• Hohe Auftragseingangsdynamik insbesondere in den OEM-Geschäften
  • Umsatz leicht über Vorjahr; Profitabilität deutlich verbessert
  • Prognose für 2026 präzisiert

„Wir haben im 1. Halbjahr eine besonders starke Nachfrage vor allem in unseren OEM-Geschäften gesehen, die auf die Bereiche Halbleiterausrüstung und Medizintechnik & Life Science sowie Verteidigung ausgerichtet sind. Da diese Entwicklung zum Teil durch einige Großaufträge getragen war, wird sich diese sehr hohe Dynamik voraussichtlich im 2. Halbjahr so nicht fortsetzen“, so Dr. Ralf Kuschnereit, Chief Technology Officer und Chief Operating Officer der JENOPTIK AG. „Ungeachtet dessen erwarten wir ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2026 und haben dementsprechend unsere Prognose in der oberen Hälfte der bisherigen Bandbreite präzisiert“, kommentiert Dr. Prisca Havranek-Kosicek, Finanzvorstand der JENOPTIK AG.

Umsatz im 1. Halbjahr leicht über Vorjahr

Der Photonik-Konzern Jenoptik erzielte im 1. Halbjahr 2026 einen Umsatz in Höhe von 503,2 Mio Euro und damit eine Steigerung von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (i. Vj. 498,4 Mio Euro).

Die Strategische Business Unit (SBU) Semiconductor & Advanced Manufacturing verbuchte im 1. Halbjahr 2026 mit 230,4 Mio Euro einen um 10,2 Prozent gestiegenen Umsatz (i. Vj. 209,1 Mio Euro), angetrieben durch ein stärkeres Geschäft sowohl im Lithografie- als auch im Inspektionsbereich in der Halbleiterausrüstungsindustrie. Die SBU Biophotonics erzielte im Berichtszeitraum höhere Umsätze im Bereich Verteidigung, im Medizintechnikgeschäft konnte der sehr starke Vorjahresumsatz wie erwartet nicht erreicht werden. Daher lag der Umsatz der SBU Biophotonics mit 113,9 Mio Euro um 4,5 Prozent unter dem Vorjahreswert von 119,2 Mio Euro.

Die SBU Metrology & Production Solutions realisierte mit 79,7 Mio Euro in allen Bereichen weniger Umsätze als in der Vorjahresperiode (i. Vj. 92,0 Mio Euro), bedingt u. a. durch die weiterhin schwierige Marktsituation in der Automobilindustrie. Demgegenüber konnte die SBU Smart Mobility Solutions ihren Umsatz aufgrund eines guten Geschäftsverlaufs in fast allen Regionen um 10,7 Prozent auf 68,3 Mio Euro steigern (i. Vj. 61,7 Mio Euro).

Profitabilität deutlich verbessert

Das EBITDA des Konzerns verbesserte sich in den ersten sechs Monaten 2026 deutlich auf 98,9 Mio Euro, ein Plus von 25,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 78,8 Mio Euro. Im Berichtszeitraum wirkte sich die verbesserte Auslastung in der SBU Semiconductor & Advanced Manufacturing neben den 2025 ergriffenen Kostensenkungsmaßnahmen und einem veränderten Produktmix positiv auf das EBITDA aus. Die EBITDA-Marge stieg dementsprechend auf 19,7 Prozent (i. Vj. 15,8 Prozent).

Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei 39,7 Mio Euro (i. Vj. 25,3 Mio Euro, inkl. Ertrag aus aufgegebenem Geschäftsbereich von 2,6 Mio Euro). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,69 Euro (i. Vj. 0,42 Euro).

Hohe Auftragseingangsdynamik insbesondere in den OEM-Geschäften

Der Auftragseingang des Konzerns verbesserte sich im 1. Halbjahr mit einem Zuwachs von 53,0 Prozent auf 723,4 Mio Euro (i. Vj. 472,7 Mio Euro) deutlich, vor allem bedingt durch eine hohe Dynamik in den OEM-Geschäften. So stieg der Auftragseingang der SBU Semiconductor & Advanced Manufacturing aufgrund einer starken Nachfrage sowohl im Lithografie- als auch im Inspektionsgeschäft um 85,3 Prozent (inkl. eines Großauftrags wie im 1. Quartal berichtet). Auch die SBU Biophotonics verzeichnete einen deutlich höheren Auftragseingang (plus 44,9 Prozent), angetrieben durch die Bereiche Verteidigung sowie Medizintechnik & Life Science. Hierin enthalten ist ein mehrjähriger Medizintechnik-Großauftrag im niedrigen zweistelligen Mio-Euro-Bereich, der im 2. Quartal verbucht wurde.

