„Das Chronische Handekzem ist weit mehr als ein Hautproblem. Die Erkrankung wird noch immer häufig unterschätzt. Deshalb braucht sie mehr Aufmerksamkeit und eine frühzeitige, fachärztliche Versorgung“, betont der Dermatologe Dr. Leonard Luttmann. Das Handekzem gehört zu den häufigen entzündlichen Hauterkrankungen und ist die häufigste berufsbedingte Hauterkrankung in Deutschland.1 Beim Chronisches Handekzem, halten die Beschwerden länger als drei Monate an oder treten mindestens zweimal pro Jahr auf.1 Wer seine Hände mit viel Feuchtarbeit oder Kontakt mit Reizstoffen beruflich oder privat stark fordert, ist besonders gefährdet.1 Auch Allergien oder Neurodermitis können das Risiko erhöhen.1 In hautbelastenden Berufen wie Friseurhandwerkt, Pflege oder Bau- und Metallgewerbe sind bis zu 40 Prozent der Beschäftigten von einem Handekzem oder einem Chronischen Handekzem betroffen.1
„Mehr als nur Hände“: Die unsichtbare Last im Alltag
Was oft im Verborgenen bleibt: Chronisches Handekzem zermürbt – körperlich und seelisch.2 Betroffene erleben einen Wechsel aus akuten Schüben und scheinbar ruhigeren Phasen, doch die Haut erholt sich nie vollständig. Der Juckreiz raubt den Schlaf, die Schmerzen beeinträchtigen den Alltag und Beruf. Neun von zehn Personen mit CHE berichten, dass sie sich wegen ihrer geschädigten Hände schämen oder unsicher fühlen.2 Soziale Isolation und ein vermindertes Selbstwertgefühl2 begleiten den Alltag. Auch beruflich ist die Erkrankung eine große Belastung: In einer deutschen Studie hatten fast zwei Drittel (62,9 %) der untersuchten Patientinnen und Patienten mit berufsbedingtem Handekzem deswegen krankheitsbedingte Fehlzeiten, im Schnitt 76,4 Tage innerhalb der vergangenen 12 Monate.3
Ein Check beim Hautarzt bringt Klarheit
„Ich erlebe immer wieder, dass Betroffene erst zu mir in die Praxis kommen, wenn ihre Beschwerden ihren Alltag bereits deutlich einschränken“, berichtet Luttmann. „Dabei ist die fachärztliche Abklärung entscheidend für eine passende Therapie und den Erhalt der Arbeitsfähigkeit.“ Gerade bei langjährigem Verlauf und wenn ständiges Cremen mit Kortison nicht mehr hilft, lohnt es sich, den eigenen Behandlungsweg zu hinterfragen. Der Facharzt kann den aktuellen Schweregrad feststellen und bei Bedarf eine innovative kortisonfreie Therapie einleiten – auch dann, wenn die Beschwerden schon länger bestehen. Besteht der Verdacht, dass die Erkrankung berufsbedingt ist, kann das „Hautarztverfahren“ eingeleitet werden.4 Die zuständige Berufsgenossenschaft übernimmt nach Anerkennung die Kosten für die Behandlung und spezifische Präventionsmaßnahmen.
Neue Podcast-Staffel „Doc-Haut“ im Rahmen des Aktionstages
Anlässlich des World Chronic Hand Eczema Day geht eine neue Staffel des Patienten-Podcasts Doc-Haut online. Die beiden Dermatologinnen PD Dr. Ina Hadshiew und Dr. Sandra Philipp sprechen über das Chronische Handekzem, geben praktische Tipps für den Alltag und zeigen Wege aus der Isolation.
Der Welttag am 5. Oktober wird ins Leben gerufen von Medicom Education, einem niederländischen Anbieter für unabhängige medizinische Fortbildung, und von Patienten- und Fachorganisationen aus Deutschland (NIK e.V. Netzwerk Autoimmunerkrankter), Großbritannien (National Eczema Society), Frankreich (Association Française de l’Eczéma) und Italien (APIAFCO) unterstützt. Unter anderem ist auch die US-amerikanische National Eczema Association beteiligt. Sponsor ist das auf medizinische Dermatologie spezialisierte, international tätige Pharmaunternehmen LEO Pharma.
Referenzen
1 Bauer A, et al. S2k-Leitlinie Diagnostik, Prävention und Therapie des Handekzems. J Dtsch Dermatol Ges. 2023; 21(9): 1054–1074. https://register.awmf.org/assets/guidelines/013-053l_S2k_Diagnostik-Praevention-Therapie-Handekzem_2023-05.pdf
2 Ahmed A, et al. 2015. An ethnographic study into the psychological impact and adaptive mechanisms of living with hand eczema. Clin Exp Dermatol.;40(5):495–501. DOI: 10.1111/ced.12619
3 Diepgen TL, Scheidt R, Weisshaar E, John SM, Hieke K. Cost of illness from occupational hand eczema in Germany. Contact Dermatitis. 2013;69(2):99–106. doi: 10.1111/cod.12038
4 Elsner P. 2021. Das Hautarztverfahren nach Aufhebung des Unterlassungszwangs im Berufskrankheitenrecht [The "dermatologist’s procedure" after the abolition of the obligation to refrain from risky work activities in occupational disease law]. Hautarzt;72(6):509-515. doi:10.1007/s00105-021-04776-7. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8169502/
Das Unternehmen ist führend in der medizinischen Dermatologie mit einer soliden Forschungs- und Entwicklungspipeline, einer breiten Palette von Therapien und Pioniergeist. Seit Jahrzehnten widmet sich das 1908 gegründete Unternehmen LEO Pharma der Forschung und Entwicklung, um die Wissenschaft der Dermatologie voranzubringen, und setzt dabei neue Maßstäbe bei der Behandlung von Menschen mit Hauterkrankungen sowie Thrombosen. LEO Pharma mit Hauptsitz in Dänemark unterstützt mit einem weltweiten Team von 4.300 Mitarbeitern 93 Millionen Patienten in mehr als 130 Ländern. Weiterführende Informationen erhalten Sie auf http://www.leo-pharma.de
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