Im Rahmen des Modellprojekts STADTLand+ startet ein neues extrem flexibles Mobilitätsangebot der Halleschen Verkehrs-AG (HAVAG), das aus der Zukunft des ÖPNV nicht mehr wegzudenken ist: Der „movemix_shuttle“-Service im Paulusviertel und Halle-Ost. Die Verkehrstochter der Stadtwerke Halle möchte in beiden Stadtteilen Erfahrungen sammeln, ob der zeitgemäße flexible On-Demand-Verkehr den Bedürfnissen der Fahrgäste entspricht. Weitere Stadtteile folgen. Ziel von STADTLand+ ist es, CO2-Emissionen im Verkehrsbereich durch ein multimodales Angebot nachhaltig zu reduzieren. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms "Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Alle Teilprojekte stehen auf der Projektwebseite www.mitteldeutschland-vernetzt.de. Das Projekt STADTLand+ ist Teil der Klimaschutzstrategie der Stadtwerke Halle-Gruppe auf dem Weg, klimaneutral zu werden.

Was ist ein On-Demand-Verkehr: Konzept für die Zukunft der Mobilität

On-Demand-Verkehre sind flexible Bedarfsverkehre, die in den ÖPNV integriert werden. Die neueste Angebotsform sind On-Demand-Shuttles, welche die Buchung per App vorsehen. „Sie sind für uns von großer Bedeutung als zeitgemäße Ergänzung zur klassischen ÖPNV-Dienstleistung. Wir vernetzen quasi den klassischen ÖPNV mit einem neuen absolut flexiblen ÖPNV-Service, der weder an Fahrplan noch Linie gebunden ist. Er ist aus der Zukunft der Mobilität nicht mehr wegzudenken und zeichnet den Öffentlichen Nahverkehr der nächsten Jahre aus“, ist Vinzenz Schwarz, Vorstand der Halleschen Verkehrs AG, überzeugt. „Wir holen die Menschen in eine neue Welt hinein.“

Räumliche und zeitliche Flexibilität: Emissionslos, bargeldlos und stresslos

Unter der Marke movemix bringt die HAVAG gemeinsam mit der Stadt Halle, im Rahmen des ÖPNV-Modellprojekts STADTLand+, neue Mobilitätsservices in die Saalestadt. „Flexibilität ist heute wichtiger denn je. Darauf reagieren wir mit unserem neuen Shuttle-Angebot. Wir möchten unseren Fahrgästen eine weitere attraktive Alternative zum privaten Auto bieten, die nachhaltig zugleich ist. Außerdem können wir so hallesche Stadtgebiete durch viele virtuelle Haltepunkte räumlich besser erschließen“, sagt HAVAG-Vorstand Vinzenz Schwarz. Die modernen Fahrzeuge sind rein elektrisch betriebene eVitos von Mercedes-Benz.

Wie funktioniert’s?

„Ab Montag, 11. Dezember 2023, sind die On-Demand-Shuttles (movemix_shuttle) in zwei Bediengebieten, im Paulusviertel und in Halle-Ost, als Kleinbusse unterwegs“, sagt Nico Rudolph, Projektleiter des On-Demand-Angebotes der HAVAG. „Vom Senior bis zum Kleinkind können hier ganze Familien einsteigen. Kindersitze für verschiedene Altersgruppen sind vorhanden. Auch Kinderwagen und Rollstühle können mitgenommen werden und mobilitätseingeschränkten Personen wird geholfen.“ Somit wird ab diesem Zeitpunkt auch die Buslinie 27 regulär ab 21 Uhr auf das neue und flexible Angebot umgestellt.