Die Book-to-Bill-Rate des Konzerns lag im Berichtszeitraum bei 1,44 (i. Vj. 0,95). Dementsprechend erhöhte sich der Auftragsbestand auf 824,8 Mio Euro (31.12.2025: 590,8 Mio Euro).

Die Investitionen blieben mit 19,7 Mio Euro erwartungsgemäß noch deutlich unter dem Vorjahreswert von 32,6 Mio Euro und entfielen vor allem auf technische Anlagen und Maschinen.

Bilanziell und finanziell weiter solide aufgestellt

Der Free Cashflow vor Zinsen und Steuern verbesserte sich im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr trotz einer nachfragebedingten erhöhten Mittelbindung im Working Capital auf 47,2 Mio Euro (i. Vj. 43,2 Mio Euro).

Mit einer Eigenkapitalquote von 58,4 Prozent (31.12.2025: 60,2 Prozent), einer Nettoverschuldung von 307,5 Mio Euro (31.12.2025: 317,4 Mio Euro) sowie einem Leverage (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) von 1,4x (31.12.2025: 1,6x) verfügt Jenoptik weiterhin über sehr solide Finanz- und Bilanzrelationen.

Prognose für das Geschäftsjahr 2026 präzisiert

Der Ausblick für 2026 ist unverändert durch hohe Marktunsicherheiten aufgrund von schwer abschätzbaren makroökonomischen und politischen Entwicklungen beeinflusst.

Mit Blick auf die starken Wachstumsplattformen in den Kernmärkten Halbleiter-, Medizin-, Mess- sowie Verkehrstechnik sowie insbesondere der sehr guten Nachfrage aus dem Halbleiterausrüstungsbereich geht der Vorstand nunmehr davon aus, dass im laufenden Geschäftsjahr 2026 ein Umsatzwachstum in der oberen Hälfte der bisherigen Prognosespanne (bisher im einstelligen Prozentbereich / 2025: 1.046,0 Mio Euro) erreicht werden kann. Er erwartet außerdem, dass die EBITDA-Marge ebenfalls in der oberen Hälfte der bisher prognostizierten Bandbreite von 19,0 und 21,0 Prozent, d. h. zwischen 20,0 und 21,0 Prozent, liegen wird (2025: 18,4 Prozent). Bei den Investitionen geht der Vorstand trotz des deutlichen Rückgangs in der ersten Jahreshälfte 2026 davon aus, dass diese im Gesamtjahr leicht unter dem Vorjahresniveau von 77,4 Mio Euro liegen werden. Insbesondere am Standort Jena soll die Kapazität für Optiken ausgebaut werden.

Die Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass sich die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern. Mögliche Portfolioveränderungen sind in dieser Prognose nicht berücksichtigt.

Telefonkonferenz für Journalisten, Analysten und Investoren

CEO und CFO der JENOPTIK AG werden am 12. August 2026 um 11:00 Uhr (MESZ) eine Telefonkonferenz mit Analysten, Investoren und Journalisten (in englischer Sprache) durchführen.

Die Präsentation zum 1. Halbjahr 2026 und der Zwischenbericht Januar bis Juni 2026 sind auf der Jenoptik-Webseite unter Investoren / Berichte und Präsentationen veröffentlicht. Bilder sind verfügbar in der Jenoptik-Bilddatenbank unter media.jenoptik.com.

Über JENOPTIK-KONZERN

Jenoptik ist als global agierender Technologie-Konzern im Photonik-Markt tätig. Zu unseren Kernmärkten zählen vor allem die Halbleiter-, Medizin-, Mess- und Verkehrstechnik. Rund 4.300 Mitarbeiter arbeiten weltweit im Jenoptik-Konzern, Hauptsitz ist Jena (Deutschland). Die JENOPTIK AG ist an der Deutschen Börse in Frankfurt notiert und wird im MDax und TecDax geführt. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Jenoptik einen Umsatz von 1.046 Mio Euro.

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