Die Zahl der Atemwegsinfekte und grippeähnlicher Erkrankungen steigt nach Erkenntnissen des Robert Koch-Instituts (RKI) in diesem Jahr früher als in den Vorjahren an. Die Erfahrungen aus dem australischen Winter lassen zudem vermuten, dass es bei uns in diesem Winter eine starke Grippewelle geben könnte. Daher sollte die Grippeimpfung frühzeitig erfolgen. „Die Grippeimpfung muss jedes Jahr aufgefrischt werden. Die Impfstoffe bieten nur in der jeweils aktuellen Saison den bestmöglichen Schutz, sie werden basierend auf den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr an die vorherrschenden Grippeviren angepasst“, erklärt Dr. Wiete Schramm, Fachärztin für Arbeitsmedizin bei TÜV Rheinland.

Grippe ist weit mehr als eine Erkältung!

Bei etwa einem Drittel der Erkrankten nimmt eine Grippe einen schwereren Verlauf mit hohem Fieber sowie Kopf-, Hals-, Muskel- und Gliederschmerzen. Auch trockener Reizhusten und ungewöhnlich starke Erschöpfung gehören zu den Symptomen. Darüber hinaus kann es zu Komplikationen wie einer Lungenentzündung kommen. Ziel der Grippeimpfung ist es, vor einem schweren Verlauf und möglichen lebensbedrohlichen Komplikationen zu schützen. Ganz vor einer Ansteckung bewahren kann die Impfung hingegen nicht, da eine Vielzahl unterschiedlicher Viren im Umlauf ist.

Wer sollte sich impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung für alle Menschen, die das Risiko haben, schwer zu erkranken. Zu diesen Personen gehören Menschen ab 60 Jahren, chronisch Erkrankte jeden Alters, Schwangere ab dem 4. Schwangerschaftsmonat bzw. mit chronischen Grunderkrankungen wie Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Bei Menschen über 60 Jahren kann die Aktivität des Immunsystems verringert sein. Daher empfiehlt die STIKO für sie einen Hochdosis-Impfstoff. Personen, denen sowohl die Pneumokokken- als auch die saisonale Grippeimpfung empfohlen wird, wie zum Beispiel Menschen ab 60 Jahren, sollten auch ihren Impfschutz gegen die Pneumokokken überprüfen. Eine Infektion mit Pneumokokken kann durch eine Grippeerkrankung begünstigt werden.

„Einige Berufsgruppen sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, sich mit Grippe anzustecken. Dazu gehören neben medizinischem Personal beispielsweise auch Personen, die viel Publikumsverkehr haben oder die von ihnen betreute Personen gefährden könnten. Wer beruflich mit Geflügel oder Wildvögeln in Kontakt kommt, sollte sich laut STIKO ebenfalls impfen lassen. Viele Unternehmen bieten ihren Beschäftigten zudem eine Grippeimpfung mit dem saisonalen Impfstoff beim Betriebsarzt an“, so Schramm.

Corona-Impfschutz nicht vergessen!

Wer sich in der Arztpraxis impfen lässt, kann gleichzeitig auch die Corona-Schutzimpfung auffrischen lassen. Personen, die einer Risikogruppe angehören, sollten dies regelmäßig tun. Zu den Grunderkrankungen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf zählen unter anderem: chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen (zum Beispiel arterielle Hypertonie, koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz), chronische Stoffwechselerkrankungen (zum Beispiel Diabetes mellitus), Adipositas, chronische Erkrankungen von Leber, Niere oder Atmungsorganen (zum Beispiel COPD, Asthma) sowie eine angeborene oder erworbene Schwäche des Immunsystems und aktive Krebserkrankungen.

Grippeimpfung – sich selbst und andere schützen

Auch jüngere Menschen und Personen, die nicht zu einer Risikogruppe gehören oder beruflich einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, können sich gegen Grippe impfen lassen. Je mehr Menschen geimpft sind, desto schlechter können sich Grippeviren in der Bevölkerung ausbreiten. Das schützt auch Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Zudem ist die Altersgruppe ab 60 Jahren nicht umfassend geschützt: Während die Europäische Union bei der Grippeimpfung eine Impfquote von über 75 Prozent anstrebt, erreichte Deutschland laut den Daten des Robert Koch-Instituts in der Saison 2020/2021 nur eine durchschnittliche Impfquote von 47 Prozent bei den ab 60-Jährigen. Bei chronisch kranken Menschen ab 18 Jahren lag die Impfquote im gleichen Zeitraum bei nur 39 Prozent.

 

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