Die SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. („SdK“) hat eine Interessengemeinschaft (IG) für Anleger der One Group / ProReal Serie aus Hamburg gegründet. Ziel ist eine Restrukturierung bzw. Sanierung der betroffenen Emittenten im Konsens. Dazu hat die SdK mit der One Group Mutter, der Soravia Investment Holding GmbH, Kontakt aufgenommen.

Das Unternehmen hatte zuvor erklärt, in erster Linie die Stabilisierung des Projektportfolios sicherstellen zu wollen: „Wir wollen erreichen, dass in Bau befindliche Projekte fertig gestellt werden können und bereits fertiggestellte Objekte nicht unmittelbar einem Verkauf zugeführt werden müssen, solange befriedigende Verkaufserlöse nicht erzielbar sind.“ Die One Group erklärte ferner, dass insbesondere Projektentwicklungen ohne signifikante, laufende Mieteinnahmen darauf angewiesen seien, Zinsen für die laufenden Namensschuld­verschreibungsverzinsungen auch aus Verkaufserlösen oder Refinanzierungen zu bedienen, „was derzeit marktbedingt nur sehr eingeschränkt möglich ist“.

In die vier Vermögensanlagen haben 11.000 Anleger 409 Mio. Euro investiert. Das Geld diente dazu, Immobilienprojekte zu finanzieren. Die One Group gehört zum Immobilienkonzern Soravia aus Österreich.

Seit 8. Januar 2024 erhalten Anleger in Namensschuldverschreibungen der ProReal-Serie von der One Group dementsprechend Post mit unerfreulichem Inhalt. Die One Group hatte am 21.12.2023 angekündigt, die quartalsweise Zinszahlung für 4 der 25 Emissionen auszusetzen. Betroffen davon sind folgende Emissionen:

  • ProReal Deutschland 7
  • ProReal Deutschland 8 – Exklusives Folgeangebot
  • ProReal Europa 9 
  • ProReal Europa 10

Ferner wird die Gesellschaft keine Zeichnungen mehr für folgende Emissionen entgegennehmen: 

  • ProReal Deutschland 7 – Exklusives Nachfolgeangebot
  • ProReal Private 10
  • ProReal Private 11
  • ProReal Secur 3
  • ProReal Secur 4

Die Gesellschaft gibt als Grund für die Schwierigkeiten die aktuell „anspruchsvolle Marktsituation“ und eine „massive Korrekturphase“ aufgrund der Inflations- und Zinsentwicklung an. Der Markt sei momentan in einer „massiven Korrekturphase“, weshalb derzeit eine „umfassende Risikoanalyse“ aus „Vorsichtsgründen“ notwendig sei, so die One Group. Die Analyse soll im ersten Quartal 2024 abgeschlossen sein und „mögliche Portfolioschwachstellen in einzelnen Projektgesellschaften recht­zeitig“ identifizieren. Bezüglich möglicher Maßnahmen will die One Group unter anderem prüfen, Vermögenswerte vorzeitig zu verwerten. Die Nichtzahlung steht nach unseren Informationen zeitlich in Zusammenhang mit dem nicht durchgeführten Erwerb eines Münchner Betriebsgebäudes der Allianz, welches die SORAVIA VRG 1 GmbH zu einem Preis von rund 93 Millionen Euro erwerben wollte. Dies soll letztlich an mangelnden Finanzierungsmöglichkeiten gescheitert sein. Eine Vertragsstrafe sei aufgrund der käuferseits verschuldeten Nichtdurchführung des Kaufvertrags zu zahlen. Diese wird das Unternehmen laut Medienberichten finanziell belasten. Hinzu kommt nach unserer Kenntnis erheblich gesteigerter Druck der Fremdkapitalgeber (v.a. österreichischer Banken) auf Rückführung offener Kreditlinien.

Da zahlreiche Mitglieder der SdK von der Zinsaussetzung betroffen sind, hat die SdK eine Interessengemeinschaft (IG) der betroffenen Anleger organisiert, um die Interessen der Anleger bestmöglich vertreten zu können. Bereits über 150 Anleger haben sich bei der SdK zur IG angemeldet. Die SdK wird mit dem Mutterkonzern Soravia erörtern, auf welche Art und Weise die SdK mit dieser IG dazu beitragen kann, die Herausforderungen der One Group zu analysieren, zu kommunizieren und zu beheben. Die SdK ist überzeugt, dass es das gemeinsame Ziel sein sollte, dass eine möglichst große Zahl von One Group-Anlegern von der SdK als sinnvoll eingestufte Restrukturierungspläne unterstützt.

Die SdK verfügt über umfangreiche Erfahrungen bei vergleichbaren Situationen. In 2023 hat die SdK zum Beispiel im Fall der Stern Immobilien AG und zuletzt vor gerade einmal vier Wochen bei der Restrukturierung der Anleihe der SoWiTec Group GmbH sichergestellt, dass die zwischen der Emittentin und der SdK verhandelten Sanierungsvorschläge im Rahmen von Beschlussfassungen der Gläubiger auf Gläubigerversammlungen (nahezu) einstimmig unterstützt wurden.

Daher ist die SdK überzeugt, in der aktuellen Situation der One Group sowohl zum Wohl der Anleger, als auch zum Wohl der Emittentin unterstützen zu können, sodass die Herausforderungen bei der One Group zügig vor allem ohne Verluste für die Anleger behoben werden.

Um die Interessen der One Group-Anleger kraftvoll durchsetzen zu können, müssen sich möglichst viele Anleger in der kostenfreien Interessengemeinschaft der SdK vereinigen. Wir rufen daher alle betroffenen Anleger auf, der Interessengemeinschaft beizutreten. Anleger können sich hier auf unserer Hompeage dieser Interessensgemeinschaft anschließen. Die Betroffenen werden anschließend über einen kostenlosen Newsletter über das weitere Vorgehen informiert. 

Unseren Mitgliedern stehen wir unter info@sdk.org gerne für Rückfragen zur Verfügung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für Anfragen nur unseren Mitgliedern zur Verfügung stehen können. Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie hier.

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