleich der DKG-Kampagnen-Truck Halt machen und in Kooperation mit dem Klinikum St. Marien Amberg die Bevölkerung über die dramatische Situation in den Kliniken informieren wird.

Der BDPK und der VPKA Bayern e.V. unterstützen die Kampagne ausdrücklich. Schließlich kämpfen die privat getragenen Akut- und Reha-Kliniken mit genau denselben Belastungen und Problematiken wie die Einrichtungen öffentlicher und freigemeinnütziger Krankhausträger. Laut Roland Berger Krankenhausstudie 2021 schrieben bereits im Jahr 2020 38 Prozent der privat getragene Einrichtungen rote Zahlen – das entspricht mehr als einem Drittel. Tendenz steigend.

Livestream

Alle Interessierten können auf dem YouTube-Kanal des PresseClub München e.V. https://www.youtube.com/c/PresseClubMünchen-e-V  live an der Pressekonferenz des BKG teilnehmen. Nach Ende der Veranstaltung wird die Übertragung dort weiterhin zur Verfügung stehen.

Über den Verband der Privatkrankenanstalten in Bayern e.V.

Der Verband der Privatkrankenanstalten in Bayern e. V. (VPKA) setzt sich als dynamischer und praxisnaher Verband seit mehr als 70 Jahren bayernweit für die inhaltlichen Belange der privaten Akut- und Rehakliniken ein. Er vertritt als größter Landesverband rund 170 Einrichtungen mit knapp 30.000 Betten. Sein Ziel ist eine qualitativ hochwertige, innovative und wirtschaftliche Patientenversorgung in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken. Neben der Beratung seiner Mitglieder vertritt er die Belange der Privatkrankenanstalten in gesellschaftlichen, sozialpolitischen und tariflichen Angelegenheiten.

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