Die Strecken-Buchung und Bezahlung erledigen Fahrgäste ganz unkompliziert mit der neuen Mobilitäts-App für Halle (movemix_app), die die HAVAG gemeinsam mit dem ÖPNV-Softwaredienstleister TAF mobile GmbH aus Jena entwickelte. „Gemeinsam haben wir eine vernetzte Mobilitätslösung von ÖPNV und Sharingdiensten für die Fahrgäste in Halle geschaffen. Mit unserer Partnerschaft können wir einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung des ÖPNV und der Mobilitätswende leisten“, sagt Sylvia Lier, Geschäftsleitung TAF mobile GmbH. Die neue App bietet darüber hinaus Auskunft und Ticketing für Bus, Tram und Regionalzüge und wird im kommenden Jahr auch Funktionalitäten integrieren, um Bikesharing (movemix_bike) und Carsharing (movemix_car) nutzen zu können. Ist kein Smartphone zur Verfügung, kann der Shuttle-Service auch über die Telefonhotline (0345) 5 81 – 56 66 gebucht werden. Das Shuttle ist im Paulusviertel täglich zwischen 5 Uhr und 0 Uhr und in Halle-Ost von Sonntag bis Donnerstag zwischen 21 Uhr und 1 Uhr sowie Freitag und Samstag zwischen 21 Uhr und 4 Uhr verfügbar.

Einsteigen können Nutzerinnen und Nutzer an virtuellen Haltepunkten innerhalb der beiden Stadtteile. Sie sind in der App sichtbar. Durch Eingabe des gewünschten Start- und Ziel-Punktes, schlägt die App den Abholort und Ankunftszeitpunkt vor. Anschließend kann man beides bestätigen und somit das Kleinbus-Shuttle aktiv buchen. Ziele können auch Umsteigehaltestellen der Straßenbahn, der S-Bahn und der Fernzüge sein, um von dort aus weiterzureisen. „Buchen andere Fahrgäste eine ähnliche Strecke zu einer ähnlichen Zeit, wird eine gemeinsame Strecke ermittelt. Bei der anschließend gemeinsamen Fahrt wird CO2 gespart“, erläutert Nico Rudolph.

Übrigens: Auch mit vorhandenen Deutschlandtickets, ÖPNV-ABOs, Semestertickets und Schülerzeitkarten kann das Shuttle genutzt werden. Ebenso sind Papiertickets mit Gültigkeit in der Tarifzone 210 (Halle) nutzbar.

Alle Infos unter www.move-mix.de.

Aktuelle Projekte und Ausblick

Mit Beginn des neuen Jahres folgt ein weiteres Highlight: Die bereits in Halle (Saale) bekannte Ticketing-App FAIRTIQ wird im gesamten Gebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds nutzbar werden – in allen Himmelsrichtungen zwischen Halle und Oschatz sowie Leipzig und Altenburg.

Mit movemix ein multimodales Gesamtangebot in Halle

Die Einführung eines anderen neuen Mobilitätsservice der HAVAG erfolgte bereits Mitte Oktober 2023 unter dem Namen movemix_bike. So rollen die Fahrräder im farbenfrohen movemix-Style durch die Straßen und sind somit auch leicht und schnell erkennbar. In Kombination mit Bus und Bahn ist movemix_bike eine wirkliche Alternative zum motorisierten Individualverkehr. Die öffentlichen Mietfahrräder bieten sich auf der ersten und letzten Meile zur Haltestelle an, aber auch kürzere innerstädtische Wege lassen sich so aktiv und flexibel ohne eigenes Auto bewältigen. Im Laufe des kommenden Jahres werden an movemix_stationen in unmittelbarer Nähe von Haltestellen umweltfreundliche Verkehrsmittel zentral zur Verfügung gestellt: Carsharing (movemix_car), Bikesharing (movemix_bike) und Scootersharing (movemix_roller). Im Bau befinden sich aktuell die Mobilitätsstationen S-Bahnhof Neustadt, Steintor und Südstadt.

Bisherige Meilensteine im ÖPNV-Modellprojekt STADTLand+:

