Eine Befragung von knapp 300 Kindern und Jugendlichen in 35 Städten und Gemeinden aus 16 Ländern weltweit hat ergeben, dass die Luftverschmutzung ihre größte Sorge ist. Im Vorfeld der Klimakonferenz COP 27, die dieses Mal im ägyptischen Sharm El-Sheik stattfindet, haben World Vision und andere Mitglieder der Global Alliance Cities 4 Children[ii] junge Menschen nach ihren dringendsten gesundheitlichen Sorgen in Städten befragt. Die Luftverschmutzung stand ganz oben auf der Liste.

„Kinder und Jugendliche sind in städtischen Räumen mit vielen Problemen konfrontiert, insbesondere unter fragilen Bedingungen wie zum Beispiel in Slums", erklärt Aline Rahbany, Technische Direktorin für städtische Programmplanung bei World Vision. „Aber diese Umfrage zeigt einmal mehr, dass Umweltfragen für sie an erster Stelle stehen: Die Luftverschmutzung, aber auch die ordnungsgemäße Müllentsorgung und andere durch den Klimawandel beförderte Probleme wie der Zugang zu ausreichend sauberem Wasser."

Die Befragten äußerten sich auch darüber, was getan werden könnte, um den dringend notwendigen Wandel in ihren Städten herbeizuführen. Die beiden am häufigsten genannten Lösungsansätze waren die Sensibilisierung für Probleme, die sie betreffen, und Programme zur Jugendbeteiligung. 

Die 15-jährige Shania aus Tansania nimmt an einem von der Europäischen Union und der Afrikanischen Union geförderten SAUTI-Jugendprojekt und am Programm “Citizen Voice and Action” von World Vision teil, die beide dazu beitragen, das Selbstvertrauen junger Menschen zu stärken, damit sie sich für ihre Gemeinden und ihre Anliegen selbst einsetzen können. Sie wurde eingeladen, persönlich zu den führenden Vertretern der COP 27-Präsidentschaft zu sprechen[iii]. 

Andere Jugendliche haben Videobotschaften für die Staats- und Regierungschefs über die konkreten Auswirkungen der Klimakrise auf ihr Leben aufgezeichnet. Dazu gehören der 15-jährige Souksavanh aus Laos, dessen Familie ihr Haus, ihr Reisfeld und ihre Tiere durch die extremen Wetterbedingungen verloren hat. Und der 17 Jahre alte Frederick aus Sambia, der befürchtet, dass er wegen der Dürre zukünftig nicht mehr zur Schule gehen kann, weil er die Zeit braucht, um für sich Nahrung zu beschaffen.

Ein weiterer von den Jugendlichen häufig genannter Lösungsansatz, um den Klimawandel entgegenzuwirken, war die Wiederbegrünung. World Vision wird außerdem junge Menschen aus Niger nach Ägypten bringen, um zu berichten, wie nachhaltige Ansätze wie Farmer Managed Natural Regeneration (FMNR)[iv] kahles Land in fruchtbares grünes Ackerland verwandeln können. Vor diesem Hintergrund ist es „zu begrüßen", so Ekkehard Forberg, Klimaexperte bei World Vision Deutschland, dass es eine deutsche Anschubfinanzierung für Hilfen bei Klimaschäden gibt. Diese reicht aber nicht aus, um Kindern und Jugendlichen aus den ärmsten Ländern eine Zukunft zu sichern.“

„Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Staats- und Regierungschefs auf der COP 27 die Stimmen der von den Auswirkungen des Klimawandels betroffenen Kinder und Jugendlichen hören und dass sie Maßnahmen ergreifen, um dagegen zu wirken", sagte Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland. „World Vision ist vor Ort, um dafür zu sorgen, dass dies geschieht, und um den FMNR-Ansatz vorzustellen. Ein bahnbrechender Lösungsansatz, der von Landwirten eingesetzt wird, weite Landstriche wiederbegrünt und den Gemeinden Hoffnung gibt. Wir hoffen, dass dies ein Gipfel der Taten und nicht nur der Worte sein wird."

