Alle Empfänger von Agrarsubventionen in Deutschland können seit heute (24.05.2023) leicht zugänglich auf www.proplanta.de eingesehen werden. In Deutschland erhielten 315.000 Begünstigte rund 7 Milliarden Euro an Agrarzahlungen in 2022.

Proplanta hat die aktuellsten Daten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) vom 23.05.2022 (Stand 16.00 Uhr) wieder detailliert ausgewertet und alle Empfänger der Agrarsubventionen 2022 werden hier in Kürze online veröffentlicht.

Die Übersichtskarten visualisieren die durchschnittlich erhaltenen Agrarzahlungen sowie Gesamt- und Höchstsummen in allen Landkreisen. Zudem sind die Top-Empfänger tabellarisch aufgelistet.

Die Agrarsubventionen machen mit jährlich rund 55 Milliarden den Löwenanteil im EU-Haushalt aus. Der Anteil der Direktzahlungen und die Marktmaßnahmen (erste Säule der GAP) betragen rund 75 % der Mittel für die Landwirtschaft, während der Anteil der Mittel für die Entwicklung des ländlichen Raums (zweite Säule) sich auf 25 % belaufen. Die Basisprämie sinkt gegenüber 2021 und liegt jetzt aktuell bei 167,56 Euro (VJ 170,77 Euro). Die neue GAP beginnt übrigends am 1. Januar 2023, dann heißt es: Mehr Vorschriften für weniger Geld. In Deutschland erhielten 315.000 Begünstigte rund 7 Milliarden Euro an Agrarzahlungen in 2022.

Die EU-Mitgliedstaaten sind seit 2015 verpflichtet, die Veröffentlichung von Informationen über die Begünstigten im Bereich der EU-Agrarfonds bis spätestens 31. Mai vorzunehmen (auf Grundlage der Verordnung (EU) Nr. 1306/2013). Deutschland ist alljährlich das Schlusslicht. Die Veröffentlichung erfolgt über die gemeinsame Transparenzplattform des Bundes und der Länder agrar-fischerei-zahlungen.de, die von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betrieben wird.

Die Hauptprofiteure waren auch in 2022 wieder nicht einzelne Bäuerinnen und Bauern, sondern die Öffentliche Hand, ehemalige Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften und auch Agrarholdings. Laut den Auswertungen von Proplanta erhielten 190 Empfänger über eine Million Euro aus dem EU-Agrarfonds. Während in Baden-Württemberg beispielsweise nur 15 Begünstigte eine Summe zwischen 500.000 – 1.000.000 Euro erhielten, profitierten in Brandenburg immerhin 134 und in Mecklenburg-Vorpommern 112 von den höchsten Förderbeträgen.

Neben neuen Spitzenreitern wie die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) mit 60.059.869,00 € gibt es auch "Verlierer": darunter z.B. der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG mit 424.550,02 € (VJ: 11.627.751,47 € sowie der Landesbetrieb Forst Brandenburg mit 3.611.450,04 € (VJ 7.926.045,44 €)

Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) rangiert mit über 20 Millionen immerhin auf Platz 2, wobei diese Fördergelder komplett aus der zweiten Säule der GAP, dem sogenannten ELER-Topf entstammen. Unter den Top 100 befindet sich mit 1.133.059,35 € auch diesmal wieder die Aschara Landwirtschaftsgesellschaft mbH aus Bad Langensalza (Thüringen), ein Gesellschafter-Geflecht von Aldi-Nord. Auch der Geithainer Landwirtschaftsbetrieb, der 426.771,69 € erhalten hat, zählt zum Investoren-Konglomerat.

Top Empfänger 2022

1) Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)

60.059.869,00 €

2) Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Magdeburg (LHW)

21.060.004,09 € (VJ: 13.036.203,77)

3) Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH)

18.592.857,12 € (VJ: 8.190.050,72)

4) Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF)

17.004.307,00 €

5) Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern

14.154.756,98 € (VJ: 12.649.000,18)

6) Zweckverband Breitband Altmark

11.234.630,25 €

7) Landesamt für Umwelt Brandenburg (LFU)

11.130.934,09 € (VJ: 14.374.680,49)

8) ML-Verwaltungsbehörde/Ref. 305 – 30169 Hannover, Landeshauptstadt

10.246.542,78 € (VJ: 8.961.872,37 €)

9) Staatliches Bau- und Liegenschaftsamt Rostock

8.103.193,73 €

10) Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR)

7.532.202,90 € (VJ: 7.959.301,03 €)

11) Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMUL)

7.237.989,11 € (VJ: 7.722.477,85 €)

12) Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)

6.784.408,51 € (VJ: 6.602.331,80 €)

13) Landgard Obst & Gemüse GmbH & Co. KG

6.517.628,40 € (VJ: 6.633.739,74 €)

14) Stadt Beelitz

5.908.026,31 € (VJ: 3.695.427,44 €)

15) Landkreis Börde – Amt für Planung und Umwelt

5.728.079,39 € (VJ: 5.478.107,71 €)

16) Erzeugergroßmarkt Langförden-Oldenburg eG

5.462.175,64 (VJ: 5.078.589,18 €)

17) Erzeugerorganisation für Obst und Gemüse – Mecklenburger Ernte GmbH

5.226.913,23 € (VJ: 5.602.613,02 €)

18) Landesamt für Umwelt (LfU) Potsdam

4.775.185,09 ( VJ: 14.374.680,49 €)

19) Landkreis Wittenberg

4.302.190,98 (VJ: 3.652.411,17 €)

20) Elbe-Obst Erzeugerorganisation r.V.

3.998.383,60 €

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