Auf das Platzen der Immobilienblase folgte in Japan in den 1990er-Jahren eine Zeit der wirtschaftlichen Stagnation. Ein solches „verlorenes Jahrzehnt“ könnte auch China bevorstehen. Andranik Safaryan, Portfoliomanager des MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced, analysiert vier Parallelen zwischen China heute und Japan damals.

  1. Alternde und schrumpfende Bevölkerung: „Wenngleich die Bevölkerung Japans in den 1970er- und 1980er-Jahren immer noch wuchs, begann die Erwerbstätigenquote zu sinken, da der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung zunahm. China ist heute mit einem ähnlichen Muster konfrontiert: Der Anteil der erwerbstätigen Bevölkerung sinkt bereits und die Gesamtbevölkerung wird sich bis 2100 gegenüber heute voraussichtlich halbieren. In Verbindung mit voraussichtlich dauerhaft negativen Migrationsströmen laut UN-Daten ist dies mittel- bis langfristig ein bedeutender Hemmschuh für die Wohnungsnachfrage. Finanzielle Anreize konnten am negativen Ausblick für den chinesischen Immobiliensektor bislang nicht viel ändern.“
  2. Übermäßige Straffung der Geldpolitik: „Ende der 1990er-Jahre waren in Japan Grundstückspreise für Wohnimmobilien im Vergleich zu den 1970er-Jahren auf das beinahe Sechsfache gestiegen. Im Bemühen, die Blase zum Platzen zu bringen und die Inflation unter Kontrolle zu bekommen, straffte die japanische Zentralbank Ende der 1980er-Jahre ihre Geldpolitik. Diese blieb über Jahre restriktiv, zu einer Zeit, als die Grundstückspreise allmählich wieder sanken und der Yen stark aufgewertet hatte. Bei den derzeitigen Inflationsraten nahe null sind die Leitzinsen in China trotz der jüngsten Lockerung ebenfalls restriktiv. Nimmt man jedoch die Erwartungen steigender Inflation hinzu, sind die Realzinsen niedriger als in Japan und die People’s Bank of China (PboC) tendiert zurzeit zu einer Lockerung – anders als die Bank of Japan (BoJ) Ende der 1980er Jahre. Im jetzigen Stadium ist es für China von entscheidender Bedeutung, seine Geldpolitik so zu gestalten, dass die Blase nicht platzt, und dabei durch die Koordination von Geld- und Fiskalpolitik sowie gesetzgeberischer Maßnahmen zu versuchen, das Szenario einer harten Landung zu vermeiden.“
  3. Bankenproblematik: „Da die Grundstückspreise in Japan in den Jahrzehnten vor dem Platzen der Blase stiegen, akzeptierten die Banken mehr Grundstücke als Sicherheit. Als die Blase platzte und die Preise einbrachen, machten die Banken Verluste. Dies führte in Verbindung mit den Vorgaben von Basel I, dass Banken acht Prozent an Kapital halten müssen, zu einer Kreditkrise. Hiervon wurde nicht nur der Immobilienmarkt getroffen, sondern auch andere Branchen, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen. Wenn es in China zu einem Niedergang kommen sollte, müssen die chinesischen Behörden dieses Szenario verhindern.  Das Engagement von drei der größten chinesischen Banken, Bank of China, Agriculture Bank of China und ICBC, in Darlehen für den Bau- und Immobiliensektor lag in den vergangenen Jahren jeweils zwischen rund fünf und sieben Prozent. Das Engagement japanischer Banken in diesen Sektoren zu der Zeit, als die Blase platzte, war wesentlich größer und lag bei etwa 14 bis 17 Prozent. Die Eigenkapitalkoeffizienten von chinesischen Banken sind heute ebenfalls höher, sie liegen bei den drei genannten Banken im Bereich von 16 bis19 Prozent. Chinesische Banken sind daher im Vergleich heute besser aufgestellt als japanische damals.“
  4. Fehlgeschlagene Fiskalpolitik und geringe Investitionen: „Japan ist es während des verlorenen Jahrzehnts nicht gelungen, die richtigen Investitionen ins Visier zu nehmen. In China haben der aktuelle wirtschaftliche Pessimismus und die geopolitischen Spannungen sowohl Entwicklungsfinanzierungen als auch private Investitionen verringert. Die Regierung muss hart arbeiten, um den Investitionsmotor wieder zum Laufen zu bringen, und ein verlorenes Jahrzehnt wie einst in Japan abzuwenden.“

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