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  • Konzern-Umsatz mit rund 251 Mio. EUR 10,5% über Vorjahr, jedoch wesentlich durch Umsatzausfälle im Segment Mobility & Battery Solutions belastet
  • Konzern-EBITDA mit 6,2 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau; Konzern-EBIT von -6,0 Mio. EUR spiegelt Verzögerung eines Großprojekts im Segment Mobility & Battery Solutions wider
  • Auftragsbestand mit 340 Mio. EUR knapp 50% über dem Vorjahr
  • Vorstand erwartet für 2023 weiteres Umsatzwachstum bei einer Verbesserung der Ergebniskennzahlen

Die Manz AG, weltweit agierender Hightech-Maschinenbauer mit umfassendem Technologieportfolio, veröffentlichte heute ihre vorläufigen Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2022. Diese zeigten sich wesentlich von anhaltenden Herausforderungen für die globale Wirtschaft sowie von wesentlichen Umsatzausfällen durch die Verschiebung eines Großprojekts im Segment Mobility & Battery Solutions geprägt.  Gleichzeitig stärkte die Manz AG erfolgreich ihr Netzwerk aus strategischen Partnerschaften mit branchenführenden Unternehmen.

Martin Drasch, Vorstandsvorsitzender der Manz AG: „Das Geschäftsjahr 2022 ist definitiv anders verlaufen, als wir das zu Jahresbeginn erwartet hatten. Die Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine auf die Weltwirtschaft, anhaltende Unterbrechungen in den Lieferketten sowie stark gestiegene Material- und Energiekosten prägen bis heute unser Leben und die Entwicklung unseres Unternehmens. Hinzu kommen die großen Umsatzeinbußen und der damit verbundene negative Ergebniseffekt durch die Verzögerung des Großprojekts unseres Kunden Britishvolt im Segment Mobility & Battery Solutions, welche durch die erfreuliche Entwicklung unseres Segments Industry Solutions leider nicht vollumfänglich kompensiert werden konnten. Allerdings haben wir im zurückliegenden Jahr auch wichtige Fortschritte erzielt und mit GROB, Dürr sowie Daimler Truck starke Partner gewonnen. Durch diese strategischen Kooperationen und das Konzept des partnerschaftlichen Wachstums können wir unsere jeweiligen Stärken kombinieren, Wertschöpfungsketten umfänglicher adressieren und die Entwicklung von Technologien beschleunigen. Daher und vor dem Hintergrund des starken Auftragsbestands von 340 Mio. EUR sind wir trotz der anhaltenden Herausforderungen für 2023 positiv gestimmt.“

Im Geschäftsjahr 2022 belief sich der Konzernumsatz auf 251,0 Mio. EUR (Vorjahr: 227,1 Mio. EUR). Aufgrund der anhaltenden Herausforderungen für die globale Wirtschaft und der Umsatzausfälle im Segment Mobility & Battery Solutions hatte der Vorstand die Prognose im August 2022 angepasst und seitdem ein Umsatzwachstum im unteren bis mittleren zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr erwartet. Die angepasste Umsatzprognose konnte erreicht werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 6,2 Mio. EUR und damit über dem Vorjahreswert mit -5,6 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf -6,0 Mio. EUR (Vorjahr: -39,9 Mio. EUR), wobei das Vorjahr wesentlich durch Einmaleffekte aus Wertminderungen in Höhe von 21,6 Mio. EUR auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie einen Markennamen und nicht zahlungswirksame Sonderabschreibungen in Höhe von 22,7 Mio. EUR auf einen Vertragsvermögenswert im damaligen Solar-Bereich geprägt war.

Im Segment Industry Solutions wies das Geschäft für Anlagen zur Montageautomatisierung eine positive Entwicklung auf. So konnte Manz in diesem Bereich mehrere Folgeaufträge eines Bestandskunden für Montagelinien für Leistungselektroniken gewinnen. Trotz herausfordernder Bedingungen auf dem Markt für Anlagen zur Display-Herstellung verbuchte die Manz AG im Zuge der Geschäftsausweitung um Produktionsanlagen zur Realisierung von Interconnect-Anwendungen und des Packaging-Verfahrens Fan-Out Panel Level Packaging (FOPLP) in der Mikrochip-Herstellung, einen Umsatzanstieg auf 158,6 Mio. EUR (Vorjahr: 145,1 Mio. EUR). Das Segment-EBIT belief sich auf 7,6 Mio. EUR nach -42,2 Mio. EUR im Vorjahr.

Im Segment Mobility & Battery Solutions konnte Manz insbesondere durch die Beteiligung der Daimler Truck AG an Manz und den in diesem Zusammenhang geschlossenen Kooperationsvertrag sowie durch die Zusammenarbeit mit der Dürr AG und der GROB-WERKE GmbH & Co. KG die Geschäftsaussichten für Produktionslösungen für Lithium-Ionen-Batteriezellen und -module für die Elektromobilität weiter verbessern. Der Segmentumsatz legte um 12,6 % auf 92,3 Mio. EUR zu, wenngleich sich die Entwicklung ganz wesentlich durch die Umsatzausfälle mit dem Kunden Britishvolt belastet zeigte. Das Segment-EBIT 2022 betrug infolge -13,6 Mio. EUR nach 2,2 Mio. EUR im Vorjahr.

Bei einem Auftragsbestand zum 31. Dezember 2022 von 339,9 Mio. EUR (Vorjahr: 229,1 Mio. EUR) und einem Auftragseingang von 359,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2022 (Vorjahr: 301,5 Mio. EUR) unterstreicht die dynamische Entwicklung auf dem Markt für Elektromobilität weiterhin die Potenziale für die Manz AG und ihre Produktionslösungen für Lithium-Ionen Batteriezellen und -module sowie für weitere Komponenten des elektrischen Antriebsstrangs. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 eine Steigerung des Umsatzes im unteren zweistelligen Prozentbereich gegenüber 2022, eine EBITDA-Marge im mittleren positiven einstelligen Prozentbereich sowie eine EBIT-Marge im niedrigen positiven einstelligen Prozentbereich.

Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2022 sowie eine detaillierte Segmentprognose für das laufende Geschäftsjahr wird die Manz AG mit dem vollständigen Geschäftsbericht 2022 am 30. März 2023 veröffentlichen.

Über die Manz AG

engineering tomorrow’s production

Die Manz AG ist ein weltweit tätiges Hightech-Maschinenbauunternehmen.

Mit Fokus auf die Automobilindustrie und Elektromobilität, Batteriefertigung, Elektronik, Energie sowie Medizintechnik, entwickelt und baut Manz innovative und effiziente Produktionslösungen: Von der kundenspezifischen Einzelmaschine für die Laborfertigung oder die Pilot- und Kleinserienproduktion, über standardisierte Module und Anlagen, bis hin zu schlüsselfertigen Linien für die Massenproduktion.

Technologisch basieren die Produktionsanlagen von Manz auf der langjährigen Erfahrung in den Bereichen Automation, Laserbearbeitung, Inspektionssysteme, Nasschemie und Digitaldruck.

Mit aktuell rund 1.500 Beschäftigten entwickelt und produziert die Manz-Gruppe in Deutschland, der Slowakei, Ungarn, Italien, China und Taiwan. Vertriebs- und Service-Niederlassungen bestehen darüber hinaus in den USA und Indien.

Die Manz AG wurde 1987 gegründet, seit 2006 ist sie an der Frankfurter Börse notiert. Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete die Gruppe auf Basis vorläufiger Zahlen einen Umsatz von rund 250 Millionen Euro.

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