„Wie ein Waldfeeling im Innenraum“ beschreibt Liam Kastner, Gründer des Karlsruher Start-Ups MOZZ, die Wirkung seines nachhaltigen Luftreinigers. Am 5. Dezember ist nach jahrelanger Arbeit endlich der Marktstart. Interessierte können sich den umweltfreundlichen Luftfilter in der Tourist-Information im Schaufenster Karlsruhe genauer anschauen.  

„Liam Kastners Idee eines biologisch abbaubaren Luftfilters passt perfekt zur Auszeichnung von Karlsruhe als Nachhaltiges Reiseziel“, freut sich Pascal Rastetter, Geschäftsführer der KTG Karlsruhe Tourismus GmbH. „Außerdem verkörpert er mit seinem Start-Up wie kaum ein anderer die DNA der Stadt Karlsruhe, der Stadt der Forscher, Entdecker und der klugen Entwicklungen.“ Liam Kastner war persönlich hier und hat KTG-Chef Pascal Rastetter exklusiv den ersten ausgelieferten MOZZ Tower für die Tourist-Information überreicht. Präsentationen und weiteres Infotainment im Schaufenster Karlsruhe sind geplant. 

Von der Idee zum Produkt 

In Innenräumen ist die Luft bis zu fünfmal so stark mit Feinstaub belastet wie außen. Das kann die Gesundheit beeinträchtigen. Daher greifen viele zu Luftfiltern. Herkömmliche, chemische Filter müssen aber sehr oft getauscht werden und machen dadurch viel Müll. Deshalb war das Ziel des damals 14-jährigen Liam Kastner, ein nachhaltiges System mit biologisch abbaubarem Filter zu entwickeln. Die Idee hinter MOZZ war geboren. 

Warum aber Moos? Weil das den Feinstaub aus der Luft besonders gut aufnimmt, wie Messungen ergaben. MOZZ ist sechsmal so effizient wie eine herkömmliche Zimmerpflanze. Das liegt auch am eingesetzten, speziellen Flachmoos mit einer größeren Oberfläche, die noch effektiver ist. Der MOZZ kann sogar Pollen und Schimmelsporen aus der Luft filtern. Zudem reinigt das Moos nicht nur die Luft, sondern reichert sie auch mit frischem Sauerstoff an und befeuchtet sie. Und es ist zu 100 Prozent biologisch abbaubar und kann etwa alle sechs Monate im Biomüll entsorgt werden. 

Der MOZZ Tower verfügt dazu über ein vollautomatisiertes Bewässerungssystem. Ein grüner Daumen ist also nicht nötig. Ein weiterer Pluspunkt: Der Tank muss im Schnitt nur alle fünf Tage aufgefüllt werden, reicht also für eine komplette Arbeitswoche. Ein Gerät kann zurzeit eine Fläche von 15 m² reinigen und passt auf jeden Schreibtisch. Das Gehäuse ist aus Holz von nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und recyceltem Kunststoff.

Ausgezeichnetes Produkt mit Zukunft

Der nachhaltige Luftreiniger kommt bei Jurys und Medien gut an. Mit MOZZ gewann Liam Kastner schon zahlreiche Preise, angefangen bei „Jugend forscht“. Dazu kam im Juni 2022 der 3. Platz beim Bundesfinale „Jugend gründet“ mit 4000 Teilnehmern. Sein Businessplan wurde als bester von 730 eingereichten prämiert. Das Bundeswirtschaftsministerium zeichnete ihn mit der Ehrenurkunde „Top-Start-Ups in der Schule“ aus. Auch die Medien interessieren sich für das Produkt. So gab es bereits Gespräche mit dem Stern, n-tv oder der ARD. Inzwischen haben sich schon mehr als 900 Leute auf der Warteliste eingetragen. 

Weitere Informationen in der Tourist-Information im Schaufenster Karlsruhe, Kaiserstraße 72-74 oder unter https://www.mozz.store/ 

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