  • Star Park Express zwischen den Stadtgebieten Silberhöhe und Halle-Neustadt zum Gewerbegebiet Star Park
  • Erweiterung des Busnetzes im Saalekreis und in Merseburg: Innenstadtlinien 111 und 112 in Merseburg, Saale-Würde-Linie 326, Götschetal-Linie 302, Star Park-Queis-Linie 341
  • Luftlinien-Tarif in der Tarifzone 210 „Halle (Saale)“ über die FAIRTIQ-Ticketing-App „FTQ Lab“
  • Weitere multifunktionale Fahrgastinformationsanlagen entlang der Straßenbahnlinien 1 und 7
  • 10-Minuten-Takt auf der Straßenbahnlinie 7 und 20-Minuten-Takt auf der Buslinie 27
  • Mobilitätsstationen movemix_station bereits baulich fertiggestellt an den ersten beiden Standorten, direkt an den Haltestellen Büschdorf und Trotha. An den movemix_stationen werden demnächst bis Ende 2024 alle in Halle (Saale) verfügbaren umweltfreundlichen Verkehrsmittel zentral zur Verfügung gestellt: Carsharing (movemix_car), Bikesharing (movemix_bike) und Scootersharing (movemix_roller) – immer unmittelbar an einer ÖPNV-Haltestelle
  • Anschlusssicherung zwischen Regional- und Stadtverkehr ist bereits baulich an den Haltestellen Büschdorf und Trotha – zwei von insgesamt vier – realisiert. Busse der Omnibus Saalekreis GmbH (OBS) sowie der HAVAG halten an diesen Haltestellen so das Fahrgäste sicher und durch kürzere Wege schnell umsteigen können. Ebenso sind die Anschlüsse zwischen Regional- und Stadtverkehr auch technisch abgesichert. Durch Softwareerweiterungen und technische Einbauten in den Fahrzeugen erhalten die Busfahrer*innen von HAVAG und OBS gegenseitig Informationen in Echtzeit um bestehende Anschlüsse zu halten und Fahrgästen so eine kurze Reisezeit abzusichern.

Über STADTLand+: CO2-Emissionen nachhaltig reduzieren

Die Förderrichtlinie „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) unterstützt innovative ÖPNV-Projekte, die CO2-Emissionen im Öffentlichen Verkehr durch ein attraktiveres Angebot nachhaltig reduzieren. Das Projekt STADTLand+ der HAVAG gemeinsam mit dem Saalekreis, der Personennahverkehrsgesellschaft Merseburg-Querfurt (PNVG), der Omnibusbetrieb Saalekreis (OBS) GmbH, dem Mitteldeutschen Verkehrsbund (MDV) sowie weiteren Verkehrsunternehmen wurde beim ersten Förderaufruf ausgewählt. Unterstützt wird es zusätzlich durch die Stadt Halle (Saale) und die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) sowie den Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL). Weitere Informationen unter www.mitteldeutschland-vernetzt.de.

Stadtwerke Halle-Gruppe investiert in Klimaschutz

Matthias Lux, Vorsitzender Geschäftsführer der Stadtwerke Halle: „Es liegen noch viele Schritte vor uns, bis wir unser Ziel, klimaneutral zu sein, erreichen. Als Stadtwerke sind wir Teil der Energie-Initiative und haben mit der ‚Roadmap Klimaneutralität‘ Strategien, Ziele und Leitlinien festgelegt, um den Transformationsprozess zum Erreichen der Klimaneutralität zu gestalten. Viele Klimaschutzmaßnahmen wurden und werden bereits von uns umgesetzt. Jedes Stadtwerke-Unternehmen trägt mit eigenen Maßnahmen und Projekten dazu bei. So auch die HAVAG mit ihrem ÖPNV-Modellprojekt STADTLand+.“

Foto: Stadtwerke Halle / Manfred Boide.

Über die TAF mobile GmbH

Die TAF mobile GmbH mit Sitz in Jena gehört zu den führenden Softwaredienstleistern für den öffentlichen Personennahverkehr. Seit 20 Jahren entwickelt das internationale Team von TAF mobile App- und Onlinevertriebssysteme für digitales Ticketing sowie multimodale Mobilitätsplattformen. Verkehrsbetriebe aus Bonn, Cuxhaven, Halle (Saale), Leipzig, Lübeck und Magdeburg gehören u.a. zu den Kunden, für die Lösungen wie LeipzigMOVE, movemix, TAFpayU, SWB easy.GO, Muttis Laden, SeTi u.a.m. entwickelt wurden. TAF mobile ist ein mehrfach öffentlich ausgezeichnetes Innovationsunternehmen und Mitglied in den Branchennetzwerken Kontiki e. V. und JenaDigital e. V.. Gesellschafter ist die HopOn Ltd.. Mit den Produkten von TAF mobile wird nicht nur der Zugang zum ÖPNV vereinfacht, sondern gleichzeitig auch die Nutzung von Shared Mobility Angeboten über lediglich einen einzigen Account komfortabel ermöglicht. So gelingt der Umstieg vom Auto auf klimagerechte Verkehrsmittel.

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