Der Deutsche Aktienindex erzielte am letzten Handelstag im Juli mit 16.529 Punkten ein neues Allzeithoch. Die Wertentwicklung liegt seit dem Oktobertief 2022 somit bei knapp +40 %. Im gleichen Zeitraum konnte der S&P 500 knapp +30 % in US-Dollar zulegen – damit fehlen dem Index nur noch ca. vier Prozentpunkte zum Allzeithoch. Er wurde insbesondere durch die Entwicklung großer US-Technologiekonzerne beflügelt.

„Zum Teil lässt sich der Enthusiasmus der Marktteilnehmer durch das derzeit vorherrschende Markt-Narrativ des sogenannten „Soft Landings“, also einer weichen Landung der globalen Wirtschaft, erklären”, so die Einschätzung von Zoltan Schaumburger, Portfoliomanager bei der Vermögensmanagement Euroswitch. Der jüngsten Umfrage der Bank of America zufolge erwarten 68 % der befragen Fondsmanager eine weiche Landung der globalen Weltwirtschaft und nur 21 % eine harte Landung. Es zeige sich in den kommenden Monaten, ob den Zentralbanken eine weiche Landung gelingt – insbesondere vor dem Hintergrund der Leitzinserhöhungen in Rekordgeschwindigkeit auf Rekordschuldenniveaus – oder sich als Wunschdenken der Marktteilnehmer herausstellt.

Laut dem Finanzexperten lässt sich die Wirtschaftsdynamik global nicht verallgemeinern, da sich die USA derzeit auf besondere Weise vom Rest der Welt abkoppelt: Der Citigroup Economic Surprise Index, der positive oder negative Überraschungen makroökonomischer Daten nachhält, steigt für die USA seit Monaten an (Wert: +79,60), wohingegen er insbesondere für die Eurozone geradezu einbricht (Wert: -127,10). Dabei liegt die Spreizung zwischen der US- und der globalen Variante des Economic Surprise Index, abgesehen von den Verwerfungen während der Corona-Pandemie, derzeit sogar auf einem Rekordhoch, wie das Analysehaus Haver Analytics errechnet hat.

„Die im Juli veröffentlichten Zahlen für das US-Bruttoinlandsprodukt bestätigen den positiven Trend“, erklärt Schaumburger. Für das 2. Quartal übertraf es mit +2,4 % die Erwartungen der Analysten (Konsens: +1,8 %). Für das 3. Quartal prognostiziert die Federal Reserve Bank of Atlanta sogar ein BIP-Wachstum von +3,5 %, wobei der Marktkonsens derzeit nur bei +0,4 % liegt. „Die derzeitige Stärke des US-Konsumenten scheint zahlreiche Marktteilnehmer nahezu zu überrollen“, stellt der Portfoliomanager fest. Einige Prognosen wurden daher nach oben korrigiert. So hat beispielsweise das Investmenthaus Goldman Sachs die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA für die kommenden zwölf Monaten von 25 % auf 20 % gesenkt. Nicht zuletzt erwartet auch der Internationale Währungsfonds IWF laut jüngstem Bericht (World Economic Outlook Growth Projections) ein positives Wachstum von +1,8 % für die USA im Jahresverlauf.

Parallelwelten

„Derweil erscheinen die Entwicklungen der Eurozone in einer Parallelwelt“, sagt Schaumburger. Laut IWF wird erwartet, dass sich die Eurozone mit +0,9 % im Jahresverlauf wesentlich schwächer als die USA entwickeln wird, wobei Deutschland das Schlusslicht, mit einer erwarteten Schrumpfung der wirtschaftlichen Entwicklung von -0,3 %, darstellt. Die negative Dynamik in Deutschland bestätigt auch der ifo Geschäftsklimaindex, der im Juli den dritten Rückgang in Folge verzeichnete. Ebenfalls negativ liest sich der von der Europäischen Zentralbank erschienene Bank Lending Survey – eine vierteljährliche Umfrage zum Kreditgeschäft der Banken: Die Kreditnachfrage hat sich sowohl bei Unternehmen als auch bei privaten Haushalten erheblich reduziert, auch weil Banken vor Sorgen über zunehmende Kreditausfälle die Vergabestandards erhöhen. „Vor dem Hintergrund der nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik in Europa womöglich zurecht“, meint der Portfoliomanager.  

Positive Signale kämen im Juli indes von Seiten der Inflation: Der Citi Global Inflation Surprise Index liegt wieder im negativen Bereich, und auch die unter den Erwartungen liegenden Konsumentenpreis- und Produzentenpreisindizes bestätigen den derzeitigen deflationären Trend. „Die weiter rückläufige Inflationsdynamik ermöglicht den Zentralbanken in ihrer Rhetorik ein mögliches Ende des derzeitigen Zinserhöhungszyklus einzustimmen“, vermutet SchaumburgerUnd weiter: „Die Marktteilnehmer preisen daher aktuell mit einer 80%-igen Wahrscheinlichkeit ein, dass die US-Zentralbank im kommenden Septembermeeting den Leitzins nicht weiter erhöhen wird.“ 

Dynamische US-Wirtschaft beflügelt Aktienmarkt

„Die derzeit laufende Berichtssaison unterstreicht die besondere Dynamik der US-Wirtschaft“, so der Finanzexperte. Laut Datenanbieter FactSet haben 80 % der S&P 500-Unternehmen die Gewinnprognosen und 65 % die Umsatzprognosen der Analysten übertroffen. Hervorzuheben ist dabei, dass US-Unternehmen, die mehr als 50 % ihres Umsatzes in den USA erwirtschaften, eine positive Wachstumsrate von +0,4 % nachweisen können, während diejenigen, die mehr als 50 % ihres Umsatzes außerhalb der USA generieren, signifikante Ertragseinbrüche von -20,8 % verzeichnen.

„Die positiven makro- und mikroökonomischen US-Daten zwingen zahlreiche Marktteilnehmer, ihre zu Jahresbeginn sehr defensive Positionierung aufzugeben“, erklärt Schaumburger. Am Markt seien zunehmend Geldmittelflüsse in risikobehaftete Anlageklassen und Reduzierungen von Absicherungspositionen zu beobachten. Der Finanzexperte geht davon aus, dass „so lange keine negativen Faktoren die Marktteilnehmer überraschen, der positive Aktienmarkttrend, insbesondere mit Fokus auf die US-Binnenwirtschaft, für die kommenden Monate anhält.“ Der Monat August sei dabei aus statistischer Sicht zunächst ein schwacher Monat, so der Portfoliomanager: „Zahlreiche Marktteilnehmer befinden sich im Sommerurlaub, was die Umsätze am Markt reduziert und somit Raum für Schwankungen bietet – den Blick auf die Allzeithochs sollten diese aber nicht trüben.“

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