In ihrem Appell vom Februar 2025 rief die adventistische Kirchenleitung zum Schutz und zur Unterstützung der Einwanderergemeinschaft auf, die von den rechtlich fragwürdigen Abschiebungen durch die Grenzpolizei und die Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) betroffen ist (siehe APD-Meldung vom 7. Februar 2025). Inzwischen hat sich die Situation in den USA verschärft, unter anderem durch die eskalierende Gewalt und die Todesfälle von US-Bürgern wie Renee Good und Alex Pretti, für die mutmaßlich ICE-Angehörige verantwortlich waren. In einem Facebook-Beitrag vom 27. Januar 2026 verlinkte die Nordamerikanische Kirchenleitung den Appell erneut mit dem folgenden Kommentar des Leitungsteams:

„Da die gewalttätigen Auseinandersetzungen eskaliert sind, sind viele Einwanderer in unseren Wohnorten und innerhalb unserer Kirchengemeinden und Schulen erheblich betroffen. Wir sind traurig über diese Realität und auch zutiefst beunruhigt über die jüngsten Vorfälle tödlicher Gewalt und schwerer Verletzungen, von denen Familien und Orte in Minnesota und anderen Teilen der Vereinigten Staaten betroffen sind und die Angst und Trauer noch verstärkt haben. Ausgehend von dem Glauben an die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens wiederholt die Nordamerikanische Division diesen Appell, um unser auf dem Glauben basierendes Bekenntnis zu Menschenwürde, Respekt und Mitgefühl für alle zu bekräftigen. Wir beten für Frieden und Besonnenheit in diesen turbulenten Zeiten.“

Aus der Erklärung von 2025

Im Appell von 2025, auf den hier Bezug genommen wird, erinnert die Kirchenleitung an die gleichen Rechte für alle Menschen, unabhängig von ihrem Herkunftsland, die auch in der US-Verfassung verankert sind. Sie fordert deshalb eine faire Behandlung von Einwanderern und Flüchtlingen in den USA. Als Mitglieder einer christlichen Konfession vertreten die Adventisten die Auffassung: „In Christus sind alle gleich, durch einen Geist zur Gemeinschaft mit ihm und untereinander zusammengefügt. Wir sollen einander dienen, ohne Voreingenommenheit und Vorbehalt“ (Glaubensüberzeugungen der Siebenten-Tags-Adventisten, Artikel 14).

Weiterhin heißt es in der Erklärung von 2025: „Die Bibel erklärt, dass es in Christus weder Jude noch Nichtjude, weder Sklave noch Freier, weder Mann noch Frau gibt – alle sind eins in Christus Jesus (Galater 3,28). Wir sind eine einzige Menschheit. Entmenschlichung und Marginalisierung durch Gesetze oder die Umsetzung von Gesetzen oder politischen Maßnahmen stehen im diametralen Gegensatz zur Bibel.“ Deshalb sei es unmenschlich und beraube die Menschen ihrer gottgegebenen Würde in Christus, wenn sie Angst haben, zur Kirche oder zur Schule zu gehen, weil ihnen die Abschiebung droht.

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika ermutige ihre örtlichen Kirchengemeinden und Schulen, herzliche und einladende Orte für alle Menschen zu sein. Alle seien von Gott geschaffen und verdienten es, mit Würde und Respekt behandelt zu werden.

Adventisten sollen sich für Einwanderer einsetzen

Die Kirchenleitung stellte 2025 fest: „In Anbetracht der Tatsache, dass wir ein gemeinsames Menschsein haben, in Anbetracht der Tatsache, dass wir alle gleich geschaffen sind, in Anbetracht der Tatsache, dass wir unseren Nächsten lieben sollen wie uns selbst, und in Anbetracht der Tatsache, dass Jesus sagte: ‚Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan‘ (Matthäus 25,40), ist unser Appell an uns als Adventisten, unseren Einwandererfamilien zu zeigen, dass wir sie lieben, indem wir unsere Stimme erheben und in diesen Zeiten der Unsicherheit an ihrer Seite stehen“, heißt es in der Erklärung von 2025. Abschließend werden die politischen Entscheidungsträger eindringlich aufgefordert, die „angeborene Würde“ aller Menschen anzuerkennen. „Deshalb sollten die staatlichen Gesetze und die Umsetzung dieser Gesetze alle Kinder Gottes, die nach seinem Bild geschaffen sind, mit der Würde und dem Respekt behandeln, die sie verdienen.“

Adventisten in den USA

In den USA gibt es rund 1,3 Millionen Siebenten-Tags-Adventisten mit 5.300 örtlichen Kirchengemeinden. Weltweit gehören zur Freikirche über 23 Millionen Mitglieder in 212 Ländern und Regionen.

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