INFORMATIONEN FÜR REDAKTIONEN:

KONTAKT VOR ORT ab 11.11. abends verfügbar!
World Vision MitarbeiterInnen stehen auf der COP27 für Interviews zur Verfügung. 
Kontakte über Silvia Holten, Pressesprecherin World Vision Deutschland erreichbar über: +491752959758
Tony Rinaudo (Der Waldmacher)
Ekkehard Forberg, Experte für Klima-Themen und Friedensförderung
Kinder- und Jugendbeteiligung World Vision im Rahmen der COP 27 und Umfrage Kontakt über: Susannah Cernojevich; susannah_cernojevich@wvi.org oder +1-202-276-2322 

Anfragen können auch über World Vision-Pressestelle gestellt werden:
Tel.: 06172-763 -151, -153, -156 oder via E-Mail: presse@wveu.org  

Weitere Informationen über die Teilnahme von World Vision an der COP 27 finden Sie unter https://www.wvi.org/our-work/climate-change/CoP27
Hier geht es zu der zitierten Umfrage:  https://www.wvi.org/publications/research/urban-work/urban-health-young-voices

BILDMATERIAL:
Video-Statement Frederick aus Sambia https://storyhub.wvi.org/Share/6fib0d8f85s7qheq26iy58ty8e85e3vd
Video-Statement Souksavanh aus Laos https://storyhub.wvi.org/Share/5751236y34n758b1c1aduu5o41ado34p
Cover-Foto Frederick https://storyhub.wvi.org/Share/s88n2538hyk337ae4g6v5wp0u01834w5
 

Die Befragten kamen aus Simbabwe, Kenia, Sambia, Indonesien, Libanon, Bangladesch, Guatemala, der Mongolei, Nepal, Malawi, Nicaragua, Uganda, Tansania, Sri Lanka, Honduras und Brasilien.

[ii] Die Umfrage unter Kindern und Jugendlichen in Städten wurde von World Vision in Zusammenarbeit mit den Partnern der Global Alliance Cities 4 Children, zu denen Plan International, UNICEF, Slum Dwellers International und die Nichtregierungsorganisation Dreamtown gehören, im Rahmen eines „Urban Thinkers Campus“ durchgeführt. Diese trägt zur Weltstadtkampagne von UN-Habitat bei. Die World Urban Campaign ist ein Zusammenschluss von Akteuren aus dem Bereich der Stadtentwicklung, der das Bewusstsein für einen positiven Wandel in den Städten schärfen will, um nachhaltige Städte und Gemeinden zu schaffen.

[iii] Sie wird bei der Veranstaltung "At the Frontline: Children and Adolescent-led Action for Climate Change" am 10. November anlässlich des Jugend- und Zukunftstages sprechen.

[iv] Der FMNR-Ansatz wurde von unserem Mitarbeiter Tony Rinaudo in Zusammenarbeit mit lokalen Gemeindemitgliedern ins Leben gerufen. Er wird in der zweiten Woche der COP 27-Konferenz anwesend sein.

Über den World Vision Deutschland e.V.

World Vision ist eine unabhängige christliche Kinderhilfsorganisation mit über 70 Jahren Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Nothilfe. Unser Fokus liegt darauf, den am stärksten gefährdeten Kindern Chancen zu bieten, ein erfülltes Leben zu führen. In rund 100 Ländern arbeiten wir mit Spenderinnen und Spendern, Kindern und Jugendlichen, Dorfgemeinschaften, Regierungen und vielen Partnern transparent zusammen, um nachhaltig Armut und Ungerechtigkeiten zu überwinden. Mit der internationalen Kampagne „It Takes a World to end Violence against Children“ setzt sich World Vision dafür ein, Gewalt gegen Kinder in jeder Form zu beenden.

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