Auf der Suche nach neuen und nachhaltigen Mobilitätslösungen stellen Seilbahnen eine spannende Alternative dar. Sie könnten vor allem dort zum Einsatz kommen, wo herkömmliche Verkehrsmittel an ihre Grenzen stoßen. Seilbahnen haben den Vorteil, dass sie unabhängig von vorhandenen Straßen oder Schienen gebaut werden und dabei auch problemlos natürliche Hindernisse wie Hügel oder Flüsse überwinden können.

Die Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN) hat dieses Potential erkannt und in den Jahren 2022/2023 eine umfassende Konzeptstudie zu Seilbahnsystemen im VRN durchgeführt. Sie zeigt anhand von vier konkreten Projekten in der Metropolregion Rhein-Neckar auf, wie vielversprechend Seilbahnsysteme für die Weiterentwicklung nachhaltiger Mobilitätsangebote im Verbundgebiet sein können.

Zunächst werden in der Konzeptstudie mögliche Einsatzgebiete für Seilbahnen in der Region identifiziert. Dabei wurde sorgfältig untersucht, wo die größte Nachfrage besteht und was technisch umsetzbar ist.

Vier vielsprechende Korridore im Fokus

Auf Basis dieser Untersuchungen fokussiert sich die Studie in einem zweiten Schritt auf vier konkrete Projekte in der Metropolregion Rhein-Neckar. Für diese wurde ermittelt, wie die Seilbahnstrecken verlaufen könnten, wo die Stationen am besten platziert werden sollten, und welche Kosten entstehen würden.

Es handelt sich um folgende Korridore:

  • Eine Seilbahnverbindung im Stadtgebiet Heidelberg zur Anbindung des Neuenheimer Feldes an einen multimodalen Knoten am Bahnhof in Pfaffengrund-Wieblingen mit Verknüpfung zum SPNV, ÖPNV, P&R und B&R als sinnvolle Ergänzung des bestehenden ÖPNV-Systems.
  • Eine Kleinkabinenpendelbahn zwischen der Gemeinde Altrip und Mannheim-Neckarau als attraktiver ÖPNV-Lückenschluss.
  • Eine Einseilumlaufbahn, die das Gewerbegebiet Wiesloch-Walldorf erschließt und damit eine gute Alternative zum Busverkehr bietet.
  • Eine Seilbahnverbindung zwischen Mannheim und Ludwigshafen als temporäre Zwischenlösung zur Rheinquerung während zukünftig zu erwartender Brückensanierungen.

In Zusammenarbeit mit den in Frage kommenden Kommunen werden diese Überlegungen nun weiterentwickelt, um die Zukunft des urbanen Verkehrs zu gestalten.

„In dieser Studie steckt sehr viel Potential. Eine Seilbahn ist nicht nur umweltfreundlich und effizient, sondern bietet auch eine neue Perspektive auf die Stadtgestaltung. Wichtig ist nun, dass wir die Möglichkeiten, die die Seilbahntechnik bietet, intelligent mit dem Bestandsnetz und den geplanten Erweiterungen des Stadtbahnnetzes verknüpfen. Seilbahnen können Lücken in unserem öffentlichen Verkehrsnetz schließen, an deren Beseitigung wir uns seit vielen Jahren die Zähne ausgebissen haben. Das gilt insbesondere für die dringend notwendige zusätzliche Querung des Neckars in Heidelberg“, freut sich Dr. Michael Winnes, Geschäftsführer der VRN GmbH, über die zukunftsweisenden Erkenntnisse aus der Konzeptstudie und betont gleichzeitig: „Wir sehen hier die Chance für eine innovative Verkehrslösung. Das Ziel ist keine neue touristische Attraktion. Wir wollen, dass die Menschen in der Region am Ende die Seilbahn in ihrem Alltag als normales Fortbewegungsmittel nutzen können. Es geht darum, Wege zu verkürzen, um wichtige Arbeitsstätten oder beispielsweise die Kliniken im Neuenheimer Feld schneller erreichen zu können. Davon würde auch die Allgemeinheit enorm profitieren: Jeder Autofahrer, der in Zukunft schon in Wieblingen sein Fahrzeug ins Parkhaus stellt und die Seilbahn nutzt, entlastet die Zufahrtstraßen ins Feld. Das wäre nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Reduktion von CO² und anderen Immissionen, sondern beschleunigt auch die Zufahrt der Rettungsfahrzeuge zu den wichtigsten Notfallkliniken der Region.“

Ein kürzlich veröffentlichter Kurzbericht zur Konzeptstudie „Seilbahnsysteme im VRN“ mit weiteren Informationen zu den Inhalten und Ergebnissen ist unter folgendem Link abrufbar:

https://www.vrn.de/verbund/planung/seilbahnen/index.html

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